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Mittwoch, 11. April 2018

Der schwedische Künstler Olof Sager-Nelson

Olof Sager-Nelson kam am 13. September 1868 als Sohn eines Landwirts in By im Värmland zur Welt, wurde jedoch von seiner Großmutter und Tante väterlicherseits erzogen, da die Mutter starb als Sager-Nelson gerade einmal vier Jahre alt war und der Vater wenig später nach Amerika auswanderte, da er sonst wegen Veruntreuung vor Gericht gestanden hätte. Obwohl Sager-Nelson nur vier Jahre lang die Oberschule besucht hatte, schrieb er sich 1885 an der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg ein um Ingenieur zu werden. Zwei Jahre später stelle Sager-Nelson jedoch fest, dass er das Studium kaum schaffen werde und wandte sich daher der Kunst zu.

Von 1888 bis 1890 studiert Olof Sager-Nelson dann an der Kunsthochschule Valand bei Bruno Liljefors das Malen und kam, dank des Künstlers Carl Larsson, mit dem Kunstmäzenen Pontus Fürstenberg in Kontakt, der sich entschied den angehenden Künstler finanziell zu unterstützen. Fürstenberg finanzierte Sager-Nelson im Jahr 1893 auch eine Studienreise nach Paris, wo Sager-Nelson Künstler wie Edouard Manet oder auch Gaugin traf, die ihn bei seinen späteren Werken stark inspirierten. Noch bedeutender war dann jedoch das Zusammentreffen mit den finnischen Symbolisten, die sich zu jener Zeit in Paris niedergelassen hatten.

Zurück in Schweden entstanden dann die bedeutendsten Werke des Künstlers, die  Sager-Nelson selbst so beschrieb, dass er nicht nur das äußere Erscheinungsbild der Personen darstelle, sondern auch die Seele und das Gefühl der abgebildeten Personen, was sich, unter anderem, auch dadurch ausdrückte, dass der Künstler alle Gesichter in einem grün-gelben Ton malte. Als Olof Sager-Nelson 1895 erneut für einige Tage nach Paris ging, brach dort die vermutlich seit langem ruhende Tuberkulose aus, die ihn letztendlich in ein Sanatorium in Algerien brachte, wo er am 11. Aril 1896 im Alter von nur 27 Jahren starb, in einem Hotel, das den symbolischen Namen Terminus hatte. Werke des Künstlers findet man im Nationalmuseum in Stockholm und im Göteborger Kunstmuseum.


11. April 1810: König Karl XIII. genehmigt den Bau des Göta Kanals
11. April 1833: Der schwedische Ministerpräsident Fredrik Wilhelm von Otter
11. April 1837: Der schwedische Kampf gegen den Alkohol
11. April 1860: Ferdinand Boberg, Architekt und Designer
11. April 1882: Ragnar Ring, ein Militär wird Regisseur und Schriftsteller
11. April 1899: Gustaf Emanuel Beskow und das Schulwesen
11. April 1940: Schweden rüstet sich gegen Deutschland
11. April 1955: Die schwedische Sängerin Lena Andersson
11. April 1973: Szenen einer Ehe, ein Film von Ingmar Bergman
11. April 1977: Die schwedische Sängerin Sara Löfgren
11. April 1990: Ivar Lo-Johansson, ein Pfeiler der Arbeiterliteratur Schwedens
 
Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 15. Januar 2018

Der schwedische Künstler Alfred Bergström

Alfred Bergström kam am 15. Januar 1869 als Sohn eines Graveurs in Stockholm zur Welt und begann seinem Vater im Alter von 13 Jahren zu helfen. Der Schritt zur Kunstakademie im Jahre 1887 war daher eine logische Folge, auch wenn sich Bergström dort nicht nur für Gravur interessierte, sondern insbesondere für die Malerei. Im Abschlussjahr an der Kunstakademie wurde Bergström die königliche Medaille für seine Leistungen verliehen. Im Jahr 1884 reiste der Künstler für ein Jahr nach Frankreich, was teilweise eine Studienreise war, zum anderen aber dem Künstler dazu diente zahlreiche französische Landschaften zu malen.

Mit seiner Landschaftsmalerei hatte Alfred Bergström dann auch den größten Erfolg, denn bereits 1898 wurde er Lehrer in diesem Bereich an der Kunstakademie, zwei Jahre später wurde er Mitglied der Akademie und ab 1910 war der Künstler dort dann ordentlicher Professor mit dem Schwerpunkt der Landschaftsmalerei. Von 1911 bis 1913 war Bergström auch der Vorsitzende des Vereins schwedischer Künstler. Insbesondere die Winterlandschaften Stockholms gelten in diesen Jahren als die bedeutendsten Arbeiten Bergströms und deuten einen etwas zaghaften Übergang zum Impressionismus in seiner Kunst an.

Die Bedeutung des Künstlers Alfred Bergström, der am 15. November 1930 im Alter von 61 Jahren in Tullinge starb, kann man auch erahnen, wenn man bedenkt, dass er zu Beginn des 20. Jahrhundert einer der fünf Sachkundigen war, die neue Statuten für das Nationalmuseum ausarbeiteten, was dazu führte, dass das prestigiöse Museum, das auch Werke Bergströms in seinen Sammlungen hat, mit dem 1. April 1913 eine moderne Organisation erhielt und mit der konservativen Tradition des Museums brach. Unter den öffentlichen Werken des Künstlers ist insbesondere die Wandmalerei im Marmorfoyer des Dramaten zu nennen, das er, gemeinsam mit Carl Larsson, Gottfrid Kallstenius und Gustaf Cederström verwirklichte.


