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Dienstag, 13. Dezember 2016

Der Frieden von Stettin

Am 13. Dezember 1570 endete der siebenjährige nordische Krieg mit dem Frieden von Stettin, ein Krieg, der 1563 ausgebrochen war da Schweden seine Unabhängigkeit behalten wollte, die vom dänischen König Kristian III. bedroht schien. Dänemark war unzufrieden mit der Auflösung der Kalmarer Union und der dänische König hatte die drei Kronen, die das schwedische Reich repräsentierten, in sein eigenes Wappen aufgenommen, was von Schweden so interpretiert wurde dass Kristian III. Schweden angreifen wolle. Schweden war dem Angriff vorausgegangen und hatte daher 1563 Dänemark, Lübeck und Polen angegriffen.

Schweden hatte bei seinem Krieg natürlich auch den Hintergedanken Gotland und einige strategisch wichtigen Regionen Schwedens, die zu jener Zeit zu Dänemark gehörten, zurückerobern, unter anderem Skåne (Schonen) und das Halland. Als im September 1570 dann vom deutsch-römischen Kaiser Maximilian II. die Friedensverhandlungen in Stettin, im heutigen Polen, eingeleitet wurden, war allerdings kaum an entsprechende Forderungen zu denken, denn die Gegner hatten kaum Erfolge erzielt, jedoch starke Schäden erlitten und in Schweden war es zudem zu einem Regierungswechsel gekommen. Die Friedensverhandlung schien daher 1570 die einzige sinnvolle Lösung zu sein.

Wenn man beim Frieden von Stettin von einem Verlierer reden kann, so war dieser Verlierer Schweden, denn auch wenn die Grenzen erhalten blieben, die bereits vor Kriegsbeginn existierten, so durfte Dänemark  vorübergehend weiterhin die schwedischen drei Kronen in ihrem Wappen behalten, Schweden musste Dänemark für die Rückgabe des Schlosses Älvsborg bei Göteborg 150.000 Taler bezahlen und verlor zudem das Recht auf ein Handelsmonopol im Estland. Als kleinen Ausgleich erhielt Schweden lediglich die Zollfreiheit im Öresund, was jedoch sehr viele Vorteile mit sich brachte. Offiziell sollte Schweden auch 70.000 Taler Entschädigung an Lübeck bezahlen, was jedoch nie erfolgte.


13. Dezember 1533: König Erik XIV, der Nachfolger von Gustav Vasa
13. Dezember 1621: Katarina Stenbock und der schwedische König Gustav Vasa
13. Dezember 1638: Katarina Vasa und der Übergang in ein neues Königsgeschlecht
13. Dezember 1905: Der Schauspieler und Theaterdirektor Pierre Deland
13. Dezember 1810: Das Karolinska Institut in Solna bei Stockholm
13. Dezember 1881: Anders Österling, der Landschaftsdichter Skånes
13. Dezember 1927: Lucientag und Lucienfest in Schweden
13. Dezember 1939: Schweden bekommt eine Sammelregierung (samlingsregering)

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Der Hallandsåstunnel in Schonen (Skåne)

Am 8. Dezember 2015 wurde der Hallandsåstunnel offiziell eingeweiht und eine Woche später verkehrten dann auch die ersten Züge in den beiden 8,7 Kilometer langen Tunnelröhren, die gegenwärtig den längsten Eisenbahntunnel Schwedens ausmachen. Den Namen erhielt der Tunnel nach dem Höhenzug Hallandsåsen, der gewissermaßen die Trennungslinie zwischen den beiden Regionen Halland und Skåne ausmacht. Da diese Hügelkette bis zu 226 Meter hoch ist, war vor dem Bau des Tunnels der Eisenbahnverkehr entlang der Südwestküste Schwedens relativ problematisch und nur über einen Umweg möglich.

