Posts mit dem Label Gustav IV. Adolf werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gustav IV. Adolf werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 5. April 2019

Ministerpräsident Carl Axel Wachtmeister

Carl Axel Wachtmeister kam am 9. Mai 1754 als Sohn des Majors Carl Wachtmeister zur Welt und studierte an 1768 an der Universität Lund um sich auf eine Karriere in der Administration vorzubereiten. Drei Jahre später wurde Wachtmeister dann in der Staatskanzlei angestellt, wo er eine brillante Karriere machte, denn 1777 war Wachtmeister Revisionssekretär, zwei Jahre später war er Justizkanzler und mit 28 Jahren wurde er dann zu einem der Herren des Reiches ernannt. 1787 macht Gustav III. Wachtmeister dann zum Präsidenten des Landesgerichts und übertrug ihm die Überwachung der gesamten schwedischen Gesetzgebung.

Carl Axel Wachtmeister gehörte mit zu den engsten Vertrauten des Königs Gustav III., was sich, unter anderem, dadurch ausdrückte, dass er Wachtmeister 1789 als seinen Vertreter einsetzte für jenen Zeiten, in denen der König selbst abwesend war. Im gleichen Jahr ernannte Gustav III. Wachtmeister auch zum Kanzler der Universität Lund und ernannte ihn zum Justizrat im neu gegründeten Obersten Gerichtshof des Landes. Auch nach dem Tod des Königs behielt Wachtmeister das Vertrauen des Königshauses und die Vormundschaftsregierung des zukünftigen Königs Gustav IV. Adolf ernannte Wachtmeister zum Präsidenten des Gesetzeskommission.

Als Gustav IV. Adolf dann König wurde, versuchte Carl Axel Wachtmeister diesen zur Zurückhaltung in der Außenpolitik zu überzeugen, da er zum einen die Gefahr sah, die von Napoleon I. ausging, zum anderen Wachtmeister auch über den Widerstand gegen den König von Seiten Carl Johan Adlercreutz informiert war, der den König stürzen wollte. Wachtmeister gehörte letztendlich zu den wenigen Getreuen des Königs bevor dieser abgesetzt wurde. Da Carl Axel Wachtmeister, der am 5. April 1810 starb, nicht an Intrigen beteiligt war, erhielt er auch vom folgenden König, Karl XIII. das Vertrauen und wurde nach dessen Regierungsreform zum neu geschaffenen Amt des Ministerpräsidenten ernannt, ein Amt, das der Politiker jedoch nur noch kurze Zeit innehatte.


5. April 1501: Kort Rogge, Bischof in Strängnäs
5. April 1697: Karl IX. ein Ersatzkönig leitet Schweden
5. April 1719: Axel von Fersen der Ältere in der Opposition
5. April 1776: Der Politiker Nils Månsson i Skumparp
5. April 1786: Die Svenska Akademien, Verteidiger der schwedischen Sprache
5. April 1842: Der Archäologe und Reichsantiquar Hans Hildebrand
5. April 1950: Die Karriere der schwedischen Sängerin Agnetha Fältskog
5. April 1954: Die schwedische Sängerin Anna-Lotta Larsson
5. April 1962: Sara Danius, ständige Sekretärin der Svenska Akademien 
5. April 2001: Die schwedische Jazzsängerin Sonya Hedenbratt
5. April 2007: Maria Gripe und das realistische Kinderbuch Schwedens
5. April 2007: Maria Gripe, Kinderbücher ohne Gewalt

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 2. Februar 2019

Der Reichskanzler Graf Fredrik Sparre

Fredrik Sparre kam am 2. Februar 1731 als Sohn einer Generalleutnants und Regierungspräsidenten in Stockholm zur Welt und schrieb sich im Alter von 14 Jahren an der Universität Uppsala ein, wurde 1747 bereits Kanzleijunker und ein Jahr später Hofintendant. Seine Karriere setzte mit gleicher Geschwindigkeit fort, denn mit 40 Jahren war Sparre bereits Reichsrat und Gouverneur des Kronprinzen, des späteren Königs Gustav IV. Adolf. Sparre stand damit dem Königshaus sehr nahe und konnte teilweise auch über die Geschichte Schwedens entscheiden.

Auch wenn Fredrik Sparre, nach dem Mord an König Gustav III., als Reichskanzler an der politischen Spitze Schwedens stand und damit eine nahezu uneingeschränkte Entscheidungsgewalt hatte, führte der pedantische Sparre seine Aufgabe kaum zum Vorteil Schwedens, denn dem Politiker fehlte sowohl die Voraussicht, als auch das Urteilsvermögen, denn er erkannte weder die Intrigen, noch die ausländische Beeinflussung seiner Entscheidungen. Dies beweisen vor allem seine zahlreichen Aufzeichnungen, die in umständlicher Weise jede Kleinigkeit seiner Handlungen wiedergeben.

Fredrik Sparre hat in der Geschichte Schwedens nie den Platz erhalten, der ihm im Grunde auf Grund seiner Macht und seines Einflusses zustand. Die Ursache dafür ist vermutlich auch in seiner Persönlichkeit und seiner pedantischen Natur zu suchen, denn immer wieder traf Sparre auch unüberdachte Entscheidungen und er wollte auch nach Außen zeigen, dass er eine wichtige Persönlichkeit war, was nicht nur der kleine Körperwuchs erschwerte. Fredrik Sparre, der am 30. Januar 1803 starb, lebte ständig weit über seinen Verhältnissen und hinterließ nach seinem Tode eine große Anzahl an Schuldscheinen, die man lediglich auf Grund seiner hohen Stellung nie präsentiert hatte. Die Verschuldung und seine Eitelkeit waren dennoch allgemein bekannt und schadeten seinem Ruf.


2. Februar 1250: Erik Eriksson, der Lispelnde und Hinkende, wird König Schwedens
2. Februar 1455: Johan II. von Schweden (König Hans), König für vier Jahre
2. Februar 1621: Der schwedische Sprachwissenschaftler Johannes Schefferus
2. Februar 1854: August Bondeson, der Schriftsteller des schwedischen Volkes
2. Februar 1870: Die Schriftstellerin Julia Svedelius
2. Februar 1900: Der Erzbischof und Politiker Anton Niklas Sundberg
2. Februar 1911: Jussi Björling, ein schwedischer Hofsänger
2. Februar 1913: Der Archäologe und Reichsantiquar Hans Hildebrand
2. Februar 1948: Ture Sventon, der merkwürdigste Privatdetektiv Schwedens
2. Februar 1983: Carolina Klüft gewinnt Gold beim Siebenkampf
2. Februar 1987: Karin Söder, erste weibliche Vorsitzende einer schwedischen 

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 25. Januar 2019

Der schwedische Künstler Elias Martin

Als Elias Martin am 25. Januar 1818 im Alter von 78 Jahren in Stockholm starb, galt er als einer der bekanntesten Maler seiner Zeit, obwohl er zur kleinen Gruppe der Künstler gehörte, die Probleme mit Proportionen hatten, was man bis heute auf sehr unterschiedliche Weise, positiv oder negativ, interpretiert. Trotz dieses Mangels muss man auf der positiven Seite sehen dass Martin den englischen Stil der Aquarellmalerei und der dortigen Kupferstiche nach Schweden brachte und damit die Kunst Schwedens bereicherte.

