Sonntag, 16. November 2014

Die heutige Jakobskirche in Stockholm

Wenn man heute die Jakobskirche in Stockholm besucht, die eigentlich Sankt Jacobs kyrka heißt, findet man nicht mehr die Kirche, die am Ersten Advent des Jahres 1643 eingeweiht wurde, denn ihr heutiges äußeres Aussehen erhielt die Kirche erst während der Renovierungen in den Jahren 1968 und 1969. Die Farbe im Inneren wurde dabei jedoch wieder jener des 17. Jahrhunderts angepasst, auch wenn die Ausstattung als solches im Laufe der Jahrhunderte mehrmals verändert wurde. Als die Jakobskirche nach der letzten Restauration am 16. November 1969 neu eingeweiht wurde, so geschah dies in Anwesenheit des Königs Gustav VI. Adolf.

Die Sank Jacobs kyrka geht im Grunde bis zum 14. Jahrhundert zurück, was mehrere Dokumente belegen, aber bereits gegen 1430 wurde die erste Kapelle durch einen Ziegelbau ersetzt und 1527 riss man auch diese Kirche wieder ab. Erst gegen 1580 befahl dann Johan III. erneut eine Kirche zu bauen, aber bis zum Tode des Königs im Jahre 1592 war nicht einmal der Rohbau fertiggestellt. 40 Jahre lang ruhte dann der Bau und erst 1644 war die Jakobskirche mit allen Ausschmückungen fertig, auch wenn Königin Kristina das Gebäude bereits am Ersten Advent 1643 eingeweiht hatte.

Wer nach Elementen der ursprünglichen Jakobskirche aus dem 17. Jahrhundert sucht, wird beim Besuch enttäuscht, da die Ausstattung mehrheitlich nur bis zum 19. Jahrhundert zurückreicht. Von er ursprünglichen Kirche zeugen jedoch noch die zwei Gemälde des Altaraufsatzes, der Fuß des Taufbeckens und einige der Adelswappen (Begräbniswappen). Nicht vergessen sollte man auch das südliche Portal der Kirche, da dieses bereits 1644 fertiggestellt wurde und vermutlich auf den deutschen Bildhauer Markus Hebel zurückgeht, der um diese Zeit in Stockholm aktiv war.


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Copyright: Herbert Kårlin

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