15. Januar 1860: Der schwedische Künstler Oscar Björk
15. Januar 1866: Nathan Söderblom,Träger des Friedensnobelpreises
15. Januar 1886: Henning Hamilton und die Hamiltonaffäre

15. Januar 1909: Die schwedische Künstlerin Eva Bonnier 
15. Januar 1912: Sven Hedin, Abenteurer und Schriftsteller in fernen Ländern
15. Januar 1986: Josef Högstedt, der beliebte Lyriker Pälle Näver
15. Januar 1987: Der mysteriöse Tode von Carl Algernon
15. Januar 1989: Der Tag der Tulpen in Schweden
15. Januar 2005: Sven Christer Swahn, von der Lyrik bis Science Fiction

15. Januar 2006: Die schwedische Piratenpartei (Piratpartiet)

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 4. Oktober 2016

Die Kunsthochschule Valand in Göteborg

Am 4. Oktober 1865 wurde in Göteborg die Musei Ritskola in den Räumen der Ostindischen Kompanie eröffnet und nahm bereits im ersten Jahr etwa 170 Schüler auf. Während der ersten vier Jahre war der Unterricht vor allem ein künstlerischer Zusatzunterricht für Schüler der Göteborger Schulen, die hier am Zeichenunterricht teilnahmen. Vier Jahre nach der Eröffnung wurde dann auch erstmals Unterricht im Malen gegeben, was der Schule allerdings bald neue Schüler brachte, nämliche Erwachsene, die dort ein Ausbildung im künstlerischen Malen suchten.

Als die Musei Ritskola Erwachsene zu unterrichten begann, ging der Schritt direkt zu einer künstlerischen Ausbildung, mit einem Prinzip, das relativ neu war. Die erwachsenen Schüler waren nämlich zur Hälfte Frauen, die in der Kunstakademie in Stockholm noch mit starkem Rückhalt akzeptiert wurden und dort daher eine bedeutende Minorität ausmachten. Die Musei Ritskola, die heute als Kunsthochschule Valand bekannt ist, hatte mit der Wahl der Schüler allerdings einen Hintergedanken, denn die Frauen, die ausschließlich aus gutem Hause kamen, mussten für den Unterricht bezahlen und damit die Schule mitfinanzieren, und die angenommenen Männer sollten, ohne hohen finanziellen Einsatz, zu Künstlern ausgebildet werden, erhielten daher also auch eine weitaus bessere Ausbildung.

Diese Idee sollte dazu führen dass in den ersten 20 Jahren der späteren Kunsthochschule Valand Künstler wie Carl Larsson, Bruno Liljefors und Carl Wilhelmson entstanden, die heute aus der nordischen Kunstgeschichte nicht mehr wegzudenken sind. Eine der wenigen Frauen, die sich in jener Zeit zu einer anerkannten Künstlerin entwickelte, war Hanna Pauli. Den Namen Valand erhielt die Kunstschule erst 1951, als zur Abteilung für Zeichnen und Malen auch die Skulptur gekommen war. Dennoch sollte es noch bis 1970 dauern bis die Kunstschule von der Stadt übernommen wurde und nicht mehr ständig nach neuen Sponsoren suchen musste. 1977 wurde die Kunstschule zur Hochschule ernannt und in die Göteborger Universität integriert, was zum Namen Kunsthochschule Valand führte.


4. Oktober 1550: Karl IX. ein Ersatzkönig leitet Schweden
4. Oktober 1872: John Wigforss, vom Bohème-Revolutionär zum Konservatismus
4. Oktober 1894: Frans G. Bengtsson, Militärromantik und Antidemokratie
4. Oktober 1904: IFK Göteborg, eine Alternative für die Arbeiterschicht
4. Oktober 1920: Der schwedische Musiker Charlie Norman
4. Oktober 1935: Das Konzerthaus in Göteborg und seine Geschichte 
4. Oktober 1953: Der schwedische Prinz Oscar (Bernadotte) 
4. Oktober 1999: Kanelbullens dag, der Tag der schwedischen Zimtschnecke

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 13. September 2016

Der schwedisch-finnische Künstler Johan Knutson

Als Johan Knutson am 13. September 1899 in Helsingfors (Helsinki) starb, waren seine Landschaften aus Skåne (Schonen) und seine schwedische Herkunft nahezu verblasst, was sich noch heute daran zeigt, dass sich die größte Sammlung seiner Gemälde im finnischen Borgå (Porvoo) befindet. Dass Knutson heute nahezu schon als finnischer Künstler betrachtet wird, liegt aber auch daran, dass er mehrere Porträts von Johan Ludvig Runeberg malte und 48 der 120 Lithografien des Werkes Finland framstäldt i teckningar verwirklichte und bei dieser Arbeit auch Finnland sehr gut kennenlernte.

