Montag, 12. Januar 2015

Der schwedische Schriftsteller Jeremias i Tröstlösa

Der Schriftsteller Jeremias i Tröstlösa wurde unter dem Namen Levi Eriksson am 12. Januar 1868 in Almby bei Örebro geboren und änderte seinen Familiennamen Eriksson später in Rickson. Zum Pseudonym Jeremias i Tröstlösa kam der Dichter als er innerhalb weniger Minuten einen Namen finden musste den die Zeitung für die er um diese arbeitete unter eines seiner Gedichte setzen sollte. Nach der Veröffentlichung des Gedichtes war es jedoch nicht mehr sinnvoll einen anderes Pseudonym zu finden. Jeremias i Tröstlösa passte vom Namen her zwar zu seinem Gedicht Ja ä så ledsen, aber letztendlich blieb dies der Name unter dem der Schriftsteller wirklich bekannt wurde.

Levi Rickson, alias Jeremias i Tröstlösa, begann bereits sehr früh Gedichte und einfachere Prosa zu schreiben, denn bereits als Schüler in Örebro war er Mitglied der Literaturvereinigung Brage. Nach seiner Hochschulreife begann Rickson bei der Tageszeitung Nerikes Allehanda zu arbeiten, der er anschließend 26 Jahre die Treue hielt. Während dieser Zeit veröffentlichte der Dichter, der die ersten Jahre überwiegend humoristische Gedichte im lokalen Dialekt schrieb, in der Zeitung in der er als Journalist tätig war, was ihn auch im Raum Örebro zum Ruf eines Lokaldichters verhalf.

Als Jeremias i Tröstlösa im Jahre 1916 die Nerikes Allehanda verließ, widmete er sich nicht nur ganz der Schriftstellerei, sondern er begann seine Gedichte auch in Hochschwedisch zu schreiben um ein breiteres Publikum anzusprechen. Die Stärke des Dichters, dessen Werke teilweise auch von vertont wurden, war allerdings die Mundart, denn die späteren Werke wirken eher konstruiert als gefühlt. Die Schreibstube Ricksons, der am 29. November 1967 in Örebro starb, findet man heute im Freilichtmuseum Wadköping, denn man sagt, dass zahlreiche seiner Gedichte im Obergeschoss der dortigen Jeremiastugan entstanden. Dies ist auch der Grund, warum die einstige Bäckerei nach dem Dichter benannt wurde.


12. Januar 1528: Gustav Vasa, der berühmteste König Schwedens 
12. Januar 1726: Das Konventikelplakatet verbietet freireligiöse Treffen
12. Januar 1726: Religiöse Treffen werden in Schweden verboten
12. Januar 1783: Erik Gustaf Geijer, der nationalistische Dichter Schwedens
12. Januar 1818: Der schwedische Bischof Johan Wingård stirbt in Göteborg
12. Januar 1854: Der schwedische Künstler Hugo Birger kommt zur Welt
12. Januar 1868: Der schwedische Schriftsteller Jeremias i Tröstlösa
12. Januar 1913: Der schwedische Ingenieur Gustaf Nerman stirbt in Uppsala
12. Januar 1938: Der Schauspieler Gösta Ekman wird in Stockholm beerdigt
12. Januar 1966: Gunnar Ekelöf erhält den Literaturpreis des Nordischen Rates

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 11. Januar 2015

Der schwedische Architekt Aron Johansson

Aron Johansson kam am 11. Januar 1860 als Sohn eines landwirtschaftlichen Pächters zur Welt und hatte das Glück dass der regionale Regierungspräsident J. A. Tornérhielm sehr früh die künstlerische Neigung Johanssons entdeckte und daher für eine gediegene Schulbildung des Jungen sorgte, die diesem anschließend ein Kunststudium ermöglichte. Da die Eltern Johanssons 1877 nach Amerika auswanderten, war der zukünftige Architekt sehr früh auf sich selbst gestellt und auf die finanzielle Hilfe anderer angewiesen.

