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Samstag, 27. Januar 2018

Der schwedische Architekt Jonas Lidströmer

Jonas Lidströmer, der am 27. Januar 1808 in Stockholm starb, hatte eine für seine Zeit sehr ungewöhnliche Karriere als Architekt und Mechaniker gemacht, denn nach seiner Hochschulreife ging er 1775 an die Universität Uppsala um Priester zu werden. Sehr bald entdeckte er dort jedoch sein Interesse für die Mechanik und besuchte kaum noch theologische Kurse, sondern studierte Mathematik und Mechanik. 1781 verließ er die Universität dann jedoch ohne Abschluss und hoffte beim Bergkollegium als Mechaniker beschäftigt zu werden. Er scheiterte an seinem fehlenden Universitätsabschluss.

Dieses Scheitern war jedoch der Beginn seines Aufstiegs, denn Henrik af Chapman nahm den jungen Mann mit nach Karlskrona, wo er den Sohn der Werft unterrichten sollte, verhalf ihm dabei jedoch auch seine Fähigkeiten als Mechaniker in der Weft der Kriegsmarine zu zeigen. Nachdem Jonas Lidströmer dort nahezu unmittelbar eine Maschine schuf, die ebenso genial war wie die früheren Erfindung von Christoffer Polhem, wurde er unmittelbar von der Werft fest angestellt um in seinem Traumberuf tätig zu werden, dieses Mal ohne nach einem Universitätsabschluss gefragt zu werden.

Jonas Lidströmer entwickelte in den Folgejahren jedoch nicht nur zahlreiche Maschinen für die Kriegsmarine, sondern entwickelte auch eigene Eisengießmethoden, entwickelte ein Stahlschleifwerk und wurde als Architekt tätig.  Die Häfen in Halmstadt, in Helsingborg und die Nya Varvet in Göteborg wurden vollkommen nach seinen Plänen gebaut, da er als Architekt ebenso weitblickend war wie als Erfinder und für die Hafenanlagen extrem geschützte Stellen wählte und stabile Kaianlagen plante. Die Bedeutung Lidströmers, der am 23. April 1755 in Ljustorp zur Welt gekommen war, zeigt sich auch daran, dass die Bürgerschaft Stockholms seine Beerdigung in der Storkyrkan bezahlte und seiner Witwe eine lebenslange Pension zusprach.


27. Januar 1786: Der Kanzleipräsident und Politiker Joachim von Düben
27. Januar 1875: Das Svenska Teatern in Stockholm
27. Januar 1880: Der schwedische Künstler Frank Heyman
27. Januar 1937: Fred Åkerström, ein schwedischer Troubadour
27. Januar 1947: Björn Afzelius und politische Kritik
27. Januar 1959: Der schwedische Politiker Göran Hägglund
27. Januar 1977: Dagmar Hagelin verschwindet in Buenos Aires spurlos
27. Januar 2004: Ingrid Thulin, von Sollefteå nach Hollywood

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 3. September 2016

Der Chemiker und Erfinder Gustaf Erik Pasch

Gustaf Erik Pasch wurde am 3. September 1788 als Sohn eines Zimmermanns unter dem Namen Gustaf Erik Berggren in Norrköping geboren und nahm später den Familiennamen seines Stiefvaters an. Im Jahre 1806 begann Pasch ein Studium an der Universität Uppsala und wurde dort Hilfskraft bei Jacob Berzelius. Erst 1821 beendet Pasch sein Studium mit einem Magister, wurde im gleichen Jahr Hilfskraft beim Karolinska Institut und erhielt zwei Jahre später den Titel eines Professors, verbunden mit einem Lehrauftrag an der Vetenskapsakademin.

Der wissenschaftliche Aufstieg von Gustaf Erik Pasch, der am 6. September 1862 in Stockholm starb, ging rapide nach oben bis er sich 1851 dazu entschied seine gesamte Lehrtätigkeit aufzugeben. Parallel zu seiner Lehrtätigkeit beschäftigte sich Pasch jedoch auch mit der Verbesserung von Streichhölzern, denn auch wenn Berzelius bereits entdeckt hatte dass roter Phosphor ungefährlich war, im Gegensatz zum bis dahin bei Streichhölzern verwendeten gelben Phosphor, so arbeitete Pasch weiter an der Sicherheit von Streichhölzern, denn alle bis dahin entwickelten Streichhölzer hatten das Problem sich auch ungesteuert zu entzünden.