Johan Knutson war am 28. September 1816 in Allum in Skåne zur Welt gekommen und hatte in Lund, in Kopenhagen und schließlich auch an der Kunstakademie in Stockholm Kunst studiert. Als Knutson sein Studium im Jahre 1840 beendete, suchte Constantin Öhman einen Graveur und Zeichner für sein geplantes Werk über die finnischen Orte. Seine Wahl fiel auf Knutson, der sich sofort bereit erklärte dafür für einige Jahre nach Finnland zu ziehen. Der Künstler zog daher nach Helsingfors, auch wenn das geplante Werk nicht so schnell in Gang kam. Knutson verdiente sich daher sein Geld erst als Porträtmaler und machte gleichzeitig Karikaturen des Straßenlebens von Helsingfors, das er in Finnland jedoch nicht veröffentlichen durfte, da die Polizei diese Art der Karikaturen verbot. Erst 1844 begann Knutson den etwa ein Jahrzehnt lang Finnlands Landschaften und seine Orte zu zeichnen.

Johan Knutson galt in Finnland sein Leben lang als etwas eigenwilliger Künstler, der seine Stärke im Malen von Porträts und den Zeichnungen über Finnland zeigte, während in Schweden seine Karikaturen mit Schilderungen jener Epoche am meisten beeindruckten, was jedoch auch damit zusammenhing dass die Karikatur in Schweden ab den 30er Jahren als Gegenpol zur traditionellen Kunst ihren Durchbruch hatte, in Finnland jedoch um diese Zeit noch als abartig galt. Ab 1860 zeigt sich im Werdegang des Künstlers eine Wende, denn ab dieser Zeit begann er farbenstarke romantische Landschaften im Stil von Carl Larsson zu malen, die allerdings nicht zu seinen besten Werken zählen und nicht mit seinen Landschaften aus Finnland und Skåne konkurrieren können.


13. September 1612: Karin Månsdotter, die erste bürgerliche Königin Schwedens
13. September 1706: Der Frieden von Altranstädt beendet zwei Kriege
13. September 1757: Schweden führt einen Krieg ohne Ergebnisse
13. September 1881: Stockholm wird mit Strom versorgt
13. September 1891: Der schwedische Pianobauer Johan Gustaf Malmsjö
13. September 1924: Der schwedische Architekt Lars Kellman 
13. September 1932: Der schwedische Jazzmusiker Bengt Hallberg
13. September 1943: Gunder Andersson, ein linker Autor der Sport zu Literatur macht

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 10. April 2016

Der Kunstsammler und Mäzen Pontus Fürstenberg

Als Pontus Fürstenberg am 10. April 1902 kinderlos starb, sollte er für immer eng mit Göteborg verknüpft sein, da er sein Lebenswerk der Stadt hinterlassen hatte. Während Fürstenberg 4,5 Millionen Kronen testamentarisch der Allgemeinheit hinterlassen hatte, schenkte er seine Kunstsammlung, die etwa 260 Werke umfasste, seinen Palast und eine weitere Million Kronen der Stadt Göteborg. 1922 kamen die Gemälde in das Kunstmuseum in Göteborg und sind dort bis heute in einer eigenen Abteilung zu finden, der Fürstenbergska galleriet.

Pontus Fürstenberg war am 5. Oktober 1827 als Sohn eines Textilfabrikanten in Göteborg zur Welt gekommen, wies in der Schule jedoch so schlechte Leistungen auf dass er nicht einem in der Handelsschule akzeptiert wurde. Mit 26 Jahren wurde er daher ohne besondere Kenntnisse Teilhaber des väterlichen Unternehmens. Da die Familie Fürstenberg sehr viel mit der Familie Magnus, damals eine der reichsten Familien Göteborgs, umging, lernte Pontus Fürstenberg auch Göthilda Magnus kennen und lieben. Die Geschichte von Fürstenberg änderte sich allerdings erst als Eduard Magnus im Jahre 1879 starb, denn das Paar durfte erst nach dem Tode von Göthildas Vater heiraten, und erbte dadurch gleichzeitig rund 3,5 Millionen Kronen, was heute über 200 Millionen Kronen entspräche.

Durch die Ehe mit Göthilda Magnus war Pontus Fürstenberg finanziell vollkommen unabhängig geworden und konnte sich nun ganztägig seinem Hobby zuwenden, der Kunst. Das Ehepaar Fürstenberg richtete nun den Fürstenbergska Palatset in Göteborg ein, das heutige Palace Hotel, und schuf im ersten Stock des Gebäudes im Laufe der Jahre die vermutlich bedeutendste Kunstsammlung Göteborgs, die auch der Öffentlichkeit zugänglich war. Parallel dazu unterstützte er zahlreiche Künstler jener Epoche, die ohne Unterstützung des Mäzenen, kaum die höchsten Stufen eines Künstlers erklommen hätten. Es handelte sich dabei um Künstler wie Carl Larsson, Ernst Josephson, Anders Zorn und viele andere heute weltweit anerkannte Künstler, die dem Mäzenen damals mit einigen ihrer Gemälde dankten. Viele unter ihnen konnten lange im Palast Fürstenberg wohnen und erhielten dort nicht nur eine Unterkunft, sondern auch die Kleidung, die Nahrung und alle Werkzeuge, die ihre Kunst erforderte.