Als Tornérhielm starb, übernahm vor allem der Gönner James Dickson aus Göteborg die Ausgaben für die Bildung von Aron Johansson, schickte ihn 1876 an die Schule für Kunsthandwerk Chalmers und finanzierte ihm fünf Jahre später auch die Ausbildung an der Kunstakademie in Stockholm, die Johansson mit großem Erfolg beendete. Bevor Johansson dann mit dem Bau des Reichstagsgebäudes endgültig den Durchbruch hatte, unternahm er noch Studienreisen nach Deutschland, Frankreich und Spanien um sich mit der dortigen Baukunst vertraut zu machen.

Die große Chance kam für Aron Johansson als ihn Helgo Zettervall als Assistenten für den Bau des Reichstagsgebäudes in Stockholm anstellte, dann jedoch auf Grund der auftauchenden Probleme auf den Bau verzichtete und Johansson mit der Verwirklichung des Mammutprojektes beauftragt wurde. In den Folgejahren wurde Johansson dann mit zahlreichen Monumentalgebäuden, unter anderem dem Bau von Bankhäusern, betraut, da es ihm gelang die Nationalromantik mit der neoklassischen Architektur zu verbinden, einer der Gründe, warum man in mehreren seiner bedeutendsten Gebäude auch Elemente aus der Renaissance und dem Barock entdecken kann.


Aron Johansson starb am 2. April 1936 im Alter von 76 Jahren und lebt in zahlreichen Gebäuden Schwedens weiter. Am Reichstagsgebäude in Stockholm findet man auch sein Profil in Stein.

11. Januar 1436: Erich von Pommern im Kampf gegen die Hanse 
11. Januar 1732: Peter Forsskål, ein Vorreiter des schwedischen Liberalismus
11. Januar 1877: Oskar Andersson, der erste Comiczeichner Schwedens 
11. Januar 1905: Das Reichstagsgebäude in Stockholm wird eingeweiht 
11. Januar 1936: Deutsche Nazigruppe wird aus Schweden ausgewiesen 
11. Januar 1985: Henry Olsson und die wissenschaftliche Literaturgeschichte

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Samstag, 10. Januar 2015

Adolph Ribbing und der Mord an Gustav III.

Adolph Ribbing, nach einem Namenswechsel Adolph de Leuven, wurde am 10. Januar 1765 in Stockholm geboren und verbrachte den größten Teil seiner Kindheit mit seinen Eltern am Hof von Lovisa Ulrika, wobei seine Mutter sowohl am Hofe als auch in Stockholm einen etwas zweifelhaften Ruf hatte. Im Alter von 12 Jahren schloss sich Ribbing als Fähnrich der Infanterie an, wurde auf Grund der Beziehungen seiner Mutter zur militärischen Ausbildung nach Berlin und nach Paris geschickt, um dann bereits 1785 zum Leutnant ernannt zu werden.

Die Einstellung von Adolph Ribbing zu Gustav III. war von der Kindheit sehr angespannt und beeinflusst von Lovisa Ulrika und seiner Mutter, die kurze Zeit ein engeres Verhältnis mit dem König gehabt hatte. Als der König, aus politischen und wirtschaftlichen Gründen, dann auch noch seine Geliebte Charlotta Eleonora de Geer mit Hans Henrik von Essen verheiratete, wurde die Abneigung zum Hass. Als Ribbing dann letztendlich auch den Verlobten zum Duell herausforderte und diesen dabei leicht verletzte, war der Bruch zwischen Gustav III. und Ribbing auf dem Höhepunkt angekommen, denn diese Herausforderung wurde um diese Zeit einer Majestätsbeleidigung gleichgesetzt.

Dieses Duell führte allerdings nur dazu, dass der König Adolph Ribbing als Kommandanten der Vaxholms fästning einsetzte, was Ribbing jedoch als Beleidigung betrachte und ihn dazu veranlasste den Militärdienst zu verlassen. Als Ribbing 1792 Claes Fredrik Horn und Jacob Johan Anckarström traf, wurde er einer der maßgeblichen Hintergrundmänner beim Komplott gegen Gustav III., auch wenn über die Rolle der einzelnen Attentäter bis heute wenig bekannt ist. Während des Maskenballs an dem die Schüsse auf den König abgegeben wurden, war Ribbing anwesend, jedoch weit vom Geschehen entfernt. Als er jedoch denunziert wurde, gab er seine Teilnahme am Komplott zu, wurde zum Tode verurteilt und er verlor seinen Adelstitel. Adolph Ribbing hatte jedoch erneut Glück, denn die Todesstrafe wurde in eine Landesverweisung verwandelt, was dazu führte dass Ribbing den Rest seines Lebens überwiegend in Frankreich verbrachte, wo er auch am 1. April 1843 im Alter von 78 Jahren starb.


