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Dienstag, 2. Mai 2017

Der schwedische Architekt Ragnar Hjorth

Ragnar Hjorth kam am 2. Mai 1887 als Sohn eines Pädagogen und Schulreformators in Stockholm zur Welt und studierte erst an der Tekniska Högskolen bevor er sich 1912 an der Kunstakademie einschrieb um zwei Jahre später sein Examen als Architekt abzulegen. Zwischen 1917 und 1921 war Hjorth mehrmals Lehrer für Geschichte der Architektur an der Kunsthochschule, parallel zu seiner Anstellung im schwedischen Bauamt. In diesem Zusammenhang wurde Hjorth auch ein Reisestipendium verliehen, das ihm 1921 eine einjährige Studienreise nach Frankreich, England und Italien ermöglichte.

Auch wenn Ragnar Hjorth während seiner Studienzeit zu einem Spezialisten in Jugendstil und der Nationalromantik ausgebildet wurde, sollte der Architekt weder in seiner staatlichen Aufgabe, noch als Privatarchitekt, je ein Gebäude in diesen beiden Stilen bauen, sondern sich während der erste Jahre dem Klassizismus widmete um dann in den 30er Jahren zu offenen Flächen und dem Funktionalismus zu finden, also ein Vorreiter der modernen Architektur Schwedens zu werden. Den neoklassischen Stil Hjorths findet man insbesondere im Gebäude der Nobelstiftung in Stockholm und den Übergang zum Funktionalismus dann beim Technischen Museum.

Mit der Zeit erhielt Ragnar Hjorth, der bis zu seiner Pensionierung im Bauamt arbeitete und seit 1927 auch als Schlossarchitekt tätig war, immer mehr Restaurationsaufträge, da er mehrere Baustile beherrschte und daher die Originalstrukturen der Bauten weitgehend erhalten konnte. In diesem Rahmen arbeitete Hjorth, unter anderem, am Schloss Haga, der Domkirche in Göteborg und der Klosterkirche Nydala. Bereits ab dem Ende der 30er Jahre strebte Ragnar Hjorth, der am 2. Mai 1971 in Stockholm starb, sowohl bei Neubauten als auch bei Restaurationen zu einer allgemeingültigen Architektur, im Gegensatz zur Romantik und der Einzigartigkeit eines Gebäudes, was ihn von vielen Architekten der Epoche unterschied.


2. Mai: Åsa, mehr als nur ein Namenstag
2. Mai 1754: Hedemora brennt bis auf wenige Häuser nieder
2. Mai 1797: Gustaf Engzell, der konservative Modernist der schwedischen Literatur
2. Mai 1844: Der Dichter und Priester Carl Fredric Dahlgren
2. Mai 1848: Harald Hjärne als Historiker und Politiker
2. Mai 1875: Der schwedische Künstler Gunnar Hallström
2. Mai 1981: Olle Bærtling, der gemobbte Künstler Schwedens
2. Mai 2007: Magnus Stenbock und die Ansicht eines Grafen

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 19. April 2017

Der Architekt Erik Julius Lallerstedt

Erik Lallerstedt kam am 19. April 1864 als Sohn eines Gutsbesitzers in Skå  zur Welt und studierte nach seiner Hochschulreife von 1882 bis 1886 Architektur an der Königlich Technischen Hochschule (KTH) in Stockholm, und ergänzte diese Ausbildung mit einem Studium an der Kunsthochschule, das er 1889 abschloss. Bereits im folgenden Jahr öffnete Lallerstedt dann sein eigenes Architekturbüro in Stockholm, das er bis 1944 betrieb, nahm jedoch auch Aufgaben im staatlichen Bauwesen an, wobei der Architekt auch ein dreijähriges Reisestipendium erhielt um sich mit der Bauweise in anderen europäischen Ländern vertraut zu machen.

Eine der ersten Arbeiten des Architekten Erik Lallerstadt war der Bau der Peterskirche in Stockholm, die eine Mischung aus Neugotik und Jugendstil präsentiert, also einen gewissen Kontrast zu seinen anderen Bauten jener Epoche ausmacht, da Lallerstedt die ersten 20 Jahre zeitgemäß vor allem im Jugenstil und der nordischen Nationalromantik baute, was man sehr deutlich am Trygghuset und der KTH in Stockholm feststellen kann, die beide in Ziegelsteinen gebaut wurden und beide Stilrichtungen der Zeit, wenn auch auf unterschiedliche Weise, sehr deutlich zeigen. Ab 1911 ging Lallerstedt dann, ebenfalls der Zeitströmung folgend, mehr und mehr zum Neoklassizismus über.

Da Erik Lallerstedt über 50 Jahre lang als Architekt arbeitete, sowohl an privaten als auch öffentlichen Aufträgen, und zudem versuchte die Zeitströmungen zu erfühlen, findet man unter seinen Werken alle architektonischen Linien vom Stilpluralismus Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Funktionalismus. Eine gewisse zwiespältige Einstellung hatte Lallerstedt, der am 2. Februar 1955 in Stockholm starb, zum Funktionalismus, der in die letzte Phase seines Wirkens fiel, denn einerseits schätze er die rationalistische Einstellung zur Raumschaffung, zum anderen versuchte er grundsätzlich frühere Silrichtungen hinzuzufügen um die nüchterne Bauweise etwas aufzulockern.


19. April 1552: Olaus Petri und die schwedische Reformation
19. April 1632: Sigismund, ein König nicht wie die anderen
19. April 1738: Der schwedische Bischof Johan Wingård
19. April 1864: Der schwedische Architekt Erik Lallerstedt
19. April 1873: Die Künstlerin und Schriftstellerin Ruth Milles
19. April 1892: Sigfrid Lindström und die moderne Welt der Sagen
19. April 1916: Der Trollhätte-Kanal wird für den Verkehr geöffnet
19. April 1958: Von Trelleborg nach Sassnit
19. April 1986: Der schwedische Komponist Dag Wirén
19. April 2004: Per Verner-Carlsson, der Revolutionär des schwedischen Theaters

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 17. März 2017

Der Architekt und Bauherr Wilhelm Klemming

Wilhelm Klemming wurde am 17. März 1862 als Sohn eines Fabrikanten in Stockholm geboren und begann nach seiner Hochschulreife im Jahre 1879 ein Architekturstudium an der Königlich Technischen Hochschule. Da Klemming dieses Studium jedoch als zu theoretisch und langweilig empfand, wechselte er 1880 zur Technischen Schule in Stockholm über. Nach dem Abschluss seines Studiums arbeitete Klemming zwei Jahre lang bei einem renommierten Architekturbüro der schwedischen Hauptstadt und gewann dabei die praktische Erfahrung, die ihm 1884 den Weg zu einem eigenen Architekturbüro ebnete.

Bereits wenige Jahre nachdem Wilhelm Klemming sein eigenes Architekturbüro gegründet hatte, erhielt er den Auftrag das Klara-Bad in Stockholm umzubauen, was seine Karriere in eine völlig neue Bahn bringen sollte, denn der Auftraggeber ging pleite, Klemming übernahm das Bad, baute es aus und um, und schuf damit eine der besten Badeeinrichtungen Stockholms. Als er sein Bad einige Jahre später an die staatliche Eisenbahn verkaufen musste, da diese das Grundstück benötigte, errichtete Klemming 1904 das Centralbad auf Norrmalm, ein vorbildlicher Bau im Jugendstil. Ab dieser Zeit erhielt Klemming dann zahlreiche Aufträge für Badeeinrichtungen und wurde eine schwedische Referenz für Hallenbäder.

Gegen 1915 gab Wilhelm Klemming sein Architekturbüro auf um mehr als architektonischer Meinungsbildner in Stockholm zu arbeiten. Durch Vorträge und die Arbeit mit zahlreichen Vereinen propagierte er das angelsächsische Vorstadtbild und die Einrichtung von amerikanischen Parkanlagen. Mit Hilfe von zahlreiche Artikel wollte er auch Grünflächen in der Stadtplanung einflechten um die Betonstadt Stockholm grüner und menschlicher zu gestalten. Auf diese Weise prägte Klemming das Stadtbild Stockholms zu Beginn des 20. Jahrhunderts, das heute noch an vielen Stellen der Stadt deutlich zu finden ist, und dies, ohne selbst noch intensiv als Architekt zu arbeiten.


17. März 1650: Die Karriere von Carl Carlsson Gyllenhielm
17. März 1719: Ulrika Eleonora wird Königin von Schweden
17. März 1735: Axel Wrede Sparre und die schwedischen Freimaurer
17. März 1796: Der schwedische Architekt Carl Fredrik Adelcrantz
17. März 1814: Der schwedische Künstler Johan Peter Molin
17. März 1858: Harald Molander, ein Leben für das Theater
17. März 1908: Weibliche Polizei in Schweden
17. März 2005: Czesław Słania, ein schwedischer Künstler der Miniatur
17. März 2008: Ein Doppelmord in Arboga 

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 8. August 2016

Die schwedische Künstlerin Anna Ankarcrona

Anna Ankarcrona kam am 8. August 1886 als Tochter eines Disponenten der Waffenfabrik in Huskvarna in Tenhult im Småland zur Welt. Nach dem Tod des Vaters zog die Familie 1894 nach Stockholm, wo Ankarström auch aufwuchs. Ab dem Jahrtausendwechsel verbrachte die junge Frau ihre Sommer überwiegend bei ihrem um 17 Jahre älteren Bruder in Dalarna, was ihre künstlerische Neigung anregte und auch dazu führte, dass man in ihren späteren Werken, insbesondere bei ihren Aquarellen, sehr häufig Motive aus der Umgebung Leksands findet.

Ab 1903 besuchte Anna Ankarcrona die Tekniska skolan in Stockholm, das heutige Konstfack, setzte jedoch anschließend ihre Studien noch an der Högre Konstindustriella Skolan fort, die sie 1908, mit einem Abschluss als Musterzeichnerin, verließ. Ab dieser Zeit machte sich Ankarcrona einen Ruf als Zeichnerin von sogenannten Hyllningsadresser zu, eine Artwork, die die Kunst des Zeichnens und der Kalligraphie verbindet und die als Vorläufer der künstlerischen Glückwunschkarten gelten kann. Die Motive Ankarcronas waren deutlich mit dem Jugendstil und der schwedischen Nationalromantik verbunden.

Aber auch wenn Anna Ankarcrona eine sehr persönliche Kunst lieferte und auch Aquarelle malte und zahlreiche Muster für Kleidungsstücke ausarbeitete, gelang ihr der Durchbruch als Künstlerin nur in einem sehr eingeschränkten Kreis, denn sie bekam ein Kind von einem verheirateten Mann, den sie später heiratete, als weibliche Künstlerin war sie in jenen Jahren zudem gerade einmal geduldet und letztendlich litt sie auch noch an Rheumatismus, der ihr es bereits im Alter von Mitte 40 unmöglich machte noch künstlerisch aktiv zu sein. Auf Grund dieses Handikaps nahm sich Ankarcrona am 22. September 1935 auch das Leben. Ihre einzige große Ausstellung fand bisher im Sommer 2013 im Kunstmuseum in Leksand statt, das 2006, nach dem Tode des Sohnes der Künstlerin, den gesamten Nachlass der Künstlerin erhalten hatte.


8. August: Krebspremiere und Krebsfeste in Schweden
8. August 1646: Johannes Rudbeckius und die erste Mädchenschule Schwedens
8. August 1807: Emilie Flygare-Carlén und der Regionalroman der Westküste
8. August 1828: Carl Peter Thunberg, ein Leben für die Botanik und die Medizin
8. August 1937: Cornelis Vreeswijk, eine musikalische schwedische Legende 
8. August 1973: Vilhelm Moberg und die schwedischen Auswanderer
8. August 1993: Eine JAS 39 Gripen stürzt in Stockholm ab
8. August 2008: Das letzte Konzert der Gruppe Broder Daniel

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 26. Juni 2016

Der schwedische Architekt Alfred Grenander

Alfred Grenander kam am 26. Juni 1863 als Sohn eines Politikers in Skövde zur Welt und arbeite als Maurer bevor er Fortbildungskurse an der KTH (Königlich Technische Hochschule) in Stockholm besuchte. 1885 begann Grenander dann jedoch ein Architekturstudium an der Technischen Hochschule in Berlin, das er 1888 abschloss. In den Folgejahren arbeitete Grenander in verschiedenen Architekturbüros, bis er 1896, gemeinsam mit Otto Spalding, ein unabhängiges Architekturbüro gründete, das allerdings nur bis 1903 existierte.

In Berlin engagierte sich Alfred Grenander ab 1902 am Bau der U-Bahn, was bereits 1905 dazu führte, dass Grenander zum Chefarchitekt des U-Bahn-Baus ernannt wurde. Bis 1931 war der Architekt dann mit dem Bau von rund 70 U-Bahnhöfen beschäftigt, die er teilweise im Jugendstil, teilweise in der modernen klassischen Bauweise entwarf. Noch heute sind große Teile dieser Bahnhöfe erhalten, was bedeutet, dass man die Hauptwerke Grenanders in Berlin findet, nicht in Schweden. Auch der Friedhof der schwedischen Gemeinde in Berlin, inklusive dem schmiedeeisernen Tor, entstammen der Feder des Architekten.

Auch wenn Alfred Grenander überwiegend in Berlin lebte und dort arbeitete, so hatte er bereits 1906 auch in Falsterbo ein Haus für sich gebaut in dem die Familie ihre Sommer verbrachte. In Falsterbo entstand die für die damalige Zeit vollkommen aus dem Rahmen fallende Villa Tångvalle, denn Grenander baute nicht nur ein rosa Gebäude im Jugendstil, sondern er schuf dabei auch ein Sommerhaus im modernsten deutschen Stil, denn das Gebäude glich in keiner Weise eine Stadtvilla, wie sie in Schweden zu jener Zeit üblich waren, und er passte das Gebäude zudem der Natur an, fügte eine große Veranda hinzu um im Freien essen zu können und baute einen Gesellschaftsraum in dem an auch  zahlreiche Freunde treffen konnte. Tångvalla unterscheidet sich noch heute von der schwedischen Architektur und selbst die anderen Häuser in Falsterbo, die Grenander entwarf, sind mehr dem schwedischen Geschmack angepasst.


26. Juni 1690: Knut Kurck und der Widerstand gegen die Macht des Königs
26. Juni 1939: Der Göteborg-Kolorist Ivan Ivarson
26. Juni 1942: Gunnar Mascoll Silfverstolpe, der intime Alltagsdichter Schwedens
26. Juni 1959: Ingo (Ingemar Johansson) wird Weltmeister im Schwergewicht
26. Juni 1977: Der schwedische Sozialmediziner und Sexologe Gunnar Inghe
26. Juni 1987: Göteborger Humor in Film und Theater

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Sonntag, 19. April 2015

Der schwedische Architekt Erik Lallerstedt

Erik Lallerstedt wurde am 19. April 1864 in Skå, einem Stadtteil des heutigen Ekerö im Uppland als Sohn eines Gutsbesitzers geboren und schrieb sich im Alter von 18 Jahren sowohl an der Königlichen Technischen Hochschule als auch der Kunstakademie in Stockholm ein um dort bis 1889 Architektur zu studieren, wobei er sich unmittelbar nach dem Studium als selbständiger  Architekt in Stockholm niederließ, was auch in jener Zeit ungewöhnlich war und ein gewisses Kapital und Beziehungen voraussetzte. Nur drei Jahre später wurde Lallerstedt, parallel zu seiner unabhängigen Aktivität, zum Architekten des staatlichen Bauamts ernannt.

Eines der ersten Werke von Erik Lallerstedt war die Sankt Peterskirche in Stockholm bei der der Architekt Jugendstil mit neugotischen Elementen mischte. Bereits in den Anfangsjahren machte sich Lallerstedt, der sehr bald vom Jugendstil auf die Nationalromantik überging, einen Namen als monumentaler Ziegelarchitekt, der sich vor allem mit seinem im Jahre 1910 fertiggestellten Trygghuset in Stockholm einen Namen verschaffte. Seine Anpassungsfähigkeit an die aktuellsten Strömungen der nordischen Architektur führte auch dazu, dass Erik Lallerstedt ab 1907 als Professor an die Königliche Technische Hochschule berufen wurde.

