Sonntag, 21. Juli 2013

Das Segelschiff Vega und die Entdeckung der Nordostpassage

Die Vega, ein Dreimaster, der 1872 in Bremerhaven gebaut wurde, war von 1878 bis 1880 das Forschungsschiff des Abenteurers Adolf Erik Nordenskiöld. Ihre aufsehenerregendste Reise begann am 21. Juli 1878 in Tromsø (Norwegen), als Nordenskiöld nach der Nordostpassage sichte, die ihn vom Atlantik entlang der sibirischen Nordküste bis zur Beringsee bringen sollte, eine Strecke von rund 6500 Kilometern. Die Vega war damit das erste Schiff, das diese Leistung vollbrachte, allerdings mit einer langen Winterpause.

Auch wenn das Abenteur für Adolf Erik Nordenskiöld sehr positiv begann, so zeigten sich jedoch schon bald bedeutende Schwierigkeiten, denn bereits am 26. September 1878 fror die Vega im Eismeer fest und war dann zehn Monate lang im Packeis gefangen, eine Zeit, die der Forscher mit ethnologischen Studien verbrachte, und mit der Hoffnung das Schiff ohne Schäden wieder flott zu bekommen. Als die Vega am 24. April 1880 dann wieder in Stockholm anlegte, wurden Nordenskiöld und der Kommandant des Schiffes, Louis Palander, geradezu als Helden gefeiert. Die Abenteuer der Vega erschienen anschließend in fünf Bänden.

Nach dieser Expedition wurde die Vega an die schottische Reederei Ferguson verkauft und noch bis 1903 für die verschiedensten Handelsreisen eingesetzt, bis das Schiff in der Melville Bucht im Nordwesten Grönlands erneut vom Eis eingeschlossen wurde. Beim Versuch die Vega dort loszusprengen wurde in das Schiff ein so großes Loch gerissen, dass es innerhalb weniger Minuten in der Tiefe versank. Am 18. Juni 2013 machte sich der Abenteurer Ola Skinnarmo mit seiner Explorer of Sweden von Göteborg aus auf den Weg nach Grönland um nach der Vega zu suchen.


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Copyright: Herbert Kårlin

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