Samstag, 26. Januar 2013

Alice Nilsson, die schwedische Sängerin Alice Babs

Am 26. Januar 1924 wurde Hildur Alice Nilson in Kalmar geboren, ein Mädchen, das später den Künstlernamen Babs mit eintragen ließ und bei Nilsson ein zweites „s“ hinzufügte. Seit Beginn ihrer Karriere nannte sich die Künstlerin allerdings nur noch Alice Babs. Die Musik wurde Alice Babs gewissermaßen in die Wiege gelegt, denn der Vater arbeitete als Pianist in den Kinos der Stummfilmzeit und die Mutter war Sängerin, auch wenn sie nie so bekannt wurde wie die Tochter.

Bereits mit 15 begann für Alice Babs, die bereits als Kind Sängerin werden wollte, mit ihrer Karriere, wobei ihre erste Platte am 25. April 1939 aufgenommen wurde. Das Joddlarflickan ist noch heute auf den Sammelausgaben der Sängerin zu finden. Der wahre Durchbruch kam bereits ein Jahr später mit Swing it magistern, das Lied mit dem sie den Jazz nach Schweden brachte, die Jugend begeisterte und für die ältere Generation den der Verfall der Sitten und der Moral repräsentierte, eine Situation, die man sich heute bei diesem Lied gar nicht mehr vorstellen kann.

Im Jahre 1958 war Alice Babs die erste Schwedin, die beim Eurovision Song Contest teilnahm und mit Lilla stjärna den vierten Platz einnahm. Da die Komponisten jedoch nicht mit dem Text einverstanden waren, den die Sängerin vortrug, dauerte es 36 Jahre bis das Eurovisionslied auch auf Platte erschien. Ab 1958 arbeitete Alice Babs intensiv mit Duke Ellington, der für sie einige Lieder schrieb und mehrmals mit ihr in Schweden auftrat. Nach dem Jazzmusiker hatte Alice Babs einen enormen Tonumfang, so dass sie mit einer Stimme drei Sängerinnen auf einmal ersetzen konnte. Seit einem Schlaganfall im Frühjahr 2012 lebte die Künstlerin in einem Seniorenheim bei Stockholm wo sie am 11. Februar 2014 auch starb.


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Copyright: Herbert Kårlin

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