Donnerstag, 10. Januar 2013

Ein Selbstmord nach dem Helénmord in Schweden

Am 10. Januar 2010 nahm sich Ulf Olsson in seinem Zimmer der rechtspsychiatrischen Klinik in Sundsvall das Leben und hinterließ auf seinem Blog einen öffentlichen Abschiedsbrief in dem er ein letztes Mal beteuerte, dass er unschuldig sei und nichts mit dem sadistischen Sexualmord an der 10-jährigen Helén Nilsson aus Hörby zu tun habe, einem Mord, der bereits im März 1989 stattgefunden hatte.

Helén Nilsson verschwand am 20. März 1989 spurlos als sie gegen Abend eine Freundin treffen wollte. Der grausam zugerichtete Körper des Mädchens wurde sechs Tage später in einen Plastiksack verpackt in einem Hain gefunden. Obwohl die Polizei DNA-Spuren sichern konnte und immer wieder wieder auf einen Verdächtigen stieß und sich auch das Fernsehen um eine Aufklärung des Falls bemühte, konnte man bis 2004 keinen der Verdächtigen an den grausamen Sexualmord binden.

Im Juni 2004 fand die Polizei dann einen Verdächtiges, dessen DNA am Körper des Opfer festgestellt worden war und das Amtsgericht sah die technische Beweisführung als überzeugend an, auch wenn bei diesem Fall noch einige Fragezeichen offen waren und die Polizei ursprünglich zwei Täter suchte. Ulf Olsson wurde daher im April 2005 zu lebenslänglichem Gefängnis verurteilt. Die Richter bei der Berufungsverhandlung kamen zwar zum gleichen Ergebnis, waren jedoch der Meinung, dass Olsson unzurechnungsfähig sei, da er bedeutende psychische Störungen aufwies. Statt im Gefängnis zu bleiben, wurde Ulf Olsson daher nun in der Psychiatrie untergebracht, wo er sich dann 2010 das Leben nahm.


10. Januar 1778: Carl von Linné, der Botaniker Schwedens
10. Januar 1790: Anders Abraham Grafström, ein religiöser Skalde aus Nordschweden

10. Januar 1800: Lars Levi Læstadius, der Apostel der Samen 

Copyright: Herbert Kårlin

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