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Sonntag, 4. Februar 2018

Der Künstler und Graphiker Nils Wedel

Nils Wedel kam am 4. Februar 1897 als Sohn eines Werkmeisters in Göteborg zur Welt und entschied sich sehr früh für eine künstlerische Laufbahn, denn bereits 1915 besuchte er die damalige Kunsthandwerkliche Schule in Göteborg und studierte unter Albert Eldt die Malerei. Da die Kunst jedoch keine sichere Zukunft bot, studierte Wedel gleichzeitig die handwerkliche Lithografie und Buchherstellung. Nach dem Ende seiner Ausbildung unternahm Wedel, wie zu jener Zeit üblich, eine Studienreise nach Dänemark und nach Frankreich, wo er 1919 und 1920 an der Académie Moderne seine künstlerische Lehre fortsetzte.

Im Jahr 1928 ließ sich Nils Wedel dann in Malmö nieder und schuf dort einige seiner bedeutendsten Werke, die zu Beginn stark vom Kubismus geprägt waren, der ihn bereits während seines Aufenthalts in Paris fasziniert hatte, um dann seinen Stillleben und Abstraktionen den Surrealismus hinzuzufügen. Da Wedel nie ganz auf den Surrealismus überging, behielt er einen sehr persönlichen Ausdruck in seinen Werken, die man heute in allen bedeutenden Museen Schwedens finden kann, unter anderem auch im Nationalmuseum in Stockholm und im Kunstmuseum Göteborgs. Als da bedeutendste Werk von Wedels gilt das Gemälde Sadismus und Okkupation, das er während des Zweiten Weltkriegs verwirklichte.

Trotz seines enormen Erfolges als Künstler und seiner Aufgabe als Lehrer an der Kunstschule in Göteborg, wollte Nils Wedel auch seine handwerklichen Fähigkeiten nicht zur Seite legen, sondern arbeitete auch als Lithograph, verwirklichte Holzschnitte und arbeitete mit Aquatinta. Nachdem sich Nils Wedel 1958 mit seiner Frau, einer Textilkünstlerin, auf Orust im Bohuslän niedergelassen hatte, arbeitete der Künstler mehrmals mit Theaterdekorationen und zeigte sich als ausgezeichneter Plakatkünstler, da er künstlerisches Schaffen und Vermittlung von Information sehr gut kombinieren konnte. Nils Wedel starb am 17. Juli 1967 im Alter von 70 Jahren auf Orust.


4. Februar 1740: Carl Michael Bellman, der Nationalskalde Schwedens 
4. Februar 1862: Hjalmar Hammarskjöld, ein Jurist als Ministerpräsident
4. Februar 1871: Die schwedische Schauspielerin Gerda Lundequist
4. Februar 1991: Die schwedische Partei Ny Demokrati (NyD)
4. Februar 1995: Maria Leissner und die Wendung der schwedischen Volkspartei 
4. Februar 2002: Sigvard Bernadotte verzichtet auf Titel und Thron
4. Februar 2005: Nils Egerbrandt und Soldat 91:an Karlsson
4. Februar 2009: Der Tag des Wolfes in Schweden 
4. Februar 2011: Lena Nyman und die sündige Filmwelt Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 6. Januar 2017

Sven Lovén und die Marine Zoologie in Schweden

Sven Lovén kam am 6. Januar 1809 als Sohn eines Handelsbürgermeisters in Stockholm zur Welt und begann nach seiner Hochschulreife im Jahre 1823 Zoologie an der Universität Uppsala zu studieren. Sechs Jahre später schloss er das Studium mit einem Magister ab und ein weiteres Jahr später wurde der Wissenschaftler zum Dozenten in Zoologie an der Universität Lund ernannt. Der Schwerpunkt seiner Forschungen lag um diese Zeit bei den Wirbeltieren, mit dem Schwerpunkt Vögel.