10. Januar 1778: Carl von Linné, der Botaniker Schwedens
10. Januar 1790: Anders Abraham Grafström, der religiöse Skalde
10. Januar 1800: Lars Levi Læstadius, der Apostel der Samen
10. Januar 1892: Der schwedische Skulpteur Carl Johan Dyfverman 
10. Januar 1904: Erste schwedische Antarktisexpedition 
10. Januar 2010: Ein Selbstmord nach dem Helénmord in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 9. Januar 2015

Die neue schwedische Kupferkompanie

Bereits ab 1580 hatte der schwedische König in Bergslagen den Handel mit Eisen und Kupfer reglementiert und die Aufkäufer der Ware bestimmt. Allerdings musste diese ersten Bestimmungen auf Grund der Kriege und der schlechten finanziellen Lage Schwedens sehr bald wieder aufgehoben werden und erst Gustav II. Adolf legte dann am 21. Dezember 1619 erneut klare Regeln über den schwedischen Handel mit Kupfer fest. Um den gewinnträchtigen Handel mit der Ware in festen Händen zu behalten, gründete der König daher die sogenannte äldre kopparkompaniet, die ältere Kupferkompanie.

Diese Handelsgesellschaft, die auch Waren, insbesondere Waffen, nach Stockholm importierte, stand jedoch ebenfalls auf schlechten Beinen, da das Kapital der Kompanie unzureichend war und als Kupfer dann auch noch an Wert verlor, musste diese erste Kupferkompanie 1628 wieder aufgelöst werden. Der König musste die gesamten Schulden übernehmen, konnte jedoch die Gläubiger nicht bezahlen und vergab daher Güter an sie mit Hilfe deren sie dann wieder an ihre Einlagen kamen, und teilweise auch einen hohen Gewinn machen konnten.

Natürlich war damit die Idee einer Kupferkompanie nicht begraben, denn als die schwedische Krone 1635 ein holländisches Unternehmen fand, das am Import von schwedischem Kupfer interessiert war, entstand am 9. Januar 1636 die neue Kupferkompanie. Im Vertrag wurde sowohl die Menge des jährlich zu importierenden Kupfers und dessen Preis festgelegt. Aber obwohl der König dieses Mal sogar die Einlagen, die die Oberstatthalter und Kollegienmitglieder leisten mussten, festlegte, kam dieses Handelsunternehmen nur sehr schleppend in Gang, denn Kupfer hatte nicht mehr  die Bedeutung von früher und die Wahl von Arvika als Handelsplatz zeigte sich geradezu als schädlich. Drei Jahre lang konnte die Handelskompanie dennoch aufrecht gehalten werden bis die Teilhaber im Jahre 1638 die Auflösung der Gesellschaft forderten. Ab 1. Januar 1693 wurde dann der Kupferhandel in Schweden frei gegeben, da das Königshaus und die reiche Schicht Schwedens keine finanzielle Zukunft in diesem Handel sahen.


9. Januar 1202: Birger Brosa unter Knut Eriksson und Sverker den yngre 
9. Januar 1811: Desideria von Schweden, eine Kaufmannstochter wird Königin 
9. Januar 1897: Die schwedische Künstlerin Tyra Lundgren 
9. Januar 1900: Der Lorensbergs Cirkus in Göteborg brennt
9. Januar 1939: Annette Kullenberg, die Schriftstellerin mit der spitzen Zunge 
9. Januar 1954: Der Frachtdampfer Nedjan sinkt bei Eggegrund 
9. Januar 1969: Moderaterna, von extrem rechts zur Mitte

