Donnerstag, 13. März 2014

Der schwedische Sprachforscher Adolf Noreen

Adolf Noreen wurde am 13. März 1854 in Östra Ämtervik im Värmland als Sohn eines Landvermessers geboren und begann im Herbst 1871an der Universität Uppsala die nordischen Sprachen zu studieren. Nach Abschluss seiner Studien im Jahre 1877 und seiner Doktorarbeit Fryksdalsmålets ljudlära, einer Forschung über den Dialekt seines Heimatdorfes, begann er in Uppsala als Dozent zu arbeiten und bekam die Aufgabe die schwedischen Dialekte zu untersuchen. Diesen schnellen Aufstieg und Erfolg verdankte Noreen allerdings auch der Tatsache, dass die Fakultät für nordische Sprachen erst 1859 in Uppsala eingerichtet worden war und der erste ernannte Professor, Carl Säve, selbst ein Dialektforscher war.

Die grosse Leistung von Adolf Noreen als Dialektforscher kann man verstehen, wenn man bedenkt, dass der Wissenschaftler seine Doktorabeit bereits mit 22 Jahren abgeschlossen hatte, um die Lautbeschreibung des Dialekts deutlich zu machen eine eigene Lautschrift entwickelt hatte und sich als erste Schwede mit der Phonetik einer Sprache beschäftigt hatte, eine Leistung, die heutigen Sprachforschern als selbstverständlich und normal gilt. Der Doktorarbeit Noreens folgte ein Wörterbuch der Dialektsprache seiner Region und eine entymologische Übersicht in der er den Dialekt seines Heimatordes mit der Reichssprache verglich. Auch wenn diese Pionnierleistung von heutiger Warte als oberflächlich betrachtet werden kann, so legte Noreen dennoch die Basis für einen ganzen Bereich der Sprachforschung.

Auch wenn der Name Adolf Noreen heute nur noch Sprachwissenschaftlern ein Begriff ist, so kann man nicht sagen welche seiner Forschungen die bedeutendste war, denn er legte die Grundlage der gesamten wissenschaftlichen Dialektforschung Schwedens, er schuf grundlegende Handbücher zur isländischen, altnorwegischen und altnordischen Sprache und er präsentierte 1903 mit seinem Werk Vårt språk die erste umfassende Grammatik zur schwedischen Sprache. Nicht zu vergessen ist dabei, dass seine Werke von Esaias Tegnér und von Johan August Lundeli der Rechtschreibreform des Jahres 1892 dienten.


13. März 1809: Revolution in Schweden 
13. März 1822: Nils Lorens Sjöberg und die schwedische Lyrik 
13. März 1848: Der schwedische Künstler Johan Niclas Byström
13. März 1885: Der Kinodirektor Anders Sandrew
13. März 1942: 17 schwedische Tageszeitungen werden beschlagnahmt 
13. März 1974: Die schwedische Popsängerin Linda Bengtzing

Copyright: Herbert Kårlin

In Scandic Hotels wohnen

Keine Kommentare:

Kommentar posten