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Donnerstag, 15. Oktober 2015

Das Kulturhaus (Kulturhuset) am Sergels torg in Stockholm

Am 15. Oktober 1974 wurde am Sergels torg in Stockholm das Kulturhuset (Kulturhaus, Haus der Kultur), eingeweiht, obwohl die erste Etappe des Bauwerks bereits seit 1971 vom Reichstag benutzt worden war und den Namen Neues Reichstagsgebäude erhalten hatte, da dieser Einzug nur provisorisch war und der Reichstag 1983, nach Umbauten des alten Reichstagsgebäudes, wieder in das ursprüngliche Gebäude zog. Die Mieter dieses Teils wechselten in den Folgejahren, bis 1990 endlich das gesamte Gebäude der Kultur gewidmet wurde und das Stockholmer Stadttheater im ehemaligen privisorischen Reichstag einzog.


Dass sich das Kulturhaus an einem so zentralen Platz wie dem Sergels torg befindet, liegt an der Baugeschichte Stockholms, denn als man in den 50er und 60er Jahren die Innenstadt erneuerte, entstanden dort fast ausschließlich Geschäfte und Bürohäuser. Die Stadtverwaltung entschied sich daher diese Entwicklung dadurch zu unterbrechen indem man so zentral wie möglich auch ein Kulturzentrum schaffen wollte das diesen Teil der Stadt  auch am Abend beleben konnte. Das Ergebnis war eine Ausschreibung mit der Forderung eine Gebäude zu schaffen das die unterschiedlichsten kulturellen Aktivitäten für alle Altersgruppen ermögliche.

Im Jahre 1965 wurde das Projekt ausgeschrieben das der Stockholmer Architekt und Professor der KTH (Königliche Technische Hochschule) Peter Celsing gewann, mit einem Projekt, das Richtung Sergels torg nahezu ganz aus Glas besteht und eine Verbindung zwischen den Aktivitäten im Gebäude und dem Leben auf der Straße schaffen soll. Aber auch wenn man diese Glasfassade international lobte, so wurde die schlechte interne Verbindung zwischen den Ausstellungsteilen im inneren Teil des Kuturhuset von Beginn an kritisiert und musste 1998 durch den Bau von zusätzlichen Rolltreppen verbessert werden, was sich dann jedoch als deutlicher Stilbruch zeigte und erneut Kritik herausforderte.


15. Oktober 1686: Graf Magnus Gabriel De la Gardie, Dichter und Reichskanzler
15. Oktober 1779: Johan Olof Wallin, von Gedichten zu Psalmen
15. Oktober 1858: Der schwedische Chemiker Carl Gustaf Mosander
15. Oktober 1919: Der schwedische Bahnhofsarchitekt Adolf Wilhelm Edelsvärd
15. Oktober 1925: Die schwedische Schauspielerin Margaretha Krook
15. Oktober 1935: Der Verkehrsknotenpunkt Slussen in Stockholm
15. Oktober 1948: Ester Blenda Nordström und der schwedische Enthüllungsroman
15. Oktober 1992: Das Reichssportmuseum in Stockholm
15. Oktober 1999: Rune Andréasson und der berühmteste Bär Schwedens
15. Oktober 2011: Gekås in Ullared schlägt den eigenen Verkaufsrekord

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 24. August 2014

Der schwedische Architekt Curt Björklund

Wer heute in Stockholm über das Architekturbüro BOT Arkitekter AB stolpert, kommt kaum auf den Gedanken, dass dieses Unternehmen auf den schwedischen Architekten Curt Björklund zurückgeht und in großen Zügen auch hinsichtlich der Bauprojekte weiterhin der Linie des Gründers folgt, auch wenn Ricardo Ortiz, der heutige Besitzer des Büros, seine Aktivitäten etwas ausdehnte und neben Häusern für anspruchsvolle Kunden auch Abenteueranlagen plant und baut.