Die Änderung der wissenschaftlichen Richtung kam für Sven Lovén mit seinem Studienaufenthalt in den Jahren 1830 und 1831 in Berlin, wo er vor allem das Organisationsverhalten von Tieren studieren wollte, denn seine Lehrer waren Spezialisten für wirbellose Tiere, die anschließend Lovén für immer faszinieren sollten. Bereits 1930 machte er in diesem Bereich seine erste Forschungsreise an die Westküste Schwedens und Ende der 30er Jahre war der Wissenschaftler der erste Schwede der eine Forschungsreise nach Spitzbergen unternahm, wo er einen Zusammenhang zwischen der arktischen Fauna und jener während der Eiszeit in Schweden nachweisen konnte.

Ab den 40er Jahren spezialisierte sich Sven Lovén vor allem auf Mollusken, die er insbesondere an der Küste des Bohuslän erforschte. Die Leistungen Lovéns und seine zahlreichen Veröffentlichungen führten dazu, dass der Naturwissenschaftler 1840 zum Intendanten für wirbellose Tiere des Reichsmuseums ernannt wurde, im gleichen Jahr in die Wissenschaftsakademie gewählt wurde und ein Jahr später der erste Professor Schwedens für wirbellose Tiere wurde. 1877 gründete Sven Lovén dann eine marine Forschungsstation in Fiskebäckskil, die seit 2008 als Sven Lovén Zentrum der Universität Göteborg bekannt ist. Der Forscher selbst gilt heute als der erste Meeresbiologe Schwedens.


6. Januar 1430: Filippa von England wird in Schweden Königin 
6. Januar 1493: Olaus Petri und die schwedische Reformation 
6. Januar 1493: Olaus Petri, der schwedische Reformator
6. Januar 1809: Der schwedische Naturwissenschaftler Sven Lovén
6. Januar 1912: Johnny Bode, der schwedische Skandalschriftsteller
6. Januar 1912: Johnny Bode, der erste Punkstar Schwedens
6. Januar 1852: Der schwedische Künstler Carl Kylberg
6. Januar 1963: Gunnar Bohman, mit der Laute zum Weltruhm

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 30. Juni 2016

Der Schriftsteller und Theaterdirektor Hagge Geigert

Hagge Geigert kam am 30. Juni 1925 unter dem Namen Harry Johansson in Lerdal im Dalsland zur Welt. Im Alter von 20 Jahren begann er bei der Zeitung Bohusläningen in Uddevalla zu arbeiten und nahm bei dieser Gelegenheit auch den Namen Hagge Geigert an, unter dem er bis heute in der ganz Schweden bekannt ist. In den Jahren als Filmrezensent bei der Zeitung begann Geigert auch an Revuen zu arbeiten. Seine erste Revue Stan kring Thordén hatte dann 1955 in Uddevalla Premiere.

In kürzester Zeit entwickelte sich Hagge Geigert zum König der schwedischen Revue und es gelang ihm dafür Künstler wie Brita Borg und Nils Poppe nach Uddevalle zu ziehen, einen Stadt mit rund heute rund 30.000 Einwohnern. Aber Geigert verhalf auch vielen jungen Künstlern Schwedens den Durchbruch, denn Lill Lindfors, Laila Westersund und Anita Lindblom gehören zu jenen, die in Uddevalla erstmals einem größerem Publikum näher kamen und dank Hagge Geigert landesweit bekannt wurden.

Zwischen 1965 und 1997 war Hagge Geigert, der am 14. Februar 2000 in Göteborg starb, Theaterdirektor des Lisebergsteatern und seine jährliche Revue Hagges revy entwickelte sich zu einer Tradition des Theaters, auch wenn Geigert bei den meisten Theatern Schwedens einen schlechten Ruf hatte und ihm nachgesagt wurde nur oberflächliche Stücke aufzuführen. Dieser Ruf kam jedoch vor allem durch sein Engagement, das nicht von allen geteilt wurde, denn Geigert sprach sich deutlich gegen jeden Rechtsextremismus aus, stellte sich klar auf die Seite Israels, bettete Satirik in seine Revuen ein und führte einen Kampf gegen die Zigarettenindustrie, da er selbst unter einem Lungenemphysem litt, das auf starkes Rauchen zurückführte.