Elias Martin war am 8. März 1739 in einer wohlhabenden Familie in Stockholm zur Welt gekommen. Da sein Vater als Möbelschnitzer auch für das Königshaus arbeitete, standen Martin ebenfalls alle Türen offen. Nach seiner Ausbildung beim Vater, wurde der spätere Künstler Architekturzeichner bei Henrik af Chapman und begann als Zeichenlehrer zu arbeiten. Um sich als Landschaftsmaler und Porträtist auszubilden, ging Martin 1766 nach Paris, stellte dort jedoch sehr schnell fest, dass ihm der dort vorherrschende Klassizismus nicht zusagte. Elias Martin zog daher nach London und wurde dort 1770 in der Royal Academy of Arts als Mitglied aufgenommen. Während der zehn Jahre in England perfektionierte er die dortige Aquarelltechnik und unterrichtete im Kupferstich.

Als Elias Martin 1880 nach Schweden zurückkehrte, hatte der Künstler einen Ruf erworben, der ihm dazu verhalf bereits ein Jahr später Mitglied der Kunstakademie in Stockholm zu werden und von König Gustav III. einen bedeutenden Auftrag zu erhalten, nämlich eine Gravurserie Svenska Vuer zu schaffen, die zu den bedeutendsten Arbeiten des Künstlers zählt. Während seines Künstlerlebens verwirklichte Martin auch etwa 200 Ölgemälde unter denen insbesondere das Portrait seines Freundes Carl Michael Bellman, das im Nationalmuseum zu finden ist, eine besondere Rolle einnimmt. Die Bekanntheit des Künstlers hängt allerdings auch mit den engen Beziehungen zum Königshaus zusammen, denn noch im Alter von 70 Jahren wurde er von Gustav IV. Adolf mit einem Landschaftsbild beauftragt.


25. Januar 1622: Das kurze Leben des Vasaprinzen Karl Filip
25. Januar 1757: Gustaf Engzell, der konservative Modernist der schwedischen Literatur
25. Januar 1865: Der Schriftsteller und Politiker Carl Henrik Anckarsvärd
25. Januar 1870: Der schwedische Mathematiker Helge von Koch 
25. Januar 1880: Torsten Fogelqvist und die Begegnung mit der Arbeiterbewegung
25. Januar 1922: Die Volksbefragung kommt als politisches Instrument nach Schweden
25. Januar 1923: Arvid Carlsson und der Nobelpreis in Physiologie oder Medizin
25. Januar 1931: Der schwedische Musiker Stikkan Anderson kommt zur Welt
25. Januar 1946: Schweden liefert Kriegsflüchtlinge an die Sowjetunion aus
25. Januar 1956: Der berühmte Alkoholhändler Ivan Bratt stirbt in Bettna
25. Januar 1957: Skogsmulle bringt Kindern die Natur näher
25. Januar 1957: Die ersten Massenimpfungen gegen Polio in Schweden
25. Januar 1967: Das U-Boot HMS Sjöormen wird zu Wasser gelassen

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 22. Januar 2019

Der Feldmarschall Johan August Sandels

Als Johan August Sandels am 22. Januar 1831 im Alter von 66 Jahren in Stockholm starb, ging er als der letzte Feldmarschall Schwedens in die Geschichte ein. Aber auch deshalb, weil er in einigen Gedichten des finnischen Nationaldichters Johan Ludvig Runeberg genannt wird und es seit 1971 sogar eine Biermarke in Finnland gibt, die vom Namen dieses Feldherrn inspiriert ist. Sandels ist es als einem der wenigen Feldherren Schwedens gelungen eine geschichtliche Brücke von knapp 200 Jahren zu schlagen, ohne indes eine führende Rolle in der Politik getragen zu haben.

Als Johan August Sandels am 31. August 1764 in einem Priestergeschlecht zur Welt kam und der spätere Feldherr ab 1776 auch noch Theologie an der Universität Uppsala studierte, wies nichts auf seine spätere militärische Karriere hin, auch wenn er bereits ein Jahr vorher, wie üblich in seinen Kreisen, Kadett der Artillerie geworden war. 1746 schrieb sich Sandels dann am Bergkollegium ein und begann eine Karriere in der Administration im Bergbau, wobei er insbesondere der Grube in Falun zu ihrem wirtschaftlichen Erfolg verhalf. Der Umbruch kam für Sandels mit dem Finnischen Krieg von 1808 bis 1809.

Während des Ausbruchs des Finnischen Krieges war Johan August Sandels als Generalmajor in Stockholm stationiert und als Gustav IV. Adolf abgesetzt wurde, verlangte er, wenn auch erfolglos, eine Waffenruhe. Als die russische Armee über Kalix und Piteå bis nach Umeå vorgedrungen war und die Stadt erobert hatte, übernahm Sandels, nach Georg Carl von Döbeln, den Befehl über das schwedische Heer. Als es ihm nicht gelang Umeå vom Süden aus zurückzuerobern, nahm Sandels den Seeweg bis nördlich Umeås und konnte die Stadt auf diese Weise zurückerobern. Dieses Ereignis führte dazu, dass Russland bereit war Friedensverhandlungen einzuleiten und Sandels gelang es den schwedischen Teil des Reiches intakt zu halten.


22. Januar 1806: Der schwedische Politiker Ludvig Manderström
22. Januar 1849: August Strindberg, der schwedische Schrifststeller der Konflikte
22. Januar 1891: Ivar Anderson zwischen Politik und Pressegeschehen
22. Januar 1912: August Strindberg erhält den Anti-Nobelpreis 
22. Januar 1922: Elsa Andersson, die erste Fallschirmspringerin Schwedens 
22. Januar 1932: Birger Furugård, der schwedische Politiker mit Hakenkreuz
22. Januar 1971: Die schwedische Künstlerin Linnéa Jörpeland
22. Januar 1987: Die Journalistin und Schriftstellerin Barbro Alving 

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 21. Januar 2019

Der Politiker und Militär Jacob Cederström

Jacob Cederström wurde am 21. Januar 1782 in Stockholm geboren und trat, nachdem er ausschließlich Privatunterricht erhalten hatte, 1797 seinen Dienst im Militär an, um den Spuren des Vaters zu folgen. Acht Jahre später war Cederström Leutnant und nahm in dieser Eigenschaft auch am Feldzug gegen Pommern teil. Während der folgenden Kriegszugs im Jahre 1808 wurde Cederström so stark am rechten Fuß verletzt, dass dieser amputiert werden musste, was ihn indes nicht daran hinderte seine Karriere im Kriegsdienst fortzusetzen.