10. April 1216: Erik Knutsson und die erste Krönung Schwedens
10. April 1728: Nicodemus Tessin der Jüngere und das Stockholmer Schloss
10. April 1929: Der schwedische Schauspieler Max von Sydow
10. April 1946: Mikael Wiehe, mit Allsång die Regierung stürzen
10. April 1947: Die schwedische Sängerin Lena Maria Gårdenäs
10. April 1990: Das Ivar Lo-Johansson Museum in Stockholm

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Freitag, 26. Februar 2016

Die schwedische Künstlerin Fanny Brate

Fanny Brate kam am 26. Februar 1861 unter dem Namen Fanny Ekbom als Tochter einer Hofbuchhalters in Stockholm zur Welt. Nach Besuch der Mädchenschule Klara Strömberg bereitete sich Brate an der Slöjdskolan auf ein künstlerisches Studium vor und gehörte 1879, im Alter von 18 Jahren, mit zu den ersten Frauen die an der Kunsthochschule in Stockholm aufgenommen wurden, auch wenn diese Ausbildung noch in von Männern separaten Räumen stattfand. Nach Erhalt der königlichen Medaille für ihre Leistungen setzte Brate 1887 ihr Studium an der Académie Colarossi in Paris fort, und machte, dank eines Stipendiums, eine Studienreise in mehrere europäische Städte.

Gegen den Jahrtausendwechsel findet Fanny Brate den Stil mit dem sie später am bekanntesten wurde, mit Schilderungen aus dem bürgerlichen Leben jener Epoche. Brate vermittelt mit ihren Gemälden ein idealisiertes und glückliches Familienleben der gehobenen Schicht Schwedens, was auch dazu führte, dass das Gerücht aufkam sie habe Carl Larsson bei der Wahl seiner Motive inspiriert. Die Bilder sind farbenstark und nahezu impressionistisch von Licht durchsetzt. Auf zahlreichen ihrer Gemälde kann man auch die eigenen Kinder entdecken, die ein beliebtes Motiv der Künstlerin sind.

Fanny Brate gehört zu den wenigen Künstlerinnen ihrer Zeit, die auch nach ihrer Ehe weiterhin an ihrer künstlerischen Karriere arbeiteten und dabei sogar ihre Aktivität ausdehnte, denn sie nahm aktiv an den Debatten über die Ausbildung von Kindern teil und illustrierte nach ihrer Ehe mehrere Kinderbücher, wobei Mormors eventyr den größten Erfolg hatte und in mehreren Ländern erschien. Brate malte jedoch nicht nur das Familienleben, sondern auch Portraits, Landschaften und Stillleben. Fanny Brate findet man heute, unter anderem, im Nationalmuseum in Stockholm. Drei Jahre nach dem Tod von Fanny Brate am 24. April 1940 organisierte das Nationalmuseum auch eine posthume Ausstellung der Künstlerin mit 126 ihrer Werke.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 18. Februar 2016

Die schwedische Künstlerin Karin Larsson

Auch wenn Karin Larsson bei ihrem Tod am 18. Februar 1928 im Schatten ihres Ehemannes Carl Larsson stand, so stand die Künstlerin ihrem Mann in keinem Punkt nach, da sie nicht nur acht Kinder erziehen musste, sondern auch künstlerisch einzigartige Arbeiten hinterließ und als die wichtigste Kritikerin der Bilder ihres Mannes gilt. Und selbst der sogenannte Carl Larsson-gården ist ein Erbe ihrer Eltern und ist weitaus mehr von ihren Arbeiten geprägt als von jenen ihres Ehemannes. Aber in jener Zeit war es normal dass die Frau nur eine Nebenrolle in der Kunst zu spielen hatte und nur wenig Chance hatte öffentliche Anerkennung zu finden.

Karin Larsson, geborene Bergöö, war am 3. Oktober 1859 als Tochter eines Kaufmanns in Örebro zur Welt gekommen und zeigte sehr früh eine künstlerische Neigung, denn noch während sie die Franska skolan besuchte, schrieb sie sich an der Slöjdskolan in Stockholm ein um sich auf die Kunstakademie vorzubereiten. 1877 schrieb sich die damalige Bergöö dann an der Kunstakademie ein, wo sie auch Eva Bonnier, Jenny Nyström, Julia Strömstedt und andere Künstlerinnen traf. Auch wenn diese Künstlerinnen die gleiche Ausbildung wie männliche Studenten erhielten, so war ihnen der Zugang zur Hauptabteilung der Akademie versagt, denn Frauen wurden separat unterrichtet.

Nach fünf Jahren Studium unterbrach Karin Larsson ihre Ausbildung an der Akademie um ihre Ausbildung an der schwedischen Künstlerkolonie bei Paris zu ergänzen. Dort lernte die Künstlerin auch Carl Larsson kennen, den sie nur ein Jahr später heiratete. Nach einem weiteren gemeinsamen Aufenthalt in Paris zog das Künstlerpaar 1888 in ein kleines Häuschen bei Falun, das Karin Larsson von ihren Eltern erhielt und sich langsam in den heutigen Carl Larsson-gården verwandelte. Dort ging die Künstlerin mehr und mehr von der Malerei auf Textilkunst über, wovon das Museum stark geprägt ist. Die Künstlerin entwarf und schuf dort nicht nur Textilien, sondern gab auch einem Teil der Möbel, die man im Carl Larsson-gården findet, ihr Aussehen. Heute gilt Karin Larsson als eine Vorläuferin der skandinavischen abstrakten Textilkunst.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 16. Januar 2016

Der schwedische Künstler Karl Isakson

Karl Isakson wurde am 16. Januar 1878 als Sohn eines Schmieds in Stockholm geboren, wurde jedoch, da sein Vater starb als Isakson nicht einmal ein Jahr alt war, von der Mutter im Sinne der Erweckungsbewegung alleine erzogen. Um das Geld für die Erziehung ihrer beiden Kinder zu verdienen, arbeitete die Mutter als Wäscherin. Es war daher auch logisch, dass Isakson nur eine schulische Grundbildung erhielt und sehr früh selbst Geld verdienen sollte. Neben seiner Ausbildung als handwerklicher Maler besuchte Isakon ab 1891 Abendkurse im Zeichnen an der Technischen Hochschule und hatte 1895 das Glück Carl Larsson bei eine Wandmalerei unterstützen zu dürfen.

