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Freitag, 16. März 2018

Der schwedische Schauspielerin Elise Hwasser

Elise Hwasser kam am 16. März 1831 als Tochter eines Zöllners unter dem Namen Elisa Jacobsson in Stockholm zur Welt. Als die junge Frau 18 Jahre alt war bewarb sie sich an der Schauspielschule des Dramaten, und wurde unmittelbar aufgenommen. Bereits vier Jahre nach Beginn ihrer Ausbildung war Hwasser eine führende Schauspielerin am Theater und, dank ihrer hohen Leistung, erhielt sie im Jahr 1863 einen lebenslangen Vertrag am königlichen Theater, dem Dramaten. Hwasser sollte dann bis 1888 dort auf der Bühne stehen, wobei Hwasser 1858 Daniel Hwasser heiratete, der zu jener Zeit Sekretär am Dramaten war, ein Jahr später jedoch Intendant wurde und für das gesamte Repertoire des Theaters verantwortlich war.

In den ersten Jahren ihrer Karriere spielte Elise Hwasser überwiegend die Rollen von naiven jungen Frauen, ging dann jedoch auf die Rollen von Liebhaberinnen in anspruchsvollem, klassischem Theaterstücken von Shakespeare, Schiller und anderen klassischen Autoren über. In diesen Jahren versuchte Hwasser vor allem die Bewegungen und das Spielen von Jenny Lind zu imitieren, was sicher ihre individuelle Entwicklung verzögerte, die sie später zu einer der bedeutendsten Schauspielerinnen Schwedens machte, auch wenn vor allem ihre Rollen ab 1858 bereits das Publikum überzeugten und faszinierten.

Die Glanzzeit kam für Elise Hwasser nach 1860, als sie ihr gesamtes Können in dramatische Rollen setzte und dabei jede Rolle zu einem individuellen Erlebnis machte, da sich Hwasser dabei vollständig in die Bühnenpersönlichkeiten einleben konnte, dabei jedoch immer Wert darauf legte die damals moderne Frau in den Vordergrund zu stellen. Nach den Kritiken der Zeit war Hwasser zu ihrer Zeit die beste Darstellerin Ibsens, auch wenn sie dann mit knapp 50 Jahren von manchen Kritikern als zu alt für Nora angesehen wurde. Der Vielzahl ihrer Bewunderer und ihrer schauspielerischen Leistung verdankte Hwasser, die am 28. Januar 1894 in Fiskebäckskil starb, dass sie ihre Rollen in einer relativ modernen Form präsentieren konnte und, vor allem während der letzten zehn Jahre ihrer Karriere, nicht die ursprüngliche, klassische Schauspielkunst wahren musste.


16. März 1596: Ebba Brahe, die Geliebte des Königs Gustav II. Adolf
16. März 1757: Bengt Lidner, der Skalde, der in Ungnade fiel
16. März 1792: Mord auf dem Maskenball
16. März 1835: Der Buchdrucker Nils Magnus Lindh wird zum größten Verleger Schwedens
16. März 1846: Der schwedische Mathematiker Gösta Mittag-Leffler
16. März 1878: Schweden übergibt seine letzte Kolonie Saint-Barthélemy an Frankreich
16. März 1892: Die Kinderzeitschrift Kamratposten
16. März 1940: Selma Lagerlöf, christliche Literatur und Frauenbewegung
16. März 1957: Das Motel Gyllene Ratten in Stockholm
16. März 1968: Gunnar Ekelöf, der erste surrealistische Autor Schwedens
16. März 1970: Karl Gustav Ossiannilsson, nationalistisches Denken als Arbeiterliterat
16. März 1971: Der schwedische Stand-up Künstler Jakob Öqvist
16. März 1976: Die schwedische Radrennfahrerin Susanne Ljungskog

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 13. Januar 2016

Der schwedische Dichter Johan David Valerius

Johan David Valerius kam am 13. Januar 1776 als Sohn eines Priesters in Göteborg zur Welt und schrieb sich 1788, nach Abschluss seiner Hochschulreife in Göteborg, an der Universität Lund ein um dort Philosophie zu studieren. Mangels Kapital musste Valerius die Universität jedoch 1791 ohne Abschluss wieder verlassen und in seiner Heimatstadt als Privatlehrer arbeiten. Im Jahre 1793 schrieb sich Valerius dann an der Universität Uppsala ein und legte dort noch im gleichen Jahr sein Examen als Jurist ab und wurde unmittelbar danach als Kanzleiangestellter am Svea Hovrätt angestellt.

