Mittwoch, 14. September 2016

Die schwedische Sängerin Sarah Dawn Finer

Sarah Dawn Finer kam am 14. September 1981 in Stockholm zur Welt, auch wenn ihr Name über ihre Eltern, die aus den USA und Großbritannien kommen, nicht an ihre schwedische Herkunft erinnert. Da die Musik in der Familie Finer immer eine große Rolle spielte, kam auch Sarah Down Finer sehr früh mit der Bühne und dem Gesang in Berührung. Im Alter von acht Jahren hatte die Sängerin eine Rolle in der Fernsehserie Maskrosbarn und mit zwölf begann sie im Gospel- und Soulchor One Voice zu singen, einer Musikgruppe, der Finer sieben Jahre lang treu blieb.

Bevor Sarah Dawn Finer ihr erstes Soloalbum veröffentlichte, trat sie mit sehr vielen bekannten Sängern und Sängerinnen Schwedens auf und sammelte Erfahrung. So stand Finer sehr früh mit Björn Skifs, Peter Sjöback, Agnetha Fältskog, Mauro Scocco und vielen anderen Künstlern auf der Bühne, bis Finer 2007 ihr Album I Remember Love veröffentlichte und mit dem Titelsong auf den vierten Platz der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest kam, Platz Eins in den Svensktoppen eroberte und mit der ausgekoppelten Singel auch eine goldene Scheibe erhielt. Ihr zweites Album mit dem Song Moving On, mit dem sie ebenfalls an der Vorausscheidung des ESC teilnahm, und das zwei Jahre später erschien, hatte den gleichen Erfolg.

Sarah Down Finer, die mittlerweile sechs Alben vorweisen kann, machte sich jedoch nicht nur als Sängerin einen Namen, sondern wirkte auch als Schauspielerin in mehreren Filmen, nahm in Magnus Ugglas Revue im Jahre 2010 teil, spielte im Musical Rent und ist als Sprecherin und Sängerin in Zeichentrickfilmen zu hören. Für ihre Rolle im Musical Jekyll & Hyde im Jahre 2008 wurde Sarah Dawn Finer als beste weibliche Hauptrolle sogar für eine Goldmaske nominiert. Finer gehört zu den Sängerinnen Schwedens, die bereit sind auch Humor zu zeigen, was auch das internationale Publikum der Sängerin bemerken konnte, als Finer während des Eurovision Song Contests des Jahres 2013 in Malmö mehrere Sketche zum Besten gab.


14. September 1706: Der Frieden von Altranstädt beendet zwei Kriege
14. September 1730: Sophia Elisabet Brenner, Frauenliteratur im 17. Jahrhundert 
14. September 1805: Hans Magnus Melin und die moderne Bibel Schwedens
14. September 1838: Hanna Ouchterlony und die schwedische Heilsarmee 
14. September 1910: Lasse Dahlquist, vom Seemann zum Sänger 
14. September 1913: Die schwedische Schauspielerin Annalisa Ericson 
14. September 1933: Der Flugzeugträger HMS Gotland wird zu Wasser gelassen
14. September 1974: Die schwedische Stiftung Contra
14. September 2003: Referendum über den Euro in Schweden
 
Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 13. September 2016

Der schwedisch-finnische Künstler Johan Knutson

Als Johan Knutson am 13. September 1899 in Helsingfors (Helsinki) starb, waren seine Landschaften aus Skåne (Schonen) und seine schwedische Herkunft nahezu verblasst, was sich noch heute daran zeigt, dass sich die größte Sammlung seiner Gemälde im finnischen Borgå (Porvoo) befindet. Dass Knutson heute nahezu schon als finnischer Künstler betrachtet wird, liegt aber auch daran, dass er mehrere Porträts von Johan Ludvig Runeberg malte und 48 der 120 Lithografien des Werkes Finland framstäldt i teckningar verwirklichte und bei dieser Arbeit auch Finnland sehr gut kennenlernte.

Johan Knutson war am 28. September 1816 in Allum in Skåne zur Welt gekommen und hatte in Lund, in Kopenhagen und schließlich auch an der Kunstakademie in Stockholm Kunst studiert. Als Knutson sein Studium im Jahre 1840 beendete, suchte Constantin Öhman einen Graveur und Zeichner für sein geplantes Werk über die finnischen Orte. Seine Wahl fiel auf Knutson, der sich sofort bereit erklärte dafür für einige Jahre nach Finnland zu ziehen. Der Künstler zog daher nach Helsingfors, auch wenn das geplante Werk nicht so schnell in Gang kam. Knutson verdiente sich daher sein Geld erst als Porträtmaler und machte gleichzeitig Karikaturen des Straßenlebens von Helsingfors, das er in Finnland jedoch nicht veröffentlichen durfte, da die Polizei diese Art der Karikaturen verbot. Erst 1844 begann Knutson den etwa ein Jahrzehnt lang Finnlands Landschaften und seine Orte zu zeichnen.

