Montag, 15. Juli 2013

Der Streik der Busfahrer, nur ein halber Erfolg

Am 15. Juli 2008 ging der Streik der Fahrer der kommunalen Busfahrer zu Ende, der seit dem 1. Juli des Jahres zu einer harten Auseinandersetzung zwischen der Gewerkschaft und den Busunternehmen geführt hatte, zumal die Unternehmen auf den Streik auch mit Aussperrungen reagiert hatten und die Arbeitsbedingungen der Busfahrer geradezu als idyllisch dargestellt hatten und einen veränderten Tarifvertrag und Lohnerhöhungen geradezu als unakzeptabel bezeichneten.

Die Gewerkschaften forderten bei dieser Auseinandersetzung jedoch nichts unmögliches, sondern forderten nur eine feste Anstellung nach zwei Jahren Zeitverträgen, eine tägliche Pause von mindestens elf Stunden und eine Anpassung der Gehälter an die Preissteigerungen, die den Lohnerhöhungen der Industriearbeiter entsprechen. Wie üblich bei Konflikten in diesem Gewerbe, brach der Streik in Stockholm aus, da dort die Störungen, trotz der Sommerpause, am größten sind. Geplant war eine Ausdehnungen des Streiks auf ganz Schweden, der durch einen neuen dreijährigen Tarifvertrag ab dem 15. Juli jedoch abgeblasen wurde.

Der Streik hatte in Stockholm etwa 100.000 Benutzer der öffentlichen Verkehrsmittel betroffen und weitere 15.000 in Västerbotten und blieb daher noch in einem überschaubaren Rahmen. Der neue Tarifvertrag, der etwa 18.000 Angestellte in rund 500 Unternehmen betraf, wurde von der übergreifenden Gewerkschaft als Erfolg gefeiert, auch wenn die Stockholmer Gewerkschaft der Transportunternehmen von einem Verlust sprach, da die Busunternehmen einige Ausnahmegenehmigungen bei den Ruhepausen durchsetzen konnten, die einen Teil der Forderungen geradezu annullierten. Die Dachorganisation der Gewerkschaft hatte Ausnahmegenehmigungen problemlos durchgewinkt.


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Copyright: Herbert Kårlin

Göteborg Reiseführer

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