Montag, 3. November 2014

Die Filmstadt Sergel in Stockholm

Die Geschichte der Filmstadt Sergel (Filmstaden Sergel) geht im Grunde zurück in die 40er Jahre, als der Plan auftauchte am Hötorget im zentralen Stockholm das Stadttheater zu bauen und die Sergelsgatan zu einer der wichtigsten Fußgängerzonen der schwedischen Hauptstadt zu gestalten. Die Glasfassade am Hötorget sollte einen Blick in das beleuchtete Foyer des Theaters bieten. Aber die Pläne realisierten sich nie und in Hötorgcity entstand letztendlich lediglich ein kleinerer Theatersaal, das Sergelteatern, das jedoch nie eine Theaterbühne wurde, sondern sich in einen Kinosaal verwandelte.


Auch die eindrucksvolle Glasfassade von Hötorgcity entstand daher erst Mitte der 90er Jahre, gleichzeitig mit dem Bau einer der größten „Filmstädte“ Schwedens, der Filmstadt Sergel, die heute über 14 Kinosäle verfügt in denen 2667 Filmliebhaber gleichzeitig Platz finden. Die Einweihung der Filmstaden fand am 3. November 1995 statt, wobei man unter dem gigantischen Kino nicht nur ein Parkhaus findet, sondern auch die unterirdische Markthalle des Hötorget, auf dem zusätzlich an allen Wochentagen bis zu 50 Markthändler ihre Waren anbieten.

Als die Filmstaden Sergel gebaut wurde, hatte man den alten Kinosaal Sergelteatern nicht vergessen und der zuständige Architekt bettete ihn im Gesamtprojekt ein, was den Kinobesuchern ermöglicht auch heute noch in einem bereits historischen Kinosaal moderne Filme zu sehen. Allerdings gehört das gesamte Gebäude der Stadt Stockholm und die SF Bio sind lediglich Mieter der Kinosäle. Verlässt man die Filmstaden Richtung Hötorget, so findet man dort sowohl die bekanntesten Hochhäuser Stockholms als auch das Kaufhaus PUB aus dem Jahr 1916 und das von Ivar Tengbom in den 20er Jahren gebaute Konzerthaus.


3. November 1896: Gustaf Tenggren, von Trollen zu Disneys Pinocchio
3. November 1902: Die Göteborgs-Tidningen (GT) erscheint zum ersten Mal
3. November 1905: Der schwedische Schauspieler Sigge Fürst
3. November 1911: Der schwedische Kapellmeister William Lind

Copyright: Herbert Kårlin

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