Sonntag, 10. Januar 2016

Der schwedische Biochemiker Sune Bergström

Sune Bergström wurde am 10. Januar 1916 als Sohn eines Hydrographen in Stockholm geboren und studierte vor allem in England, der Schweiz und den USA Biochemie bevor er am Karolinska Institut in Stockholm 1944 den Doktorgrad erwarb und dort als Dozent in Biochemie zu arbeiten begann, nachdem er bereits vorher zwei Jahre in der biochemischen Abteilung des Nobelinstituts gearbeitet hatte. Im Jahre 1947 wurde Bergström dann als Professor in Medizin und physiologischer Chemie an die Universität Lund berufen.

Im Jahre 1958 kehrte Sune Bergström zurück ans Karolinska Institut, dieses Mal als Professor in Chemie, und 1969 wurde er an der gleichen Einrichtung auch zum Rektor ernannt. Am Karolinska machte Bergström, gemeinsam mit Bengt Samuelsson seine revolutionäre Entdeckung und konnte die Rolle der Prostaglandinen im Körper von Menschen und Tieren nachweisen, einem Stoff, den Ulf Svante von Euler-Chelpin in den 30er Jahren entdeckt hatte, ohne jedoch deren Funktion zu beschreiben. Bergström gelang es die einzelnen Prostaglandine zu isolieren und er half damit deren chemische Struktur zu erklären.

Es sollte allerdings noch bis 1982 dauern bis die Arbeit von Sune Bergström auf Grund ihrer Bedeutung wirklich gewürdigt wurde, nämlich durch die Vergabe des Nobelpreises in Physiologie oder Medizin, den er mit Bengt Samuelsson und John Robert Vane teilte, denn mittlerweile hatte die Forschung der Wissenschaftler zu neuen Behandlungsmethoden bei Magengeschwüren, bei Menstruationsschmerzen und bei schmerzhaften Geburten geführt. Sune Bergström starb am 15. August 2004 im Alter von 88 Jahren und nach längerer Krankheit in Stockholm.

Copyright: Herbert Kårlin

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