Im Jahre 1844 ließ sich Gustaf Erik Pasch dann seine Erfindung der Sicherheitsstreichhölzer patentieren und die Firma Bagges in Stockholm begann diese relativ teuren Streichhölzer zu produzieren. Allerdings sollte diese Erfindung keinen großen Erfolg bringen und acht Jahre später wurde die Produktion eingestellt, denn das Phosphor war schlechter Qualität und die Fläche an der sie entzündet wurden, nutzte sich zu schnell ab, zudem hatte Pasch Konkurrenz bekommen. Da auch die anderen Erfindungen Paschs keinen Erfolg brachten, starb er in großer Armut. Seine Erfindung der Sicherheitsstreichhölzer sollte jedoch nicht vergessen sein, denn die Brüder Carl und Johan Lundström hatten die Erfindung Paschs bereits verbessert und 1845 in Jönköping eine Streichholzfabrik gegründet, die die Sicherheitsstreichhölzer bald weltweit bekannt machte.


3. September 1686: Das schwedische Kirchengesetz und seine Bedeutung
3. September 1807: Elias Wilhelm Rudas Weg zur Literatur
3. September 1872: Der Erfinder Immanuel Nobel der Jüngere
3. September 1925: Der schwedische Künstler Bengt Lindström
3. September 1935: Die schwedische Skilegende Assar Rönnlund
3. September 1942: Schweden unterstützt das geplünderte Norwegen
3. September 1949: Vilhelm Ekelund, zwischen Poesie, Prosa und Philosophie
3. September 1967: Die Einführung des Rechtsverkehrs in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 14. Mai 2016

Der Ingenieur und Erfinder Ernst Alexanderson

Auch wenn Ernst Alexanderson überwiegend in den USA lebte und am 14. Mai 1975 auch in Schenectady bei New York starb, so zählt er als einer der bedeutendsten Erfinder und Ingenieure Schwedens, der in Schweden auch ein deutlich sichtbares Vermächtnis hinterlassen hat, nämlich das Weltkulturerbe Grimeton bei Varberg, das 1925 von RCA (Radio Corporation America) geliefert wurde, jedoch von Alexanderson aufgebaut wurde. Wie hoch geschätzt der Ingenieur in Schweden ist,  kann man auch daran erkennen, dass er 1949 den Ehrendoktor der KTH (Königliche Technische Hochschule) in Stockholm verliehen bekam.

Ernst Alexanderson war am 25. Januar 1878 als Sohn eines Professors der Universität Uppsala in Uppsala zur Welt gekommen und studierte, nach seiner Hochschulreife in Lund, an der Tekniska Högskolan KTH in Stockholm Ingenieurwissenschaften. Nach seinem Diplom als Ingenieur ging Alexanderson im Jahre 1900 für ein Jahr an die Technische Hochschule in Berlin um dort seine Ausbildung mit einem Elektronikstudium zu vollenden. Nur ein Jahr später wanderte der Ingenieur in die USA aus und entwickelte sich dort zu einem der bedeutendsten Erfinder seiner Zeit.

Ernst Alexanderson registrierte in den USA insgesamt 345 Patente, das letzte noch im Alter von 89 Jahren. Der Ingenieur gehört mit zu jenen Personen, die bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Gesellschaft revolutionierten, unter anderem durch die Erfindung eines Hochfrequenzgenerators, der die Grundlage für den Rundfunk und das spätere Fernsehen legte. Alexanderson zählt bis heute zu den wenigen Personen, die die Entwicklung der Elektronik in zahlreichen Bereichen revolutionierten, da er sich, im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen, nicht auf einen Bereich spezialisierte, sondern überlegte in welchen unterschiedlichen Bereichen die Elektronik sinnvoll eingesetzt werden kann. So schuf Alexanderson auch noch vor dem Zweiten Weltkrieg einen Elektromotor zum Antrieb von Fahrzeugen.


14. Mai 1670: Pehr Lennartsson Ribbing widersetzt sich der königlichen Macht
14. Mai 1860: Der schwedische Künstler Bruno Liljefors
14. Mai 1912: August Strindberg, der schwedische Schrifststeller der Konflikte
14. Mai 1931: Todesschüsse in Ådalen ändern die Geschichte Schwedens
14. Mai 1959: Schweden führt die allgemeine Zusatzpension ATP ein
14. Mai 1981: Die Schwedische Zeichensprache wird offiziell anerkannt
14. Mai 2011: Birgitta Trotzig, Schuld und Befreiung im Glauben