30. Juni 1812: Die schwedische Künstlerin Josabeth Sjöberg
30. Juni 1839: Johan Olof Wallin, von Gedichten zu Psalmen
30. Juni 1882: Sven Lidman, ein Nihilist wird zum Autor von Psalmen
30. Juni 1887: Erik Berglund, der Schauspieler, der einer Wurst den Namen gab
30. Juni 1921: Abschaffung der Todesstrafe in Schweden
30. Juni 1929: Der schwedische Textilkünstler Hans Krondahl
30. Juni 1939: Die schwedische Politikerin Anna-Greta Leijon
30. Juni 1944: Arbeitsregelungen für Hausangestellte in Schweden
30. Juni 1953: Elsa Beskow, jedes Jahr ein neues Kinderbuch
30. Juni 2006: Klippans Bruk, die erste Papierfabrik Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Donnerstag, 16. Juni 2016

Der schwedische Künstler Gustaf Brusewitz

Als Gustaf Brusewitz am 16. Juni 1899 im Alter von 87 Jahren in Göteborg starb, ging er weniger als Künstler in die Geschichte Schwedens ein, sondern als bedeutender Ethnograph, der im Laufe seines Lebens sehr viel vorgeschichtliche Forschung betrieben hatte und dabei eine große Menge an vorhistorischen Funden des Bohuslän abzeichnete und mehrere Bücher zur Vorgeschichte und Archäologie dieser schwedischen Landschaft veröffentlichte. Seine Gemälde waren in diesem Zusammenhang nahezu eine Zugabe.

Gustaf Brusewitz war am 3. Oktober 1812 als Sohn eines Großhändlers in Göteborg zur Welt gekommen und studierte zwischen 1829 und 1836 an der Kunstakademie in Stockholm und erlernte dort, unter Christian Didrik, insbesondere die künstlerische Gravur. Nach weiteren Studien in Rom, Paris und an der Zeichenakademie in der Schweiz wurde Brusewitz im Jahre 1865 Intendant des Kunstmuseums in Göteborg. Parallel zu dieser Tätigkeit und zu seinen ethnologischen Interessen, malte der Künstler vor allem historische und religiöse Gemälde.

Der Werdegang von Gustaf Brusewitz ist erstaunlich, denn bereit als Kind hörte er schlecht und konnte daher auch schlecht sprechen, was die Eltern dazu zwang ihm einen Privatunterricht zu finanzieren. Im erwachsenen Alter hatte es der Künstler gelernt von den Lippen zu lesen, so dass er selbst als Porträtmaler einen gewissen Erfolg hatte. Die bedeutendsten Werke des Künstlers waren indes auch hierbei mit dem Bohuslän verknüpft, denn Brusewitz hinterließ zahlreiche Gemälde zur Geschichte des Bohuslän. Als religiöser Maler sind vor allem die Altarbilder in der Råda Kirche und der Ljunits-Nöbbelöv Kirche zu erwähnen, die auch deutlich die Religiosität des Künstlers spiegeln.


16. Juni 1288: Der Stora Kopparberget in Falun
16. Juni 1798: Johan Henrik Thomander und die Kirchengeschichte Schwedens
16. Juni 1858: Gustav V., König von Schweden
16. Juni 1925: Östen Sjöstrand, der Dichter, der Antike und Gegenwart verbindet
16. Juni 1938: Der schwedische Schriftsteller Torgny Lindgren
16. Juni 1943: Die Sandöbron schafft eine Landverbindung nach Haparanda
16. Juni 2011: Eine Moschee für die Gläubigen Göteborgs
16. Juni 2012: Mora-Nisse, eine schwedische Legende des Skisports