Nur zwei Jahre später begann Karl Isakson ein Kunststudium an der Kunstakademie Stockholm, das er 1901 abschloss um seine erste Studienreise zu unternehmen. Ohne jede Sprachkenntnisse reiste Isakson nach Berlin, München und Florenz. Während dieser Reise bekam der Künstler vor allem zu dänischen Malern Kontakt, was dazu führte, dass Isakson nach seiner Rückkehr in den Norden sein Studium an der Kunstnernes Frie Studieskoler in Kopenhagen fortsetzte und 1903 in der gleiche Stadt sei Atelier einrichtete. Isakson sollte der dänischen Hauptstadt bis zu seinem Lebensende am 29. Februar 1922 treu bleiben, lediglich unterbrochen von einigen weiteren Studienreisen, unter anderem nach Paris.

Karl Isakson gehört zu den Perfektionisten unter den Künstlern, was jedoch dazu führte, dass nur sehr wenige einer Werke in seinen Augen dem Ideal, das er anstrebte, entsprachen  und er weigerte sich nach 1911 seine Gemälde zu zeigen, schließlich hörte er sogar auf sie zu signieren und sprach davon, dass diese Werke nur die Schale für ein späteres Werk seien, was sich jedoch auf Grund seines frühen Todes zerschlug. Isakson kämpfte immer dafür in Schweden als Künstler anerkannt zu werden, aber obwohl in dänische Kritiker als eine Gabe für seine Heimat bezeichneten, blieb er in Schweden nahezu unbekannt und auch die Kunsthalle Liljevalch stellte erst wenige Monate nach seinem Tod 159 seiner Gemälde aus. Heute findet man Werke Isaksons in den größten Museen Schwedens.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 1. August 2015

Prinz Eugen von Schweden und die Kunst

Prinz Eugen von Schweden, oft auch nur Eugen Nikolaus genannt, wurde am 1. August 1865 als jüngster Sohn von Oscar II. und Sofia von Nassau auf Schloss Drottningholm geboren und begann nach seiner Hochschulreife im Jahre 1884 an der Universität Kristiania in Oslo zu studieren, brach das Studium jedoch bereits nach wenigen Monaten ab um Ägypten, Syrien und die heutige Türkei zu besuchen. Nach seiner Rückkehr nach Schweden besuchte der schwedische Prinz, der gleichzeitig Herzog von Närke war, ein Jahr lang die Universität Uppsala um dort ein Kunststudium zu beginnen, das er jedoch ebenfalls nie abschloss.

Auch wenn sicher ist, dass Prinz Eugen von Schweden sich sehr früh für Kunst interessierte und zu malen begann, so ist über seine ersten Schaffensjahre wenig bekannt. Erst 1887 gab der königliche Hof bekannt, das der Prinz zu Kunststudien nach Paris aufgebrochen war, wo er unter dem Pseudonym Monsieur Oscarsson auftrat. Während Prinz Eugen in Paris vor allem nach lebenden Modellen malte, malte er während seiner schwedischen Aufenthalte in Österbillsjö die Natur in Skåne (Schonen). Als Eugen Nikolaus während der Pariser Weltausstellung im Jahre 1889 erstmals einige seiner Werke ausstellte, signiert mit Eugène, wurde seine wahre Identität aufgedeckt und der Prinz konnte ab dieser Zeit auch offiziell als Künstler auftreten.

Landschaften und später Motive aus den Schären vor Stockholm sind die bedeutendsten Bilder des Künstlers, der jedoch auch die Werke anderer Künstler sammelte, unter anderem von Anders Zorn, Carl Larsson und Ivan Aguéli. Privat kann man Prinz Eugen von Schweden geradezu als Revolutionär sehen, denn als der im Königshaus verhasste August Strindberg Geld für sein Intima teatern in Stockholm benötigte, so kam ihm der Prinz zu Hilfe. Prinz Eugen kaufte auch das vom  Nationalmuseum abgelehnte Strömkarlen von Ernst Josephson und er arbeitete, im Gegensatz zum Königshaus, intensiv gegen den Nazismus und unterstützte dabei auch die verhasste Mia Leche Löfgren. In seinem Erbvertrag vermachte Prinz Eugen, der am 17. August 1947 starb, seine gesamte Gemäldesammlung dem schwedischen Staat.

