Donnerstag, 25. Juli 2013

Jacob Serenius und die Konfirmation in Schweden

Jacob Serenius, geborener Sirenius, kam am 25. Juli 1700 in einer Priesterfamilie zur Welt, was in jener Epoche fast immer bedeutete, dass ihm seine Laufbahn ebenfalls in die Wiege gelegt wurde. Es war daher logisch, dass Serenius in Uppsala Philosophie und Theologie studierte. Auf Grund seiner außerordentlichen Leistungen fiel er Bischof Svedberg auf, der dann dafür sorgte, dass der junge Theologe Pastor der lutheranischen Kirche in London wurde. In London sorgte der Priester dann für den Neubau einer Kirche und organisierte die Unterstützung der Armen.

Als Jacob Serenius dann 1735 nach Schweden zurückkam, wurde er unmittelbar Priester in Nyköping und ein Jahr später auch Propst. In England hatte sich Serenius ausgiebig mit der dortigen protestantischen Bewegung vertraut gemacht, was ihn auf die Idee brachte, die beiden Glaubensrichtungen besser zu verbinden. In diesem Rahmen veröffentlichte er ein englisch-schwedisch-lateinisches Wörterbuch mit einer Abhandlung zur historischen Einstellung der Götar und der Svear zu den Briten, ein Dokument, das noch heute von geschichtlichem Interesse ist.

Jacob Serenius wurde 1763 in einem für die damalige Zeit fortgeschrittenen Alter Bischof in Strängnäs, wo der Theologe dann nicht nur die allgemeinen kirchlichen Aufgaben wahrnahm, sondern auch Änderungen im Schulsystem durchsetzte und den Grundstein dafür legte, dass die Konfirmation in ganz Schweden eingeführt wurde, wobei er hierbei einen Wert darauf legte, dass die religiöse Erziehung der Kinder nur von Priestern vorgenommen wurde und die Kinder jeden Sonntag vor der Messe öffentlich zu ihren Kenntnissen ausgefragt wurden. Diese durchgreifenden Änderungen waren vor allem deswegen möglich, weil sich Serenius auch sehr aktiv in der Landespolitik betätigte.


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Copyright: Herbert Kårlin

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