Samstag, 22. November 2014

Carl Birger Rutström, Reichsantiquar und Medizinalrat

Carl Birger Rutström kam am 22. November 1758 als Sohn eines des Landes verwiesenen Priesters in Stockholm zur Welt. Wie in jener Zeit in diesen Kreisen üblich, erhielt er sehr früh einen Privatlehrer, der den jungen Rutström auf ein Studium an der Universität Uppsala vorbereitete. Mit 14 Jahren begann der Jugendliche dann an der Universität Uppsala klassische und moderne Sprachen, sowie Mathematik und Physik zu studieren, wobei ihn die Naturwissenschaft bald mehr interessierte als Sprachen.

Im Jahre 1782 unternahm Carl Birger Rutström, gemeinsam mit einigen anderen Studenten aus Uppsala eine Reise nach Lappland, die ihm dazu diente anschließend mit Daniel Melanderhjelm zwei Disputationen über Astronomie zu halten. Nach dem Magister im Jahre 1785 arbeitete Rutström erst als Privatlehrer im Småland, ging jedoch bald darauf nach Stockholm um sich ganz der wissenschaftlichen Forschung zu widmen.Dank eines Stipendiums der Sahlgrenska Stiftung begab sich Rutström 1791 auf eine längere wissenschaftliche Auslandsreise, die ihm im 1793 eine Promotion in Medizin an der Universität Harderwijk brachte.

Nach seiner Rückkehr nach Schweden im gleichen Jahr wurde Carl Birger Rutström an die Akademie im finnischen Åbo (Turku) berufen, was der Wissenschaftler jedoch nur als Sprungbrett in die verschiedenen wissenschaftlichen Akademien nutzte. In diesem Rahmen war Rutström dann auch Gründungsmitglied des schwedischen Ärztebundes (Svenska Läkaresällskapet). Bereits 1803 reichte der Wissenschaftler eine Übersetzung von Ovids Matamorphosen bei der Svenska Akademien ein, jedoch einige Tage zu spät, weswegen ihm der erste Preis der Akademie verweigert wurde. Seine Arbeit hinterließ jedoch einen so starken Eindruck, dass Rutström 1812 in die Svenska Akademien gewählt wurde. Leider waren die Interessen des am 13. April 1826 verstorbenen Rutström so vielfältig, dass es ihm in keinem Bereich gelang Werke zu hinterlassen, die auch für die Nachwelt von Interesse wären.


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Copyright: Herbert Kårlin

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