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 5. Mai 2015

Der schwedische Erfinder Lars Magnus Ericsson

Lars Magnus Ericsson kam am 5. Mai 1846 auf dem Bauernhof Nordtomta in Värmskog im Värmland zur Welt. Da der Vater bereits starb als der Junge elf oder zwölf Jahre alt war, musste er sehr früh zu arbeiten beginnen, unter anderem im Bergwerk und als Eisenbahnbauer. Da sich Ericsson jedoch eine bessere Zukunft erhoffte als auf dem Lande in Värmland, sparte er so viel Geld wie möglich und konnte sich 1867 den Aufbruch nach Stockholm leisten. Dort wurde der spätere Erfinder bei Öller & Co. angestellt, einer Firma,die Telegrafenanlagen herstellte. Auf Grund seiner guten Leistungen in der Firma, erhielt Ericsson sechs Jahre zwei Stipendien um die modernsten Techniken der Telegrafie in Deutschland und der Schweiz zu studieren.

Als Lars Magnus Ericsson 1876 nach Schweden zurückkehrte, gründete er mit einem Arbeitskollegen des Unternehmens Öller & Co. eine kleine mechanische Werkstatt, die anfangs mechanische und mathematische Geräte herstellte, jedoch bald dazu überging Telefonapparate zu bauen. Durch eine Zusammenarbeit mit Stockholms allmänna telefonaktiebolaget ab 1883 wuchs das kleine Unternehmen des Erfinders in unglaublicher Geschwindigkeit und der Grundstock der Telefon AB L. M. Ericsson wurde gelegt, die weltweit Telefone verkaufen sollte.

Während die ersten Telefone, die Lars Magnus Ericsson herstellte, noch den Geräten von Siemens ähnelten, verbesserte der Erfinder die Technik in den folgenden Jahren bedeutend und 1885 entstand dann ein Telefon bei der Ericsson ein Mikrofon mit dem Hörteil eines Telefons verband, eine Erfindung, die Ericsson im Jahre 1895 patentieren ließ und die Vorlage aller späteren Telefone wurde. Um diese Zeit war die kleine Zwei-Personen-Werkstatt zu einem Unternehmen gewachsen, das 500 Angestellte hatte und in einem Jahr über 17.000 Telefonapparate herstellte von denen die absolute Mehrheit in den Export ging. Das Geburtshaus Ericsson, der am 17. Dezember 1926 in Botkyrka bei Stockholm starb, ist heute ein Museum, das an den großen Erfinder des Landes erinnert.


5. Mai 1745: Carl August Ehrensvärd, ein Admiral als Künstler
5. Mai 1787: Casten Rönnow und das älteste Herbarium Schwedens
5. Mai 1816: Wilhelm Erik Svedelius, der erste Staatswissenschaftler Schwedens
5. Mai 1862: Carl August Adlersparre, vom Dichter zum politischen Schriftsteller
5. Mai 1912: Die Olympischen Spiele in Stockholm
5. Mai 1939: Schweden und die Rechte der Frau
5. Mai 1984: Herreys, Schwedens erste Boyband, gewinnt den ESC

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Mittwoch, 28. Mai 2014

Der schwedische Erfinder Carl Richard Nyberg

Carl Richard Nyberg kam am 28. Mai 1858 in Arboga zur Welt und wuchs in relativ armen Verhältnissen auf. Da der Vater sehr früh starb, begann Nyerg daher mit 14 eine Ausbildung als Goldschmied, die er allerdings bereits drei Jahre später beendete um bei einem Onkel in Stockholm in einer mechanischen Werkstadt zu arbeiten. Nachdem er einige Jahre lang Erfahrungen mit den verschiedensten Metallarbeiten gewonnen hatte, wechselte Nyberg zur Erikson Mechanische Werkstatt, ebenfalls in Stockholm, und begann dort in der Abteilung für Benzin- und Ölküchen zu arbeiten.

Bei Erikson entwickelte sich bei Carl Nyberg das Bestreben herkömmliche Techniken zu ersetzen und er verwandelte sich in einen Erfinder. Seine erste bahnbrechende Schöpfung war eine Lötlampe mit der man zuverlässige Arbeiten ausführen konnte, was für ein Unternehmen, das auf den Bau von Dampfern spezialisiert war, von größter Bedeutung war. Im Jahr 1881 beantragte Nyberg das Patent auf seine Erfindung und nur ein Jahr später machte er sich selbständig, auch wenn der Markt mit Lötlampen um diese Zeit noch relativ beschränkt war und der Erfinder sehr schnell zusätzliche Produkte erfinden musste um überleben zu können.

