Posts mit dem Label Johan Tobias Sergel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Johan Tobias Sergel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 9. März 2019

Der Künstler und Zeichner Jonas Åkerström

Jonas Åkerström kam am 9. März 1759 unter dem Namen Johan Jonsson als Sohn eines Landwirts in Åkre im Hälsingland zur Welt. Sehr früh hatte er eine Neigung zur Malerei, denn statt in der Landwirtschaft zu helfen, dekorierte er bereits als Kind die Häuser der Nachbarn. Der Vater schickte ihn, um ihn von der Kunst abzubringen in die Grundschule nach Hudiksvall, wenn auch nicht mit dem erhofften Erfolg. Schließlich vermittelte ihm der Vater eine fünfjährige Lehre beim Malermeister Paul Michelsson Hallberg. Als Geselle reiste Åkerström dann nach Stockholm um bei Olof Åkerberg und anschließend bei Anders Holm zu arbeiten, wo er sich deutlich als Maler von Blumenmotiven auszeichnete.

Im Jahr 1783 schrieb sich Jonas Åkerström an der Kunstakademie ein, wo Künstler wie Carl Gustaf Pilo und Johan Tobias Sergel sehr schnell sein Talent entdeckten und ihn vor allem im Dekormalen ausbildeten, was dazu führte, dass er mehrmals von Louis Jean Despez für das Malen von Opernkulissen beschäftigt wurde. Allerdings war dies nicht gerade der Traum Åkerströms, der weder Dekor, noch eine vergängliche Kunst schaffen wollte, sondern davon träumte historische Szenen zu malen. Seine Abschlussarbeit an der Kunstakademie im Jahr 1787 war entsprechend auch das Thema Meleager, eine Szene der griechischen Geschichte. Åkerström gewann damit zwar den ersten Preis, aber die Akademie hatte um diese Zeit zu wenig Kapital um dem Künstler eine Studienreise zu finanzieren.

Um Jonas Åkerström dennoch den Weg zum Geschichtsmaler und einer Studienreise nach Italien zu ermöglichten, kontaktierte Carl Fredrik Adelcrantz und einige andere seiner Freunde eine Einsammlung bei den Kunztmäzenen der Stadt, so dass der Künstler 1788 tatsächlich nach Rom aufbrechen konnte. Seine Studien in Rom waren vielversprechend und die Gemälde, die Åkerström zur Kunstakademie schickte, führten dazu, dass er 1794 als Mitglied in die Akademie gewählt wurde. Allerdings sollten sich die Träume Åkerströms nicht mehr erfüllen, denn er starb bereits am 24. November 1795 an einer Lungenentzündung in Rom, gerade einmal 36 Jahre alt.


9. März 1699: Der schwedische Rechtsgelehrte Lars Fleming
9. März 1735: Der Wissenschaftler Torbern Bergman
9. März 1846: Freiherr Johan Nordenfalk, Justizstaatsminister
9. März 1865: Natanael Beskow, ein Dichter moderner Psalmen
9. März 1910: Der schwedische Ministerpräsident Fredrik Wilhelm von Otter
9. März 1938: Barbro Margareta Svensson, alias Lill-Babs
9. März 1945: Schweden befreit Gefangene in Deutschland
9. März 1957: Die schwedische Sozialdemokratin Mona Sahlin
9. März 1975: Die schwedische Sängerin Lisa Miskovsky

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 28. November 2015

Die Adolf-Friedrich-Kirche (Adolf Fredriks Kyrka) in Stockholm

Dort wo man heute in Stockholm die Adolf-Friedrich-Kirche (Adolf Fredriks kyrka) findet, befand sich ursprünglich ein alter Friedhof auf dem 1674 eine Holzkapelle errichtet wurde, die dem Heiligen Olav gewidmet war. Nicht einmal 100 Jahre später erhielt dann der Architekt Carl Fredrik Adelcrantz den Auftrag an dieser Stelle eine neue Kirche zu bauen. Den ersten Stein für dieses Gebäude setzte der Auftraggeber, König Adolf Fredrik (Adolf Friedrich) im Jahre 1768 persönlich. Nach einer Bauzeit von fünf Jahren konnte dann die Adolf Fredriks kyrka am 28. November 1773 von Bischof Daniel Herweghr offiziell eingeweiht werden, wobei sie nach dem in der Zwischenzeit verstorbenen König benannt wurde.