Die Zeit, die Jacob Cederström nach seiner schweren Verletzung zu Hause verbringen musste, nutzte er auf seine eigene Weise, denn bald war sein Haus das Zentrum einer Gruppe, die daran arbeitete König Gustav IV. Adolf abzusetzen. Obwohl Cederström hierbei die wichtigste Rolle spielte, blieb er ständig im Hintergrund der Ereignisse und nahm selbst am Staatsstreich am 13. März 1809 nur indirekt teil. Der Kriegsmann bearbeitete mehr Georg Adlersparre, der den Ideen Cederströms sehr nahe stand und bereit war einen Umbruch in der schwedischen Politik einzuleiten.

Auch wenn Jacob Cederström im militärischen Grad stieg und 1813 auch am Feldzug gegen Deutschland, Dänemark und Norwegen teilnahm, so war sein Ziel ein politischer Umsturz nach den Ideen von Montesquieu und Rousseau. Cederström nahm dabei die Führung der liberalen Gruppen Schwedens ein. Obwohl Cederström den Erfolg seiner Bemühungen biis zu seinem Tod am 9. Juli 1857 nicht erleben konnte, so wurde seine Idee zur freien Wirtschaftsausübungen 1864 in die Tat umgesetzt. Die Gildenzugehörigkeit war ab diesem Zeitpunkt nicht mehr obligatorisch und jeder Bürger konnte danach eine Firma eintragen lassen.


21. Januar 1598: Eine späte Beerdigung für Witwenkönigin Gunilla
21. Januar 1829: Oscar II. will die Macht des Königs retten
21. Januar 1856: Die Stockholmer Stadtmission und ihre Entstehung
21. Januar 1860: Karl Staaf wird liberaler Ministerpräsident
21. Januar 1893: Gunnar Mascoll Silfverstolpe, der intime Alltagsdichte
21. Januar 1905: Der schwedische Serienschaffer Stig Cederholm 
21. Januar 1972: Rickard Falkvinge, der Gründer der Piratenpartei
21. Januar 1974: Die schwedische Sängerin Linda Thelius 
21. Januar 2002: Der Tod von Fadime Sahindal bewegt Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 19. Februar 2018

Die schwedische Schriftstellerin Ulrika Widström

Ulrika Widstöm kam am 24. November 1764 als Tochter eines Orgelbauers, der gleichzeitig Lakai am Schloss war, in Stockholm zur Welt und hatte, da sie im Schloss aufwuchs, eine für die Zeit sehr hohe Bildung und sprach auch fließend Französisch und Deutsch. Bereits 1718 hatte Widström mit einigen ihrer Gedichte Aufmerksamkeit erregt und, dank der guten Beziehungen im Schloss, vermittelte ihr Carl Christoffer Gjörwell, erste Veröffentlichung ihrer Gedichte. Einige Jahre später vermittelte er der Schriftstellerin auch Übersetzungsaufträge. Mit 21 Jahren gelang es Widström einige ihrer Werke in der Stockholms Posten unterzubringen.

Auch nach ihrer Ehe mit Sven Widström, einem Violonisten der Hofkapelle, arbeitete Ulrika Widström weiter an ihrer literarischen Karriere. Im Jahr 1799 erschien dann, unter der Signatur U.C.W., das bekannteste Werk Widströms, die Sammlung Erotiska Sånger, die mit einem Vorwort des Bischofs Frans Michael Franzén veröffentlicht wurden. Keines des Werke, die in den Folgejahren erschienen kam vom Erfolg her an die Erotiska Sånger heran, brachten Widstöm jedoch so viel Aufmerksamkeit, dass sie 1840, ein Jahr vor ihrem Tod am 19. Februar 1841, für ihre Gesamtleistung noch die goldene Medaille der Svenska Akademien erhielt.

Finanziell hatte Ulrika Widström etwas weniger Glück, denn als Gustav IV. Adolf im Jahr 1807 die gesamte Hofkapelle entließ, verschuldete sich das Ehepaar und Widsröm musste als Gouvernante arbeiten, während der Ehemann nur noch Musikunterricht geben konnte. Als Sven Widström dann 1812 starb, zog Ulrika Widström erst nach Tibro, später dann nach Mariestad, wo sie, gemeinsam mit einer Tochter, ein Mädchenpensionat öffnete. Auch wenn die Dichtkunst Widstöms eine wichtige Rolle in der Geschichte der Frauenliteratur spielt, so wurde sie bereits wenige Jahre nach ihrem Tod nahezu vergessen und nur noch einige wenige ihrer Gedichte erscheinen in ausgewählten Anthologien der schwedischen Dichtkunst.


19. Februar 1719: Georg Heinrich von Görtz wird hingerichtet
19. Februar 1733: Der schwedische Botaniker Daniel Solander
19. Februar 1734: Nils Philip Gyldenstolpe in adeligem Kreis
19. Februar 1841: Elfrida Andrée und der frühe Feminismus Schwedens
19. Februar 1859: Svante Arrhenius, der erste schwedische Nobelpreisträger
19. Februar 1865: Sven Hedin, Abenteurer und Schriftsteller in fernen Ländern
19. Februar 1930: Kjell Espmark, ein Leben für eine unsterbliche Literatur
19. Februar 1978: Arvid Olson und die Filmanimation in Schweden
19. Februar 1989: Der Globen in Stockholm
19. Februar 1990: Ingvar Carlsson wird dreimal schwedischer Ministerpräsident

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 28. Januar 2018

Der Regierungsbeamte Axel von Rosen

Axel von Rosen kam am 28. Januar 1773 als Sohn eines Regierungspräsidenten in Bogesund zur Welt und erhielt daher über Privatlehrer eine gute Ausbildung, die ihm den Weg zum Beamten öffnen sollte. Aber auch wenn von Rosen dann vom schwedischen Hof angestellt wurde, so interessierte er sich in seinen jungen Jahren mehr für den Kriegsdienst und nahm von 1788 bis 1790 am Krieg gegen Russland teil. Diese Entscheidung sollte sich als sehr positiv erweisen, denn bereits 1805 wurde er dann zum Vice-Regierungspräsidenten der Region Karlstad ernannt, um nur drei Jahre später das Amt ganz zu übernehmen.