Ab 1891 ging es für Carl Richard Nyberg dann aufwärts, da man seine ursprüngliche Erfindung auch für die Lampentechnik, die Herstellung von Spirituskochern und anderem mehr verwenden konnte. 1913 hatte sein Unternehmen bereits etwa 200 Angestellte und gehörte damit zu den bedeutendsten Firmen Schwedens. Parallel zu seinem Unternehmen beschäftigte sich Nyberg mit Dampfmaschinen, der Entwicklung von Fahrzeugpropellern und dem Bau von Flugzeugen, was ihm den Namen Flyg-Nyberg (Flug-Nyberg) einbrachte. Auch wenn seine Hubschrauber und Flugzeuge nie für den Personenflug eingesetzt wurden, so sind seine Forschungen zur Aerodynamik noch heute von weittragender Bedeutung in der Flugtechnik und beim Bau von Windkraftwerken. Dass Nyberg mit seinen Erfindungen begrenzt war, lag insbesondere daran, dass seine Ideen zu innovativ waren und er daher weder von der Regierung noch vom König finanziell unterstützt wurde.


28. Mai 1853: Carl Larsson, der volksnahe Maler Schwedens
28. Mai 1914: Selma Lagerlöf wird Mitglied der Svenska Akademien
28. Mai 1961: Die Skandale der Fotografin Elisabeth Ohlson Wallin
28. Mai 1999: Die Malexandermorde ändern das schwedische Rechtssystem 

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 9. Mai 2014

Der schwedische Erfinder Gustaf de Laval

Gustaf de Laval kam am 9. Mai 1845 in Orsa in Dalarna zur Welt, legte 1863 seine Hochschulreife an der Universität Uppsala ab und studierte dort anschließend drei Jahre lang Mechanik. Nachdem de Laval dann zwei Jahre lang im Kupferbergbau gearbeitet hatte, kehrte er zurück nach Uppsala und legte dort im Jahre 1872 seinen Doktor in Philosophie ab. Auch wenn Gustaf de Laval um diese Zeit bereits einige Erfindungen gemacht hatte, begann er erst anschließend geradezu unermüdlich an ständig neuen Erfindungen zu arbeiten.

Da sich Gustaf de Laval als angestellter Ingenieur in Falun unbefriedigt fühlte, ging der Erfinder 1877 ganz nach Stockholm und entwickelte sich dort zum eventuell produktivsten Erfinder Schwedens, auch wenn de Laval die Nachteile hatte, dass er auch utopische Visionen hatte, die er nie realisieren konnte und dass er keinerlei Verhältnis zu Geld hatte, was seine Tests mit den Erfindungen manchmal problematisch machte. Dennoch gelangen ihm einige der bedeutendsten Erfindungen seiner Zeit, die noch heute weiterleben. Es handelt sich dabei insbesondere um die Dampfturbine, die Milchzentrifuge und die Lavaldüse, die noch heute in der Raketentechnik angewandt wird.

Die Bedeutung von Gustaf de Laval kann man ermessen, wenn man bedenkt, dass er während seines Lebens 37 verschiedene Firmen gründete und 93 schwedische Patente besaß. Da der Erfinder jedoch unfähig war mit Geld umzugehen und er teilweise sehr teure Entwicklungen realisierte, benötigte er in seinen Unternehmen immer wieder Partner, die seine Erfindungen auch vermarkten konnten. Aber auch das half de Laval nicht bei seinen persönlichen finanziellen Schwierigkeiten, denn bei seinem Tod musste seine Ehefrau noch wegen der Erbschaft den persönlichen Konkurs anmelden.


9. Mai 1767: Der Uhrmacher Jean Fredman bleibt der Nachwelt erhalten
9. Mai 1945: Beda Hallberg und der Kampf gegen die Tuberkulose
9. Mai 1947: Penicillin in Schweden
9. Mai 2006: TV6, der Fernsehkanal für Männer bis 45

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 24. März 2014

Der Erfinder Immanuel Nobel der Jüngere

Immanuel Nobel wurde am 24. März 1801 in Gävle geboren.Sein Vater wollte ihm ursprunglich eine Ausbildung zum Arzt finanzieren, aber die finanziellen Möglichkeiten waren zu beschränkt, so dass Nobel, der seine Schulbildung nur vom Vater erhalten hatte, mit 14 Jahren zur See gehen musste. Als er vier Jahre später wieder abmusterte, begann er eine Ausbildung als Baumeister. Ab 1819 studierte Nobel Architektur in Stockholm, was möglich war, da er mehrere Stipendien erhielt und gleichzeitig Zeichnungen in Auftrag nahm.