Als Johan David Valerius 1797 Sekretär und Ombudsmann am Königlichen Theater in Stockholm wurde, wollte er nicht auf der administrativen Seite bleiben, sondern träumte davon Opernsänger zu werden. Sehr schnell zeigte sich jedoch, dass er sein Lampenfieber nicht überwinden konnte und nach einigen kleinen Rollen als Schauspieler ging Valerius, neben seinem Auftrag als Sekretär und Ombudsmann, dazu über Opern, Operetten, Lustspiele und Dramen zu übersetzen, die alle zur Aufführung kamen, da sich Valerius sehr gut in die Personen der Stücke einfühlen konnte und sein Stil geschätzt war.

Neben seiner Karriere als Regierungsbeamter, die Johan David Valerius bis zum Kanzleirat führte, betätigte sich der Jurist immer wieder als Dichter und erhielt dafür auch einige bedeutende Preise jener Zeit. Auch wenn die Werke von Valerius, der am 4. August 1852 in Stockholm starb, heute kaum noch bekannt sind, so spielt er dennoch eine gewisse Rolle innerhalb der schwedischen Literaturgeschichte, denn zum einen schrieb er  Lehrgedichte, die sich durch seine Antithesen von anderen Gedichten seiner Zeit unterscheiden, zum anderen schrieb Valerius sehr viele Weisen und Lieder, die typisch für die gustavianische Zeit Schwedens sind und in jener Zeit extrem populär waren. Valerius wurde 1826 in die Svenska Akademien gewählt und nahm, nach Carl Birger Rutström, auf Stuhl Nummer 15 Platz.

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 13. November 2015

Der Schauspieler, Zeichner und Liedertextschreiber Johan Jolin

Als Johan Jolin am 13. November 1884 auf Lidingö starb, hatte er eine Karriere als Schauspieler, Zeichner, Schriftsteller, Autor von Textbüchern und Schreiber von Liedertexten hinter sich, aber dennoch nie im Beruf arbeiten können, der am besten zu ihm gepasst hätte, denn das Kabarett und die Stand-up-Comedy gab es um diese Zeit noch nicht und Komiker wie Jolin mussten sich daher andere Ausdrucksmöglichkeiten suchen, insbesondere das leichtere Theater.

Johan Jolin war am 28. Dezember 1818 als Sohn eines Hausmeisters in Stockholm zur Welt gekommen, wobei sich seine humoristische Ader bereits während des Studiums an der Universität Uppsala bemerkbar machte, da er sich dort weniger um seine Studien kümmerte, dafür eine bekannte Figur im amüsanten Leber der Studenten war, da er spontan reimen konnte und bei studentischen Schauspielen Zeitgeschehen und Humor auf ideale Weise vereinte. Dies war auch der Grund warum er, unter anderen, von Erik Gustaf Geijer, Carl Jonas Love Almqvist und Lars Johan Hierta ermuntert wurde in diesem Stil fortzusetzen.

Unmittelbar nach Abschluss seines Studiums im Jahre 1845 begann Johan Jolin am Königlichen Theater zu arbeiten, wobei es ihm gelang die Geschäftsführer davon zu überzeugen nicht nur sein eigenes Stück En komedi vorzuführen, sondern auch noch den bekannteste Schauspieler, Axel Wapensköld, für die Hauptrolle zu erhalten. Allerdings hatte er sich selbst die interessanteste Rolle vorbehalten, denn trotz Nebenrolle konnte er hier die Rollen mehrerer verschiedenen Figuren übernehmen, was ihm die Zukunft als Schauspieler garantierte, denn immerhin blieb Jolin dann 20 Jahre lang dem Königlichen Theater verbunden und er stieg bis zum Leiter der Schauspielschule auf. Als sich Jolin dann vom Theater zurückzog, widmete er sich ganz der erst humoristischen Literatur, später dem Roman. Auch wenn diese Romane sogar als Feuilleton in den Dagens Nyheter und im Aftonbladet veröffentlicht wurden, so geschah dies mehr auf Grund seines Namens als der literarischen Leistung, denn der Nachteil von Jo Jo, wie er zahlreiche Publikationen zeichnete, war, dass er sich nie längere Zeit konzentrieren konnte und daher oft den Faden verlor.


13. November 1748: William Chalmers, Gründer der Technischen Hochschule
13. November 1782: Esaias Tegnér, Aufstieg und Fall einer schwedischen Legende
13. November 1872: Die größte Sturmflut der Geschichte Skånes
13. November 1918: Werner Aspenström und die Poesie der 40er Jahre
13. November 1931: Der Vatertag in Schweden
13. November 1951: Der schwedische Filmregisseur Georg af Klercker
13. November 1994: Die Entscheidung für den Europabeitritt in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

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