Johan Knutson galt in Finnland sein Leben lang als etwas eigenwilliger Künstler, der seine Stärke im Malen von Porträts und den Zeichnungen über Finnland zeigte, während in Schweden seine Karikaturen mit Schilderungen jener Epoche am meisten beeindruckten, was jedoch auch damit zusammenhing dass die Karikatur in Schweden ab den 30er Jahren als Gegenpol zur traditionellen Kunst ihren Durchbruch hatte, in Finnland jedoch um diese Zeit noch als abartig galt. Ab 1860 zeigt sich im Werdegang des Künstlers eine Wende, denn ab dieser Zeit begann er farbenstarke romantische Landschaften im Stil von Carl Larsson zu malen, die allerdings nicht zu seinen besten Werken zählen und nicht mit seinen Landschaften aus Finnland und Skåne konkurrieren können.


13. September 1612: Karin Månsdotter, die erste bürgerliche Königin Schwedens
13. September 1706: Der Frieden von Altranstädt beendet zwei Kriege
13. September 1757: Schweden führt einen Krieg ohne Ergebnisse
13. September 1881: Stockholm wird mit Strom versorgt
13. September 1891: Der schwedische Pianobauer Johan Gustaf Malmsjö
13. September 1924: Der schwedische Architekt Lars Kellman 
13. September 1932: Der schwedische Jazzmusiker Bengt Hallberg
13. September 1943: Gunder Andersson, ein linker Autor der Sport zu Literatur macht

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 12. September 2016

Der schwedische Schriftsteller Olle Svensson

Olle Svensson wurde am 12. September 1904 als Sohn eines Holzfällers und Landwirts in in Sunnansjö in Dalarna geboren, wuchs jedoch überwiegend in Söderala im Hälsningland auf. Da Svensson mit fünf Jahren an Kinderlähmung erkrankte, konnte er keine schwere Arbeit leisten und kam daher mit 13 Jahren als Knecht auf einem Hof, eine Arbeit, die er kaum leisten konnte, wo er jedoch über eine ältere Dienstmagd die Welt der Literatur entdeckte. Als der Vater Olles wenige Jahre später das kleine Gut der Eltern übernahm, zog die Familie nach Gustavsfors und Svensson versuchte sich in verschiedenen Berufen, wobei er 1923 und 1924 parallel dazu auch die Volkshochschule in Bollnäs besuchte.

In diesen Jahren begann Olle Svensson auch Gedichte zu schreiben, ohne jedoch über Jahre hinweg auch nur eines davon verkaufen zu können. Erst als es ihm 1934 gelang seine Gedichtsammlung Som mitt liv zu veröffentlichen, sollte sich dies ändern, auch wenn der Weg zum Schriftsteller immer noch sehr langsam vor sich ging und Svensson versuchte auch über Malerei und Holzschnitzerei bekannter zu werden. Erst in den 40er Jahren kam dann die Anerkennung als Schriftsteller für Svenssen, mit seinen beiden autobiografischen Romanen Hon som ville bli fri, der 1946 erschien, und Han ville bli diktare, der ein Jahr später veröffentlicht wurde. 1948 zog Svensson dann mit seiner Frau Berna wieder nach Sunnansjö, wo er bis zu seinem Tod am 4. September 1972 leben und arbeiten sollten.

Olle Svensson gelang es, trotz dem Dan Andersson Preis und dem Nils Ferlin Preis, nie vollständig als Arbeiterdichter anerkannt zu werden, da er sich an keine offizielle literarische Linie hielt, sondern bei Lyrik zu persönlich schrieb und zu offiziell veraltetem Versmaß griff, und seine Romane passten nicht in das Arbeiterbild seiner Zeit. Als Einzelgänger gelang es Svensson auch nicht sich in den literarischen Kreisen zu zeigen, die wichtig waren um eine Anerkennung zu erfahren, was wiederum dazu führte, dass auch die Literaturkritiker ihn nur nebenbei behandelten. Olle Svensson gilt innerhalb der schwedischen Literatur als Unikat, der in seinen Werken mehrere literarische Linien vereint und daher im Grund in keiner genannt wird.


12. September 1745: Ostindiefararen Götheborg, Pier 4 in Göteborg
12. September 1680: Per Brahe der Jüngere und Visingsö im Vättern
12. September 1818: Aurora von Qvanten, die vergessene Schriftstellerin
12. September 1921: Die ersten freien Parlamentswahlen in Schweden
12. September 1984: Die schwedische Sängerin Petra Marklund
12. September 1988: Die schwedische Sängerin Amanda Jenssen
12. September 1997: Stikkan Anderson, Musik für die schwedische Gruppe Abba

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 11. September 2016

Der Musiker und Sänger Mauro Scocco

Mauro Scocco kam am 11. September 1962 in Fristad bei Borås als Sohn eines italienischen Vaters und einer schwedischen Mutter zur Welt, wuchs jedoch überwiegend in der schwedischen Hauptstadt Stockholm auf, wo er auch mit 18 Jahren, gemeinsam mit einigen Schulfreunden, die Musikgruppe Ratata gründete, die im Folgejahr die Single För varje dag auf den Markt brachte. Die Zusammensetzung der Gruppe wechselte und in einer neuen Besetzung kamen in den 80er Jahren einige bedeutende Hits, unter anderem Så länge vi har varann, einem Song bei dem man auch Anni-Frid Lyngstad hören kann.

Ende der 80er Jahre, als Ratata auf dem Höhepunkt war und eine Tournee an die andere anschloss, begann Mauro Scocco auch an einer Solokarriere zu arbeiten, schrieb Musik und Texte für andere Künstler, unter anderem für Lisa Nilsson und Monica Zetterlund, und er produzierte das Album Kungarna från Broadway für Eldkvarn. Noch während sein Soloalbum mit Sarah in die Hitlisten kam, wurde Scocco der vielen Tourneen müde und ab den 90er Jahren weigerte er sich vollständig noch öffentlich aufzutreten und entschied sich damit gegen die Publikumswirksamkeit dieser Auftritte.

Auch wenn Mauro Scocco ab dieser Zeit dem Publikum nicht mehr direkt gegenüberstand,  folgten neue Alben und vor allem Auftritte im Fernsehen, auch wenn nicht unbedingt als Sänger, denn 2010 präsentierte er, gemeinsam mit seinem Freund Plura Jonsson ein Kochsendung und 2013 produzierte er, ebenfalls gemeinsam mit Plura, die Sendung Mauro & Pluras tågluff, bei der die beiden die französische Südküste entlangfahren und, neben ihren Erlebnissen in den verschiedensten Restaurants, auch einige Songs präsentieren, was wiederum zu einer entsprechenden neuen Scheibe führte. Die Öffentlichkeit vermeidet Socco jedoch nach wie vor, was in seiner Branche extrem selten ist.


11. September 1380: Håkan Magnusson, ein gewählter König ohne Macht
11. September 1656: Königin Ulrika Eleonora von Schweden
11. September 1795: Der schwedische Erzbischof Henrik Reuterdahl
11. September 1882: Der schwedische Künstler Carl Eneas Sjöstrand
11. September 1929: Birgitta Trotzig, Schuld und Befreiung im Glauben
11. September 1978: Schwedens bester Formel 1 Fahrer stirbt nach Unfall
11. September 1988: Die Musikgruppe Imperiet gibt ihr letztes Konzert
11. September 2003: Anna Lindh stirbt nach Überfall im Kaufhaus NK

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Samstag, 10. September 2016

Das älteste noch existieren Kino Stockholms: Zita

Wer heute das Kino Zita in Stockholm besucht, ahnt kaum dass es sich hierbei um das älteste noch existierende Kino Stockholms handelt, das bereits am 10. September 1913 unter dem Namen Vinter-Palatset eingeweiht wurde, mit dem Film Germinal des französischen Schriftstellers Emile Zola, realisiert von Albert Capellani. Da der damalige Besitzer Axel Nilsson ursprünglich ein Pferdehändler war, so erhielt er auch den Spitznamen Häst-Nisse, also Pferde-Nisse. Das Kino Zita, das 1930 den Namen Rita erhielt, ist heute längst renoviert und von den ersten Jahren zeugen nur noch einige wenige Details am Stuck neben der großen Leinwand. An diesem Detail kann man auch noch erkennen, dass der Bau kein Kino werden sollte, sondern im Dezember des Vorjahres als Theater fertiggestellt worden war, das Mauritz Stiller betreiben sollte, ein Plan, der sich im September 1913 völlig zerschlagen hatte.

Nilsson behielt das Bio Zita lediglich ein Jahr lang, anschliessend wechselten die Besitzer mehrmal, bis der Vinter-Palatset 1929 geschlossen wurde. Nach einigen Umbauten öffnete das Kino 1930 wieder unter einem neuen Besitzer und erhielt den Namen Rita. Das Kino hatte nie den erhofften Erfolg und änderte, nach weiteren Umbauten im Jahre 1965, seinen Namen in Nya Rita, bis Europafilm 1983 der Besitzer des Kinos wurde und sich sehr schnell dazu entschied es ganz zu schließen, was jedoch nicht das Ende des Gebäudes in seiner Eigenschaft als Kinos war, denn am 2. April 1984 öffnete Filminvest die Räume erneut unter dem Namen Zita.

Allerdings hatte sich 1984 so einiges geändert, denn Filminvest setzte auf Pornografie, was erneut Umbauten erforderte, da auch Kabinen für jeweils eine Person eingerichtet wurden. Auch pornografische Filme konnten das Publikum jedoch nur einige Jahre lang anlocken und 1991 schloss das Zita erneut. Auch diese Pause war nur kurz, denn im gleichen Jahr übernahm Folkets Bio das Kino, baute die Räume erneut um und öffnete bereits am 2. April 1993 erneut unter dem Namen Zita. Folkets Bio setzt allerdings ausschließlich auf Filme hoher Qualität für ein anspruchsvolles Publikum, das mittlerweile das Bio Zita auch entdeckte und eine Weiterführung dieser Stockholmer Kinolegende erlaubt.


10. September 1380: Håkan Magnusson, der König auf verlorenem Posten
10. September 1797: Der schwedische Chemiker Carl Gustaf Mosander
10. September 1821: August Jahnke, der Gründer der Allmänna Sångföreningen
10. September 1866: Tor Aulin, der Lehrer von August Strindberg
10. September 1892: Anders Anderson, ein Arzt als schwedischer Skalde
10. September 1924: Die Lottabewegung in Schweden
10. September 1942: Otto von Friesen und die Runenlehre Schwedens
10. September 1970: Die schwedische Sängerin Anna Book
10. September 1978: Schwedens bester Formel 1 Fahrer stirbt nach Unfall

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 9. September 2016

Kullens fyr, der stärkste Leuchtturm Schwedens

Der Leuchtturm Kullens fyr geht mindestens bis zum Jahre 1561 zurück und gilt damit als der älteste Leuchtturm Schwedens, zumindest der Vorgänger des heutigen Leuchtturms, der am 9. September 1900 erstmals sein Licht über das Meer streifen ließ. Aber mit dem Kullens fyr sind noch mehr Superlative verbunden, denn es handelt sich auch um den höchst gelegenen Leuchtturm Schwedens und es handelt sich um den lichtstärksten fyr des Landes, wobei der Granitturm als solches selbst noch 15 Meter hoch ist und 78,5 Meter über dem Meeresspiegel liegt.

Der Kullens fyr ist mit seinen rund 300.000 Besuchern jeden Sommer der vermutlich meist besuchte Leuchtturm Schwedens, eingebettet in das Naturschutzgebiet Kullaberg im nordwestlichen Skåne (Schonen). Mit seiner abwechslungsreichen Natur und den 20 Grotten ist natürlich nicht nur der Leuchtturm das Ziel der Besucher, sondern viele verbringen hier einen ganzen Tag, der oft im Informationszentrum Naturum, das direkt neben dem Leuchtturm liegt, beginnt, allerdings immer darauf bedacht Kinder unter Aufsicht zu halten, da der Hügel teilweise abrupt in die Tiefe geht und selbst die Wanderwege nicht alle als „sicher“ gelten.

Der Kullens fyr, an dessen Stelle möglicherweise bereits im 13 Jahrhundert ein Leuchtfeuer entzündet wurde, markiert, gemeinsam mit dem dänischen Nakkehoved fyr, die Einfahrt vom Kattegatt in den Öresund. Auch wenn der Leuchtturm Kullens fyr heute in Schweden liegt, so sollte man dabei nicht vergessen, dass diese Stelle erst 1658, mit dem Frieden von Roskilde, nach Schweden kam und der erste Leuchtturm an dieser Stelle noch zu Dänemark gehörte, das von hier aus den gesamten Öresund bewachen konnte und jede Passage mit Zöllen belegt. Schiffe, die diese Abgaben vermeiden wollten, konnten sich daher nur Richtung Göteborg halten wenn sie Schweden erreichen wollten.


9. September 1000: Die Seeschlacht bei Svolder, der bekannteste Kampf der Wikinger
9. September 1566: Der schwedische Admiral Klas Horn
9. September 1721: Henrik af Chapman macht den Schiffsbau zur Wissenschaft
9. September 1861: Der Innere Hafen ändert die Zukunft Karlstads 
9. September 1912: Marianne Zetterström, die Autorin der wenigen Worte
9. September 1922: Arvid Nordquist, eine Erfolgsgeschichte Schwedens
9. September 1960: Jussi Björling, ein schwedischer Hofsänger
9. September 1962: Liza Marklund zwischen Politik und Kriminalroman
9. September 1962: Liza Marklund und die Revolte gegen die Buchlandschaft
9. September 1986: Die schwedische Liga der Maskierten
9. September 2003: Brita af Geijerstam, von Nalle Puh zu Liebesgedichten 

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Donnerstag, 8. September 2016

Die schwedische Trackslistan und die Sendung Tracks

Am 8. September 1984 präsentierte der Radiosprecher Kaj Kindvall im Kanal P3 des staatlichen Rundfunks Sveriges Radio erstmals die Sendung Tracks und damit die sogenannte Trackslistan. Die Trackslistan sollte eine Art Konkurrenz zu den Svensktoppen sein und nicht nur die besten Songs schwedischer Sänger, die zudem ihre Titel in schwedischer Sprache bieten mussten, als Hitliste präsentieren, sondern ein Spiegel des gesamten Musikgeschehens auf schwedischem Raum sein, auch wenn sich zeigen sollte, dass die Zuhörer dennoch eine Tendenz zu schwedischen Interpreten hatten.

In der Sendung Tracks, die letztmals am 5. Februar 2011 gesendet wurde, zählte man 20 Titel auf der Trackslistan und zusätzlich wurden 10 bis 15 neue Songs gespielt, die eine Chance hatten von den Hörern in die Trackslistan gewählt zu werden. Zu Beginn erfolgte die Wahl über Briefe oder Postkarten, anschließend per Telefon und schließlich über die Website. Die Zuhörer konnten die ihrer Meinung nach fünf besten Songs wählen, wobei es neben den Titel der Trackslistan und den Neuvorschlägen auch noch drei sogenannte Bubblar gab, Songs, die den Einzug in die Hitparade knapp verfehlt hatten, oder aber zu den Top-20 der Sommartoppen oder den Top-10 der DigiListan geschafft hatten.

Die Trackslistan war in Schweden so populär, dass man sie in den 90er Jahren im Jugendprogramm des staatlichen Fernsehens präsentierte, allerdings waren die Sänger und Sängerinnen nur in Form eines Fotos anwesend und der Moderator präsentierte die entsprechenden Videos. Rund zehn Jahre später kam die Trackslistan drei Jahre lang in das Normalprogramm von SVT bei dem einer der Künstler, die in der Hitliste vertreten waren, eingeladen wurde und einen Song in direkt präsentierte. Da jedoch sehr viel darüber diskutiert wurde ob diese Auftritte nicht einen bestimmten Künstler einen Vorteil brachten, wurde die Sendung wieder eingestellt.


8. September 801: Sankt Ansgar im schwedischen Birka
8. September 1622: Knut Kurck und der Widerstand gegen die Macht des Königs
8. September 1771: Die Königlich Schwedische Musikakademie 
8. September 1790: Johan Henrik Hästesko wird in Stockholm hingerichtet
8. September 1841: Carl Snoilsky und die kulturelle Revolution Schwedens
8. September 1870: Nils Ericson und die schwedische Eisenbahn
8. September 1930: Mads Edvin Rydman, Poet und Filmschauspieler
8. September 1953: Der Bau der ersten Autobahn Schwedens
8. September 1960: Jussi Björling, ein schwedischer Hofsänger
8. September 1962: Wir Kinder aus Bullerbü - Alla vi barn i Bullerbyn
8. September 1966: Carola gewinnt beim Eurovision Song Contest in Rom
8. September 1994: Umeå stellt alle Stadtbusse auf Ethanol um

Copyright: Herbert Kårlin