Montag, 9. Februar 2015

Das Alkoholmonopol in Schweden

Auch wenn der Beginn des schwedischen Alkoholmonopols Systembolaget erst 1917, damals unter dem Namen AB Vin & Spritcentralen, entstand, so geht das tatsächliche Alkoholmonopol bereits bis auf den 9. Februar 1910 zurück, damals allerdings noch auf ganz andere Weise, denn an diesem Tag übernahm Nils Mathiasson auch die letzte große Firma Schwedens, die um diese Zeit alkoholische Getränke herstellte, und gründete in Stockholm die Reymersholmens gamla Spritförädlings AB. Neben dieser Firma gab es ab diesem Datum nur noch kleinere, überwiegend private, Brennereien, die oft ohne jede Genehmigung Alkohol herstellten.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts, nach seiner Rückkehr aus Amerika, hatte Nils Mathiasson seinen Siegeszug begonnen, da er aus Übersee sehr viele wirtschaftlichen Erfahrungen mitgebracht hatte und dort auch die Bedeutung einer Kartellbildung gelernt hatte. Zu Beginn übernahm Mathiasson in Form einer Holding nur kleinere Alkoholproduzenten, wobei es ihm damit gelang ein Unternehmen aufzubauen, dass den großen Konkurrenten in Schweden trotzen konnte. Mit Hilfe der Stockholmer Handelsbank und der Svenska Emissionsbolaget gelang es dem Unternehmer bald darauf die zwei größten Konkurrenten aufzukaufen und 1909 besaß er 90 Prozent aller schwedischen Alkoholproduzenten.

Wenn die Antialkoholiker in Schweden nicht immer stärker geworden wären und es Ivan Bratt nicht 1914 gelungen wäre vom Staat die einzige Konzession für den Einzelhandel von Alkohol zu erhalten, wäre der Aufstieg Mathiassons kaum zu bremsen gewesen. Aber Mathiasson konnte die Zukunft der schwedischen Alkoholpolitik erahnen und schloss 1914 ein Abkommen mit Bratt in dem er sich für den kontrollierten Absatz von Alkohol aussprach, sich aber gleichzeitig finanziell absicherte, denn als 1917 die Vin- & Spritcentralen (Systembolaget) gegründet wurde, verkaufte er dieser sämtliche seiner Alkoholfabriken für 23 Millionen Kronen.


9. Februar 1772: Frans Michael Franzén, vom modernen Dichter zum Bischof
9. Februar 1772: Frans Michael Franzén, vom Skalde zum Bischof
9. Februar 1916: Helmer Linderholm und der historische Roman Schwedens
9. Februar 1946: Der Frukostklubben, noch heute eine Legende Schwedens
9. Februar 1974: Der schwedische Orientalist Henrik Samuel Nyberg

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 8. Februar 2015

Die Sozialdemokraten antworten auf die Provokation des Königs

Da sich Gustav V. von der aufkommenden sozialdemokratischen Bewegung bedroht sah, hatte er bereits Jahre vor dem sogenannten Bauernzug nach Stockholm am 6. Februar 1914 eine Bewegung geschaffen, die von den Großunternehmern des Landes stark unterstützt wurde. Der sogenannte Bauernzug war so gut organisiert und manipuliert, dass Gustav V. anschließend nicht nur behaupten konnte, dass dies eine Volksbewegung sei, sondern es gelang ihm auch die liberale Regierung zu stürzen und die einflussreichsten Unternehmer der Landes an die Spitze des Staates zu setzen, was bedeutete aufzurüsten um eventuell den deutschen Freunden zu Hilfe eilen zu können.

Womit Gustav V. jedoch nicht gerechnet hatte, war der Einfluss und die tatsächliche Bedeutung der Sozialdemokraten und der Liberalen, die mit Karl Staaff an der Spitze, eine Politik der Abrüstung führten. Er hatte auch die Bedeutung von Hjalmar Branting unterschätzt, dem die Arbeiterbewegungen des Landes volles Vertrauen schenkten und die wirtschaftliche Macht des Kapitals des Landes einschränken wollte, ein Wunsch, der jedoch erst 1917 ansatzweise in Erfüllung ging. Diese Fehleinschätzung zeigte dem König jedochendgültig die Grenzen seiner Macht und war der Beginn einer neuer politischen Ordnung.