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Samstag, 17. Oktober 2015

Die Strömstads Tidning, ein Sprachrohr im Bohuslän

Am 17. Oktober 1866 erschien die erste Nummer der Strömstads Tidning, die älteste und heute noch existierende Tageszeitung des Bohuslän. Dass der Buchdrucker Karl Fredrik Blomberg und der Papierhändler Lars August Larsson in Strömstad eine Zeitung gründeten, war natürlich kein Zufall, denn um diese Zeit verwandelte sich der Ort in einen bedeutenden Badeort, was natürlich mit den regelmäßigen Besuchen des Königs Oscar  I. zusammenhing. Mit dem wachsenden Tourismus kam der Handel und das Handwerk und Strömstad entwickelte sich in jenen Jahren zu einer der wichtigsten Städte des Bohuslän. Der Erfolg einer Zeitung war mit dieser Entwicklung garantiert.

Bis zur Gründung der Konkurrenzzeitung Norra Bohuslän im Jahre 1894 durch Carl Hall konnte man die Strömstads Tidning als das meinungsbildende Organ der Stadt bezeichnen, was die neue Zeitung natürlich in Frage stellte. Dennoch konnten sich die beiden Konkurrenzzeitungen bis 1934  in Strömstad halten, wurden dann jedoch zusammengelegt und zur Strömstads Tidning Norra Bohuslän. Erst als diese Zeitung im Jahre 1969 von der Bohusläningen AB in Uddevalla gekauft wurde, war die Unabhängigkeit der Lokalzeitung teilweise zu Ende, da der neue Besitzer die Linie der Zeitung seinem Gesamtkonzept anpassen wollte und sich zum medialen Marktführer des Bohuslän entwickelte.

Seit dem 1. Juni 2008 geht die Strömstads Tidning in die Stampen Gruppe ein und verfolgt offiziell eine ungebundene liberale Politik, die sich jedoch in den letzten Jahren immer weiter rechts davon ansiedelt. Die Strömstads Tidning, die heute wieder ihren ursprünglichen Namen trägt und Norra Bohuslän nur sehr klein im Titel vermerkt, erscheint dreimal die Woche mit jeweils 4800 Exemplaren und erreicht damit etwa 17.000 Leser im Bohuslän. Die Webausgabe, die seit 2010 erscheint,  wird täglich aktualisiert und berichtet dominant über das Geschehen der rund 6000-Einwohner-Stadt Strömstad.


17. Oktober 1796: Bernhard von Beskow und die konservative Literatur Schwedens
17. Oktober 1842: Gustaf Retzius, der bedeutendste Rassenbiologe Schwedens
17. Oktober 1904: Moderaterna, von extrem rechts zur Mitte
17. Oktober 1956: Die schwedische Sängerin Anne-Lie Rydé
17. Oktober 1969: Die Eisenhütte in Nykroppa wird stillgelegt
17. Oktober 1991: Ester Lindin und der vergessene Bestseller

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 26. Juni 2015

Der Göteborg-Kolorist Ivan Ivarson

Als Ivan Ivarson, oft auch Ivarsson geschrieben, am 26. Juni 1939 in Paris starb, war er im Grunde nur in Künstlerkreisen bekannt, obwohl der Künstler an sehr vielen Ausstellungen teilgenommen hatte und heute als einer der bedeutendsten Göteborg-Koloristen bezeichnet wird. Ivarson, der zeitweise unter Depressionen litt und einen starken Drang zum Alkohol hatte, war zu sehr von französischen Künstlern wie Paul Cézanne beeinflusst um in der Heimat von Kritikern positiv bewertet zu werden, sein starkes Farbenspiel, das ihn gerade von anderen Künstlern unterschied, wurde in Schweden nahezu als entartet betrachtet.