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 8. Januar 2015

Briefzensur in Schweden

Die Geschichte Schwedens während des Zweiten Weltkriegs wird bis heute kaum behandelt, da man ungern über „jüdische Pässe“, „Lager“ oder auch „deutsche Truppentransporte“ innerhalb Schwedens Grenzen sprechen will. Noch weniger findet man in schwedischen Büchern über die Briefzensur, die das Parlament bereits ab dem 8. Januar 1940 genehmigte, neben dem Recht im Bedarfsfall Privatfahrzeuge der Bürger zu beschlagnahmen. Vor allem die Briefzensur ist im Grunde eine etwas heiße Angelegenheit, da König und Regierung meinungsmäßig auf der Seite Hitlers standen und die Neutralität vor allem deswegen gewählt wurde um weiterhin Eisen nach Deutschland und Kugellager nach England liefern zu können.

Ob die Akten über die am 8. Januar 1940 eingeführte Briefzensur nach Ende des Weltkriegs je an die Öffentlichkeit gelangt wären, ist heute nicht mehr zu beurteilen, denn um diese Zeit war eine bekannte Schriftstellerin Schwedens in der sogenannten snuskavdelningen beschäftigt, die später von ihren Erfahrungen berichtete, nämlich Astrid Lindgren. Während eines Radiointerviews im Jahre 1993 erzählte Lindgren sehr ausführlich von ihrer damaligen Arbeit und das vom Staat lang gehütete Geheimnis trat damit an die Oberfläche.

Wie umfassend allerdings die Briefzensur war, ist bis heute nicht ganz geklärt, denn sicher ist nur, dass jedes Propagandamaterial von und und nach Deutschland kontrolliert wurde und jeder Brief, der an Konsulate und Botschaften anderer Länder gerichtet war erst über den Tisch des schwedischen Geheimdienstes ging. Die Briefzensur war jedoch nur der Beginn der Überwachung und der Steuerung der schwedischen Meinungsbildung, denn ein Jahr später wurde auch die Pressefreiheit massiv eingeschränkt und das Verbreiten jeder Nachricht die dem Land Schaden zufügen könne, wurde verboten, was jedoch nur bedeutete, das Zeitungen beschlagnahmt wurden, die sich kritisch zu Deutschland stellten.


8. Januar 1810: Daniel Melanderhjelm, Astronom und Mathematiker
8. Januar 1864: Carl August Hagberg und die schwedische Literatur 
8. Januar 1917: Folgen des Ersten Weltkriegs in Schweden
8. Januar 1937: Der schwedische Theologe Olle Meurling stirbt in Spanien 
8. Januar 1994: Hans Asplund, der Architekt des Brutalismus 
8. Januar 2007: Die Geburt Kirunas und die Flucht der Stadt

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Mittwoch, 7. Januar 2015

Die schwedische Künstlerin Anna Sahlström

Anna Sahlström kam am 7. Januar 1876 als Tochter eines Großbauern und Politikers auf Gut Sahlström, genannt Salströmsgården, in Utterbyn im Värmland zur Welt. Auch wenn der Vater, der in der Region als der Fryksdalskungen bezeichnet wurde, die Kultur stützte und Künstler auf sein Gut einlud, so versuchte er seine Kinder davon abzuhalten selbst Künstler zu werden. Als jedoch der Künstler Carl Wilhelmson auf dem Gut verweilte, wählte dieser Anna als Modell für einige seiner bekanntesten Gemälde und entdeckte dabei auch das Talent Sahlströms. Der Künstler ermunterte die junge Frau bei ihrem künstlerischem Wirken, die dem Rat Wilhelmsons auch nur zu gerne folgte.

Mit der Unterstützung von Carl Wilhelmson begann Anna Sahlström im Jahre 1905 an der Tredje Målarskolan des Stockholmer Künstlerverbands zu arbeiten. Dort hatte Sahlström nicht nur einige der bedeutendsten Maler Schwedens als Lehrer, sondern saß auch in der gleichen Klasse wie Isaac Gründewald, Einar Nerman und Gösta Sandels. Nur vier Jahre später gehörte Anna Sahlström dann auch zu jenen Künstlern Schwedens, die die Schule in Stockholm verließen um ihre Studien an der Académie Matisse in Paris zu perfektionieren.