Als Regierungspräsident setzte er alle Möglichkeiten ein um ab 1808 die schwedischen Truppen während des Krieges gegen Norwegen zu versorgen, wurde dann jedoch während des Staatsstreichs 1809, als Gustav IV. Adolf vom Thron verstoßen wurde, von Einheiten des Värmlands, die mehr auf norwegischer Seite standen, festgenommen. In der Hoffnung Axel von Rosen ruhig zu stellen, wurde er noch im gleichen Jahr als Regierungspräsident nach Göteborg versetzt. Aber auch diese Versetzung hielt den Politiker nicht davon ab seinen eigenen Ideen zu folgen.

Auch wenn Schweden nun dem Kontinentalsystem angeschlossen war und daher keinen Handel mehr mit Großbritannien führen durfte, führte Axel von Rosen weiterhin heimliche Kontakte mit Großbritannien und hinterging die Verbote Napoleons, nach dem nicht einmal mehr ein Brief unkontrolliert ins Feindesland geraten sollte. Von Rosen gelang es dennoch diese Verbindungen bis zum Friedensschluss im Jahr 1813 aufrecht zu halten. Nach dem Frieden in Kiel von 1814 sollte von Rosen Gouverneur der Region Trondheim werden, konnte jedoch seine Dienststelle auf Grund des norwegischen Aufstands nicht mehr antreten. Axel von Rosen wurde daraufhin als Gouverneur im von Schweden besetzten südlichen Norwegens eingesetzt, bis er als Regierungspräsident zurück nach Göteborg kam. Der Politiker starb am 25. Oktober 1834 im Alter von 61 Jahren in Göteborg.


28. Januar 1568: Das Schicksal des Kronprinzen Gustav Eriksson Vasa
28. Januar 1668: Die Gründung der schwedischen Universität Lund
28. Januar 1859: Carl Adolph Agardh proklamiert die ökolische Forstwirtschaft
28. Januar 1929: Die Gründung des schwedischen Arbeitsgerichts
28. Januar 1938: Der Biochemiker und Nobelpreisträger Tomas Lindahl
28. Januar 1966: Die bedeutendste Schulreform Schwedens
28. Januar 1999: Torgny T. Segerstedt verändert die schwedische Gesellschaft
28. Januar 2002: Astrid Lindgren, von Pippi Langstrumpf bis zu Emil und Ronja
28. Januar 2003: Das Rauchverbot in schwedischen Restaurants
28. Januar 2006: Das Schlittschuhunglück bei Ridö im Mälaren 

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 31. März 2017

Freiherr Gustaf Mauritz Armfelt

Gustaf Mauritz Armfelt wurde am 31. März 1757 als Sohn eines Generalmajors in Tarvasjoki in Finnland geboren und sollte daher ebenfalls eine militärische Karriere machen. Mit 13 Jahren schrieb sich Armfelt daher an der Königlichen Akademie in Åbo (Turku) ein, besuchte anschließend die Admiralitätsschule in Karlskoga um bereits 1774 Gardefähnrich am königlichen Hof zu werden. Allerdings war er vier Jahre später dazu gezwungen das Land zu verlassen, da er an einem unerlaubten Duell beteiligt war. Armfelt ließ sich in Paris nieder, konnte jedoch schon 1780 wieder nach Schweden zurückkehren und seine militärische Laufbahn fortsetzen.

Die militärische Karriere sollte für Gustaf Mauritz Armfelt allerdings einen Umweg machen, denn auf Weg zurück nach Schweden besuchte er König Gustav III., der sich um diese Zeit in Belgien aufhielt, und wurde unmittelbar der Günstling des Königs, was eventuell mit seinem Aufenthalt in Paris zusammenhing, denn Armfelt wurde zwar auch mit militärischen Titeln überhäuft, aber seine Hauptaufgabe sollte die eines Theatermanns des Königs  sein. Armfelt wurde zum Direktor des königlichen Theaters und der königlichen Oper ernannt, sowie Mitglied der Musikalischen Akademie und der Schwedischen Akademie. In der Tat musste er bei dieser Position jedoch auch Theaterstücke schreiben, als Regisseur wirken und zudem selbst auf der Bühne stehen.

Erst ab 1788 musste Gustaf Mauritz Armfelt im Russischen Krieg wieder eine Rolle als Militär einnehmen, was dazu führte dass er nach Kriegsende vom König zum Generalmajor ernannt wurde. Die Karriere Armfelts sollte jedoch nochmals unterbrochen werden, denn nach dem Tod von Gustav III. war er an einer Konspiration gegen die Vormundschaftsregierung des zukünftigen Königs Gustav IV. Adolf beteiligt und musste, kurz vor einem Todesurteil, erneut das Land verlassen. Erst als Gustav IV. Adolf den Thron bestiegen hatte, konnte Armfelt zurückkehren und seine Laufbahn fortsetzen. Als jedoch Karl XIV. Johan, ein ehemaliger General Napoleons, König Schwedens werden sollte, legte Gustaf Mauritz Armfelt, der am 19. August 1814 in Sankt Petersburg starb, alle seine Ämter nieder um nach Finnland zurückzukehren.


31. März 1412: Der schwedische König Albrecht von Mecklenburg
31. März 1712: Anders Johan von Höpken und der Weg zur Macht
31. März 1891: Ester Blenda Nordström und der schwedische Enthüllungsroman
31. März 1897: Erik af Edholm wird Chef der Königlichen Oper und des Dramaten
31. März 1914: Dagmar Lange wird zu Krimiautorin Maria Lang
31. März 1914: Maria Lang, die vergessene Krimiautorin
31. März 1928: Die Stockholmer Stadtbibliothek (Stockholms stadsbibliotek)
31. März 1936: Die schwediche Sängerin Birgit Carlsson, bekannt als Towa Carson
31. März 1945: Torgny Segerstedt und der Kampf gegen den Nazismus
31. März 1977: Kista Einkaufszentrum in Stockholm

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Donnerstag, 3. November 2016

Der philosophische Schriftsteller Lars Magnus Enberg

Lars Magnus Enberg  kam am 3. November 1787 offiziell als Sohn eines Schöffen in Millesvik im Värmland zur Welt, wobei jedoch das Geburtsdatum nicht in den Kirchenbüchern eingetragen wurde und des Gerücht lief dass Enberg der nicht anerkannte Sohn des Philosophen Nils von Rosenstein sei. Als Enberg neun Jahre alt war, zog die Familie nach Stockholm, wo der spätere Schriftsteller auch die Hochschulreife machte, wobei er einen Teil seiner Bildung auch von seinem mutmaßlichen Vater erhielt an den er von König Gustav IV. Adolf verwiesen wurde als der Junge einmal vor dem König seine ausgezeichneten Bibelkenntnisse bewiesen hatte.