Ivan Ivarson war am 20. Juli 1900 in Göteborg zur Welt gekommen und hatte von 1922 bis 1925 in der dortigen Kunsthochschule Valand unter Tor Bjurström, der stark vom Expressionismus beeinflusst war und seinen Schülern die Liebe zur Farbe vermitteln konnte, Malerei studiert. Die wahre Kraft der Farben entdeckte Ivarson jedoch erst während seines ersten Aufenthalts in Paris, wo er sich von 1927 bis 1929 mit der Künstlerin Märta Taube, seiner künftigen Ehefrau, aufhielt. Nach seiner Rückkehr nach Schweden ließ er sich kurze Seit im dänischen Helsingör nieder, um sich anschließend jedoch überwiegend in Göteborg und im Bohuslän aufzuhalten.

Die eindrucksvollsten und ausdrucksstärksten Gemälde Ivan Ivarsons entstanden zu Beginn der 30er Jahre, als er sich auf Stenungsö im Bohuslän aufhielt, seine Leinwände immer größer wurden und Ivarson die Farben teilweise von der Tube direkt auf die Leinwand drückte. Wer die Bilder dieser Epoche sieht, versteht auch seine Aussage, dass er Farbe am liebsten gegessen hätte, denn so stark war seine Beziehung zu den leuchtenden Farben, die typisch für die Göteborg-Koloristen waren. Ivarson, der vor allem mit seiner Landschaftsmalerei überzeugt, erhielt 2010 eine Sonderausstellung im Kunstmuseum Göteborg, wo sich auch einige seiner bekanntesten Werke befinden.


26. Juni 1690: Knut Kurck und der Widerstand gegen die Macht des Königs 
26. Juni 1942: Gunnar Mascoll Silfverstolpe, der intime Alltagsdichter Schwedens 
26. Juni 1959: Ingo (Ingemar Johansson) wird Weltmeister im Schwergewicht 
26. Juni 1977: Der schwedische Sozialmediziner und Sexologe Gunnar Inghe 
26. Juni 1987: Göteborger Humor in Film und Theater

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Sonntag, 14. Juni 2015

Der Zoologische Garten Nordens Ark im Bohuslän

Am 14. Juni 1989 weihten König Carl XVI. Gustaf und Kronprinzessin Victoria einen besonderen Zoologischen Garten im Bohuslän ein, da die Idee bei der Planung des Nordens Ark nicht war so viele unterschiedliche Tiere wie möglich zu zeigen, sondern vor allem jene Tiere, die von der Ausrottung bedroht sind. Gleichzeitig sollte die Anlage auch dazu dienen, dass sich die bedrohten nordischen Tiere wieder vermehren können und, wenn möglich, zurück zur Natur finden können. Dies ist auch der Grund dafür, warum Nordens Ark eng mit der Universität Göteborg zusammenarbeitet.

Gegenwärtig findet man auf der rund 380 Hektar großen Fläche etwa 80 von der Ausrottung bedrohte Tierarten, die sich auf großen Flächen frei bewegen können, was für die knapp 100.000 Besucher pro Jahr den Nachteil hat, dass man nie so genau weiß welche Tiere man wirklich zu Gesicht bekommen wird, welche sich näheren und welche man nur bei der Suche mit einem Fernglas entdeckt. Wichtig ist für Nordens Ark jedoch, dass sich die Tiere wohl fühlen, aber letztendlich wird auch der Besucher nach einem Tag im Zoologischen Garten zufrieden sein, auch wenn er das eine oder andere Tier, trotz intensiver Suche, nicht entdecken konnte.

Im Zoologischen Garten Nordens Ark findet man drei Gruppen von vor der Ausrottung bedrohten Tieren, denn eine Zone ist für Säugetiere der nördlichen, temperierten Zonen vorgesehen, eine weitere den exotischen wilden Tieren und der dritte Teil den nordischen Tieren, die früher auf allen Landgütern und Bauernhöfen der nördlichen Länder zu Hause waren. Als kleinen Zusatz bietet Nordens Ark noch eine kleinere Anlage mit Amphibien, Schlangen und Vögeln. Lediglich der Teil des Tierparks, der die Auswilderung von Tieren vorbereitet, ist für die Besucher geschlossen.


