Samstag, 6. Juli 2013

Der schwedische Architekt Rudolf Arborelius

Auch wenn der am 6. Juli 1917 verstorbene Architekt Rudolf Arborelius grundsätzlich in der Linie der großen Stockholmer Architekten genannt wird, so nimmt er unter ihnen eine Art Sonderrolle ein, da er nach seinem Studium an der Kungliga Tekniska högskolan nicht bei einem Architekten beschäftigt wurde, sondern erst zwei Jahre lang als Zeichner für künstlerische Ausschmückungen von Gebäuden tätig war, er sich also mit der Detailarbeit beschäftigte und nicht mit der Gesamtkonstruktion.

Seine praktische Erfahrung in Architektur gewann Rudolf Arborelius, dessen Name auf die Stadt Arboga zurückgeht, als er anschließend noch elf Jahre bei den Architekten Isak Gustaf Clason, Ernst Stenhammar, Kasper Salin und Gustaf Lindgren in Stockholm angestellt war, auch wenn er bereits 1889 auch ein eigenes Architekturbüro eröffnet hatte, das ihn jedoch noch  nicht vollständig versorgen konnte.

Als Rudolf Arborelius sich dann als Architekt bewährt hatte, zeichnete sich seine Tätigkeit vor allem dadurch aus, dass er auch an Details und Ausschmückungen arbeitete, was natürlich bedeutet, dass man seinen persönlichen Stil vor allem in den Innenhöfen und innerhalb der Gebäude finden kann, einen Stil, der teilweise sehr pompös wirkt. Wer die Arbeiten von Arborelius entdecken will, kann dies am besten bei einem Besuch des Schlosses Margretelund oder jenem in Djursholm machen, die er, wie auch die Hörkens Kirche, umbaute und modernisierte.


6. Juli 1774: Vom Vorname Gustav zu Gustav Vasa
6. Juli 1859: Verner von Heidenstam, ein Erneuerer der schwedischen Literatur

Copyright: Herbert Kårlin

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