Dienstag, 8. Januar 2013

Der schwedische Theologe Olle Meurling stirbt beim spanischen Krieg

Als im Juli 1936 der spanische Bürgerkrieg ausgebrochen war, verbot Schweden aus politischen Gründen allen seinen Bürgern Reisen nach Spanien. Rund 530 schwedische Kommunisten und Anarchisten kümmerten sich allerdings sehr wenig um dieses Verbot, denn in ihren Augen musste man alles tun um eine Regierung des Diktators Franco zu verhindern. 164 dieser Spanienfreiwilligen kehrten allerdings nicht nach Schweden zurück, sondern starben auf den Schlachtfeldern Spaniens.

Einer der ersten Schweden, die sich dem kommunistischen Widerstand in Spanien anschlossen war der Theologiestudent Olle Meurling, der in Uppsala bereits als Revolutionär bekannt war. Auch wenn Meurling von einigen anderen Schweden begleitet wurde, so war er der erste Schwede, der in der Liste der Internationalen Brigaden zu finden ist, was ihm zwar einen Platz in der Geschichte brachte, aber auch bedeutete, dass er einer der ersten Schweden war, die ihr Leben in Spanien ließen.

Bereits am 19. Dezember 1936 wurde Olle Meurling bei Boadilla del Monte in der Nähe von Madrid im Kampf getötet. Seinen Körper, der auf dem Friedhof der Internationalen Brigaden in Fuencarral beerdigt wurde, wurde jedoch erst am 25. Dezember gefunden, der Friedhof von Franco später eingeebnet. Als Schweden am 8. Januar 1937 vom Tod Meurlings informiert wurde, dachte man jahrzehntelang, dass er auch der erste Schwede gewesen sei, der im spanischen Bürgerkrieg getötet wurde. Erst in den 70er Jahren entdeckte man Aufzeichnungen aus denen hervorgeht, dass Edvard Wedin bereits im September 1936 getötet worden war, also drei Monate vor Meurling.


8. Januar 1917: Folgen des Ersten Weltkriegs in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

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