Von einem Tunnel durch den Hallandsåsen sprach man bereits 1975, auch wenn es dann zehn Jahre dauern sollte bis das Projekt erstmals auf den Schreibtischen der Regionalpolitikern lag. Bereits 1990 wusste man dass dieses Projekt mit einigen Problemen für die Umwelt verbunden war, aber man war überzeugt davon die Probleme zu meistern und als die Regierung dann ein Jahr später den Bau als notwendig betrachtete, gab es kein zurück. Ab 1992 waren die Bauarbeiter an ihrem Arbeitsplatz, im Gedanken, dass die Arbeit am Tunnel fünf Jahre dauern sollte und nicht einmal eine Milliarde Kronen kosten sollte, eine Annahme, die sich bald als Illusion herausstellen sollte.

Sehr bald reihte sich dann ein Problem an das andere, denn der eingesetzte Bohrer war für den Tunnel ungeeignet und man musste eine Spezialbohrer beschaffen und einsetzten, Zement konnte die Wasserlecks nicht dichten und die Spezialmasse aus Frankreich, die man anschließend als Dichtungsmasse verwendete, zeigte sich extrem giftig und führte zu einem gigantischen Fischsterben. Das Grundwasser der Höfe auf der Anhöhe senkte sich und brachte Probleme, die bis heute nicht vollständig beseitigt werden konnten. Auch an fünf Jahren Bauzeit war nicht zu denken, sondern sie wurde um 18 Jahre überschritten, bei Kosten die über zehnmal so hoch lagen als ursprünglich geplant.


8. Dezember 1625: Kristina von Holstein-Gottorp wird in Schweden Königin
8. Dezember 1626: Kristina von Schweden, die widerspenstige Königin
8. Dezember 1808: Elias Sehlstedt, der der Poet der Schären vor Stockholm
8. Dezember 1818: Johan Gottlieb Gahn, der uneigennützige Chemiker
8. Dezember 1860: Otto Zeidlitz, ein Pionier des Esperanto
8. Dezember 1907: Oscar II. und die Industrialisierung Schwedens
8. Dezember 1912: Die Kirche in Kiruna, die schönste Kirche Schwedens
8. Dezember 1972: Tony Olssons Weg zum Verbrecher

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 2. Dezember 2016

Die Älvsereds kyrka im Halland

Die aktuelle Älvsered kyrka, die Kirche des Ortes Älvsered im Halland, wurde am 2. Dezember 1838 eingeweiht, eine kleinere Holzkirche in neoklassischem Stil, die auf einem kleinen Hügel in Toppered liegt. Um diese Zeit wurden die meisten Kirchen Schwedens bereits in Stein gebaut, was jedoch bei dieser Kirche gar nicht erst in der Diskussion stand, denn die Kirchengemeinde war sehr klein und sehr arm. Um eine neue Kirche zu bekommen, konnte man daher nur zu jedem Material greifen das in der Umgebung reichlich vorhanden war, nämlich zu Holz.

Natürlich war die Älvsereds kyrka nicht die erste Kirche der Gemeinde, sondern nur zwei Kilometer entfernt hatte man bereits im 13. Jahrhundert eine Holzkirche gebaut, die jedoch abgerissen wurde als die heutige Kirche entstand. Über diese erste Kirche ist relativ wenig bekannt und heute erinnert nur noch ein Erinnerungsstein an das Gebäude und hin und wieder werden dort auch noch Freilichtgottesdienste abgehalten. Die Verbindung zwischen der alten und der neuen Kirche bilden jedoch vor allem zwei Gegenstände, die von besonderem Interesse sind und in beiden Kirchen einen wichtigen Platz einnahmen.

Neben einem einzigen Messingleuchter des 18. Jahrhunderts, der noch von der alten Kirche kommt, findet man in der Älvsereds kyrka ein Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert, das im Nachbarort Fagered hergestellt wurde, einer bedeutenden Werkstatt für Taufbecken des Mittelalters. Der historisch bedeutendste Schatz der Älvsered kyrka ist jedoch eine der beiden Kirchglocken, die im 14. Jahrhundert von Meister Håkan gegossen wurde, denn hierbei handelt es sich um eine der ältesten noch erhaltenen Kirchglocken Schwedens, die sogar noch mit Runenzeichen versehen ist, die in diesem Jahrhundert schon von der lateinischen Schrift ersetzt worden war, aber noch vereinzelt verwendet wurde.