Nach Abschluss seines Studiums gründete Immanuel Nobel ein Bauunternehmen in Stockholm, wobei sich in dieser Zeit auch sein Einfallsreichtum als Erfinder zeigte. Allerdings gelang es ihm weder seine ersten drei Erfindungen patentieren zu lassen, noch war er Kaufmann genug um sein Bauunternehmen über Wasser zu halten, denn 1833 musste Nobel den Konkurs beantragen. Da die Gläubiger Nobel immer mehr unter Druck setzten, ging er erst ein Jahr nach Finnland, später nach Sankt Petersburg, wo er eine mechanische Werkstadt gründete und, unter anderem, mit Sprengmitteln experimentierte, eine Tätigkeit, die später seinen Sohn Alfed Nobel weltberühmt machte.

Da jedoch auch der Zar Immanuel Nobel kaum beachtete und ihm nahezu jede Unterstützung verweigerte, musste der Erfinder 1859 erneut einen Konkurs beantragen und er kehrte zurück nach Schweden. Zurück in Stockholm gründete Immanuel Nobel die Fabrik Heleneborg wo er, zusammen mit seinen Söhnen Alfred und Emil mit Nitroglycerin experimentierte. Drei Jahre später wurde dann das sogenannte „Nobels Sprengöl“ im Bergbau eingesetzt. Auch wenn Immanuel Nobel zahlreiche bedeutende Erfindungen machte, so werden seine Leistungen von jenen seines Sohnes überschattet. Nobel starb am 3. September 1872 auf Heleneborg.


24. März 1381: Katarina von Vadstena und der Namenstag Karins 
24. März 1817: Fritz von Dardels schwedische Kulturgeschichte 
24. März 1948: Sigrid Hjertén, Malen bis zur Psychose
24. März 1975: Streik der Waldarbeiter in Schweden
24. März 1979: Die regionale schwedische Skånepartiet (Schonenpartei)
24. März 2005: Mare Kandre und der moderne Frauenroman Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 4. August 2013

Der schwedische Erfinder Bo Kalling

Auch wenn der am 4. August 1892 in Stockholm geborene Ingenieur Bo Kalling den meisten Schweden kein Begriff ist, haben seine Erfindungen eine große Rolle für die Industrie Schwedens gespielt, wobei hierbei natürlich auch die Studienwahl des Grafen bedeutend war, denn im Jahre 1914 machte er an der Königlichen Technischen Hochschule in Stockholm sein Examen als Bergingenieur und hatte sich dabei auf die Metallurgie spezialisiert.

Zwischen 1914 und 1924 erwarb der Ingenieur Bo Kalling seine praktische Erfahrungen erst im Eisenwerk Domnarvets Jernverk und anschließend bei der AB Ferrolegeringar in Trollhättan. Als Kalling dann 1924 bei der Avesta Jernverks AB begann, konnte der Ingenieur seine Kenntnisse erstmals wirklich anwenden und aus dem Ingenieur entwickelte sich ein Erfinder, denn innerhalb der nächsten sieben Jahre entwickelte er nicht nur einen neuen Schmelzprozess für Eisenpilz, sondern er entwickelte auch Methoden, die es erlaubten rostfreien und säurebeständigen Stahl herzustellen.

Auf Grund dieser Erfindungen wurde Bo Kalling 1931 eine Professur in Metallurgie angeboten, die er allerdings nur neun Jahre lang wahrnahm, da er seine Bestimmung in den Eisenwerken sah und der Entwicklung von neuen zukunftsweisenden Methoden. Ab 1940 entwickelte er dann Verfahren zur Gewinnung von Nickel, Blei und einigen anderen Metallen bis er dann in den 40er Jahren als technisch-wissenschaftlicher Direktor der Stora Kopparbergs Bergslags AB für das Domnarvets Jernverk das Kaldo-Verfahren entwickelte, das von seinem Namen die drei Buchstaben „Kal“ und vom Eisenwerk die Buchstaben „do“ erhielt, ein Verfahren, das eine Revolution in der Eisengewinnung ausmachte.


