Mittwoch, 19. März 2014

Der Bergwerksarzt Johan Moraeus

Johan Moraeus wurde am 19. März 1672 in Falun geboren und wäre heute sicher vergessen, wenn er nicht der Schwiegervater von Carl von Linné gewesen wäre, denn die bedeutende Buchsammlung des Arztes wurde bei einem Brand in Uppsala in Asche verwandelt und da Moraeus mehr eine Neigung für die praktische Aktivität eines Arztes hatte, hinterliess er auch kaum eigene Schriften. Alles was man über ihn weiß, stammt von einflussreichen Freunden und seinem Schwiegersohn.

Nachdem der Vater von Johan Moraeus bereits 1678 starb, wurde der Junge von seinem Onkel Jesper Swedberg erzogen, der ihn vom Bergwerksmilieu in Falun nach Stockholm brachte, damit dieser Medizin studieren konnte. Swedberg unterstützte Moraeus dann finanziell während seines Praktikums als Apotheker, finanzierte die für einen Arzt notwendigen Auslandsreisen und bot ihm eine kostenlose Unterkunft. Während seiner Tätigkeit als Apotheker legte Moraeus auch die Grundlage für sein medizinisches Können, denn er sammelte so viele Rezepte wie möglich, da er der Überzeugung war, dass praktisches Wissen in der Medizin wichtiger sei als die Theorie.

Bereits die wenigen Aufzeichnungen, die man heute Johan Moraeus zuordnen kann, zeigen tiefe Kenntnisse des Arztes, die von der Alchimie bis zu ausführlichem botanischen Wissen führen. Der Arzt beschreibt bis in Detail die Wirkungen und Gefahren einiger der gefährlichsten Giftpflanzen, die damals zu medizinischen Zwecken verwendet wurden. Im Jahr 1708 kehrte Johan Moraeus zurück nach Falun um dort nur ein Jahr später der offizielle Arzt der Stadt zu werden und sich 33 Jahre lang um die Gesundheit der Bevölkerung zu kümmern. Im Jahre 1739 wurde Moraeus in die nur ein Jahr vorher gegründete Königliche Akademie der Wissenschaften (Kungliga Vetenskapsakademien) gewählt.


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Copyright: Herbert Kårlin

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