14. Juni 1645: Haquin Spegel, schwedischer Erzbischof und Dichter
14. Juni 1874: Das Grand Hotel in Stockholm entsteht
14. Juni 1897: Jan Fridegård, der Autor der modernen Klassik Schwedens
14. Juni 1897: Jan Fridegård und die Provokation der Arbeiterliteratur Schwedens
14. Juni 2001: EU-Gipfel in Göteborg mit Unruhen
14. Juni 2008: Der schwedische Jazzmusiker Esbjörn Svensson

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Donnerstag, 21. März 2013

Der schwedische Maler Arne Isacsson

Arne Isacsson wurde am 21. März 1917 in Ronneby in Blekinge geboren  und gilt als einer der bedeutensten Aquarellmaler Schwedens, der selbst noch kurz vor seinem Tod im Jahre 2010 eine neue Arbeitstechnik entwickelt hatte und als Lehrer und Gründer der Gerlesborgsskolan bei Tanum im Bohuslän und in Stockholm hunderte von Künstlern ausbildete und viele von ihnen stark beeinflusste. Seine Arbeiten sind heute in nahezu allen bedeutenden Kunstmuseen Schwedens vertreten, unter anderem im Kunstmuseum in Göteborg und im Nationalmuseum in Stockholm.

Arne Isacsson gilt als der Forscher der Farbpigmente im Verhältnis zur richtigen Wassermenge und hat im Laufe seines Lebens mehrere Techniken entwickelt. Am bekanntesten wurde der Künstler für die von ihm geschaffene sogenannte Aquarell-Monotypie, die anfangs vor allem bei Collagen verwendet wurde und darauf baut, dass die Aquarellfarbe nicht direkt in das Papier eindringt und daher eine völlig andere Farbverteilung ermöglicht wird. Noch mit 90 Jahren entwickelte Isacsson erneut eine neue Technik bei der er auf nasses Papier malte, das er dann durch eine Presse führte.

Die zweite große Errungenschaft von Arne Isacsson ist die Gründung der Aquarellgesellschaft im Jahre 1989 in der Provence in der er einige der bedeutendsten Aquarellkünstler vereinte, die die nordische Technik der Aquarellmalerei stützen und verbreiten wollten. Aus dieser Initiative entwickelte sich im Jahr 2000  das Nordische Aquarellmuseum in Skärhamn auf der Insel Tjörn im Bohuslän, ein Museum, das jedes Jahr von rund 150.000 Kunstinteressenten besucht wird . Im nahen Strömstad eröffnete  Arne Isacsson am 8. August 2010 auch seine letzte Ausstellung an der er noch selbst teilnehmen konnte. Nur wenige Monate später starb der Künstler.


21. März 1809: Die Konvention auf Åland
21. März 1996: Göran Persson an der Spitze der Macht 

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 23. Januar 2013

Das Ende der Werft Uddevallavarvet und der Umbruch

Auch wenn die Geschichte der Werft Uddevallavarvet nur 40 Jahre andauernde, so entschied die im Jahre 1946 von Gustaf B. Thordén gegründete Anlage über die gesamte Zukunft des Bohuslän und der Stadt Uddevalla. In den 50er Jahren war die Werft mit dem Bau von Supertankern der größte Arbeitgeber des Bohuslän geworden, der selbst Arbeiter aus Deutschland und Finnland anzog. Durch die steigende Bevölkerung kehrte in der bisher sehr armen Gegend der Wohlstand ein und es wurden zahlreiche Vereine gegründet, die ein aktives Leben nach Uddevalla brachten.

Als im Jahre 1985, mitten in der schwedischen Werftkrise, die staatliche Unterstützung für Werften auslief, so war sicher, dass die Uddevallavarvet, die mittlerweile dem Staat gehörte, im Jahre 1986 der Vergangenheit angehören würde, da die Werft der internationalen Konkurrenz nicht gewachsen war. Der Kampf der Gewerkschaften war hoffnungslos, so dass die Region nur abwarten konnte was die Regierung letztendlich entscheiden würde um nicht tausende von Arbeitsplätzen endgültig zu zerstören. Noch bevor die Werft abgewickelt wurde, kam dann die Antwort.

Am 23. Januar 1985 entschied sich die Regierung insgesamt zwei Milliarden Kronen in die Uddevallavarvet zu investieren, allerdings auf eine andere Weise als viele hofften. Das Geld diente dafür dort eine neue Wirtschaft aufzubauen und den Tourismus zu entwickeln. Ein Großteil des Geldes ging an Volvo um eine Fabrik zu bauen, die 1200 Arbeiter beschäftigen sollte, der Rest ging an die Infrastruktur und die touristische Entwicklung, die sich heute zur wichtigsten Einnahmequelle des Bohuslän entwickelt hat zumal Volvo die dortige Produktion im Jahr 2013 ganz auflösen wird.


23. Januar: Frej und Freja, die nordischen Götter der Fruchtbarkeit
23. Januar 1941: Torsten Fogelqvist und die Begegnung mit der Arbeiterbewegung 

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 24. September 2012

Carl Wilhelm Wilhelmson, der Maler des Bohuslän

Am 24. September 1928 starb der schwedische Maler Carl Wilhelm Wilhelmson in Göteborg, ein Künstler, der in Fiskebäckskil im Bohuslän aufwuchs und mit seinen Motiven diese steinige Landschaft und seine Menschen nie verlassen hat. Beim Betrachten seiner Bilder bekommt man daher nahezu den Eindruck bei jedem Pinselstrich die karge Landschaft zu entdecken, was sich selbst darin ausdrückt, dass Wilhelmson sehr wenig Farbe auflegte, so dass das Tuch bisweilen Teil eines Bildes wurde.

Carl Wilhelm Wilhelmson hatte sich bereits mit 14 Jahren entschieden Maler zu werden und nahm ab diesem Alter Kurse in Göteborg. Sobald er bei der Kunsthochschule Valand akzeptiert wurde, setzte er dort seine Studien fort und hatte das Glück auch Carl Larsson und Bruno Liljefors als Lehrer zu haben. Neben seinem Kunststudium ließ sich Wilhelmson allerdings gleichzeitig als Lithograf ausbilden, da die reine Kunst nicht unbedingt eine sichere Zukunft war.

Die Jahre zwischen 1890 und 1897 verbrachte Carl Wilhelm Wilhelmson in Spanien, Deutschland und Frankreich, wo er überwiegend als Lithograf arbeitete und seine relativ wenigen Bilder, die um diese Zeit entstanden, bei Kunstausstellungen unterbrachte. Der Erfolg kam dann in Paris, wo seine Bilder in den Salons beachtliches Aufsehen erregten. Zurück in Schweden entstanden dann, neben seiner Arbeit als Kunstlehrer in Göteborg und Stockholm, die eindrucksvollsten Werke des Künstlers, die fast immer das Bohuslän zum Thema hatten. Seine Portraits und Landschaftsbilder findet man in allen großen Kunstmuseen Schwedens, unter anderem in der Nationalgalerie in Stockholm und dem Kunstmuseum in Göteborg.


Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 29. Juli 2012

Uddevalla im Bohuslän brennt nieder

Auch wenn Uddevalla eine der ältesten Städte des Bohuslän ist und bereits 1498 die Stadtrechte erhielt, so findet man heute von „Oddewall“, wie die Stadt damals hieß, kaum noch eine Spur aus der frühen Geschichte, da man zwischen Stadtgründung und heute sechs Großbrände verzeichnet und der Ort mehrmals nahezu restlos abbrannte. Selbst die Kirche, die man heute in Uddevalla findet, ist gerade einmal 200 Jahre alt und nur noch einige wenige Reste der Grundmauern überlebten den Brand im Jahre 1806.

Der vielleicht bedeutendste Brand Uddevallas brach am Vormittag des 29. Juli 1806 aus, einem Sommertag, den keiner der rund 4000 Bewohner der damaligen Stadt vergessen sollte. Zwischen dem ersten Rauch der aufstieg und dem Feuer, das auf 362 Häuser übergriff, verging kaum eine Stunde. Als am Abend die letzten Flammen erlöschten, standen nur noch vier kleinere Gebäude am Rande der damals fünftgrößten Stadt Schwedens, wobei man glücklicherweise nur einen Toten zählen musste. Geldspenden aus ganz Schweden brachten anschließend 43.749 Reichstaler ein, die Uddevalla neu entstehen lassen sollten.

Der Brand im Jahre 1806 war zwar der dritte Großbrand Uddevallas, jedoch der erste, der die Stadt tatsächlich dem Erdboden gleichmachte, denn der erste Brand im Jahre 1564 war von den Schweden angelegt, die die damals norwegisch-dänische Stadt im Siebenjährigen Nordischen Krieg eroberten, plünderten und zum Großteil niederbrannten um dem Feind eine wichtige Handelsstadt zu nehmen. Beim nächsten Brand am 9. Mai 1690 wiederum brannten „nur“ zwei Stadtteile komplett ab und der Kern der Stadt mit der Kirche waren verschont geblieben. Zur Zeit des zweiten Brandes hatte Uddevalla etwa 1600 Einwohner, wobei die Hälfte davon vom Brand betroffen war.


29. Juli 1900: Eyvind Johnson, ein Arbeiter-Literat mit Nobelpreis
29. Juli 1971: Die schwedische Sängerin Lisa Ekdahl

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 2. Oktober 2011

Hilma Svedal, eine schwedische Abenteurerin aus Strömstad

Am 2. Oktober 1870 wurde Hilma Svedal, geborene Wounsch, auf der Schäreninsel Syd-Hälsö der Gemeinde Strömstad im Bohuslän geboren. Hilma war als Fischertochter aufgewachsen und hatte das Abenteuer im Blut, denn 1896 zog sie allein nach New York, wo sie vier Jahre lang als Hausmädchen arbeitete, auch wenn ihr die Arbeit nicht zusagte. Hilma Svedal wurde vielmehr vom neuen Goldrausch in Alaska angezogen, der in jenen Jahren eine neue Renaissance erlebte.

Zur Jahrhundertwende reiste Hilma daher nach Alaska um dort ihr Glück als Goldgräberin zu suchen. In Dawson stieß zu einigen jungen Iren mit denen sie den Yukon abwärts zog bis sie das Goldgräbercamp Ruby erreichten, wo sich die Iren den dort arbeitenden Goldgräbern anschlossen. Hilma Svedal zog jedoch allein weiter in Richtung Eisküste und lebte dort zwölf Jahre lang in der Wildnis Alaskas auf der Suche nach Gold. Dann traf sie ihren Mann John Svedal, einen Norweger, und fand letztendlich auch Gold. Die beiden besuchten zweimal Schweden, aber ihren Mann zog es zurück nach Amerika.

Hilma ließ sich dann als 60-jährige allein auf ihrem geerbten Schloss auf der Insel Långö nieder um ein Lebenswerk aufzubauen, das Touristendorf Alaska (Strömstad). Von Alaska inspiriert errichtete sie auf der Insel eine Steinwelt in der sie ab 1930 die ersten Gäste aufnehmen konnte. Nach ihrem Tod am 2. Juli 1965 begann das einzigartige Werk zu verfallen, um dann jedoch ab den 90er Jahren wieder restauriert zu werden. Heute kann das Werk von Hilma Svedal in den Sommermonaten wieder besucht werden, wobei auch ein Café dort seine Aktivitäten aufnahm.

2. Oktober 1905: Die Hallands Nyheter, ein Sprachrohr für die Landwirtschaft
2. Oktober 1979: Die schwedische Sängerin Maja Ivarsson

Copyright: Herbert Kårlin