Im Gegensatz zu anderen schwedischen Malern, die sich um diese Zeit in Paris aufhielten, brachte Anna Sahlström nur neue Techniken und die Farbenpracht mit zurück nach Schweden. Sahlström kehrte auf das elterliche Gut zurück und damit auch zu ihren früheren Motiven, der Natur Värmlands und landwirtschaftlichen Motiven, die jedoch nun in einem neuen Licht erschienen und Meisterwerke wurden die ihren Weg auch nach Paris, London und die USA fanden. Das bekannte Selbstportrait der Künstlerin findet man heute jedoch in keinem Museum, sondern im Speisesaal des Sahlströmsgården, der heute eine Mischung aus Museum, Restaurant, Hotel und einer Konferenzanlage ist.


7. Januar 1685: Jonas Alströmer bringt die Kartoffel nach Schweden 
7. Januar 1770: Carl Gustaf Tessin, Kunstsammler und Politiker
7. Januar 1926: Die Thielska Galleriet, ein Kunstmuseum in Stockholm 
7. Januar 1940: Carl Boberg, Politiker, Schriftsteller und Prediger 
7. Januar 1945: Yrsa Stenius und die Grenzen der linken Manipulation 
7. Januar 1949: Elin Wägner, eine Kämpferin für die Rechte der Frauen 
7. Januar 2004: Ingrid Thulin, von Sollefteå nach Hollywood

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 6. Januar 2015

Der schwedische Naturwissenschaftler Sven Lovén

Sven Lovén kam am 6. Januar 1809 in Stockholm zur Welt und wurde dort in einer Privatschule auf ein Studium vorbereitet. Als sich Lovén dann als Vierzehnjähriger an der Universität Uppsala einschrieb und dort die Hochschulreife ablegte, zeigte sich bald dass er mit dem dortigen konservativen System nicht zurecht kam. Lovén entschied sich daher sein naturwissenschaftliches Stidium mit der Spezialisierung Zoologie an der Universität Lund fortzusetzen, einer Stadt, in der der zukünftige Wissenschaftler mehrere Verwandte, unter anderem auch eine Schwester, hatte.

Nur ein Jahr nach seinem Magister im Jahre 1829 wurde Sven Lovén Dozent in Zoologie an der Universität in Lund, wobei er sich um diese Zeit vor allem mit Wirbeltieren, insbesondere aber mit dem Studium der Vögel beschäftigte. Nach seiner ersten wissenschaftlichen Reise im Jahre 1830 an die schwedische Westküste und einem Studienaufenthalt von mehreren Monaten in Berlin, wo er sich für das Organisationsverhalten von Tieren interessierte, änderte sich jedoch plötzlich die Interessen des Zoologen und Lovén wandte sich mehr und mehr der Forschung der wirbellosen Meerestiere zu.

In den Jahren 1836 und 1837 unternahm Sven Lovén Forschungsreisen ins nördliche Norwegen und nach Spitzbergen, die er selbst finanzierte. Seine Reise nach Spitzbergen gilt als die erste schwedische Forschungsreise in dieses Gebiet und legte, unter anderem, die Basis für die spätere Reise von Adolf Erik Nordenskiöld. In Spitzbergen machte Lovén auch eine seine wichtigsten Entdeckungen, denn er konnte damit beweisen dass die arktische Fauna Spitzbergens jeder Skandinaviens während der Eiszeit entsprach. Diese und mehrere andere Entdeckungen Lovéns führten dazu, dass der Wissenschaftler 1841 zum ersten Professor des Reiches ernannt wurde und Intendant am Naturhistorischen Museum in Stockholm wurde.


6. Januar 1430: Filippa von England wird in Schweden Königin 
6. Januar 1493: Olaus Petri und die schwedische Reformation 
6. Januar 1493: Olaus Petri, der schwedische Reformator 
6. Januar 1912: Johnny Bode, der schwedische Skandalschriftsteller
6. Januar 1912: Johnny Bode, der erste Punkstar Schwedens 
6. Januar 1963: Gunnar Bohman, mit der Laute zum Weltruhm

Copyright: Herbert Kårlin

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