Am 3. Oktober 1802 schrieb sich Lars Magnus Enberg an der Universität Uppsala ein um dort Philosophie zu studieren. Bis zur Promotion im Jahre 1809 wurde Enberg sowohl vom König als auch vom Philosophen von Rosenstein finanziell unterstützt. Nach Abschluss des Studiums kehrte Enberg nach Stockholm zurück um dort im Schuldienst zu arbeiten und, unter anderem, auch Philosophie, Schwedisch, Englisch und Hebräisch zu unterrichten, was allerdings auch Kritik hervorrief, da die Stärke Enbergs in Philosophie, Schwedisch, Latein und Literatur zu finden war, auf keinen Fall jedoch in Hebräisch. Innerhalb der Philosophie war Enberg eine der Personen, die mit der alten Philosophie Rosensteins, Immanuel Kants und Johann Gottlieb Fichtes brachen um der Lehre eine neue Richtung zu geben.

Die literarische Aktivität von Lars Magnus Enberg setzte spätestens während seines Studiums in Uppsala ein, denn ab dieser Zeit schickte er Beiträge an die Svenska Akademien, die ihm 1814 für Äreminne öfver riksrådet och fältmarskalken grefve Johan Banér  den Großen Preis der Akademie verlieh, dem zwei weitere Große Preise folgten, was wiederum dazu führte dass Enberg 1824, nach dem Tod Rosensteins, in die Svenska Akademien aufgenommen wurde. Sein erster bedeutender Einsatz als Akademiemitglied war die Herausgabe einer schwedischen Sprachlehre, die allerdings kaum Neues brachte, sondern mehr als Materialsammlung zu sehen ist. Neben Lehrbüchern zu unterschiedlichen Themen veröffentlichte Lars Magnus Enberg, der am 20. November 1865 starb, insbesondere Werke zur Philosophie und der Geschichte, die allerdings heute kaum noch eine Bedeutung haben.


3. November 1896: Gustaf Tenggren, von Trollen zu Disneys Pinocchio
3. November 1902: Die Göteborgs-Tidningen (GT) erscheint zum ersten Mal
3. November 1905: Der schwedische Schauspieler Sigge Fürst
3. November 1911: Der schwedische Kapellmeister William Lind
3. November 1995: Die Filmstadt Sergel in Stockholm 

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 1. Februar 2016

Generalgouverneur Johan Christopher Toll

Johan Christopher Toll kam am 1. Februar 1743 als Sohn einer Oberleutnants und einer Freiherrin in Möllaröd in Skåne (Schonen) zur Welt und meldete sich 1758 als Freiwilliger für den Feldzug nach Pommern. Nur sechs Jahre später verließ Toll jedoch den Militärdienst ohne einen Grad erreicht zu haben und widmete sich vor allem dem Rechtswesen. Aber auch in diesem Bereich hatte Toll anfangs nur sehr wenig Erfolg, da er politisch auf der „falschen“ Seite stand. Diese Situation änderte sich erst mit der Revolution in Skåne im Jahre 1772.

Als treuer Anhänger des Königs Gustav III. gelang es Johan Christopher Toll auf etwas ungeklärte Weise die Revolution in Skåne in Gang zu setzen bevor die königlichen Truppen unter Jacob Magnus Sprengtporten, die sich zu jener Zeit in Finnland aufhielten, vor Ort sein konnten. Dieses Mal war das Glück auf den Seiten von Toll, denn die Revolution des Königs glückte auch ohne diese Hilfe. Das Ergebnis davon war, dass Toll in den Adelsstand aufgenommen wurde und vom König zum Rittmeister ernannt wurde. Damit ging die Karriere Tolls direkt nach oben und schon 1780 hatte er den Rang eines Oberst erreicht.

Auch wenn Johan Christopher Toll nicht immer der Meinung des jeweiligen Königs war und sich viele Feinde gemacht hatte, gelang es ihm sowohl während des Krieges gegen Napoleon seine Führungs- und Planungseigenschaften zu beweisen, wodurch er das Wohlwollen von Gustav IV. Adolf gewann und für die Verwaltung ganz Skånes zuständig wurde. Selbst nach einem kurzen Fall nach einer Revolution und der Regierungsreform des Jahres 1809 schien Toll unentbehrlich zu sein und war sehr schnell wieder in einer führenden Position. Selbst Kronprinz Karl Johan, der Troll gegenüber anfangs sehr misstrauisch war, schätzte bald die nüchterne Einschätzung der jeweiligen politischen Situation, die Johan Christopher Troll zeigte.

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Freitag, 18. September 2015

Georg Haupt, der Designer der gustavianischen Möbel

Bei seinem Tod am 18. September 1784 gehörte Georg Haupt zu den bekanntesten Möbelherstellern Schwedens, dessen Werke in den bedeutendsten Häusern Stockholms und auch dem königlichen Schloss zu finden waren. Auf Grund dieses Ruhm gehörte er allerdings auch zu den Möbeldesignern dessen Werke am meisten kopiert wurden, auch wen die Kopierer nie so weit gingen auch seine Signatur anzubringen. Als 1989 ein Schreibtisch des Möbeldesigners bei Bukowski verkauft wurde, so belief sich die Endsumme dafür auf über 12 Millionen Kronen und gehört bis heute zu einer der teuersten Antiquitäten Schwedens.

Georg Haupt war am 10. August 1741 in Stockholm als Sohn eines Tischlers zur Welt gekommen, wobei der Vater jedoch bereits starb als der Junge drei Jahre alt war. Mit 13 begann Haupt eine Lehre als Schreiner bei Johan Conrad Eckstein bei dem er bis zu seiner Gesellenwanderung nach London und Paris im Jahre 1759 arbeitete. In Frankreich kam Haupt, der ursprünglich im Rokokostil ausgebildet war, mit der klassischen Strömung in Berührung, was dazu führte, dass der Möbelschreiner mehr und mehr auf den Klassizismus überging. Im Jahre 1770 wurde ihm dann auch das Recht erteilt ein eigenes Unternehmen in Stockholm zu gründen und der Tischler gründete eine kleine Werkstatt. Innerhalb nur 14 Jahren gelang es dann Haupt seinen persönlichen Stil zu schaffen und dabei den gustavianischen Stil in Schweden einzuführen und durchzusetzen.

Obwohl Georg Haupt vor allem für seine Schreibtische berühmt wurde, so stellte er jede Art von Möbeln her, wobei sich der Kunstschreiner insbesondere durch seine hohe Qualität auszeichnete und sehr aufwendige Intarsienarbeiten verwirklichte. Seine bedeutendsten Auftraggeber waren indes König Adolf Fredrik und Gustav III., wobei seine Wiege für den späteren König Gustav IV. Adolf heute in der Livrustkammaren in Stockholm zu sehen ist. Andere bedeutende Werke Georg Haupts stehen im Nationalmuseum in Stockholm und Helsinki, aber noch mehr seiner Kunstwerke sind Teil der königlichen Sammlung und befinden sich zum Teil im Königlichen Schloss in Stockholm, können also nicht besichtigt werden.