2. Dezember 1766: Schweden verfügt über das erste Gesetz zur Pressefreiheit
2. Dezember 1836: Der Politiker und Erzbischof Carl von Rosenstein
2. Dezember 1933: Der Schauspieler, Dichter und Revueschreiber Kent Andersson
2. Dezember 1941: Ellen Palmstierna und der Kampf für eine andere Zukunft
2. Dezember 1961: Fredrik Böök verändert die literarische Landschaft Schwedens
2. Dezember 1996: Tomas Tranströmer bekommt Augustpriset und Nobelpreis
2. Dezember 2005: Der Komiker, Sänger und Schauspieler Mikael Dubois 

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 9. Mai 2015

Beda Hallberg und der Kampf gegen die Tuberkulose

Als Beda Hallberg am 9. Mai 1945 im Alter von 76 Jahren in Stockholm starb, war sie in ganz Schweden bekannt als die Erfinderin der sogenannten Maiblume (Majblomman) aus Papier und die 1938, als zweite Frau Schwedens, vom Parlament mit einer Ehrenpension ausgezeichnet worden war. Und 59 Jahre nach ihrem Tod wurde sie auch als die Halländerin aller Zeiten ausgezeichnet, da die von ihr geschaffene Bewegung mehrere Länder erobert hatte und in Schweden bis heute eine sehr wichtige Rolle bei der Kinderhilfe einnimmt.

Beda Hallberg war am 11. Februar 1869 als Tochter eines Seekapitäns auf einem Gut in Onsala im Halland unter dem Namen Beda Sofia Andersson zur Welt gekommen und sah ihren Vater das letzte Mal als sie gerade einmal ein Jahr alt war, da dieser spurlos nach Amerika verschwand. Obwohl die Mutter Bedas sich nach diesem Ereignis finanziell gerade noch über Wasser halten konnte, half sie in Onsala all jenen, die noch ärmer waren, was die Tochter so stark beeindruckte, dass sie sich dazu entschloss später ebenfalls Bedürftigen zu helfen.

Als Beda Andersson 1888 den um 16 Jahre älteren Johan Edvard Hallberg heiratete und das Paar nach Göteborg zog, engagierte sich Beda Hallberg unmittelbar in der Kirchenversammlung und besuchte regelmäßig die Kranken der Versammlung unter denen sehr viele an Tuberkulose litten. Hallberg kam durch diese Erfahrung zur Entscheidung, dass man TBC so früh wie möglich bekämpfen und bereits bei Kindern die Krankheit eindämmen musste. Die Gelder, die verschiedene Basare und Einsammlungen der Kirche brachten, reichten bei weitem nicht aus um hier die notwendige Hilfe anbieten zu können. So entstand bei Beda Hallberg die Idee eine Papierblume als Symbol gegen den Kampf gegen Tuberkulose zu schaffen und diese zu verkaufen, zu einem Preis, den jeder Bürger bezahlen konnte.


9. Mai 1767: Der Uhrmacher Jean Fredman bleibt der Nachwelt erhalten
9. Mai 1845: Der schwedische Erfinder Gustaf de Laval
9. Mai 1944: Lars Norén und die schwedischen Außenseiter
9. Mai 1947: Penicillin in Schweden
9. Mai 2006: TV6, der Fernsehkanal für Männer bis 45

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Sonntag, 17. August 2014

Die Schlacht bei Halmstad (Schlacht bei Fyllebro)

Die Schlacht bei Halmstad, auch als Schlacht bei Fyllebro bezeichnet, am 17. August 1676 gilt als die entscheidende Schlacht während des Schonischen Krieges zwischen Schweden und Dänemark. In der Tat handelte es sich auch um den letzten Kampf, der im Halland zwischen den beiden Ländern ausgetragen wurde. Obwohl die Schlacht bei Halmstadt keine bedeutende militärische Leistung war und den Skånska Kriget (Schonischer Krieg) nicht beendete, so gab der Sieg dem schwedischen Heer ein bedeutendes Selbstvertrauen, das teilweise auch für die kommenden Erfolge verantwortlich war.

