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Dienstag, 1. Januar 2019

Katrineholm wird zur Stadt erhoben

Auch wenn das Gebiet um Katrineholm nachweislich bereits vor etwa 6000 Jahren bewohnt war, sollte es sehr lange dauern bis dort auch eine Stadt entstand, denn zu Beginn des 17. Jahrhunderts fand man hier nur das Gut Folbonäs, das um diese Zeit Jacob von der Linde gehörte. Als dieser dann eine Tochter bekam, der er den Namen Catharina gab, gab er auch seinem Gut einen neuen Namen und aus Folbonäs wurde Katrineholm.

Allerdings sollte die langsam wachsende Gemeinde erst mit dem Bau der Eisenbahnlinie Västra Stambanan in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wirklich Bedeutung erlangen, denn nachdem 1862 dort eine Bahnhof eingeweiht wurde und Katrineholm zudem, mit dem Bau der Östra Stambanan, ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt wurde, siedelten sich dort immer mehr Industrien an und 1880 konnte man im Ort bereits 400 Einwohner zählen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhielt Katrineholm dann auch eine Bank und ein Hotel, ein deutliches Zeichen des Aufstiegs.

Zur Stadtentwicklung trug allerdings auch bei, dass der Architekt Adolf W. Edelsvärd den Ort rund um den Bahnhof plante, was dazu führte, dass sich der Aufbau der Stadt im Grunde seit 1870 nicht mehr änderte. Als Katrineholm dann am 1. Januar 1917 die Stadtrechte erhielt, war aus dem ehemaligen Gut Folbonäs eine Stadt mit 6615 Einwohnern geworden. Heute zählt die Stadt Katrineholm, die ihre Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt längst wieder verloren hat, etwas über 20.000 Einwohner und nur noch einige wenige Gebäude der Gemeinde und einige kleinere Industrieunternehmen zeugen von der einstigen Größe Katrineholms.

1. Januar 1516: Margareta Eriksdotter Leijonhufvud, Königin Schwedens
1. Januar 1591: Andreas Laurentii Björnram, Erzbischof in Uppsala
1. Januar 1747: Henrik Gahn, einer der bekanntesten Ärzte Schwedens
1. Januar 1869: Der Meteoritenschauer von Hessle
1. Januar 1942: Der schwedische Sprachforscher Knut Fredrik Söderwall
1. Januar 1879: Schweden führt die Normalzeit ein
1. Januar 1911: Eslöv in Skåne wird zur Stadt erhoben
1. Januar 1929: Cordelia Edvardson und das überlebte Auschwitz
1. Januar 1931: Hjalmar Bergman und die fiktive Stadt Wadköping
1. Januar 1980: Neues Thronfolgegesetz in Schweden
1. Januar 1993: Das schwedische Parlament unterschreibt den Europavertrag
1. Januar 2000: Die schwedische Kirche wird vom Staat getrennt

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 17. März 2017

Der Architekt und Bauherr Wilhelm Klemming

Wilhelm Klemming wurde am 17. März 1862 als Sohn eines Fabrikanten in Stockholm geboren und begann nach seiner Hochschulreife im Jahre 1879 ein Architekturstudium an der Königlich Technischen Hochschule. Da Klemming dieses Studium jedoch als zu theoretisch und langweilig empfand, wechselte er 1880 zur Technischen Schule in Stockholm über. Nach dem Abschluss seines Studiums arbeitete Klemming zwei Jahre lang bei einem renommierten Architekturbüro der schwedischen Hauptstadt und gewann dabei die praktische Erfahrung, die ihm 1884 den Weg zu einem eigenen Architekturbüro ebnete.

Bereits wenige Jahre nachdem Wilhelm Klemming sein eigenes Architekturbüro gegründet hatte, erhielt er den Auftrag das Klara-Bad in Stockholm umzubauen, was seine Karriere in eine völlig neue Bahn bringen sollte, denn der Auftraggeber ging pleite, Klemming übernahm das Bad, baute es aus und um, und schuf damit eine der besten Badeeinrichtungen Stockholms. Als er sein Bad einige Jahre später an die staatliche Eisenbahn verkaufen musste, da diese das Grundstück benötigte, errichtete Klemming 1904 das Centralbad auf Norrmalm, ein vorbildlicher Bau im Jugendstil. Ab dieser Zeit erhielt Klemming dann zahlreiche Aufträge für Badeeinrichtungen und wurde eine schwedische Referenz für Hallenbäder.

Gegen 1915 gab Wilhelm Klemming sein Architekturbüro auf um mehr als architektonischer Meinungsbildner in Stockholm zu arbeiten. Durch Vorträge und die Arbeit mit zahlreichen Vereinen propagierte er das angelsächsische Vorstadtbild und die Einrichtung von amerikanischen Parkanlagen. Mit Hilfe von zahlreiche Artikel wollte er auch Grünflächen in der Stadtplanung einflechten um die Betonstadt Stockholm grüner und menschlicher zu gestalten. Auf diese Weise prägte Klemming das Stadtbild Stockholms zu Beginn des 20. Jahrhunderts, das heute noch an vielen Stellen der Stadt deutlich zu finden ist, und dies, ohne selbst noch intensiv als Architekt zu arbeiten.