18. September 1197: Petrus, der dritte Erzbischof Schwedens
18. September 1786: Leonard Fredrik Rääf im Kampf gegen Neuerungen
18. September 1872: Karl XV., König von Schweden
18. September 1905: Greta Garbo, von der Friseuse zum Weltstar
18. September 1910: Carl Cederström, vom Landwirt zum Flugpionier
18. September 1924: HSB und der schwedische Wohnungsmarkt
18. September 1928: Sigrid Kahle und die Welt des Islam
18. September 1961: Dag Hammarskjöld, eine schwedische Legende
18. September 2008: Bekämpfung der Dyskalkulie in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Sonntag, 2. August 2015

Fredrik von Ehrenheim, der Vertraute von Gustav IV. Adolf

Als Fredrik von Ehrenheim am 2. August 1828 in Stockholm starb, ging er nicht als der loyale Diplomat Gustav IV. Adolfs in die Geschichte ein, der er in der Tat war, sondern er wurde, nicht zuletzt auf Grund der Schriften von Georg Adlersparre, ins politische Abseits gestellt. Nur dank seiner wissenschaftlichen Arbeiten und seiner kurzen Rückkehr in die Politik im Jahre 1817, wurde Ehrenheim nicht ganz vergessen, einer der wenigen Adeligen des Landes, die sich nicht dem Staatsstreich gegen Gustav IV. Adolf angeschlossen hatten.

Fredrik von Ehrenheim war am 29. Juni 1753 auf Gut Broby in Bettna im Södermanland zur Welt gekommen und hatte nach seinem Studium an der Universität Uppsala eine Beamtenlaufbahn begonnen. Während er die ersten Jahre unentlohnt als Kanzleischreiber beschäftigt war, stieg Ehrenheim relativ schnell im Rang und schon 1782 wurde er in die königliche Kanzlei versetzt, was den Beamten drei Jahre später zum diplomatischen Dienst in Dresden und in Kopenhagen führte. In dieser Zeit fiel Fredrik von Ehrenheim auch König Gustav IV. Adolf auf, der ihn 1797 zum Hofkanzler und 1801 zum Kanzleipräsidenten ernannte.

Dieser Aufstieg kam selbst für Fredrik Ehrenfeld überraschend, aber der König hatte erkannt, dass er in seinem Staatsdiener einen loyalen Angestellten hatte, der sich bei seinen Entscheidungen nicht um die verschiedenen politischen Strömungen kümmerte und unbestechlich war. Dies war auch der Grund, warum Ehrenfeld den Auftrag bekam den schwedischen Vertrag mit Napoleon zu beenden und mit England ein Abkommen einzugehen ohne Schweden in einen neuen Krieg zu führen, eine Entscheidung, die letztendlich zum Sturz des Königs führte und Ehrenfeld in Ungnade brachte. Als sich der Diplomat 1809 auf sein Gut zurückzog, beschäftigte er sich fast ausschließlich mit der Gartenkultur und machte sich als Autor von wissenschaftlichen Werken einen Namen.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 12. Mai 2015

Reichsmarschall Claes Adolph Fleming

Als Claes Adolph Fleming am 12. Mai 1831 in Stockholm starb, hinterließ er, neben historischen Dokumenten und Briefen, auch seine 7000 Bände umfassende Bibliothek der Universität Uppsala, an der er ab 1786 studiert und wo er sich einige wichtige Kontakte geschaffen hatte. Sowohl die Verbindung zu wissenschaftlichen Kreisen als auch seine schnelle Karriere im Staatsdienst, sind dennoch erstaunlich, denn Fleming gilt zwar als wissenschaftlich und literarisch interessiert, jedoch ohne eine überragende Intelligenz.

Claes Adolph Fleming war am 24. April 1771 als Sohn eines Hofmarschalls und einer sehr wohlhabenden Gräfin auf Gut Lydinge im Uppland zur Welt gekommen.Bereits 1781 kam Felming nach Uppsala und wurde noch vor Beginn seines Studiums Fähnrich der Leibgarde um 1787 dort zum Leutnant ernannt zu werden. Während des Studiums war er teilweise im Garnisonsdienst in Stockholm, Göteborg und Karlskrona. Da sich Fleming jedoch kaum als Militär sah, verließ er bereits 1790 den Militärdienst. Mit 23 Jahren kam der 23-jährige dann als Hofmann zu Herzogin Charlotta, wodurch er die Bekanntschaft von Gustav Adolf Reuterholm machte, der in gewissem Masse und mit seinen Beziehungen über die Zukunft von Fleming entschied.

Reuterholm hatte sehr schnell die begrenzte Intelligent von Claes Adolph Fleming erkannt und entschied sich diesen für seine persönlichen Zwecke zu benutzen. Dank seines Mäzens wurde Fleming daher bereits 1794 der oberste Kammerjunker und bald auch Vertraute von Gustav IV. Adolf. Allerdings zeigte sich bald, dass Fleming in voller Linie hinter dem König stand und Reuterfeld nicht dabei half seine persönlichen Pläne zu verwirklichen. Diese Königstreue Flemings erlaubte es dem Staatsdiener auch das Vertrauen der folgenden Könige zu gewinnen und hohe Ämter anvertraut zu bekommen in denen er wenig Leistung bringen musste, jedoch gut entlohnt war. Als Karl XIV. Johan, der erste Bernadotte die Regierung Schwedens übernahm, wurde Claes Adolph Fleming, bei der Krönung des Herrschers, auch zum Grafen erhoben.


12. Mai 1496: Gustav Vasa, der berühmteste König Schwedens 
12. Mai 1665: Magnus Stenbock stirbt in dänischer Haft 
12. Mai 1869: Albert Engström, Humor als Ausdrucksmöglichkeit
12. Mai 1936: Das Unglück auf dem Ormsjö in Lappland 
12. Mai 1940: Lill Lindfors, 52 Jahre im Rampenlicht 
12. Mai 1967: Der Kaknästornet in Stockholm 
12. Mai 1968: Postleitzahlen in Schweden 
12. Mai 1970: Nelly Sachs und die Gedichte zur Flucht des jüdischen Volkes 
12. Mai 2005: Monica Zetterlund, ein Leben im Rampenlicht und im Schatten

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 22. März 2015

Der Hofkanzler und Staatsrat Gustaf Lagerbielke

Gustaf Lagerbielke kam am 22. März 1777 als Sohn des Admirals Gustaf Lagerbjelke in Stockholm zur Welt und hatte daher nicht nur eine ausgezeichnete Bildung sondern auch alle Voraussetzung für eine politische Karriere am schwedischen Hof. Entsprechend schnell verlief auch die Karriere von Lagerbielke, denn mit 18 wurde er in der Kanzlei angestellt und nur ein Jahr später war er Sekretär im Kabinett für ausländischen Briefwechsel. Auf Grund seiner ausgezeichneten Sprachkenntnisse begann er um diese Zeit auch Gustav IV. Adolf auf nahezu allen seinen Reisen zu folgen.