Um den Gläubigen auch während der Bauzeit der Adolf-Friedrich-Kirche den Gottesdienst zu ermöglichen, wurde die Holzkapelle so lange wie möglich im Inneren des Neubaus erhalten, was auch in jener Zeit sehr ungewöhnlich war. Von außen hat die Kirche seit der Einweihung kaum eine Veränderung erlebt, was man jedoch vom Inneren nicht behaupten kann, denn heute findet man nur noch den Altar und die Kanzel aus der Gründungszeit, auch wenn der Innenraum mit seinen zahlreichen Kunstwerken immer noch eine Glanzstellung innerhalb der Kirchen Stockholms einnimmt.

Auch wenn für viele Besucher der Adolf Fredriks kyrka der Friedhof der wichtigste Anziehungspunkt scheint, da hier Olof Palme, Hjalmar Branting, Johan Tobias Sergel und zahlreiche andere bedeutende Persönlichkeiten Schwedens begraben liegen, so findet man auch im Innenren der Kirche einzigartige Werke, denn das Altarbild wurde von Johan Tobias Sergel skulptiert und das Taufbecken ist geradezu ein einzigartiges Kristallkunstwerk, das der Glasdesigner Liss Eriksson der Glashütte Orrefors geschaffen hat und durch seine aufstrebende Struktur überzeugt.


28. November 1718: Hedvig Charlotta Nordenflycht, die erste Feministin Schwedens
28. November 1793: Carl Jonas Love Almqvist, ein Revolutionär zur falschen Zeit
28. November 1811: Oscar Patric Sturzen-Becker, ein literarischer Revolutionär
28. November 1898: Die schwedische Lebensrettungsgesellschaft
28. November 1906: Oskar Andersson, der erste Comiczeichner Schwedens
28. November 1927: Die Komponistin und Musikerin Gullan Bornemark 
28. November 1935: Der schwedische Künstler Georg Pauli
28. November 1972: Prinzessin Sibylla von Sachsen-Coburg-Gotha

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 5. Mai 2014

Carl August Ehrensvärd, ein Admiral als Künstler

Carl August Ehrensvärd wurde am 5. Mai 1745 in Stockholm geboren und sollte nach dem Willen seines Vaters die militärische Laufbahn beschreiten. Als Ehrensvärd daher acht Jahre alt war, wurde er als Kadett in der Artillerie eingeschrieben, mit zehn begann er ein Studium an der Universität Uppsala und im Alter von 15 Jahren begann er vermutlich seine militärische Ausbildung, was auch dazu führte, dass er mit 17 Jahren bereits als Leutnant am Preußisch-Schwedischen Krieges in Pommern teilnahm.

Sehr früh hatte Carl August Ehrensvärd auch eine künstlerische Ausbildung, die damals auch die Architektur mit einschloss, erhalten, wenn auch mit dem Ziel beim Bau militärischer Anlagen, bei der Beratung im Schiffbau und der Planung von Kriegshäfen mitwirken zu können. Gerade diese Kunstausbildung war für Ehrenswärd das ganze Leben lang ein Problem, denn er fühlte sich vielmehr als freier Künstler als als militärischer Befehlshaber, was sich auch während seiner verschiedenen Auslandsreisen ausdrückte, denn jeder Aufenthalt führt ihn zu Kunstsammlungen, historischen Bauten und weniger zu den militärischen Anlagen, die er studieren sollte.

Da Carl August Ehrensvärd unter Gustav III. eine außerordentliche Karriere in der Marine machte, die mit dem Verlust bei der Schlacht bei Svensksund eine kurze Unterbrechung machte, gerieten seine Gemälde immer mehr in den Hintergrund, abgesehen von seinen erotischen Zeichnungen und Karikaturen, die heute noch viele Liebhaber finden. Um seiner militärischen Karriere nicht zu schaden hatte Ehrensvärd auch seine beiden künstlerischen Bücher Resa till Italien und De fria konstersa filosofi 1786 auch unter einem Pseudonym veröffentlicht. Nach dem Tode von Gustav III. wurde Ehrensvärd zum Generaladmiral der Marine ernannt, was ihn jedoch nicht davon abhielt enge Kontakt zu Johan Tobias Sergel und anderen Künstlern zu halten und sich verstärkt der Kunst zu widmen. Carl August Ehrensvärd starb am 21. Mai 1800 im Alter von 55 Jahren in Örebro.