Die Situation der Schweden war noch kurz vor der Schlacht bei Halmstad problematisch, da nicht nur Dänemark im Halland kämpfte, sondern auch Norwegen Göteborg angegriffen hatte und sich im Grunde mit den Dänen vereinen wollte um Schweden endgültig den Zugang zum Meer zu verwehren. Nur kurz zuvor hatte Karl XI. zudem eine Niederlage bei Öland erlebt, der Dänemark die Vormacht über die Ostsee gegeben hatte. Gleichzeitig waren die Dänen auch in Skåne am Vormarsch und die schwedischen Truppen mussten sich immer weiter zurückziehen. Die Moral der Soldaten lag daher nahezu am Boden als ein neuer Kampf auf sie wartete.

Die Schlacht bei Halmstad entschied sich im Grunde bereits beim ersten Angriff der Schweden, denn die dänischen Führer überschätzten die schwedischen Stärken und wählten daher statt dem Angriff eine Verteidigungsstellung. Nur deswegen konnte Schweden auf die Verstärkung warten und griff erst dann tatsächlich an als sie in der Übermacht waren. Erneut beurteilten die Dänen die Lage falsch, denn natürlich hatten ihre Späher mittlerweile erkannt, dass die ursprüngliche Kavallerie relativ klein war. Als daher der dänische Befehlshaber Duncan letztendlich doch zum Angriff überging, kam die von Schween erwartete Verstärkung und Schweden konnte das dänische Heer nun zurücktreiben. Als dann auch die Hilfe der Norweger ausblieb, konnte sich Dänemark an dieser Front nur geschlagen geben.


17. August 1473: Nya Lödöse, ein Vorläufer der Stadt Göteborg
17. August 1801: Fredrika Bremer, ein Pionier der schwedischen Frauenbewegung
17. August 1850: Siri von Essen, die stärkste Frau Strindbergs
17. August 1908: Laura Fitinghoff, Kinderbücher aus Nordschweden
17. August 1908: Laura Fitinghoff, Literatur gegen Schundliteratur
17. August 1995: Der Mord an John Hron bewegt Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Freitag, 31. Mai 2013

Halmstad wird zur Stadt

Als Halmstad am 31. Mai 1307 vom dänischen Herzog Kristoffer (Herzog Christoph), dem späteren König Christoph II. von Dänemark , die Stadtprivilegien verliehen bekam, gehörte die Ansiedlung weder zu Schweden, noch lag die Stadt am heutigen Platz, denn das ursprüngliche  Halmstæde befand sich seit etwa der Jahrtausendwende dort wo man heute die Ruine Övraby Kyrkoruin findet. Erst nach 1320 wurde das ursprüngliche Halmstad an seine heutige Stelle verlagert. Das erste Dokument, das heute noch erhalten ist, galt daher nur sehr kurze Zeit und im Grunde für Övraby.

Als man das erste Halmstæde verlagerte, was bedeutete, dass die Stadt von größeren Schiffen angelaufen werden konnte und sich die sanitäre Situation bedeutend verbesserte, erhielt die Ansiedlung den heutigen Namen Övraby und die neue Stadt den Namen Broktorp. Christoph II. stellte daher im Jahre 1322 einen neuen Privilegienbrief aus, der sich auf Broktorp bezog. Aus geschichtlich nicht erklärten Gründen stellte dann bereits 1327 der dänische Herzog Knut Porse erneut einen Privilegienbrief aus und änderte dabei den Namen der Stadt von Broktorp in Halmstad.

Halmstad gehört damit, neben Laholm und Getakärr (heute Varberg) zu den ältesten Städten Hallands. Alle anderen Städte der Region entstanden erst im Laufe des späteren Mittelalters. Bereits sehr früh brachen zwischen Schweden und Dänemark Vormachtkämpfe um Halland aus, wobei Valdemar Atterdag 1341 das südliche Halland an den schwedischen König Magnus Eriksson verkaufte, der zu dieser Zeit bereits den nördlichen Teil dieser Region besaß. Allerdings sollte diese Situation nicht lange anhalten, denn Atterdag eroberte bereits 1360 den südlichen Teil Hallands zurück und sechs Jahre später auch den nördlichen Teil.