Gustaf Lagerbielke stieg 1804 bereits zum Staatsekretär auf und war als Berater nahezu permanent an der Seite des Königs, der mehr unterwegs war als sich im Heimatland um die Regierungsgeschäfte zu kümmern. Sämtliche Regierungsgeschäfte gingen daher auf schriftlichem Weg über Lagerbielke, der dadurch am Hof einiges Vertrauen verlor, da ihm nachgesagt wurde mehr seinen Ideen als jenen des Königs zu folgen. Als Lagerbielke im Jahre 1806 Gustav IV. Adolf davon überzeugen wollte nach Schweden zurückzukehren und seinen Aufenthalt in Deutschland abzubrechen, wurde er  von diesem als Hofkanzler nach Stockholm zurückgeschickt.

Nur drei Jahre später kam in Schweden Karl XIII. an die Macht, der Gustaf Lagerbielke wegen seiner guten Beziehungen zu Frankreich und seinen Sprachkenntnissen als Botschafter nach Paris schickte. In Paris neigte Lagerbielke bald zur Verschwendung und einem oberflächlichem Leben, hatte jedoch den Vorteil, dass er engere Beziehungen zu Jean Bernadotte und zu Napoleon hatte. Als daher Jean Bernadotte zu Karl XIV. Johan wurde, kam Lagerbielke zurück nach Stockholm, wurde dort 1821 zum Grafen erhoben und 1825 zu einem der Herren des Reiches . Seine größte Leistung in dieser Zeit war die Erneuerung des schwedischen Theaters nach französischem Vorbild.


22. März 1544: Johannes Magnus und die Geschichte der schwedischen Könige 
22. März 1544: Johannes Magnus zwischen Katholizismus und Protestantismus
22. März 1851: Göran Wahlenberg und die Ökologie der Pflanzen 
22. März 1978: Christer Gustav Svensson, genannt Stoffe, und das Heroin
22. März 1996: Jenny Lind erscheint auf einem schwedischen Geldschein 

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Samstag, 21. Februar 2015

Der Finnische Krieg beginnt 1808 in Abborrfors (Ahvenkoski)

Zwichen 1743 und 1809 war der finnische Ort Abborrfors (Ahvenkoski) die Grenze zwischen Schweden und Russland, wobei die eine Seite des Flusses vom schwedischen und die andere von russischen Soldaten bewacht wurde. Die Grenze befand sich auf der Hälfte der Brücke zwischen den beiden Ländern, was jedoch Gustav IV. Adolf nicht davon abhielt zu fordern, dass diese Brücke in ganzer Länge die schwedischen Farben tragen müsse, eine Forderung, die er allerdings nicht durchsetzen konnte. Allerdings sollte die gleiche Brücke nur wenige Jahre später eine wichtige Rolle für die schwedische Geschichte spielen.

Am 21. Februar 1808 sollte nämlich die russische Armee, ohne jede Kriegserklärung, die Brücke in Abborrfors überschreiten und damit den Finnischen Krieg einleiten, was zwar von den Schweden vorausgesehen wurde, jedoch zu einem etwas späteren Zeitpunkt. Als Russland seinen Feldzug begann, hatten die Schweden daher nur die Möglichkeit sich erst zurückzuziehen und Verstärkung abzuwarten. Da Schweden um diese Zeit jedoch auch die dänische und die norwegische Grenze verteidigen musste, konnte der Krieg mit Russland, trotz der Zuversicht von Gustav IV. Adolf, nicht gewonnen werden.

Dieser Krieg und die Weigerung des Königs diesen durch ein Friedensabkommen zu beenden, sollte dazu führen, dass Schweden ganz Finnland, Åland und Teile Västerbottens sowie Lapplands an Russland abtreten musste und zum Großfürstentum Finnland wurde. Auch wenn einige Adelige bereits im Mai durch einen Putsch Gustav IV. Adolf abgesetzt hatten, so suchte man nach dem Krieg nach Sündenböcken und die Offiziere, die kapituliert hatten statt bis zum letzten Blutstropfen der Soldaten zu kämpfen, kamen nur mit knapper Not um eine entsprechende Bestrafung.


21. Februar 1745: Der schwedische Architekt Olof Tempelman 
21. Februar 1861: Lars Levi Læstadius, der Apostel der Samen 
21. Februar 1907: Der schwedische Ministerpräsident Erik Gustaf Boström 
21. Februar 1950: Håkan Nesser, Kommissar Van Veeteren und Kommissar Barbarotti
21. Februar 1950: Håkan Nesser und Kommissar Van Veeteren
21. Februar 1976: Die ersten Paralympischen Winterspiele in Örnsköldsvik

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 19. Februar 2015

Nils Philip Gyldenstolpe in adeligem Kreis

Nils Philip Gyldenstolpe kam am 19 februari 1734 als Sohn eines Kammerherren und einer Gräfin in Österåker im Södermanland zur Welt und erhielt daher von Beginn an eine gute Bildung, was ihm ermöglichte ab 1750 an der Universität Uppsala zu studieren, vermutlich jedoch ohne dort einen Abschluss zu machen, denn bereits ein Jahr später wird er im Kanzleikollegium beschäftigt und schließlich Hofmarschall und Oberkammerherr, was wiederum dazu führte, dass er Berater von Lovisa Ulrika wurde und bald auch der Vertraute des Kronprinzen Gustav, dem späteren Gustav IV. Adolf.

Welche politische Rolle Nils Philip Gyldenstolpe am Königshof spielte, ist sehr schwer zu bewerten, da er ein enges Verhältnis zu Lovisa Ulrika, zu Gustav III. und zum Kronprinzen hatte und als deren Vertrauter zwar in die Machtspiele der Zeit verwickelt war, jedoch wenig darüber an die Öffentlichkeit geriet, da es seine Aufgabe war gerade dies zu unterbinden.  Da Gyldenstolpe zusätzlich Ratgeber des Königshauses war, kannte er auch die Beziehungen Schwedens zu anderen Ländern und wurde in mehreren Angelegenheiten als Sendbote verwendet, wobei er auch bei der Brautwerbung des Kronprinzen das Bild des zukünftigen Königs der Verlobten Sofia Magdalena in Kopenhagen überreichte.

