Freitag, 14. Oktober 2016

Der Künstler und Architekt Lars Jacob von Röök

Lars Jacob von Röök kam am 14. Oktober 1778 in Stralsund als Sohn eines Militärs zur Welt und begann daher ebenfalls eine Laufbahn innerhalb des Militärs. In der Brigade für Befestigungen wurde von Röök schon im Alter von 17 Jahren Offizier. In dieser Eigenschaft macht er im Auftrag der schwedischen Krone mehrere Reisen zu europäischen Befestigungsanlagen, insbesondere nach Spanien, Portugal und Italien. In Italien stellte von Röök fest dass er sich weitaus mehr für die Kunst interessierte als für seinen Beruf, was 1809 dazu führte dass er der militärischen Karriere den Rücken wandte um Künstler zu werden.

Über die folgenden Jahre des Künstlers ist kaum etwas bekannt, denn Lars Jacob von Röök taucht erst wieder ab 1823 auf, als er erneut nach Italien fährt um dort zu malen und an Skulpturen zu arbeiten. Ein Jahr später kehrte von Röök zurück nach Schweden und veröffentlicht das Kunstbuch Anteckningar under en resa på Sicilien. Die Bilder und Zeichnungen aus Italien geben allerdings nicht den Eindruck der dortigen Realität, denn von Röök folgte bei seinen Arbeiten den Einstellungen der anderen nordischen Künstler und betrachtete Italien aus einer idealisierten Perspektive in der die Italiener keine Rolle spielten, sondern nur als Ingredienz der Natur oder der städtischen Umgebung betrachtet werden.

Im Jahre 1830 wurde Lars Jacob von Röök dann Verwalter des Konglig Musem in Stockholm, dem heutigen Nationalmuseum, dessen Sammlungen er so umgestaltete, dass sie den anderen großen europäischen Museen entsprachen und die Grundlage für den heutigen Aufbau des Nationalmuseums sind. Neun Jahre später wurde von Röök auch zum Hofintendanten ernannt und in die Akademie der Künste aufgenommen. 1850 nahm von Röök Abschied von seinen verschiedenen Aufgaben und arbeitete nur noch für die Privatsammlung des Königs Oscar I. und arbeitete an Ausschmückungen des Haga Schlosses. Von den architektonischen Arbeiten des Künstlers ist heute nur noch wenig erhalten, unter anderem jedoch das Gartenhaus des Schlossparks in Finspång.


14. Oktober 1758: Die Entstehung der Norrköpings Tidningar
14. Oktober 1793: Erik Johan Stagnelius, der Aussenseiter unter den Dichtern
14. Oktober 1880: Vilhelm Ekelund, zwischen Poesie, Prosa und Philosophie
14. Oktober 1924: Gunnel Linde und der Kinderhilfsverein BRIS
14. Oktober 1941: Hjalmar Söderberg und die schwedische Doppelmoral
14. Oktober 1979: Lasse Dahlquist, vom Seemann zum Sänger
14. Oktober 1983: Die Bjursundbrücke (Bjursundsbron) bei Västervik
14. Oktober 2009: Der Tag der Garnelenbrötchen in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Der Komponist und Pianist Oscar Byström

Oscar Byström wurde am 13. Oktober 1821 als Sohn eines Oberleutnants in Stockholm geboren und begann 1834 Musik zu studieren, schrieb sich jedoch bereits zwei Jahre später an der Kriegsakademie in Karlberg ein und machte dort eine Offiziersausbildung, was dazu führte dass Byström bis zu seiner Pension im Jahre 1872 eine doppelte Aktivität betrieb, denn bereits in den 50er Jahren interessierte er sich mehr für die Komposition und Kammermusik als für die militärische Karriere, ohne jedoch in einer der beiden Richtungen eine wahre Größe zu erreichen oder sich für eine Linie zu entscheiden.

Seiner Freundschaft mit dem Sängerprinzen Prinz Gustaf verdankte Oscar Byström dass er am Hof Prinzessin Eugénie Klavierunterricht geben durfte und 1866 zum Inspektor an der Musikalischen Akademie ernannt wurde. Dass die Leistungen Byströms als Pianist allerdings nur beschränkt waren, schließt man aus der Tatsache, dass er bei keinem seiner Konzerte je ein anspruchsvolleres Stück spielte und vor allem zu leichteren Kompositionen von Bach, Chopin und Schubert griff. Aber allein sein Ruf als Komponist und Musiker verhalfen Byström dazu 1876 zum Direktor des Musikalischen Gesellschaft in Åbo (Turku) zu werden und als Kapellmeister in Helsingfors (Helsinki) zu wirken.

Bereits als Inspektor des Stockholmer Konservatoriums, der Musikalischen Akademie, gab Oscar Byström mehrere Musiklehren für unterschiedliche Instrumente heraus und begann schwedische Volksmusik zu sammeln, obwohl ihm seine Aufgabe als Militär nur eine begrenzte Zeit dafür ließ. Wirklich bedeutend wurde Byström für seine Leistungen innerhalb der Kirchenmusik Schwedens, denn der Musiker studierte sehr intensiv die Choräle und gab in nur wenigen Jahren in etwa 1700 Orten des Landes Kirchenkonzerte, wo er insbesondere die ältere Kirchenmusik Schwedens präsentierte. Byström verdankt man auch eine bedeutende Sammlung an lutherischen Chorälen, die für die Musikgeschichte noch heute noch von hohem Wert sind.


13. Oktober 1662: Der schwedische Rechtsgelehrte Laurentius Gunnari Banck
13. Oktober 1796: Anders Retzius, ein Wissenschaftler und seine Theorien 
13. Oktober 1857: Alfred Berg entdeckt als Student die Musik
13. Oktober 1924: Harry Schein, der Gründer des Svenska Filminstitutets (SF)
13. Oktober 1931: Ernst Didring und die schwedische Gesellschaft gegen 1900
13. Oktober 1956: Harry Martinson, das Schicksal eines schwedischen Dichters 
13. Oktober 1962: Svensktoppen, die Hitliste des schwedischen Staatsfunks

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Der schwedische Schriftsteller Clas Livijn

Als der Schriftsteller Clas Livijn am 12. Oktober 1844 in Stockholm starb, hinterließ er im Grunde nur ein einziges bedeutendes Werk, das 1824 erstmals unter dem Titel Spader Dame veröffentlicht wurde und die vermutlich beißendste Gesellschaftssatire seiner Zeit war, die den Autor auf das gleiche Niveau stellt wie E. T. A, Hoffmann. In Spader Dame findet man nicht nur eine deutliche Gesellschaftskritik, sondern Livijn zeigt dabei auch die gesamte Breite seines schriftstellerischen Könnens. Die Einzigartigkeit des Werkes drückt sich auch dadurch aus, dass Spader Dame noch 1997 von der Svenska Akademien neu aufgelegt wurde.

Clas Livijn war am 12. November 1781 als Sohn eines Priesters in Skänninge zur Welt gekommen. Als Livijns Vater zu Beginn der 80er Jahre starb und die Mutter über das Vermögen der Familie entschied, war Lilijn gezwungen sich einen Großteil seines Lebensunterhalts selbst zu verdienen, da die Mutter ihre Kinder nicht von ihrem Reichtum profitieren lassen wollte. Dieses Verhalten führte vermutlich auch zum Hass, den Livijn später gegenüber dem Bürgertum zeigte und in seinen Werken sehr deutlich ausdrückte. Livijn nabelte sich dabei auch von der gesamten Gesellschaft ab, denn er kritisierte auf satirische Weise alle anerkannten Poeten jener Epoche und stellte sich gegen die leichte Bestechlichkeit aller Beamter, die der Schriftsteller zudem als ungebildet bezeichnete.

Auch wenn die Karriere von Clas Livijn im Grunde festlag, da eine Linie von Priestern nur neue Priester hervorbringen konnte, und Livij sich mit 19 Jahren an der Universität Lund einschrieb um Theologie zu studieren und er sich, nach dem Tod des Vaters, dieses Studium 1802 an der Universität Uppsala fortsetzte, sollte der Geiz der Mutter diesem Plan ein Ende setzen. Als es Livijn 1804 dann auch nicht gelang ein Stipendium für ein wissenschaftliches Studium zu erringen, blieb ihm nur der Weg zu einer Beamtenlaufbahn und er begann, nach einem Examen in Jura, am Svea Hovrätt zu arbeiten. Aber auch dies sollte keine Karriere ermöglichen, da sich Livijn sich nie für eine gerade Linie entscheiden konnte und selbst innerhalb der Literatur bis zum Lebensende einen persönlichen Weg suchte.


12. Oktober 1617: Gustav II. Adolf wird König von Schweden
12. Oktober 1831: Anders Gustaf Jönsson und die Abstinenzbewegung
12. Oktober 1908: Gösta Knutsson und Pelle Svanslös
12. Oktober 1948: Emilie Rathou, die Gründerin des Vita bandet
12. Oktober 1953: Hjalmar Hammarskjöld, ein Jurist als Ministerpräsident
12. Oktober 1976: Die schwedische Hochspringerin Kajsa Bergqvist 

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Dienstag, 11. Oktober 2016

Der Landschaftsmaler Gustaf Rydberg

Als Gustaf Rydberg am 11. Oktober 1933 in Malmö starb, hatte er sich weitgehend von der offiziellen Kunstszene Schwedens getrennt und ging dennoch als einer der bedeutendsten Landschaftsmaler Skånes (Schonen) in die Kunstgeschichte ein. Einige der bedeutendsten Gemälde des sehr aktiven Künstlers findet man heute im Nationalmuseum in Stockholm und vor allem im Kunstmuseum Malmö, dem er 1929 eine große Anzahl seiner Gemälde schenkte. Seinen Erfolg und seinen Ruf verdankte Rydberg gerade der Tatsache, dass er sich von keiner Kunstrichtung beeinflussen ließ und seine Motive in der Natur, insbesondere an Wasserläufen, suchte

Gustaf Rydberg kam am 13. September 1835 als Sohn eines Postdirektors in Malmö zur Welt und wuchs daher in einem gehobenen bürgerlichen Milieu auf. Sehr früh zeigte sich dass Rydberg sehr wenig für das Lernen übrig hatte, sondern mehr von Pinseln und Farbe angezogen wurde. Die Folge davon war, dass seine Eltern dann dafür sorgten dass der späteres Künstler ab seinem 12. Lebensjahr Privatlektionen im Zeichnen erhielt und sie ihm mit 17 Jahren ein Kunststudium in Kopenhagen ermöglichten. Als Rydberg nach Schweden zurückkehrte, schrieb er sich 1857 an der Kunstakademie in Stockholm ein, und vollendete seine Studien schließlich in Düsseldorf, wo Rydberg zwischen 1859 und 1864 lebte.

Seine Wanderjahre, die den Künstler auch nach Paris, Belgien und Holland führten, beendete Gustaf Rydberg 1875 in Stockholm, wo er eine längere Zeit in den offiziellen Künstlerkreisen der schwedischen Hauptstadt verkehrte, ohne sich jedoch jemals dabei wohl zu fühlen. In diesen Jahren entwickelte sich Rydberg zu einem der ersten Freilichtmalern Schwedens, was zu bedeutenden Spannungen mit anderen Künstlern führte, die überwiegend die traditionelle Malerei des Landes vertraten. 1897 verließ daher Rydberg die etablierten Künstlerkreise und ging nach Skåne, wo er bis zu seinem Tod aktiv blieb. Als Rydberg 85 Jahre alt war, hatte er als Künstler bereits einen so guten Ruf gewonnen dass die Kunstakademie in Stockholm zu Ehren seines Geburtstags eine Jubiläumsausstellung organisierte in der nicht weniger als 260 Werke des Künstlers zu sehen waren.


11. Oktober 1816: Der Schauspieler und Theaterdirektor Edvard Stjernström
11. Oktober 1858: Der schwedische Künstler Nils Kreuger
11. Oktober 1862: Der schwedische Künstler Alf Wallander
11. Oktober 1891: Skansen in Stockholm, Tierpark und Museumsdorf
11. Oktober 1948: Göran Rosenberg und die Freiheit der Juden
11. Oktober 1996: Radiostation in Grimeton unter Denkmalschutz

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 10. Oktober 2016

Die schwedische Künstlerin Anna Gardell-Ericson

Anna Gardell-Ericson, geborene Gardell, kam am 10. Oktober 1853 als Tochter eines Beamten in Visby auf Gotland zur Welt. Gardell-Ericson begann sehr früh zu malen, da sie bereits im Alter von 16 Jahren in die Schweiz geschickt wurde um dort Kunst zu studieren. Nach ihrer Rückkehr nach Schweden schrieb sich die Künstlerin 1872 an der Kunstakademie in Stockholm ein und kam über ihren Lehrer, Per Daniel Holm, an die Freilichtmalerei, die um jene Zeit in Frankreich sehr bedeutend war. Bereits während ihres Studiums an der Akademie, das sie 1878 abschloss, nahm Gardell-Ericson an mehreren Ausstellungen teil, wobei sie bei der 1876 bei der Jahrhundertausstellung in Philadelphia auch eine Bronzemedaille für ihre Leistungen erhielt.

1879 ging Anna Gardell-Ericson nach Paris um sich vor allem der Freilichtmalerei zu widmen und begann auch Gemälde von Camille Corot und Charles-François Daubignys zu kopieren, wobei sich die Künstlerin jedoch gleichzeitig auf das Malen von Landschaften spezialisierte. 1882 stellte Gardell-Ericson mit großem Erfolg im Salon de Paris aus, erhielt einen Dauerauftrag zweier Kunstfirmen und im gleichen Jahr heiratete sie den ebenfalls in Frankreich bekannten Künstler Johan Ericson. Nur zwei Jahre später brach jedoch in Paris eine Choleraepidemie aus und das Ehepaar zog es vor nach Göteborg zu ziehen.

Während Johan Ericson in Göteborg als Zeichenlehrer arbeitete, blieb Anna Gardell-Ericson der freien Kunst und der Aquarellmalerei treu. Da man in Schweden jedoch die traditionelle Malerei hervorhob, konnte die Künstlerin erst ab der Jahrtausendwende bis zu ihrem Tod am 2. Juni 1939 in Stockholm ihre Werke ausstellen. Die Aquarelle der Künstlerin, die auch in Schweden insbesondere Landschaften malte, konnte man zu einem großen Teil bei einer Erinnerungsausstellung im Göteborger Kunstmuseum nur wenige Monate nach ihrem Tod  sehen. Die Werke Gardell-Ericsons sind heute, neben dem Nationalmuseum und dem Göteborger Kunstmuseum, auch in einigen ausländischen Museen zu finden.


10. Oktober 1471: Sten Sture der Ältere geht bei Brunkeberg als Sieger hervor
10. Oktober 1625: Erik Dahlbergh und die schwedischen Festungen
10. Oktober 1877: Peter Wieselgren und die schwedische Abstinenzbewegung
10. Oktober 1878: Mia Leche-Löfgren und die autobiographische Literatur Schwedens
10. Oktober 1950: Die schwedische Schriftstellerin Karin Wahlberg
10. Oktober 2011: Der Illustrator und Kinderbuchautor Ulf Löfgren

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Sonntag, 9. Oktober 2016

Die Feuerwache Johannes in Stockholm

Der Brandschutz war in Städten wie Stockholm seit frühester Zeit von größter Bedeutung, auch wenn man rechtlich erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts konkrete Gesetze schuf, die allerdings davon ausgingen, dass jeder Hausbesitzer Stockholms Vorsorgemaßnahmen betreiben musste, zum Beispiel Wassertonnen auf dem Speicher zu finden sein mussten, aber auch andere Vorkehrungen getroffen wurden, die regelmäßig von Feuerwehrleuten überprüft wurden. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurden dann in den größeren Städten Schwedens, darunter Stockholm, eine Berufsfeuerwehr vorgesehen, die bei Bränden möglichst schnell vor Ort sein sollte um ein beginnendes Feuer so schnell wie möglich löschen zu können.

In Stockholm wurde ein entsprechedes Gesetz 1875 geschaffen und ein nahezu militärisch geführte Feuerwehr eingeführt. Am 9. Oktober 1878 wurde dann auch die Feuerwache Johannesstationen eingeweiht, die zweite von sieben geplanten Feuerwachen, die auf ganz Stockholm verteilt werden sollten, wobei die Feuerwache Johannes im Stadtteil Norrmalm, neben jener auf Södermalm, eine Zentrale ausmachen sollte und zur Hauptfeuerwache wurde. Mittlerweile ist die Feuerwache Johannes sogar die Zentrale für Großstockholm und damit die wichtigste Feuerwache Schwedens.

Die Feuerwache Johannes in Stockholm wurde im Laufe der Jahre immer weiter ausgebaut und 1916 wurden die Pferde von Feuerwehrautos ersetzt, die weitaus schneller an den Brandorten sein konnten. Seit 2009 findet man in der Feuerwache Johannes auch nahezu die gesamte Feuerwehrverwaltung Stockholms, insbesondere jedoch die zentrale Überwachungsstelle für die schwedische Hauptstadt. Die Rettungszentrale Stockholms wurde bereits Mitte der 90er Jahre im Fels unter der Feuerwache untergebracht und bot einen vollkommenen Schutz gegen C-Waffen und einen begrenzten Schutz gegen Kernwaffen.


9. Oktober 1847: Schweden schafft die Sklaverei ab
9. Oktober 1894: Agnes von Krusenstjerna als Kämpferin gegen den Adel
9. Oktober 1916: Der schwedische Künstler Karl Otto Hultén
9. Oktober 1970: Annika Sörenstam, ein Vorbild im schwedische Golfsport
9. Oktober 1991: Dagmar Lange wird zu Krimiautorin Maria Lang
9. Oktober 1992: Per Olof Sundman und die Sehnsucht nach dem Norden
9. Oktober 2006: Die Abendzeitung Aftonbladet gründet TV7

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 8. Oktober 2016

Die Kirche in Ullared im Halland

Da Ullared vor allem wegen seinem Kaufhaus Gekås besucht wird und in der näheren Umgebung des Ortes einige touristisch sehr interessante Kirchen zu finden sind, liegt die Kirche in Ullared, die am 8. Oktober 1829 eingeweiht wurde, nahezu verlassen neben dem Einkaufszentrum, auch wenn ihre Deckenmalerei von Theodor Mohme  für eine Kirche sehr außergewöhnlich ist, im Gegensatz zum sehr nüchternen Gebäude, das der Architekt Samuel Enander zeichnete, der mehrere Kirchen dieser Art in Auftrag bekam.

Natürlich war die heutige Kirche in Ullared nicht die erste, die an dieser Stelle errichtet wurde, denn an der gleichen Stelle stand bis 1828 eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert, die für den Neubau abgerissen wurde. Als die Ullared Kyrka in den Jahren 2002 und 2003 renoviert wurde, konnten Archäologen bei Ausgrabungen noch deutlich die Form und die Größe der früheren Kirche feststellen, ohne jedoch viel über den Bau sagen zu können, außer dass das Gebäude etwas kleiner war als die aktuelle Kirche. Auch die Rolle der ersten Kirche für die Umgebung Ullareds ist schlecht einzuschätzen, denn Ullared taucht erst mit dem Bau eines Bahnhofs in der Geschichte Schwedens auf.

Die Kleinode der Kirche in Ullared sind insbesondere das Taufbecken, das bereits im 13. Jahrhundert hergestellt wurde und von den Fageredsmeistern hergestellt wurde. Auch die Taufschale aus Messing, die im 18. Jahrhundert hinzukam, wurde noch für die alte Kirche hergestellt. Das gesamte Taufbecken wurde beim Bau der neuen Kirche restauriert, wobei heute auch noch das damals provisorisch benutzte Taufbecken aus Holz in der Kirche zu finden ist. Das zweite Kleinod der Kirche in Ullared ist das Altarbild, das spätestens zu Beginn des 18. Jahrhunderts gemalt wurde. Der Altaraufsatz hingegen wurde 1841 bereits für die heutige Kirche hergestellt.


8. Oktober 1878: Der schwedische Künstler Ivar Arosenius
8. Oktober 1889: Anna Lovisa Öst, bekannt als Lapp-Lisa
8. Oktober 1926: Lars Jansson und die Familie Mumintroll
8. Oktober 1953: Natanael Beskow, ein Dichter moderner Psalmen
8. Oktober 1958: Der Herzschrittmacher, eine schwedische Erfindung
8. Oktober 1958: Åke Senning setzt im Karolinska den ersten Pacemaker ein
8. Oktober 1976: Der schwedische Künstler Arne Jones
8. Oktober 1978: Eine historische Eisenbahnlinie auf Gotland 

Copyright: Herbert Kårlin