Curt Björklund kam am 24. August 1895 als Sohn eines beim Staat angestellten Generaldirektors in Stockholm zur Welt und studierte erst an der KTH (Kungliga Tekniska Högskolan) und später auch der KKH (Kungliga Konsthögskolan) Architektur. Bevor sich Björklund dann im Jahre 1929 selbständig machte, arbeitete er für den renommierten Architekten Ivar Tengbom in dessen Auftrag er auch die Funäsdalens Kyrka im Härjedalen verwirklichte und mehrere Umbauten von Stadthotels unternommen hat. Nachdem Björklund vor seiner Anstellung bei Tengbom bereits im Stockholmer Bauamt tätig gewesen war, hatte er 1929 die besten Voraussetzungen um als Architekt Erfolg zu haben.

Da Curt Björklund, der auch Architekt für das Schulamt und die Marine war, sehr häufig mit Umbauten und Erweiterungen von Gebäuden beauftragt wurde, tritt sein persönlicher Stil in relativ wenigen Gebäuden Schwedens zu Tage. Abgesehen vom Länssparbankens hus am Sergels torg in Stockholm baute Björklund mehrere Villen im sogenannten Diplomatenviertel der schwedischen Hauptstadt, unter anderem die Villa Hjorth. Die Bauten des Architekten wirken meist kantig und extrem vereinfacht, denn sie wurden nicht für ein imposantes Aussehen geschaffen, sondern sie sollten einem Ziel dienen, was bedeutet, dass vor allem Wert auf die Verteilung der Räume und ihre Größe gelegt wurde. Curt Björklund starb am 5. Dezember 1958 im Alter von 63 Jahren.


24. August 1901: Carl Ludvig Granlund, der letzte Wegelagerer Schwedens
24. August 1905: Sven Stolpe, der katholische Schriftsteller Schwedens
24. August 2003: Carolina Klüft gewinnt Gold beim Siebenkampf
24. August 2014: Die Gärten von Jonsered bei Göteborg

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 26. Februar 2012

Johan Tobias Sergel, Ritter des Vasaorden

Am 26. Februar 1814 starb Johan Tobias Sergel im Alter von 74 Jahren in Stockholm. Vermutlich ist Sergel, der nach seinen deutschen Eltern eigentlich Sergell geschrieben werden müsste, weniger für seine beachtlichen Leistungen bekannt als in Verbindung mit dem Sergels Torg, der Sergelarkaden, der Sergelfontänen und der Sergelgatan in Stockholm, denn selbst wer sich nicht für Kunst interessiert, wird in Stockholm mit Sicherheit den zentralen Platz beschreiten und über den Namen Sergel stolpern.

Göran Strååts Johan Tobias Sergel in Stockholm

Die Fähigkeiten von Johan Tobias Sergel wurden sehr früh entdeckt, was dazu führte, dass er bereits in sehr jungen Jahren von Jean Eric Rehn, Jacques Masreliez und schließlich Pierre Hubert L'Archevêque in klassischer Skulptur ausgebildet wurde. Mit 19 erhielt Sergel dann bereits ein festes Gehalt von der Kungliga Slottsbyggnadsstaten und 1767 wurden ihm 3000 Taler für eine einjährige Studienreise nach Paris, Rom und Neapel ausbezahlt, die er nutzte um die klassischen Skulpturen eingehend zu studieren ohne jedoch in diesem Jahr ein einziges Werk zu schaffen.

Während Johan Tobias Sergel vor allem für seine Skulpturen bekannt wurde, entstanden die intimsten und seine interessantesten Werke erst nachdem er Anna Rella Hellström kennen lernte, die sehr schnell seine Liebhaberin wurde und mit der er bis zu ihrem Tode zusammen blieb. In dieser Zeit entstanden eine große Anzahl an humoristischen und erotischen Zeichnungen, die einem Tagebuch ähnlich, ihre Treffen schildern, das Familienleben und andere Szenen aus dem gemeinsamen Leben. Kurz bevor Johan Tobias Sergel starb, wurde er noch in den Adelsstand erhoben.

26. Februar 1729: Anders Chydenius, ein Kämpfer für die Freiheit
26. Februar 1889: Wilhelm Erik Svedelius, der erste Staatswissenschaftler Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

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