Auch als Nils Philip Gyldenstolpe 1773 Regierungsvertreter in der Region Gävleborg wurde, hatte er weiterhin ein sehr enges Verhältnis zum Königshaus und diente als Informator des Königs und konnte diesem immer über die Denkweise der schwedischen Führungsschicht berichten. Warum Gyldenstolpe jedoch für die schwedische Geschichte wirklich Bedeutung erlangte, lag an seiner sehr umfassenden Bibliothek, die aus etwa 2000 Bänden bestand und einen sehr guten Einblick in das Zeitgeschehen und Denken jener Epoche bietet. Auf Grund seiner Verschwendungssucht, starb Nils Philip Gyldenstolpe am 20. Februar 1810 verarmt und hinterließ bedeutende Schulden.


19. Februar 1719: Georg Heinrich von Görtz wird hingerichtet
19. Februar 1733: Der schwedische Botaniker Daniel Solander
19. Februar 1859: Svante Arrhenius, der erste schwedische Nobelpreisträger 
19. Februar 1865: Sven Hedin, Abenteurer und Schriftsteller in fernen Ländern 
19. Februar 1930: Kjell Espmark, ein Leben für eine unsterbliche Literatur
19. Februar 1978: Arvid Olson und die Filmanimation in Schweden 
19. Februar 1990: Ingvar Carlsson wird dreimal schwedischer Ministerpräsident

Copyright: Herbert Kårlin

In Scandic Hotels wohnen

Montag, 29. Dezember 2014

Der schwedische Diplomat Gustaf af Wetterstedt

Gustaf af Wetterstedt kam am 29. Dezember 1776 im heute finnischen Vasa als Sohn eines Freiherren zur Welt und begann bereits in seiner frühen Jugend eine militärische Karriere, die er jedoch bereits 1796 wieder an den Nagel hing, denn mit einem Kanzleiexamen der Universität Uppsala in der Tasche, wurde af Wetterstedt in der Kanzlei des Auswärtigen Amts beschäftigt an der er sehr schnell im Rang stieg so dass er Gustav IV. Adolf während seines Feldzuges gegen Deutschland begleitete und nach der Revolution des Jahres 1809 zum Staatssekretär ernannt wurde.

In seiner Eigenschaft als Staatssekretär, wenig später auch als Hofkanzler, kann man Gustaf af Wetterstedt geradezu als Außenminister Schwedens betrachten, denn in den folgenden Jahren unterzeichnete er alle wichtigen Verträge mit anderen Ländern und vertrat Schweden bei den verschiedensten Friedensverhandlungen. Auf Grund seiner erfolgreichen Verhandlungstechnik wurde af Wetterstedt bereits 1818 zu einem der Herren des Reiches ernannt und sechs Jahre später wurde er auch offiziell Außenminister und Direktor der königlichen Kanzlei, was der größte Vertrauensbeweis war, den ein Politiker jener Zeit erhalten konnte.

Während seiner Zeit als Außenminister war Gustaf af Wetterstedt, unter anderem, der Verhandlungspartner der das Ende der schwedischen Sklaverei herbeiführte und er unterzeichnete die wichtigsten Handelsabkommen mit Preußen, den USA, Russland und Dänemark, was Schweden auch zu einem gewissen Aufschwung verhalf. 1811 wurde af Wetterstedt in die Svenska Akademien gewählt, der in der Folge die Wahl in zahlreiche andere Akademien des Landes folgten. Gustaf af Wetterstedt starb am 15. Mai 1837 im Alter von 61 Jahren.


29. Dezember 1905: Der schwedische Erfinder Martin Wiberg
29. Dezember 1940: Die schwedische Künstlerin Hanna Pauli
29. Dezember 1980: Der schwedische Künstler Axel Nilsson
29. Dezember 1999: Das Museum Tre Kronor in Stockholm

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 12. Dezember 2014

Der schwedische Philosoph Nils von Rosenstein

Nils von Rosenstein kam am 12. Dezember 1752 als Sohn eines Professors in Medizin in Uppsala zur Welt und schrieb sich bereits im Alter von elf Jahren in der dortigen Universität ein. Wann von Rosenstein sein Studium an der Universität Uppsala abschloss, ist ungewiss, aber ab 1771 arbeitete er bereits erst Kanzleiangestellter und unter Gustaf Filip Creutz wurde er 1782 Sekretär der schwedischen Botschaft in Paris. Dort kam von Rosenstein auch in Kontakt mit Benjamin Franklin und dem englischen Philosophen John Locke, was sich bedeutend auf seine Zukunft auswirken sollte.

Nach seiner Rückkehr nach Stockholm wurde Nils von Rosenstein, ein Günstling des Königs Gustav III. Privatlehrer des Kronprinzen Gustaf Adolf. Während der elf Jahre, die er den späteren Gustav IV. Adolf unterrichtete, war sein gesamtes Streben dem zukünftigen König die französische Aufklärung näherzubringen, eine Erziehung, die zum großen Teil auch über das Denken des späteren Königs entschied. Als Gustav III. im Jahre 1786 die Svenska Akademien gründete, setzte er Nils von Rosenstein als ihren ersten ständigen Sekretär ein, eine Aufgabe, die dieser 38 Jahre lang einnahm.

Im Jahre 1787 gründete Nils von Rosenstein, gemeinsam mit seinem Freund Johan Henrik Kellgren, die Ordensgemeinschaft Pro sensu communi im Sinne der französischen Aufklärung, was letztendlich bedeutete, dass die beiden Gründungsmitglieder die einzigen Mitglieder des Ordens waren und blieben. Nach dem Mord an Gustav III. wurde die Karriere  von Rosensteins kurz unterbrochen, da man vermutete er gehöre zu den Jakobinern, aber nach dem Staatsstreich im Jahre 1809 wurde von Rosenheim zum Staatssekretär ernannt. Von Rosenstein, der am 7. August 1824 blind und senil starb, hinterließ mit seinem Werk Försök till en afhandling om upplysningen die bedeutendste schwedische Abhandlung über die Zeit der Aufklärung.


12. Dezember 1849: Anders Lindeberg kämpft für ein freies Theater
12. Dezember 1853: Henrik Menander, der Arbeiterdichter Skånes
12. Dezember 1868: Axel Petersson, bekannt als Döderhultam
12. Dezember 1881: Emil Hammarlund gründet die schwedische Lehrerzeitschrift
12. Dezember 1949: Saab 92, das erste Fahrzeug des Autoherstellers Saab
12. Dezember 1989: Gunnar Nilson, in Jazzkreisen bekannt als Siljabloo
12. Dezember 2010: Der Tag des Weihnachtssterns in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin