Montag, 21. Mai 2012

Björn Ranelid, die Selbstüberzeugung in Person

Björn Ranelid, der heute in der Edelgegend in Södermalm wohnt, wurde am 21. Mai 1949 in Malmö geboren und ist einer der meist diskutieren Schriftstellers Schwedens, nicht wegen seiner Produktivität, die geradezu erstaunlich ist, sondern weil er allein durch seine Sprache und sein Auftreten Gefühle weckt. Bei den einen positive Gefühle, bei den anderen negative, weshalb das Mittelfeld bei Ranelid geradezu fehlt.

Björn Ranelid, der als überzeugter Christ die Evolutionstheorie ablehnt und als gewandter Redner seinen Gegenüber nahezu unmittelbar von seiner eigenen Meinung überzeugen will, fordert daher auch jeden Kritiker heraus. Als Björn Ranelid 2003 von Linda Skugge auf das härteste kritisiert wurde, beauftragte Ranlid den schwedischen Nobelanwalt Leif Silbersky um gegen die Kritikerin juristisch vorzugehen. Über Wochen wurde dann diskutiert wie weit man in einer Kritik gehen darf, und Björn Ranelid ging als moralischer Sieger aus der Affäre hervor.

Die Romane des immer braungebrannten Ranelids erreichen regelmäßig hohe Verkaufsziffern, auch wenn die Mehrheit der Buchrezensenten die „Ranelidsche Sprache“ nahezu als unverständlichr bezeichnen, da er einen so eigenen Stil hat, dass man nahezu überlegen muss wie er selbst, damit man dem Sprachfluss folgen kann. Björn Ranelid benutzt fast ausschließlich Metaphoriken in seinen Büchern und greift zu einer eigenen Schreibweise und einer eigenen Grammatik, was jede Diskussion über die Qualität der Bücher offen lässt.


21. Mai 1975: Marit Bergman und die Popkolonie für Mädchen
21. Mai 2010: Anna-Lena Löfgren

Copyright: Herbert Kårlin

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