5. Mai 1816: Wilhelm Erik Svedelius, der erste Staatswissenschaftler Schwedens
5. Mai 1846: Der schwedische Erfinder Lars Magnus Ericsson
5. Mai 1862: Carl August Adlersparre, vom Dichter zum politischen Schriftsteller
5. Mai 1912: Die Olympischen Spiele in Stockholm
5. Mai 1939: Schweden und die Rechte der Frau
5. Mai 1984: Herreys, Schwedens erste Boyband, gewinnt den ESC

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Der schwedische Künstler Johan Niclas Byström

Johan Niclas Byström wurde am 18. Dezember 1783 in Filipstad geboren und legte während seiner Jugend seine Träume vom Künstler auf Eis, zumindest so lange seine Mutter lebte. Nach ihrem Tod verließ Byström dann jedoch das Geschäft seines Vaters in dem er bis dahin als Verkäufer arbeitete und ging nach Stockholm. Überzeugt von sich selbst bewarb er sich unmittelbar bei Johan Tobias Sergel, der ihn allerdings gar nicht erst beachtete und selbstverständlich als Student ablehnte.

Der zukünftige Künstler ließ sich davon nicht entmutigen und folgte dann dem Unterricht der zweiten Garde der Professoren an der Kunstakademie, die er von 1803 bis 1809 besuchte. Da er für seine Arbeiten zahlreiche Auszeichnungen erhielt, gelang es Johan Niclas Byström dann dennoch die Aufmerksamkeit Sergels bald zu gewinnen, der ihm dann auch einige Arbeiten anvertraute, was vermutlich mit dazu führte, dass Byström ein bedeutendes Stipendium erhielt um sich in Rom niederzulassen um dort sein Studium zu vervollständigen.

Auch wenn Rom ab 1910 die zweite Heimat für Johan Niclas Byström wurde, so verbrachte er sehr viel Zeit in Stockholm, da er mit Aufträgen für Skulpturen und Statuen, unter anderem von mehreren schwedischen Königen, nahezu ausgelastet wurde. Byström hatte für seine Arbeiten nicht nur ein Haus in Carrera, sondern verfügte auch über einen eigenen Marmorbruch für das Material seiner Werke. Als Byström im Jahre 1838 für einige Jahre ganz nach Stockholm zurückkehrte, entstand auf den Höhen von Djurgården die berühmte Byströms Villa in der er auch einen Teil seiner Werke unterbrachte. Als der Künstler 1844 gesundheitliche Probleme bekam, kehrte er nach Italien zurück wo er bereits vier Jahre später starb.


18. Dezember: Der Tag des Kuchens in Schweden 
18. Dezember 1290: Der schwedische König Magnus Ladulås

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 26. Februar 2012

Johan Tobias Sergel, Ritter des Vasaorden

Am 26. Februar 1814 starb Johan Tobias Sergel im Alter von 74 Jahren in Stockholm. Vermutlich ist Sergel, der nach seinen deutschen Eltern eigentlich Sergell geschrieben werden müsste, weniger für seine beachtlichen Leistungen bekannt als in Verbindung mit dem Sergels Torg, der Sergelarkaden, der Sergelfontänen und der Sergelgatan in Stockholm, denn selbst wer sich nicht für Kunst interessiert, wird in Stockholm mit Sicherheit den zentralen Platz beschreiten und über den Namen Sergel stolpern.

Göran Strååts Johan Tobias Sergel in Stockholm

Die Fähigkeiten von Johan Tobias Sergel wurden sehr früh entdeckt, was dazu führte, dass er bereits in sehr jungen Jahren von Jean Eric Rehn, Jacques Masreliez und schließlich Pierre Hubert L'Archevêque in klassischer Skulptur ausgebildet wurde. Mit 19 erhielt Sergel dann bereits ein festes Gehalt von der Kungliga Slottsbyggnadsstaten und 1767 wurden ihm 3000 Taler für eine einjährige Studienreise nach Paris, Rom und Neapel ausbezahlt, die er nutzte um die klassischen Skulpturen eingehend zu studieren ohne jedoch in diesem Jahr ein einziges Werk zu schaffen.

Während Johan Tobias Sergel vor allem für seine Skulpturen bekannt wurde, entstanden die intimsten und seine interessantesten Werke erst nachdem er Anna Rella Hellström kennen lernte, die sehr schnell seine Liebhaberin wurde und mit der er bis zu ihrem Tode zusammen blieb. In dieser Zeit entstanden eine große Anzahl an humoristischen und erotischen Zeichnungen, die einem Tagebuch ähnlich, ihre Treffen schildern, das Familienleben und andere Szenen aus dem gemeinsamen Leben. Kurz bevor Johan Tobias Sergel starb, wurde er noch in den Adelsstand erhoben.

26. Februar 1729: Anders Chydenius, ein Kämpfer für die Freiheit
26. Februar 1889: Wilhelm Erik Svedelius, der erste Staatswissenschaftler Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!