Nach Fertigstellung des Trygghuset wurde Erik Lallerstedt damit beauftragt im ganzen Land Banken, Telegrafenhäuser und Postgebäude zu bauen bei denen er bis zu drei Stilrichtungen der Epoche zusammenlaufen ließ, da sich zum Jugendstil und der Nationalromantik auch bald der Klassizismus hinzufügte und ab den 30er Jahren, wenn auch nur in eingeschränktem Masse, sogar der Funktionalismus, dem der Architekt jedoch sehr kritisch gegenüberstand. Wenn man den Bauten Lallerstedts, der am 2. Februar 1955 in Stockholm starb, chronologisch folgt, so sieht man dabei eine Entwicklung, die von der anfänglichen Stilarchitektur bis zum Funktionalismus führt, sich also im Laufe der Zeit sechsmal den Zeitströmungen anpasste.


19. April 1552: Olaus Petri und die schwedische Reformation
19. April 1632: Sigismund, ein König nicht wie die anderen
19. April 1738: Der schwedische Bischof Johan Wingård
19. April 1892: Sigfrid Lindström und die moderne Welt der Sagen
19. April 1916: Der Trollhätte-Kanal wird für den Verkehr geöffnet
19. April 1958: Von Trelleborg nach Sassnit
19. April 1986: Der schwedische Komponist Dag Wirén
19. April 2004: Per Verner-Carlsson, der Revolutionär des schwedischen Theaters

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Samstag, 7. Januar 2012

Die Thielska Galleriet, ein Kunstmuseum in Stockholm

Am 7. Januar 1926 öffnete das Kunstmuseum Thielska Galleriet im Stockholmer Stadtteil Djurgården seine Türen für die Allgemeinheit, das vermutlich vornehmste und architektonisch interessanteste Kunstmuseum der schwedischen Hauptstadt. Die Thielska Galleriet, die von einer Stiftung getragen wird, allerdings in Gebäuden, die mittlerweile dem Staat gehören, findet man weltweit die größte und interessanteste Sammlung von Edvard Munch. Neben Munch werden in diesem Kunstmuseum vor allem Werke des schwedischen Konstnärförbundets zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgestellt.

Die Thielska Galleriet wurde von Ernest Thiel gegründet, der als einer der bedeutendsten Kunstsammler Schwedens gilt. Ab 1896 kaufte Ernest Thiel Kunstwerke, die er in seinem Wohnhaus, das sich immer mehr zu einer Privatgalerie entwickelte und nur wenig einer Wohnung glich, ausstellte. Nach dem ersten Weltkrieg ging sein Finanzimperium dem Ende entgegen und 1922 war der Kunstsammler und Mäzen gezwungen das Gebäude und seine Sammlung dem schwedischen Staat zum Kauf anzubieten. Bereits 1924 kaufte der schwedische Staat dann Gebäude und Sammlungen, um das Bauwerk, erneut zwei Jahre später, als Kunstmuseum der Allgemeinheit zu öffnen.

Die Thielska Galleriet wurde vom Architekten Ferdinand Boberg im Jugendstil erbaut und liegt auf dem Blockhusudden, einem Standort, den Ernest Thiel nur notgedrungen akzeptierte, denn ursprünglich war das Gebäude in nächster Nähe von Prinz Eugens Residenz gedacht. Vielleicht wäre dieser Plan auch genehmigt worden, wenn Ernest Thiel nicht das Gedankengut Friedrich Nietzsches verfochten hätte. Da Prinz Eugen einen solchen Freidenker nicht in seiner Nähe haben wollte, legte König Oscar II. sein Veto ein und Ernest Thiel musste sich mit einem abgelegeneren Bauplatz begnügen.

7. Januar 2004: Ingrid Thulin, von Sollefteå nach Hollywood


Copyright: Herbert Kårlin