Innerhalb von nur zwei Tagen war es Hjalmar Branting gelungen 50.000 Arbeiter zu mobilisieren, die am 8. Februar 1914 durch die Straßen Stockholms zogen und für eine Abrüstungspolitik demonstrierten, während der Jugendverband gleichzeitig hunderttausende von Flugblättern zur Abrüstung  verteilte. Die wichtigste Botschaft war dabei, dass man keine Öre mehr in Rüstung stecken soll, da man dieses Geld für soziale Reformen benötige und der Frieden wichtiger sei als sinnlose Tote in einem unsinnigen Krieg. Auch wenn es dem König also gelungen war den Rechten die Macht im Land vorübergehend zurückzugeben, so wagte es nach dieser Demonstration niemand mehr von einer Teilnahme am Ersten Weltkrieg zu reden.


8. Februar 1782: Malla Silfverstolpe und der literarische Salon in Uppsala 
8. Februar 1878: Elias Magnus Fries, der erste schwedische Fachmann für Pilze
8. Februar 1903: Der schwedische Nationalsozialist Sven Olov Lindholm
8. Februar 1911: Gustaf Fröding, der Dichter mit der geistigen Verwirrung 
8. Februar 1966: Carl-Henning William Crafoord bringt den Hiphop nach Schweden 
8. Februar 1969: Pippi Langstrumpf wird in Schweden zum Fernseherfolg

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 7. Februar 2015

Charles Emil Hagdahl und die moderne Küche Schwedens

Charles Emil Hagdahl kam am 7. Februar 1809 in Linköping zur Welt und wurde überwiegend im Wallenbergska huset von den Privatlehrern der Familie Wallenberg auf die Hochschulreife vorbereitet. Nach der Hochschulreife studierte Hagdahl Medizin an der Universität Uppsala, ein Studium, das er 1841 mit einer Abhandlung über Koliken erfolgreich beendete. Kurz nach Ende des Studiums und seiner Hochzeit brach der Mediziner mit seiner Frau auf eine zweijährige Hochzeitsreise durch Europa auf, während der er jedoch zahlreiche Gefängnisse der verschiedenen Länder besuchte um in Schweden über die Situation in den europäischen Gefängnissen berichten zu können. Für diese Arbeit hatte Hagdahl auch ein Stipendium erhalten, das dem Ehepaar die ausgedehnte Hochzeitsreise erleichterte.

Eines der größten Interessen des Mediziners Hagdahl wurde, nach dem frühen Tod seiner Frau, die gesunde Küche, bei dessen Ausarbeitung er von seiner Haushälterin und Geliebten bedeutend unterstützt wurde. Auf rund 1000 Seiten schuf Hagdahl das erste umfassende, moderne, schwedische Kochbuch, das nicht nur, teilweise auf amüsante Weise, 3000 Rezepte bietet, sondern auch die verschiedenen Lebensmittel vorstellt und selbst Hinweise zur Erziehung von Hausmädchen liefert. Das Werk, das erstmals 1879 erschien, wurde über Jahrzehnte hinweg das Standartwerk der modernen schwedischen Küche und gilt als die Basis der heutigen Kochkunst des Landes.

Das Original des Buches findet man heute im Archiv des Östergötlands Länsmuseum in Linköping, dessen Entstehen ebenfalls auf Charles Emil Hagdahl zurückgeht, denn 1895 vermachte er seine umfassende Kunstsammlung und 20.000 Kronen, damals eine sehr bedeutende Summe, der Stadt Linköping, allerdings unter der Voraussetzung, dass diese ein Kunstmuseum baue, das 1939 im heutigen Museum der Stadt integriert wurde, einem Bau der Architekten Nils Ahrbom und Helge Zimdal. Charles Emil Hagdahl gilt noch heute als Gönner der Stadt Linköping und wurde nach seinem Tod am 29. November 1897 auch dort beerdigt.


7. Februar 1795: Anders Fryxell und der erste Geschichtsroman Schwedens 
7. Februar 1837: Gustav IV. Adolf, der vom Thron verstoßene König Schwedens
7. Februar 1839: Karl August Nicander, Aufstieg und Fall eines Poeten 
7. Februar 1871: Wilhelm Stenhammar: Pianist, Komponist und Dirigent 
7. Februar 1909: Enok Sarri, der Wettermann der Samen

Copyright: Herbert Kårlin

In Scandic Hotels wohnen

Freitag, 6. Februar 2015

Der nordschwedische Künstler Leander Engström

Als Leander Engström am 6. Februar 1927 im Alter von 40 Jahren in Stockholm starb, hatte er alle Stufen des Auf und Ab eines Künstlers erlebt, wäre jedoch ohne den Einsatz seiner Frau vermutlich in Vergessenheit geraten, denn Maria Engström arbeitete nach seinem Tode unermüdlich daran die Werke ihres Mannes bekannt zu machen und konnte dabei seine künstlerischen Stärken zeigen. Leider ist Engström dennoch bis heute nur wahren Kunstkennern ein Begriff und ausschließlich in Schweden wird seine Kunst auch allgemein anerkannt.

Leander Engström kam am 27. Februar 1886 im nordschwedischen Ytterhogdal zur Welt, mit Ahnen, die man dort bis zum 17. Jahrhundert zurückverfolgen kann. Die Familie zog nach Sundsvall, wo der 14-Jährige dann in einem Sägewerk zu arbeiten begann. Mit der Kunst kam Engström erst 1901 in Berührung, als er bei der Sundsvalls Tdning als Helfer angestellt wurde. In diesem Rahmen lernte er erst lokale Künstler und später auch anerkannte Maler des Landes kennen, unter anderem Helmer Osslund, der den Jugendlichen 1906 auch mit auf eine Lapplandreise nahm und ihm die Basis des Malens beibrachte. Im folgenden Jahr begann Leander Engström dann eine Kunstausbildung in der Schule des Verbands der Stockholmer Künstler. Anschließend  hatte Engström das Glück einen Mäzen zu finden, der ihm einen Studienaufenthalt in der Schule von Henri Matisse in Paris finanzierte, wo der Künstler den gleichen Kurs besuchte wie Isaac Grünewald, Einar Jolin und anderen Künstlern der Künstlergruppe De Unga.

Leander Engström, der regelmäßig von der wilden Landschaft Lapplands angezogen wurde und zahlreiche Sommer dort verbrachte, entwickelte sich ab dieser Zeit zum Expressionisten des nördlichsten Schwedens in dem die wilde Natur mit der Farbenpracht des Herbstes eine sehr wichtige Rolle einnimmt. Den größten Erfolg hatte der Künstler dann während der Baltischen Ausstellung in Malmö im Jahre 1914, als seine expressionistischen Landschaftsgemälde neben Gemälden von Grünewald, Jolin, Sigrid Hjertén und Nils von Dardel hingen. Nach einem Studienaufenthalt Anfang der 20er Jahre in Italien wurden die Gemälde Engströms weicher, was ihm sehr viel Kritik einbrachte, auch wenn es dem Künstler damit gelang die Natur Lapplands einfühlsamer darzustellen.


6. Februar 1816: Henrik Gahn, einer der bekanntesten Ärzte Schwedens 
6. Februar 1837: Johan Anders Wadman, der Skalde, der an Alkoholmangel stirbt 
6. Februar 1900: Rudolf Värnlund, der unverstandene Arbeiterliterat
6. Februar 1914: Der letzte politische Machtbeweis der schwedischen Könige
6. Februar 1988: Die nationalistische Partei Sverigedemokraterna
6. Februar 1992: Der Nationaltag der Samen in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Donnerstag, 5. Februar 2015

Der schwedische Künstler Ferdinand Fagerlin

Ferdinand Fagerlin kam am 5. Februar 1852 in Stockholm zur Welt und machte eine Ausbildung als Schiffsbauer bevor er sich 1845 an der Technischen Hochschule in Stockholm einschrieb, ohne jedoch ein Studium zu beenden. Nach einigen Jahren Militärdienst und einer Tätigkeit als königliche Wache, ging Fagerlin 1853 nach Düsseldorf um dort ein Kunststudium zu beginnen. Nur drei Jahre später studierte der Künstler noch bei Thomas Couture in Paris, kehrte dann jedoch nicht nach Schweden zurück, sondern ließ sich in Düsseldorf nieder, was auch erklärt, warum Fagerlin heute als der typische schwedische Repräsentant der Düsseldorfer Schule betrachtet wird.

Während der ersten Jahre seiner Kunstausbildung in Deutschland kehrte Ferdinand Fagerlin mehrmals nach Schweden zurück und malte dort zahlreiche Portraits, die jedoch heute nicht als seine typischen und besten Arbeiten betrachtet werden. Nachdem jedoch nahezu die gesamte Familie Fagerlins 1855 an der Choleraepidemie starb, verlor Schweden für den Künstler seine Anziehung. In Paris ging Fagerlin dann von der Porträtmalerei auf die Genremalerei über und schuf 1857 mit Violbukettförsäljerska sein erstes Meisterwerk, das man heute im Kunstmuseum in Göteborg finden kann.

Im Jahre 1862 stellte Ferdinand Fagerlin dann sein erstes holländisches Motiv in Wien aus, der Beginn einer Kunstrichtung, die ihm später auch in Schweden zum Ruf als Künstler verhalf. Fagerlin hatte sich seit seinem Aufenthalt in Paris für die holländische Malerei interessiert und die ersten Gemälde mit holländischen Motiven gemalt lange bevor er begann Holland regelmäßig zu besuchen. Seine Inspiration kam zu Beginn ausschließlich von anderen holländischen Szenen, die er dann mit seiner Phantasie in eigene Kunstwerke verwandelte. Nach seinem ersten Aufenthalt in Zandvoort im Jahre 1863 war Fagerlin ganz von Küstenlandschaften und dem Seemannsleben Hollands gefesselt und es entstanden jene Gemälde, die man heute in mehreren großen Museen Europas betrachten kann.


5. Februar 1818: König Karl XIII. von Schweden 
5. Februar 1818: Karl XIII. verkauft die schwedische Krone an Frankreich 
5. Februar 1849: Mäster Palm, der Schneider wird zum Agitator
5. Februar 1892: Adam Smedberg und die Erweckungsbewegung in Närke 
5. Februar 1892: Emilie Flygare-Carlén und der Regionalroman der Westküste 
5. Februar 1895: Berit Spong und die Kritik des Kleinstadtlebens 
5. Februar 1945: Der schwedische Architekt Ragnar Östberg 
5. Februar 1950: Die schwedische Strafrechtsanwältin Kerstin Koorti

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Mittwoch, 4. Februar 2015

Die schwedische Partei Ny Demokrati (NyD)

Auch wenn man heute vor allem die Sverigedemokraterna in die rechte und fremdenfeindliche Ecke Schwedens stellt, so darf man in diesem Rahmen nicht die Partei Ny Demokrati vergessen, die am 4. Februar 1991 von Ian Wachtmeister und Bert Karlsson in Skara gegründet wurde und nicht nur, in großen Linien, die gleiche Politik verfolgte wie die Sverigedemokraterna, sondern von 1991 bis 1994 auch im Parlament vertreten war und kurze Zeit die ausschlaggebenden Stimmen zur Politik Schwedens hatte. Zum Unterschied der Sverigedemokraterna, die mit nationalistischen Parolen auftreten, bezeichnete sich die Ny Demokrati als die Partei der gesunden Vernunft.

Ian Wachtmeister und Bert Karlsson hatten, wie viele kleinere Parteien Schwedens, kein Gesamtprogramm und erreichten ihre Wähler vor allem mit populistischen Aussagen. Ny Demokrati forderte geringere Steuern, weniger öffentliche Angestellte, ein reduziertes Parlament und vor allem eine restriktive Flüchtlingspolitik, wobei in diesem Rahmen die Parolen der Partei immer fremdenfeindlicher wurden, was letztendlich dazu führte, dass die Mitgliederanzahl schrumpfte, Ny Demokrati die Wahlen im Jahre 1994 verlor und die Partei 2000 dann sogar den Konkurs anmelden musste.