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Sonntag, 5. Juli 2015

Der schwedische Künstler Fritz Lindström

Fritz Lindström kam am 5. Juli 1874 unter dem Namen August Fredrik Lindström in der einfachen Bürgerschicht Stockholms zur Welt und wurde sehr früh beim Dekorationsmaler Carl Grabow in die Lehre geschickt, wo er die Bekanntschaft des späteren Künstlers Björn Ahlgrensson machte. Während dieser Zeit arbeitete das Atelier Grabow vor allem in der Theaterdekoration, was bisweilen eine sehr eintönige Arbeit war. Im Alter von 18 Jahren entschloss sich Lindström daher eine Künstlerausbildung bei Richard Bergh an der Malerschule des Stockholmer Künstlerverbands zu machen. Unmittelbar nach dieser ersten Ausbildung ging Lindström an die Kunsthochschule Valand in Göteborg, wo er das Glück hatte Carl Larsson als Lehrer zu erhalten.

Nach seiner Ausbildung in Göteborg, setzte Fritz Lindström seine Studien erst in Kopenhagen und später in Paris fort. Als der Künstler im Jahre 1900 nach Schweden zurückkehrte, zog er in die Nähe Arvikas ins Värmland, wo sich bereits sein Freund Ahlgrensson niedergelassen hatte. Nur drei Jahre später schloss sich Lindström der dortigen Rackstadgruppen an und zog nach Rackstad, einem Ort, dem er künstlerisch über 50 Jahre lang treu bleiben sollte. Zahlreiche seiner Landschaftsbilder wurden am See Racken gemalt, der für den Künstler eine Inspirationsquelle war. Lindström war damit einer der wenigen schwedischen Künstler jener Zeit, die das Landleben nicht nur innerhalb der damaligen Modeerscheinung als Ideal für das künstlerische Schaffen betrachtete.

Auch wenn Fritz Lindström, der am 4. Januar 1962 in Arvika starb, heute vor allem für seine Landschaftsmalereien bekannt ist, so gelang es ihm während der ersten Jahre im Värnland kaum ein Gemälde zu verkaufen und die einzige Chance zum Überleben wurde die Porträtmalerei. Über 20 Jahre lang musste Lindström mit finanziellen Problemen kämpfen. Dass Lindströms Landschaftsmalerei gegen 1930 plötzlich bekannt wurde, war mehr einem Zufall zu verdanken, denn als der damalige Direktor des Stockholmer Nationalmuseums in Arvika eine Ausstellung eröffnete, entdeckte er die Landschaftsgemälde des Künstlers und zeigte sich begeistert. Der Kunstkenner hatte unmittelbar das einzigartige Schaffen Lindströms gesehen, eines Perfektionisten, der seine Landschaften gerne mit etwas roter Farbe leuchtender machte.


5. Juli 1568: Die erste bürgerliche Königin Schwedens: Karin Månsdotter
5. Juli 1793: Der schwedische Maler Alexander Roslin
5. Juli 1919: Karl Alfred Melin, der Dichter der Schären des Södermanlands
5. Juli 1942: Karin Swanström und der schwedische Film
5. Juli 1987: Eine Fokker F-28 landet auf dem Flughafen Emmaboda

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Donnerstag, 21. Mai 2015

Der schwedische Künstler Kurt Jungstedt

Kurt Jungstedt kam am 21. Mai 1894 in Stockholm als Sohn eines Regisseurs und einer Opernsängerin zur Welt und begann 1909 an der kunsthandwerklichen Tekniska Skolan zu studieren bevor er 1911 zur Malerschule Carl Wilhelmson wechselte um dort Malerei zu lernen. Von der traditionellen Malerei begann sich Jungstedt dann jedoch erst 1917 zu lösen, als er in Dänemark in der schwedischen Künstlerkolonie begann mit dem Kubismus zu experimentieren und sich dem Expressionismus öffnete und nach einem persönlichen Stil suchte.

Von Beginn an erwies sich jedoch auch, dass sich Karl Jungstedt nicht nur als Maler sah, sondern gleichzeitig als Dekorationsmaler und Illustrator. Dies zeigte sich deutlich im Jahre 1919, als Jungstedt in Skagen auf Evert Taube stieß für den er unmittelbar das Werk Sju sjömansvisor och Byssan Lull illustrierte. Diese Arbeit machte den Künstler unmittelbar als Buchillustrator bekannt und führte auch dazu, dass er zwei Jahre später, als er in Paris das Atelier von Carl Larsson übernahm, neben der Malerei, für Zeitungen zu arbeiten begann, Plakate malte und die Dekoration für August Strindbergs Advent im Djurgårdsteatern malte.

Als Dekorateur machte sich Kurt Jungstedt international bekannt als er 1928 an der Einrichtung der M/S Kungsholm und ein Jahr später an der M/S Drottningholm teilnahm, denn beide Schiffe gelten noch heute als die weltweit künstlerisch wertvollsten Schiffe Schwedens, die je gebaut wurden. Nach einem längeren Ausflug in die sensuelle Aktmalerei, die Jungstedt allerdings damals eher Kritik einbrachte, übernahm der Künstler das Atelier von Anders Zorn in Stockholm und malte dort seine bekanntesten Ölgemälde, die man heute in den größten Museen Schwedens finden kann. Seine Ölgemälde jener Zeit sind gleichzeitig Dokumente des früheren Stockholm, da Jungstedt vom Fenster aus einen Blick auf Skeppsbron und die Gamla stan hatte.


