Mittwoch, 2. Januar 2013

Gustaf Lagerheim, der Gründer der Pollenanalyse

Am 2. Januar 1926 starb der schwedische Botaniker Gustaf Lagerheim in Djursholm, ein Verwandter von Olof Celsius dem Älteren, dem Gründer der Bryologie und von Anders Celsius, der die Celsius-Skala einführte. Das Interesse für Botanik wurde ihm von seinem Vater und seinem Großvater vermittelt, was letztendlich dazu führte, dass Lagerheim in Uppsala Astronomie und Botanik studierte. Sein Hauptinteresse galt dabei der Mikrobiologie, Kenntnisse, die er bei Robert Koch in Berlin anschließend vervollständigte.

Nach Abschluss seiner Studien widmete sich Gustaf Lagerheim vor allem dem Erforschen von Pilzen und Algen und bald entwickelte sich der Wissenschaftler zu einem Spezialisten von Süßwasseralgen und parasitischen Pilzen. In diesem Rahmen entdeckte er, dass die Lebensmittelindustrie zahlreiche giftige Zusätze verwendete und durch den Zusatz von Algen und Pilzen auch Lebensmittel verfälschte, die dadurch gesundheitliche Schäden nach sich führen konnten.

Die wichtigste Entdeckung von Gustaf Lagerheim war jedoch die Pollenanalyse, die nicht nur ein bedeutender Schritt für die Botanik war, sondern auch in der Archäologie angewendet werden konnte. Interessant ist dabei, dass Pollen, die jahrtausendelang in Torf gelagert werden noch Auskünfte über die Entwicklungsgeschichte der Erde liefern können. Dank der Pollenanalyse ist es, unter anderem, möglich die Entwicklungsgeschichte der Wälder Europas von der Eiszeit bis heute zu verfolgen.


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Copyright: Herbert Kårlin

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