17. März 1650: Die Karriere von Carl Carlsson Gyllenhielm
17. März 1719: Ulrika Eleonora wird Königin von Schweden
17. März 1735: Axel Wrede Sparre und die schwedischen Freimaurer
17. März 1796: Der schwedische Architekt Carl Fredrik Adelcrantz
17. März 1814: Der schwedische Künstler Johan Peter Molin
17. März 1858: Harald Molander, ein Leben für das Theater
17. März 1908: Weibliche Polizei in Schweden
17. März 2005: Czesław Słania, ein schwedischer Künstler der Miniatur
17. März 2008: Ein Doppelmord in Arboga 

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 23. November 2016

Der schwedische Architekt Torsten Hansson

Torsten Hansson kam am 23. November 1928 in Göteborg zur Welt und studierte nach seiner Hochschulreife Architektur an der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg. Nach Abschluss seines Studiums fand der Architekt eine Anstellung bei HSB, der grössten Baukooperative Schwedens und wurde dadurch Teil der Bewegung zum schwedischen Folkhemmet. Die Aufgabe Hanssons war daher für möglichst viele Personen eine Wohnfläche zu schaffen, die einerseits modern und praktisch für die Zeit waren, zum anderen jedoch auch billig sein mussten. Eines seiner größeren Projekte war das Schaffen des Stadtteils Biskopsgården in Göteborg.

Die Architektur Torsten Hanssons zeichnete sich vor allem durch seine Funktionalität aus, unter anderem beim Bau von Schulen, denn die Philosophie des Architekten war, dass einfache Bauten ohne jede Ausschmückung billiger waren und dadurch mit gleichem Geld mehr Fläche geschaffen werden konnte, was von seiner Warte aus eine sinnvolle Idee war, jedoch in der Gegenwart, insbesondere bei Mietwohnungen, dazu führt, dass diese sehr einfachen Bauten für sehr viel Geld den aktuellen Bedingungen angepasst werden müssen, die Eigentümer der Bauten dafür jedoch kein Geld zurücklegten.

Dass Torsten Hansson, der auch als Politiker und Schriftsteller in Göteborg tätig war, trotz seiner relativ einfachen Bauten in die Geschichte der Architektur einging, liegt vor allem an seinen Theorien und Bauten, die ab den 60er Jahren entstanden, als Hansson über ein eigenes Architekturbüro verfügte und im Stadtrat in Göteborg auch einen gewissen Einfluss errungen hatte. In diesen Jahren schuf Torsten Hansson einige Kirchen für ärmere Kirchengemeinden Göteborgs und griff dabei zur Modulbauweise, was zu sehr simplen Kirchen führte in denen Gottesdienst und Versammlung im Zentrum standen, nicht der Bau als solches. In diesen Jahren kamen Hansson auch Zweifel am sogenannten Millionenprogramm des Wohnungsbaus und er kritisierte insbesondere die Stadtplanung und die Bauweise im Stadtteil Angered, die dann auch auf Hammarkullen und andere Randgebiete Göteborgs übergriffen.


23. November 1607: Reichsrat Mauritz Stensson Leijonhufvud
23. November 1833: Hausangestellte auf dem Lande in Schweden
23. November 1858: Albert Ranft, ein ungewöhnlicher Theaterdirektor Schwedens
23. November 1860: Hjalmar Branting verändert Schweden
23. November 1879: Die schwedische Künstlerin Sigrid Fridman
23. November 1899: Der moderne schwedische Künstler Sven Eriksson
23. November 1904: Die Skansen Kronan in Göteborg
23. November 1910: Der Tod durch die Guillotine in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 26. März 2016

Das Stadtviertel Krämaren wird die Galerie Krämaren

Im Rahmen der Stadterneuerung wurde in Örebro das sogenannte Stadtviertel Krämaren in seiner Gesamtheit neu geplant und es wurden, gemäß der Stadtplanung zu Beginn der 60er Jahre, Wohnungen und Geschäfte in einer Einheit untergebracht. Die Idee dabei war gewissermaßen eine Stadt innerhalb der Stadt zu schaffen, in der die Bewohner alles finden konnten was sie im täglichen Leben benötigen. Als der Gesamtblock Krämaren am 26. März 1963 eingeweiht wurde, galt das Projekt als eines der modernsten Schwedens und wurde nur noch von Stockholm geschlagen.

Das Stadtviertel Krämaren besteht aus drei Teilen, nämlich einem zweistöckigen Basisgebäude, mit zwei unterirdischen Etagen, das das gesamte Quartier umfasst und zwei integrierten Hochhäusern mit jeweils 15 Etagen und insgesamt 160 Wohnungen unterschiedlicher Größe. Auf dem Dach des Basisgebäudes findet man eine Grünanlage mit Kinderspielplatz und mehrere flache Wasserflächen. Die Hochhäuser wurden zudem mit emaillierten Stahlplatten in acht verschiedenen Farbnuancen verkleidet um das Gesamtgebäude gleichzeitig als Kunstwerk zu gestalten.

Das Einkaufszentrum Krämaren bestand von Anfang an überwiegend aus kleineren Boutiquen mit einem sehr breiten Angebot. Dieses Einkaufszentrum lockte am 26. März 1963, also am Tag der Eröffnung, 75.000 Besucher an, in einer Stadt, die nicht einmal 130.000 Einwohner zählt. Dennoch hatten von Beginn an einige der Ladenbesitzer Probleme der Rentabilität, was sich nach dem Verkauf des Basisgebäudes mit den Geschäften an die Pensionsgesellschaft Alecta noch verschärfte. Zu Beginn des Jahres 2015 standen dann bereits fast die Hälfte der 40 Läden leer, was von Seiten Alectas dazu führte, dass der Geschäftsteil renoviert wird, mehr Eingänge erhält und Rolltreppen eingebaut werden, in der Hoffnung damit mehr Kunden anzulocken, auch wenn das tatsächliche Problem mehr in den hohen Mieten des einstigen Renommeegebäudes zu suchen ist.


26. März 1747: Elis Schröderheim im Dienste von Gustav III.
26. März 1822: Die missglückte Ehrung von Karl XIII.
26. März 1828: Elisabeth Olin, die erste Primadonna Schwedens
26. März 1888: Elsa Brändström, der „Sibirische Engel“ aus Schweden
26. März 1920: Die schwedische Studentenzeitung Lundagård
26. März 1940: Christina Odenberg wird erster weiblicher Bischof Schwedens
26. März 1948: Jugendrevolte in Schweden
26. März 2015: Der Schriftsteller und Nobelpreisträger Tomas Tranströmer 

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Donnerstag, 19. November 2015

Fritz Herman Eriksson und die öffentliche Kunst

Fritz Herman Eriksson wurde am 19. November 1889 in Stockholm geboren und gehörte, nach seiner Hochschulreife, zu den ersten Studenten der neu gegründeten Handelshögskolan (Handelshochschule) in Stockholm an der er sein Studium im Jahre 1911 erfolgreich abschloss. Vier Jahre später wurde Eriksson vom Baumaterialhersteller Olsson & Rosenlund angestellt um im Raum Stockholm Grundstücke zu erschließen und Gebäude zu verkaufen, was gleichzeitig bedeutete, dass Eriksson Mitte des 20. Jahrhunderts eine wichtige Rolle bei der Stadtplanung Stockholms leistete.

Die Bedeutung von Fritz Herman Eriksson liegt jedoch nicht bei seiner beruflichen Haupttätigkeit, sondern bei seiner Begeisterung für die Kunst im öffentlichen Raum, die um diese Zeit in Schweden nicht vorhanden war, wenn man von den Statuen wichtiger Könige oder anderer bedeutender Personen absieht. Eriksson gelang es nämlich bei zahlreichen seiner Bauprojekte auch durchzudrücken, dass die Bauherren auch öffentliche Kunst finanzierten. Dies gehörte auch mit zum Gedanken, den Eriksson seit den 30er Jahren innerhalb des Vereins Färg och Form vertrat, deren Direktor er über mehrere Jahre hinweg war.

Verewigt hat sich Fritz Herman Eriksson indes in den Stockholmer Stadtteilen Hägerstensåsen und Västertorp, wo der Ökonom auch offiziell an der Stadtplanung beteiligt war, denn in Hägerstensåsen gelang es ihm die Stadt und die Bauaunternehmen davon zu überzeugen ein Mitbürgerhaus nach dem Modell Großbritanniens zu schaffen und in Västertorp gelang es Eriksson, der am 8. Februar 1970 in Stockholm starb, 16 öffentliche Kunstwerke unterzubringen, wenn auch auf eine sehr persönliche Weise, denn der Ökonom hatte die Skulpturen im Namen des Hägerstens Kulturvereins, den er selbst gegründet hatte, gekauft und anschließend der Stadt Stockholm zum Geschenk gemacht.


19. November 1779: Der Aufstieg des Kaufmanns Jacob Graver
19. November 1915: Joe Hill, der berühmteste Schwede Amerikas
19. November 1919: Die schwedische Kinderhilfsorganisation Rädda Barnen
19. November 1973: Fünf Ameisen sind mehr als vier Elefanten

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Das Kulturhaus (Kulturhuset) am Sergels torg in Stockholm

Am 15. Oktober 1974 wurde am Sergels torg in Stockholm das Kulturhuset (Kulturhaus, Haus der Kultur), eingeweiht, obwohl die erste Etappe des Bauwerks bereits seit 1971 vom Reichstag benutzt worden war und den Namen Neues Reichstagsgebäude erhalten hatte, da dieser Einzug nur provisorisch war und der Reichstag 1983, nach Umbauten des alten Reichstagsgebäudes, wieder in das ursprüngliche Gebäude zog. Die Mieter dieses Teils wechselten in den Folgejahren, bis 1990 endlich das gesamte Gebäude der Kultur gewidmet wurde und das Stockholmer Stadttheater im ehemaligen privisorischen Reichstag einzog.


Dass sich das Kulturhaus an einem so zentralen Platz wie dem Sergels torg befindet, liegt an der Baugeschichte Stockholms, denn als man in den 50er und 60er Jahren die Innenstadt erneuerte, entstanden dort fast ausschließlich Geschäfte und Bürohäuser. Die Stadtverwaltung entschied sich daher diese Entwicklung dadurch zu unterbrechen indem man so zentral wie möglich auch ein Kulturzentrum schaffen wollte das diesen Teil der Stadt  auch am Abend beleben konnte. Das Ergebnis war eine Ausschreibung mit der Forderung eine Gebäude zu schaffen das die unterschiedlichsten kulturellen Aktivitäten für alle Altersgruppen ermögliche.

Im Jahre 1965 wurde das Projekt ausgeschrieben das der Stockholmer Architekt und Professor der KTH (Königliche Technische Hochschule) Peter Celsing gewann, mit einem Projekt, das Richtung Sergels torg nahezu ganz aus Glas besteht und eine Verbindung zwischen den Aktivitäten im Gebäude und dem Leben auf der Straße schaffen soll. Aber auch wenn man diese Glasfassade international lobte, so wurde die schlechte interne Verbindung zwischen den Ausstellungsteilen im inneren Teil des Kuturhuset von Beginn an kritisiert und musste 1998 durch den Bau von zusätzlichen Rolltreppen verbessert werden, was sich dann jedoch als deutlicher Stilbruch zeigte und erneut Kritik herausforderte.


15. Oktober 1686: Graf Magnus Gabriel De la Gardie, Dichter und Reichskanzler
15. Oktober 1779: Johan Olof Wallin, von Gedichten zu Psalmen
15. Oktober 1858: Der schwedische Chemiker Carl Gustaf Mosander
15. Oktober 1919: Der schwedische Bahnhofsarchitekt Adolf Wilhelm Edelsvärd
15. Oktober 1925: Die schwedische Schauspielerin Margaretha Krook
15. Oktober 1935: Der Verkehrsknotenpunkt Slussen in Stockholm
15. Oktober 1948: Ester Blenda Nordström und der schwedische Enthüllungsroman
15. Oktober 1992: Das Reichssportmuseum in Stockholm
15. Oktober 1999: Rune Andréasson und der berühmteste Bär Schwedens
15. Oktober 2011: Gekås in Ullared schlägt den eigenen Verkaufsrekord

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 13. September 2015

Der schwedische Architekt Lars Kellman

Als Lars Kellman am 13. September 1924  im Alter von 67 Jahren in Borås starb, gehörte er mit zu den anerkanntesten Architekten Schwedens, auch wenn sein Werdegang bis heute großteils im Dunkeln verborgen liegt. Kellman drückte Borås, aber auch Skövde, seinen Stempel auf, da er dort nicht nur Privatgebäude baute, sondern auch zahlreichen Industriegebäuden baute, und, unter anderem, das rundliche Hauptgebäude der Weberei in Borås zeichnete. Heute stehen bereits fünf Bauwerke Kellmans unter Denkmalschutz, und dies in fünf verschiedenen Gemeinden Westschwedens.

Lars Kellman kam 1857 als unehelicher Sohn eines Landwirts und dessen Magd zur Welt, was darauf schließen lässt, dass der Junge auch nur eine minimale Ausbildung erhielt. Die ersten 23 Jahre Kellmans bleiben daher auch weitgehend verborgen, denn erstmals taucht sein Name 1880 auf, als er sich in Skövde niederließ und sich dort als Ingenieur bezeichnete. Dass der selbst ernannte Ingenieur und Baumeister keine entsprechende Ausbildung hatte, kann man aus seinem Alter schließen, auch wenn sicher ist, dass er sich als Autodidakt oder auch berufliche Tätigkeiten außerordentliche Kenntnisse angeeignet hatte, so dass niemand in Borås an seiner Berufsbezeichnung zweifelte.

Skövde war eine gute Wahl für Lars Kellman, denn die Stadt hatte sich vom Dorf in eine Stadt entwickelt, so dass 1877 auch ein ausgedehnter Stadtplan ausgearbeitet wurde und die Bautätigkeit dem ersten Architekten anvertraut wurde, der sich in Skövde niedergelassen hatte, nämlich Lars Kellman, der ab diesem Zeitpunkt auch die Bezeichnung Architekt annahm. Bis 1891 sollte der Architekt in Skövde bleiben um dort die ersten bedeutenden Bauwerke aus Stein zu schaffen und ein Stadtbild zu prägen. Innerhalb dieser Zeit war der Ruf Kellmans weit über Skövde hinaus ein Begriff geworden und als man 1891 in Borås einen Architekten für die neue Bank suchte, so wurde Kellman auch damit beauftragt, was nicht nur zum Umzug des Architekten nach Borås führte, sondern auch dazu, dass Kellman 30 Jahre lang mit Bauaufträgen in der Industriestadt überhäuft wurde und das Bild der Stadt prägte. Kellman gehörte, vermutlich mangels seiner akademischen Bildung, zu den Architekten Schwedens, die sich immer den modernen Strömungen der Architektur anpassten und daher eine sehr breite Palette an Baustilen verwirklichten.


13. September 1612: Karin Månsdotter, die erste bürgerliche Königin Schwedens
13. September 1706: Der Frieden von Altranstädt beendet zwei Kriege
13. September 1757: Schweden führt einen Krieg ohne Ergebnisse
13. September 1881: Stockholm wird mit Strom versorgt
13. September 1891: Der schwedische Pianobauer Johan Gustaf Malmsjö
13. September 1932: Der schwedische Jazzmusiker Bengt Hallberg
13. September 1943: Gunder Andersson, ein linker Autor der Sport zu Literatur macht

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 22. August 2015

Tage William-Olsson und der Verkehrsknotenpunkt Slussen

Als Tage William-Olsson am 22. August 1960 auf Lidingö starb, hatte er sehr viele Wohngebäude geschaffen, als Stadtplaner gearbeitet und unzählige Vorträge über Architektur und Stadtplanung gehalten. Wirklich bekannt wurde er jedoch nicht für seine Bauten, sonder als Architekt des Verkehrsknotenpunkts Slussen in Stockholm. Mit der Verwirklichung dieses Verkehrsknotenpunkts ging William-Olsson in die Geschichte ein, da er zum einen eine sehr ungewöhnliche Lösung fand, und zudem bereits an den geplanten Rechtsverkehr in Schweden dachte und ein Verkehrschaos sowohl vor der Umstellung als auch nach der Umstellung vermeiden konnte.

Tage William-Olsson war am 8. Juni 1888 als Sohn des Geschäftsmanns Willjam Olsson, dem Gründer der Lundsbergs skola, in London zur Welt gekommen, kam jedoch bereits im Alter von acht Jahren nach Schweden, wo er erst die vom Vater gegründete Schule besuchte, anschließend zum Rudbecksgymnasium in Örebro wechselte und schließlich, neben einigen Auslandsstudien, eine Studium zum Ingenieur und und schließlich zum Architekten an der KTH in Stockholm machte. Im Jahre 1925 gründete William-Olsson dann ein eigenes Architekturbüro, das er jedoch bereits fünf Jahre später wieder aufgab um von der Stadt Stockholm als Stadtplaner beschäftigt zu werden.

Die Lösung, die Tage William-Olsson für den Verkehrsknotenpunkt Slussen vorlegte, bezeichnete der bekannte Architekt Le Corbusier in einem persönlichen Brief an William-Olsson als das erste große Werk der modernen Zeit. Nach Beendigung des Projekts gründete der Architekt erneut ein Architekturbüro in Stockholm, wechselte jedoch 1943 erneut zur Stadtplanung, dieses Mal in Göteborg, wo er in einem neu entstehenden Stadtteil die damals modernste und revolutionärste Architektur verwirklichte, mit offenen Küchenlösungen und Zwischenwänden, die man individuell verändern konnte. Zehn Jahre später gründete er dann erneut ein eigenes Architekturbüro in Göteborg, um dieses jedoch 1956 wieder nach Stockholm zu verlagern. William-Olsson war bis zu seinem Tode als Architekt aktiv.


22. August 1860: Gustaf Fröding, der Dichter mit der geistigen Verwirrung
22. August 1883: Die schwedische Schauspielerin Ester Textorius
22. August 1906: Der schwedische Spion Stig Wennerström
22. August 1920: Anders Zorn, der internationalste Maler Schwedens
22. August 1952: Ein Polizist als schwedischer Massenmörder
22. August 1980: Sällskapsresan, der größte Kinoerfolg Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 23. März 2015

Örebro wird bei einem Brand nahezu vollständig zerstört

Wie in allen Städte Schwedens, so kam es auch Örebro im Laufe der Geschichte zu zahlreichen Bränden, die manchmal nur ein Gebäude, bisweilen aber einen Straßenzug in kürzester Zeit vernichteten. Als jedoch am 23. März 1854 kurz nach Mitternacht in einer Färberei ein Feuer ausbrach, vermutlich weil zu heiße Asche in die Aschenbehältern aus Holz geschaufelt worden war, sollte sich die Zukunft Örebros bedeutend ändern. Da es um diese Zeit keine organisierte Feuerwehr in Örebro gab und ein starker Westwind herrschte, breitete sich das Feuer sehr schnell aus und innerhalb weniger Stunden verbreitete es sich in drei Richtungen gleichzeitig.

Bereits kurz nachdem der Brand ausgebrochen war, stand eine Seite der Stora Gatan (heute Drottninggatan) in Brand und zog sich bald entlang der Svartån. Am frühen Morgen hatte das Feuer selbst den Marktplatz Stortorget erreicht und die erste Stimmen wurden laut, ob es nicht sinnvoll sei einige Gebäude schnell abzureißen, damit das Feuer aufgehalten werden könne. Als der Wind umschlug, konnten vom Zentrum Örebros nur sehr wenige Gebäude gerettet werden, unter anderem das Rathaus und die Nikolaikirche, die aus Stein gebaut waren. Auch dass sämtliche umliegenden Gemeinden mit ihren Löschvorrichtungen nach Örebro gekommen waren, konnten diese Katastrophe nicht verhindern.

Als der Brand gelöscht war, waren vermutlich 92 Gebäude abgebrannt und knapp 25 Prozent der Bevölkerung Örebros hatte kein Dach mehr über dem Kopf und musste in Schulen, Kirchen und bei Verwandten unterkommen. Auch wenn dieser Brand eine Katastrophe für Örebro war, so konnten Geldsammlungen den Bedürftigen das Überleben garantieren und das Zentrum Örebros wurde neu geplant. Der Stadtarchitekt Fridolf Wijnbladh griff nun auf die Idee von 1654 zurück und schuf das heute existierende Zentrum Örebros mit seinem Straßennetz und den rechteckigen Häuserblocks. Das gesamte Zentrum der Stadt wurde für die Neubauten eingeebnet, was bedeutete, dass das alte Örebro vollkommen ausradiert wurde um eine Stadt zu schaffen, die gegen zukünftige Großfeuer geschützt war.


23. März 1703: Cajsa Warg, die bekannteste Köchin Schwedens 
23. März 1759: Anders Ljungstedt, ein Leben in der Fremde 
23. März 1792: Carl Georg Brunius, ein Priester als Architekt und Kunstkenner 
23. März 1845: Abraham Rydberg, vom Großhändler zum Wohltäter
23. März 1862: Tor Hedberg und der psychologische Roman 
23. März 1962: Der Tag des Nordens und der Vertrag von Helsinki von 1962 
23. März 1980: Abwicklung der Kernenergie in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

In Scandic Hotels wohnen

Montag, 21. April 2014

Hedemora in Dalarna bekommt eine Feuerwehr

Hedemora ist die älteste Stadt Dalarnas, wenn man sich an den Stadtrechten orientiert, denn Hedemora wurde bereits 1459 mit den Stadtrechten versehen, auch wenn Falun mindestens gleich alt ist und beide Städte bereits im Mittelalter existierten. Aus dieser ältesten Zeit existiert in Hedemora allerdings nur noch die Kirche, die spätestens Anfang des 14. Jahrhunderts gebaut wurde, auch wenn später Anbauten und Renovierungen den ursprünglichen Charakter der Kirche etwas veränderten.

Aber auch wenn Hedemoras erste Gebäude vermutlich bereits im 11. Oder 12. Jahrhundert gebaut wurden, so hat die Stadt heute einen relativ modernen Charakter, den vor allem der Architekt Lars Israel Wahlman zu Beginn des 20. Jahrhunderts geschaffen hat, denn wie bei so viele schwedische Holzstädten, zerstörten Großbrände den ursprünglichen mittelalterlichen Charakter der Stadt und selbst die Straßenführung des 18. Jahrhunderts musste der jüngeren Stadtplanung weichen.

Hedemora wurde im Laufe der Geschichte von zwei großen Bränden heimgesucht. Der erste Großbrand am 2. Mai 1754 zerstörte 90 der 110 Gebäude der Stadt. Auch wenn der König dann befahl, nur noch Steinhäuser zu bauen, zwang die Armut die Mehrheit der Bewohner dazu, erneut zum Holz zu greifen. Das Ergebnis davon war, dass es bereits am 21. April 1849 zu einem neuen Brand kam bei dem 33 Gebäude vollständig abbrannten. Dieses Mal entschied der Stadtrat, dass dies die letzte große Zerstörung Hedemoras sein sollte. Natürlich konnte man Brände nicht vermeiden, aber man entschied sich nun eine Feuerwehr einzurichten und eine Person dafür zu bezahlen auch nachts die Stadt zu überwachen damit der kleinste Brand sofort gelöscht werden konnte.