4. August 1912: Raoul Wallenberg, ein schwedischer Held 
4. August 1979: Der Stockholm Marathon wird zum Erfolg

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 12. März 2013

Oscar Hedström und die Erfolgsmotorräder der USA

Oscar Hedström wurde am 12. März 1871 in Åkarp im Småland geboren. Bereits mit neun Jahren wandere der Junge mit seinen Eltern in die USA aus und fand in Brooklyn, New York, eine neue Heimat. Sein größtes Hobby war bereits in frühen Jahren das Fahrrad, wobei es Hedström nicht nur Spaß machte die Stadt per Fahrrad zu erkunden, sondern er interessierte sich auch für die technische Konstruktion der Räder. Als er dann während seiner Lehre bei einem Uhrmacher auch noch lernte mit Feinwerkzeug umzugehen, wuchs seine Idee selbst Fahrräder herzustellen.

In seiner Freizeit baute Oscar Hedström seine Kenntnisse über Fahrräder aus und sehr bald konstruierte er eigene Fahrräder, die weitaus leichter und haltbarer waren als die bis dahin angebotenen Räder. Um die Geschwindigkeit zu erhöhen, versah er seine Tandems bald mit einem Benzinmotor und noch etwas später auch die einfacheren Fahrräder. Da seine Motoren weitaus haltbarer waren als die der Konkurrenten, hatte er bald einen guten Ruf in den USA. Dies führte dazu, dass Hedström vom Rennfahrer George Hendee, der mittlerweile ebenfalls Fahrräder herstellte und als Sponsor für Rennen auftrat, gebeten wurde einen Prototyp für ein neues motorisiertes Fahrrad zu entwickeln, also für ein erstes Motorrad.

Die Zusammenarbeit zwischen Oscar Hedström und George Hendee führte sehr bald zur Gründung der Firma Indian Motocycle Company, die auf Grund ihrer Qualität und der ständig neuen Geschwindigkeitsrekorde, die sie mit ihren Motorrädern vorlegen konnten, zum größten Hersteller amerikanischer Motorräder wurde und allein 1913 über 30.000 Fahrzeuge auslieferte. Bis 1916 wurde jedes Motorrad der Firma mit dem von Hedström konstruierten Motor ausgeliefert, wobei in dieser Zeit auch zahlreiche andere Hersteller zum Hedström-Motor griffen, da dieser zuverlässig war und eine sehr hohe Leistung brachte.


12. März: Kronprinzessin Victoria hat Namenstag 
12. März 1882: Victoria, der verschobene schwedische Namenstag
12. März 1945: Leif GW Persson, ein Kriminologe als Autor von Kriminalromanen

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 29. Dezember 2012

Der schwedische Erfinder Martin Wiberg

Am 29. Dezember 1905 starb der schwedische Erfinder Martin Wiberg in Stockholm, ein Tüftler, dessen größte Erfindung eine Rechenmaschine war, die zwar nach dem gleichen Prinzip wie jene von Charles Babbage und Georg Scheutz arbeitete, die jedoch auch die Logarithmentafeln berechnen und ausdrucken konnte und daher internationale Aufmerksamkeit erregte. Sehr schnell wurden die Tabellen auch in Englisch, Deutsch und Französisch herausgegeben, Tabellen, die heute noch angewendet werden, da sie auch die Basis für die Berechnungen eines Computers sind.

Martin Wiberg, der in Lund Philosophie studiert hatte, entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Erfinder Schwedens des 19. Jahrhunderts, denn er entwickelte einen Apparat mit dem man die Geschwindigkeit eines Zuges messen konnte, eine andere mit der man Pflanzen vom Boden des Meeres sammeln konnte, eine Maschine für die Herstellung von Streichholzschachteln und eine Setzmaschine für den Buchdruck, um nur einige der Erfindungen zu nennen, die selbst bei den damaligen Weltausstellungen auf ein großes Interesse stießen.

Aber auch wenn die meisten Erfindungen von Martin Wiberg, der am 4. September 1826 in Viby in Skåne geboren worden war, einen industriellen Fortschritt bedeuteten, so stieß er auch an manche Grenzen, denn seine Farbtonoper wurde durch den Tod von Alfred Nobel verhindert und seine Idee gewisse Krankheiten mit Hilfe von Licht zu heilen wurde von Medizinern als unsinnig betrachtet, da diese der Meinung waren, dass ein Nichtmediziner von dieser wissenschaftlichen Materie die Finger lassen sollte, da Wiberg von Krankheiten keine Ahnung habe. Heute weiß man, dass gewisse Krankheiten mit der Lichteinstrahlung zusammenhängen können und die Mediziner jener Zeit im Irrtum waren..


29. Dezember 1999: Das Museum Tre Kronor in Stockholm

Copyright: Herbert Kårlin