21. Mai 1085: Knut der Heilige verleiht Helsingborg die Stadtrechte
21. Mai 1742: Lars Roberg, der Gründer des Akademiska Sjukhuset
21. Mai 1751: Gudmund Jöran Adlerbeth und die gustavianische Epoche Schwedens
21. Mai 1800: Carl August Ehrensvärd, ein Admiral als Künstler
21. Mai 1875: Sophia Isberg, als Künstlerin bekannt als Jungfru Isberg
21. Mai 1949: Björn Ranelid, die Selbstüberzeugung in Person
21. Mai 1968: Der schwedische Künstler Bror Hjorth
21. Mai 1975: Marit Bergman und die Popkolonie für Mädchen
21. Mai 2010: Die schwedische Sängerin Anna-Lena Löfgren

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Montag, 18. August 2014

Ernest Thiel, Bankier und Kunstsammler

Ernest Thiel kam am 18. August 1859 als Sohn eines aus Belgien eingewanderten Maschinenbauingenieurs in Norrköping zur Welt und wurde von seinem Vater bereits im Alter von 15 Jahren nach Hamburg geschickt um bei der Norddeutschen Bank den Beruf eines Bankiers zu erlernen. Bei seiner Rückkehr nach Schweden im Jahre 1877 wurde er unmittelbar bei der Stockholms Enskilda Bank angestellt und lernte seinen späteren Geschäftspartner Knut Agathon Wallenberg kennen. Seine Kenntnisse und sein Gefühl für Geld brachten Thiel sehr schnell den erhofften Aufstieg und schon in den 80er Jahren war er einer der bekanntesten Bankiers Schwedens.

Ende der 80er Jahren, als die Stockholms Enskilda Bank mit dem Emissionshandel begann, begann auch seine ausgedehnte Partnerschaft mit Wallenberg. Die beiden Finanzgenies ergänzten sich und machten in wenigen Jahren enorme Gewinne. Zur Jahrhundertwende galt Thiel bereits als einer der reichsten Männer Schwedens. Allerdings waren die Geschäfte der beiden Partner nicht immer ganz lupenrein, denn sie nahmen auch ihre Konkurrenten mit Lügengeschichten aus und wurden wegen unseriösem Optionshandel mehrmals von den Medien kritisiert, aber Geld war den beiden Geschäftsmännern weitaus wichtiger als ein guter Ruf.

Während seiner Glanzzeit entwickelte sich Ernest Thiel auch zum Mäzen und erwarb Gemälde der bedeutendsten Maler Schwedens, unter anderem von Anders Zorn, Carl Larsson, Bruno Liljefors und Edvard Munch. Mit der Wirtschaftskrise ab dem Jahre 1920 ging es jedoch mit Thiel abwärts, da sein Imperium auf das Wirtschaftswachstum baute. Bereits 1924 waren aus dem Vermögen des Bankiers hohe Schulden geworden und er war gezwungen seine Kunstsammlung und sein luxuriöses Wohnhaus dem Staat zu verkaufen, der das Gebäude anschließend zur Thielska galleriet umwandelte. Den verbleibenden Gewinn aus dem Verkauf investierte Thiel in Mietwohnungen in Stockholm. Da die Mieteinnahmen jedoch nicht seinen üblichen Lebensstandard finanzieren konnten, starb der Bankier am 6. Januar 1947 verarmt und mit einem Gesamtkapital von 4245 Kronen.


18. August 1810: Die Bernadottes übernehmen die Macht in Schweden
18. August 1812: Der letzte Reichstag in Örebro
18. August 1951: Kaffeerationierung in Schweden
18. August 1956: Die Gründung des Samenrats in Karasjok 

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 16. Februar 2014

Die politisch satirische Zeitung Söndags-Nisse

Als am 16. Februar 1862 die politisch satirisch Wochenzeitung Söndags-Nisse erstmals erschien, hatten Gustaf Wahlbom als Verleger und Lorentz Reinhold Leonhard Götberg als Redakteur nicht nur die Presse Schwedens revolutioniert, sondern auch die erste illustrierte nordische Zeitung für Humor und Satire geschaffen bei denen die Illustrationen im Vordergrund standen, die zu Beginn zudem ohne jede Signatur veröffentlicht wurden, auch wenn man heute weiß, dass der Verleger und der Redakteur diese anfertigten.

Wahlbom und Götberg hatten die Idee für die Zeitung aus Amerika übernommen und sahen mit Söndags-Nisse die Möglichkeit auf ironische Weise aktuelles Zeitgeschehen an die Öffentlichkeit zu tragen, eine Methode, die der Zeitung sehr schnell zum Erfolg verhalf, wobei erstaunlich ist wie viele der „angesprochenen“ Themen noch heute, wenn auch auf modernere Weise, ihre Gültigkeit behalten haben und dem Leser das politische Denken aller Zeiten sehr deutlich näher bringen.

Die Zeitung Söndags-Nisse erschien von 1862 bis 1924 regelmäßig einmal die Woche und zog einige der bekanntesten Karikaturisten und Humoristen Schwedens an, allen voran Oskar Andersson, Frans Hodell und Hans Zetterström. Im Jahr 1924 vereinte sich Söndags-Nisse mit der humoristischen Zeitung Strix, die im Jahre 1897 entstanden war und unter seinen Autoren und Zeichnern Namen wie Gustaf Fröding, Verner von Heidenstam, Carl Larsson oder Bruno Liljefors zählte. Leider wurde die neue Zeitung Söndagsnisse-Strix dann im Jahre 1955 eingestellt. Eine kurze Auferstehung erlebte Nya Söndagsnisse-Strix nochmals als Beilage zum Grönköpings Veckoblad, das seinerseits im Jahre 1902 als Beilage zu Söndags-Nisse erschienen war. Wegen der schlechten finanziellen Lage wurde jedoch auch der Nya Söndagsnisse-Strix 2006 endgültig zu Grabe getragen.