31. Mai 1520: Gustav Vasa auf der Flucht 
31. Mai 1899: Olle Hedberg, der Autor der den Absprung verpasste

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 3. Februar 2013

Der schwedische Künstler Sigfrid Ullman

Sigfrid Ullman wurde am 3. Februar 1886 als Sohn eines Priesters im Pfarrhaus  in Varberg geboren, wo er auch seine Kindheit und Jugend verbrachte. Im Alter von 15 Jahren begann Ullman seine künstlerische Ausbildung in der Althins målarskola in Stockholm. Von 1902 bis 1904 besuchte er dann das Konstfack (damals Tekniska skolan), von 1904 bis 1905 studierte Ullmann unter Werner Silfersparre um dann seine Grundausbildung als Künstler von 1905 bis 1908 an der Konstnärsförbundets tredje skola zu beenden.

Wie viele seiner Kommilitonen, die überwiegend zu den schwedischen Modernisten gehören, ging Sigfrid Ullman im Jahre 1909 nach Paris um an der Académie Matisse mit der Kunst der französischen Malerei vertraut zu werden. Bevor Ullman dann jedoch endgültig zurück nach Schweden kam, besuchte er noch ein Jahr lang die Kunsthochschule in Kopenhagen, die damals eine führende Rolle in der nordischen Kunst spielte.

Sigfrid Ullman nahm an sämtlichen Ausstellungen der rein männlichen Künstlergruppe De unga teil, die allerdings nur von 1909 bis 1911 bestand.  Bei diesen Ausstellungen lobten die Kritiker insbesondere seine Bilder der Küstenlandschaft Hallands. Als die Künstlergruppe 1911 aufgelöst wurde, zog Ullman nach Göteborg, wo er jedoch nur acht Jahre lang blieb bevor es ihn erneut zehn Jahre lang in andere Länder zog. Als Sigfrid Ullman dann im Jahre 1929 nach Göteborg zurückkehrte, wurde er Lehrer an der Kunsthochschule Valand, eine Arbeit, die er bis 1938 fortsetzte. Sigrid Ullman starb am 28. Februar 1960 in Göteborg.


Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 2. Oktober 2012

Die Hallands Nyheter werden ein Sprachrohr für die Landwirtschaft

Am 2. Oktober 1905 brachte der Buchdrucker Artur Lagerihn in Falkenberg die erste Nummer der Hallands Nyheter heraus, wobei er allerdings bereits am 13. September einige Probenummern auf den Markt gebracht hatte, die als Werbezeitungen ohne redaktionellen Inhalt gedacht waren. Aber auch die Ausgabe am 2. Oktober kam noch nicht unter dem Namen Hallands Nyheter auf den Markt, sondern nannte sich Falkenbergs-Posten und sollte ein Gegenpol zur konservativen Falkenbergs Tidning sein.

Allerdings kam die liberale Einstellung der Zeitung bei den Kunden nicht so gut wie erwartet an und als die Redaktion am 4. Januar 1909 auch noch zur neuen Rechtschreibung überging, gingen die Verkaufszahlen so zurück, dass die Zeitung noch im gleichen Jahr in Konkurs ging. Drei der früherer Teilhaber wollten jedoch den Kampf nicht so schnell aufgeben und ließen die Falkenbergs-Posten bereits am 26. November 1909 wieder zum Leben erwachen.

Die große Wende und der Aufschwung kam für die Zeitung mit dem Reichsverband der schwedischen Landwirte, der am 6. Februar 1915 gegründet worden war und der in Halland eine Möglichkeit suchte die Presse zu beeinflussen. Nach einer Wahlkreisversammlung am 28. Mai 1919 kauften daher einige der führenden Parteimitglieder Anteile an der Zeitung, was schließlich dazu führte, dass sie die Zeitung ganz übernahmen und sie bereits im Dezember des gleichen Jahres in Hallands Nyheter umtauften, eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sie die Zeitung in ganz Halland verbreiten konnten. Bis heute sind die Hallands Nyheter, die seit 2005 dem Medienkonzern Stampen gehören, ihrer Linie treu geblieben und vertreten die liberalen Ideen der schwedischen Zentrumspartei.


2. Oktober 1870: Hilma Svedal, eine schwedische Abenteurerin aus Strömsta
2. Oktober 1908: Ingrid Albiner und die christliche Literatur
2. Oktober 1979: Die schwedische Sängerin Maja Ivarsson

Copyright: Herbert Kårlin