21. April 1612: Karl IX. ein Ersatzkönig leitet Schweden 
21. April 1912: Siri von Essen, die stärkste Frau Strindbergs 
21. April 1917: Streik und Revolution in Schweden 
21. April 1948: Klasse Möllberg, der Liebling schwedischer Kinder
21. April 1996: Der Cedergrenska Turm in Danderyd 

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Sonntag, 30. Dezember 2012

Georg Arn, der Architekt, der Örebro seinen Stempel gab


Georg Arn wurde am 30. Dezember 1886 in Stockholm geboren, bereitete sich privat auf die Hochschulreife vor und studierte anschließend an der Technischen Hochschule und der Kunstakademie seiner Heimatstadt Architektur. Nach vier Jahren in einem Architekturbüro in der Hauptstadt Schwedens, wechselte er zu den Stadtplanern Stockholms. Von 1920 bis 1951 war Arn dann Stadtarchitekt in Örebro, wo er sehr deutlich seine Spuren hinterlassen hat.

Als Georg Arn in Örebro zu arbeiten begann, folgte er in den ersten Jahren dem nordischen Klassizismus, der um diese Zeit im ganzen Land als die dominante Bauweise galt, ein Stil, den man heute noch am Varmbadhuset Örebros sehen kann, aber auch an der Vasabron, zwei Bauwerken, die aus der Anfangszeit des Architekten mit Wahlheimat in Närke stammen. Später ging Georg Arn zum Funktionalismus über, was man insbesondere am Idrottshuset, der Sporthalle Örebros, entdecken kann.

Wenn man nach den wichtigsten Bauten des Architekten in Örebro sucht, so muss man einen Blick auf den Stadtpark werfen, den Georg Arn vollkommen neu gestaltete und der 2004 zum schönsten Stadtpark Schwedens erklärt wurde. Der vermutlich bekannteste Bau Arns in Örebro dürfte jedoch das Konzerthaus sein, das durch Umbauten durch das Architekturbüro White arkitekter Mitte der 80er Jahre leider einen Teil des neoklassischen Charakters verloren hat.


30. Dezember 1923: Carl-Göran Ekerwald, ein literarischer Forscher des Jämtland
30. Dezember 1923: Sara Lidman, ein literarischer Kampf gegen den Kolonialismus 
30. Dezember 1940: Schiffe aus Göteborg müssen eskortiert werden
30. Dezember 1995: Katarina Taikon, die bekannteste Roma-Autorin Schwedens 

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 20. September 2012

Großbrände in Gävle

Durch die Lage am Meer war Gävle, wie jede Stadt an der Küste, im Laufe der Geschichte immer wieder Angriffen ausgeliefert, aber entkam dabei selbst dem Brandschatzen der russischen Armee im Jahre 1719, als zahlreiche der Städte an der Ostsee Opfer der Flammen wurden. Weitaus weniger glücklich war die Stadt jedoch mit Bränden, die wegen Unachtsamkeit im Ort selbst ausbrachen und dabei mehrmals Gävle nahezu dem Erdboden gleich machten.

Einer der fünf überlieferten Großbrände in Gävle brach am 20. September 1776 gegen vier Uhr Nachmittag im Dachstuhl eines Wohnhauses aus und griff auch auf das Nachbarhaus über. Im Grunde war dieser Brand relativ harmlos, aber zum einen herrschte an diesem Freitag ein sehr starker Wind, der die Gefahr erhöhte und zum anderen war die Mehrheit der Bewohner beim Fischfang, so dass nicht genügend Kräfte zum Löschen vorhanden waren. Dieser Umstand führte dazu, dass insgesamt 156 Gebäude dem Erdboden gleich gemacht wurden.

Auch wenn dieser Brand am 20. September nicht der größte Brand war von dem die Stadt heimgesucht wurde, so hat er jedoch das Bild Gävles am meisten verändert, da man die Stadt nicht mehr im alten Stil aufbaute, sondern das Stadtbild neu plante, was zum heutigen Straßennetz der Innenstadt führte. Außerdem wurde nach dem Brand, im Auftrag von Gustav III., das heutige Rathaus vom Architekten Carl Fredrik Adelcrantz gebaut, das mit seinem rokoko-klassischem Stil den Rathausplatz dominiert. Allerdings wurden Teile des Gebäudes nach einem weiteren Brand im Jahre 1869, als das Rathaus beschädigt wurde, nochmals in einigen Details verändert.