Wie Meinungsumfragen des Jahres 1991 zeigen, baute der Erfolg der Partei zum einen auf ihre Volksnähe und ihre Kritik an den Machthabern, zum anderen darauf, dass immer mehr Schweden keine zusätzlichen Flüchtlinge mehr im Land haben wollten. Diese beiden Punkte reichten für die Partei um bei den Parlamentswahlen des Jahres1991 rund 6,7 Prozent der Stimmen zu erhalten. Wegen internen Parteistreitigkeiten verließ Ian Wachtmeister die Partei bereits 1994 wieder und Bert Karlsson, der heute sein Geld vor allem mit steuerlich finanzierten Flüchtlingsunterkünften verdient, verließ die Partei ein Jahr später, um jedoch sofort die lokale Partei Skara Framtid zu gründen, die mittlerweile ebenfalls wieder aufgelöst wurde.


4. Februar 1740: Carl Michael Bellman, der Nationalskalde Schwedens 
4. Februar 1862: Hjalmar Hammarskjöld, ein Jurist als Ministerpräsident 
4. Februar 1995: Maria Leissner und die Wendung der schwedischen Volkspartei 
4. Februar 2002: Sigvard Bernadotte verzichtet auf Titel und Thron 
4. Februar 2009: Der Tag des Wolfes in Schweden 
4. Februar 2011: Lena Nyman und die sündige Filmwelt Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden In Scandic Hotels wohnen

Dienstag, 3. Februar 2015

Die schwedische Sängerin Margareta Kjellberg

Die schwedische Sängerin Margareta Kjellberg wurde am 3. Februar 1916 in Nyadal im Schulhaus der Kinder der Angestellten eines Sägewerkes im Ångermanland geboren und begann mit 14 Jahren öffentlich als Sängerin aufzutreten. Vor dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Kjellberg  insbesondere als Jazzsängerin, im britischen Orchester Jack Hylton, musste allerdings 1935 nach Stockholm zurückkehren um dort dann mehr und mehr vom Jazz auf Volksweisen überzugehen.

Bereits 1935 trat Margareta Kjellberg in der Blanche-Revue in Stockholm auf, wurde ein Jahr später im neu gegründeten Verein Visans Vänner (Freunde der Volksweisen) Mitglied, die, unter anderen, von Evert Taube ins Leben gerufen wurde und machte sich vor allem durch ihre eigenen Interpretationen von Volksweisen einen Namen. Ihre Lieder begleitete die Sängerin meist selbst auf der Gitarre, dem Instrument, das sie als Jugendliche im Selbststudium erlernt hatte. Parallel zu ihren Auftritten als Sängerin wirkte Kjellberg in den 30er Jahren auch in drei Filmen mit, unter anderem in Ingmar Bergmans Smultronstället.

In den 40er und 50er Jahren war Margareta Kjellberg mit ihren Volksweisen ständig auf Tournee uund nahm 1954 auch das bekannte Lied Älvsborgsvisan auf, begann jedoch Ende der 50er Jahre auch häufig im Rundfunk und bei Fernsehen zu arbeiten, unter anderem im Familienprogramm Sigges Cirkus mit Sigge Fürst. In den 70er Jahren gehörte Kjellberg zu jenen Künstlern, die den Volksweisen zu einer Renaissance verhalfen. Ab den 80er Jahren traten dann jedoch die Volkslieder etwas mehr in den Hintergrund und Margareta Kjellberg wurde vor allem, gemeinsam mit Ewert Ljusberg, zur humoristischen Erzählerin in der Fernsehserie Har du hört den förut?, die bis 2005 einen großen Erfolg hatte. Margareta Kjellberg starb ab 10. September 2005 im Alter von 89 Jahren in Stockholm.


3. Februar 865: Sankt Ansgar, der Missionar Birkas, stirbt in Bremen 
3. Februar 1699: Jämtländer erhalten die schwedische Staatsbürgerschaft 
3. Februar 1816: Carl Olof Rosenius und die schwedische Freikirche 
3. Februar 1886: Der schwedische Künstler Sigfrid Ullman 
3. Februar 1948: Henning Mankell und Kommissar Kurt Wallander

Copyright: Herbert Kårlin

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