16. Februar 1758: Der Kriegsheld Georg Carl von Döbeln
16. Februar 1869: Oscar Patric Sturzen-Becker, ein literarischer Revolutionär 
16. Februar 1880: Hjalmar Lundgren, Literatur und Lakalpatriotismus 
16. Februar 1895: Fredrik August Dahlgren, der schwedischen Sprachforscher 
16. Februar 1945: Rudolf Värnlund, der unverstandene Arbeiterliterat 
16. Februar 1957: Ingmar Bergmans Film „Das siebente Siegel“
16. Februar 1962: Das Kriegsschiff Vasa wird in Stockholm geborgen 
16. Februar 1969: Harry Hjörne rettet die GP (Göteborgs-Posten) 
16. Februar 1987: Carl von Linné ersetzt König Gustav II. Adolf 
16. Februar 1999: Björn Afzelius und die politische Kritik

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Montag, 24. September 2012

Carl Wilhelm Wilhelmson, der Maler des Bohuslän

Am 24. September 1928 starb der schwedische Maler Carl Wilhelm Wilhelmson in Göteborg, ein Künstler, der in Fiskebäckskil im Bohuslän aufwuchs und mit seinen Motiven diese steinige Landschaft und seine Menschen nie verlassen hat. Beim Betrachten seiner Bilder bekommt man daher nahezu den Eindruck bei jedem Pinselstrich die karge Landschaft zu entdecken, was sich selbst darin ausdrückt, dass Wilhelmson sehr wenig Farbe auflegte, so dass das Tuch bisweilen Teil eines Bildes wurde.

Carl Wilhelm Wilhelmson hatte sich bereits mit 14 Jahren entschieden Maler zu werden und nahm ab diesem Alter Kurse in Göteborg. Sobald er bei der Kunsthochschule Valand akzeptiert wurde, setzte er dort seine Studien fort und hatte das Glück auch Carl Larsson und Bruno Liljefors als Lehrer zu haben. Neben seinem Kunststudium ließ sich Wilhelmson allerdings gleichzeitig als Lithograf ausbilden, da die reine Kunst nicht unbedingt eine sichere Zukunft war.

Die Jahre zwischen 1890 und 1897 verbrachte Carl Wilhelm Wilhelmson in Spanien, Deutschland und Frankreich, wo er überwiegend als Lithograf arbeitete und seine relativ wenigen Bilder, die um diese Zeit entstanden, bei Kunstausstellungen unterbrachte. Der Erfolg kam dann in Paris, wo seine Bilder in den Salons beachtliches Aufsehen erregten. Zurück in Schweden entstanden dann, neben seiner Arbeit als Kunstlehrer in Göteborg und Stockholm, die eindrucksvollsten Werke des Künstlers, die fast immer das Bohuslän zum Thema hatten. Seine Portraits und Landschaftsbilder findet man in allen großen Kunstmuseen Schwedens, unter anderem in der Nationalgalerie in Stockholm und dem Kunstmuseum in Göteborg.


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Montag, 28. Mai 2012

Carl Larsson, der volksnahe Maler Schwedens

Ausschnitt aus dem Gemälde Ulf och Pontus, 1894, Kunstmuseum Göteborg

Am 28. Mai 1853 wurde Carl Larsson in Gamle Stan in Stockholm geboren, der vielleicht bekannteste Maler Schwedens, sicher aber der Maler, der seine Kunst auch dem nicht an Kunst interessierten Publikum am nächsten brachte. Auch heute noch haben seine Aquarelle mit dem schwedischen Familienleben nichts an ihrer Attraktion verloren, da sie einen Einblick in das Alltagsleben der Schweden des 19. Jahrhunderts bieten und in unzähligen Büchern mehrerer Länder abgebildet werden.

Carl Larsson wuchs in den einfachsten Verhältnissen auf, wobei seine Lehrer sehr früh seine Begabung entdeckten und ihm bereits als Dreizehnjährigem den Rat gaben die Aufnahmeprüfung in der Stockholmer Kunstschule zu machen. Da Carl Larsson jedoch keine Gönner hatte, musste er während seiner Studienzeit bei einem Fotografen Fotos retuschieren. Anschließend begann der Künstler Bücher zu illustrieren, da er von der Kunst als solches nicht leben konnte.

Die bekanntesten Werke von Carl Larsson entstanden im französischen Grez-sur-Loing, wo er die Künstlerin Karin Bergöö geheiratet hatte und rasch zu einer großen Familie kam die ihn zu unzähligen Familienporträts verführte. Zurück in Schweden setzte er dann mit dem Malen von einfachen Motiven in Stockholm fort, bis er 1886 Chef der Kunstschule des Göteborger Museums wurde. Diese Entwicklung bot Carl Larsson dann den Einstieg in die Monumentalmalerei in Gebäuden, wobei auch hier die simplen Motive vorherrschten, die ihn letztendlich in der ganzen Welt berühmt machten.


28. Mai 1914: Selma Lagerlöf, Mitglied der Svenska Akademien
28. Mai 1961: Die Skandale der Fotografin Elisabeth Ohlson Wallin 

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