20. September 1396: Der Beschluss in Nyköping verändert die schwedische Regierung
20. September 1937: Monica Zetterlund, ein Leben im Rampenlicht und im Schatten
20. September 1974: Olle Hedberg, der Autor, der seine Vergangenheit verbrannte 

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 1. September 2012

Ein Großbrand in Stockholm ändert die Stadtplanung

Am 1. September 1625 brach in einer Brauerei bei Kåkbrinken in der Altstadt Stockholms (gamla stan) ein Brand aus, der in kurzer Zeit die südwestliche Altstadt in Schutt und Asche legte. Da in diesem Abend ein starker Wind vom Mälaren kam, war es sehr schwierig den Brand zu löschen und zweimal entzündete sich selbst die Deutsche Kirche, die jedoch glücklicherweise beide Male wieder gelöscht werden konnte. Als der Brand vom Brandwächter in der Storkyrkan Stockholms aus entdeckt wurde, arbeiteten nur zwei Frauen in der Brauerei denen man unmittelbar die Schuld am Brand geben wollte.

Natürlich wollte man später wissen wie es zu diesem Großbrand kommen konnte, da man dachte alle Vorsichtsmaßnahmen gegen Brände in Stockholm getroffen zu haben. Der erste Gedanke war natürlich, dass die beiden Frauen den Brand durch eine Nachlässigkeit verursacht hatten. Mangels Beweis wurden die beiden jedoch nach einem Monat Haft wieder frei gelassen und es kam der Gedanke auf, dass der Schornstein nicht ordnungsgemäß gegen Brand gesichert war. Da auch dies nicht mehr zu beweisen war, klagte man die Feuerwehr an zu langsam am Brandort gewesen zu sein und schließlich hieß es auch noch, dass der Brandwächter auf dem Turm der Storkyrkan den Brand zu spät gemeldet habe. Letztendlich wurde jedoch niemand vor Gericht gestellt und die Ursache blieb ein Rätsel.

Allerdings sollte der Brand auch eine positive Wirkung zeigen, denn unmittelbar nach dem Brand wurden alle Schornsteine Stockholm auf ihre Brandsicherheit überprüft und jedes Gebäude musste über die Vorläufer der heutigen Brandlöscher verfügen. Anschließend bestimmte der König, dass die Altstadt neu geplant werden musste, wodurch sie ihre heutiges Straßensystem bekam. Zudem mussten alle Neubauten in Stein erfolgen und durften nicht mehr aus Holz errichtet werden. Auf diese Weise entstand dann auch die erste Paradestraße Stockholms, die Stora Nygatan, die damals allerdings noch Stora Konungsgatan hieß. Auch die Lilla Nygatan geht auf die Zeit nach dem Großbrand zurück.


1. September 1736: Schweden und Sveriges rikes lag, Grundlagen der Gesetze
1. September 1958: Keith Cederholm und der Aufreißermord in Malmö
1. September 1982: Gunnar Bohman, mit der Laute zum Weltruhm 

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 25. Juli 2012

Albert Lindhagen und die Planung Stockholms

Albert Lindhagen wurde am 25. Juli 1823 in Askeby in Östergötland geboren und war ursprünglich Jurist und zweitrangig Politiker. Bekannt wurde er jedoch durch seinen sogenannten Lindhagenplanen, der Stockholm seinen Charakter als europäische Großstadt gab, was noch heute insbesondere am Karlaplan und am Stureplan deutlich wird. Albert Lindhagen hat damit den Teil Stockholms geschaffen, der als die schwedische Revolution der Stadtplanung des 19. Jahrhunderts betrachtet werden kann.

Wer heute Stockholm genauer betrachtet, stellt fest, dass die Stadt im Grunde nur nach drei Stadtplänen erbaut wurde. Nach dem Plan von Clas Larsson Fleming aus dem 17. Jahrhundert mit seinem Einfluss der Renaissance, jenem von Albert Lindhagen, der Stockholm den Klassizismus brachte und schließlich Yngve Larsson, der mit der Norrmalmsreglering im 20. Jahrhundert den Modernismus hinzufügte. Alle neuen Pläne Stockholms passen sich den Strukturen an, die diese drei Planer Stockholms ursprünglich schufen.

Auch wenn Albert Lindhagen eigentlich Recht in Uppsla studiert hatte, so interessierte er sich insbesondere für die nordische Städteplanung, wobei ihn hierbei alle Aspekte interessierten, angefangen von der Brandgefahr bis zur Gesundheit der Bewohner und der Infrastruktur. Mit seinen Arbeiten beeinflusste Lindhagen sämtliche Stadtplaner Schwedens des 19. Jahrhunderts, inklusive jener, die bis zum Ersten Weltkrieg aktiv als Stadtplaner tätig waren. Lindhagen ließ sich bei der Entwicklung Stockholms allerdings von den Ideen Haussmanns beeinflussen, so dass man gewisse Parallelen zwischen Paris und Stockholm finden kann.


25. Juli 1526: Gustav Vasa und der Svea Kanal vom Mälaren zum Vänern
25. Juli 1700: Jacob Serenius und die Konfirmation in Schweden 

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