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Sonntag, 24. Februar 2019

Der Architekt Ralph Erskine

Ralph Erskine kam am 24. Februar 1914 in London zur Welt und studierte dort an der Regent Street Polytechnic Architektur. Im Jahr 1939 brach Erskine mit Fahrrad, Rucksack und Schlafsack nach Schweden auf und fand den Baustil von Ragnar Östberg, Gunnar Asplund und Sven Markelius geradezu revolutionär. Er entschied sich daher den Funktionalismus zu studieren. Während seines Aufenthalts in Schweden brach dann der Zweite Weltkrieg aus und Erskine entschied sich in Schweden zu bleiben, heiratete im Stockholmer Stadshus seine Jugendliebe Ruth, die kurz nach ihm nach Schweden gekommen war, und begann in Schweden als Architekt aktiv zu werden.

Noch 1939 öffnete Ralph Erskine dann ein Architekturbüro in Stockholm, auch wenn er sich 1944 noch für ein Jahr an der Kunsthochschule einschrieb um sich dort mehr mit der schwedischen Architektur zu beschäftigen. Erskine war von der schwedischen Natur begeistert und entschied sich bei seinen Bauwerken, das Klima und die natürliche Umgebung zu integrieren, was bedeutet, dass er die Sonnenwärme optimal für die Erwärmung der Gebäude nutzte und das Licht ein dominantes Element wurde, da dieses im Winter als Mangelware zu sehen war, aber von den Bewohnern der Gebäude auf optimale Weise genutzt werden wollte. Erskine versuchte auch Ökologie, Umwelt und soziale Bedürfnisse bei seinen Plänen zu berücksichtigen und war damit seiner Zeit weit voraus.

Ralph Erskine, der am 16. März 2005 in Ekerö starb, war an rund 200 Bauprojekten beteiligt und entwickelte sich in nur wenigen Jahren zu einem der bedeutendsten Architekten Schwedens, was sich auch darin auszeichnet, dass er Ehrendoktor der Universität Lund, Mitglied der Akademie der freien Kunst und Ehrenmitglied des Bundes Deutscher Architekten wurde, dass aber auch mehrere seiner Bauten mit bedeutenden Preisen belohnt wurden, zumal Erskine nie das politische und soziale Engagement vergaß und bei seinen Plänen grundsätzlich auch an die Bewohner der Gebäude dachte. Auch wenn Ralph Erskine bestimmt hatte dass sein Name aus dem von ihm gegründeten Architekturbüro nach seinem Tod entfernt werden musste, so erinnert noch jedes dritte Jahr der Ruth and Ralph Erskine Prize an den Architekten, ein Preis, der für soziale und ökologische Innovationen in der Architektur vergeben wird.


24. Februar 1389: Die Bedeutung der Schlacht bei Åsle
24. Februar 1457: Karl Knutsson wird dreimal König Schwedens
24. Februar 1673: Die barocke Ervalla Kyrka
24. Februar 1708: Israel Holmström und die Gesellschaftspoesie des Barock
24. Februar 1741: Johan Henrik Hästesko wird in Stockholm hingerichtet
24. Februar 1746: Der Erzbischof Uno von Troil
24. Februar 1910: Der schwedische Fußballklub Malmö FF
24. Februar 1925: Hjalmar Branting wird zum dritten Mal Ministerpräsident
24. Februar 1933: Der schwedische Reichsverband für sexuelle Aufklärung
24. Februar 1972: Sven Markelius, der Architekt der schwedischen Funkis-Bewegung

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 15. Januar 2013

Der Tag der Tulpen in Schweden


Seit 24 Jahren wird in Schweden am 15. Januar jeden Jahres der Tag der Tulpen gefeiert, wobei die verschiedenen Farben der Tulpen das Symbol dafür sind, dass das Licht zurückkehrt und damit den ersten Hauch des kommenden Frühlings vermitteln. Die Tulpen, die man an diesem Tag geschenkt bekommt (oder selbst kauft), sind ein Zeichen des Lebens und der Energie, die die wachsenden Lichttage mit sich bringen. Und so ganz nebenbei belebt der Verkauf von Tulpen das Geschäft der zahlreichen Blumenhändler des Landes.

Schweden hält den Weltrekord wenn man die Menge der gekauften Tulpen mit der Menge der Einwohner vergleicht, denn allein zwischen Weihnachten und Ostern werden in Schweden rund 130 Millionen Tulpen verkauft, also 14 Stück pro Einwohner. Während man zu Weihnachten jedoch nur rote Tulpen anbietet und zu Silvester nur weiße, ist der 15. Januar der Auftakt für alle Farben des Frühlings. Auch wenn am ersten Tag der Tulpensaison ein Rekordverkauf stattfindet, so setzt der Verkauf von Tulpenbuketts noch bis Ostern fort um dann anderen Blumen Platz zu machen.

Unter den 6000 Tulpenarten, die es weltweit gibt, werden in Schweden etwa 400 Sorten angebaut, die auf Grund des Klimas allerdings über das ganze Land verteilt in gigantischen Gewächshäusern wachsen. Tulpen kamen erst im 19. Jahrhundert nach Schweden, als eine erste Kollektion an Tulpenzwiebeln der Darwintulpen von E. H. Krelage aus dem holländischen Haarlem importiert wurden und sich dann in sehr kurzer Zeit zur schwedischen Lieblingsblume entwickelten, zu Blumen, die in der Vase in der Regel eine Woche lang ihre volle Pracht behalten.


15. Januar 1986: Josef Högstedt, der beliebte Lyriker Pälle Näver
15. Januar 1987: Der mysteriöse Tode von Carl Algernon
15. Januar 2005: Sven Christer Swahn, von der Lyrik bis Science Fiction

Copyright: Herbert Kårlin