Donnerstag, 12. November 2015

Elisabeth Bergstrand-Poulsen, Künstlerin und Schriftstellerin

Elisabeth Bergstrand-Poulsen kam am 12. November 1887 als Tochter eines Kantors und Lehrers in Långasjö im Småland zur Welt und zeigte bereits sehr früh eine Neigung zur Malerei. Da die Eltern jedoch über kein Vermögen verfügten, sollten die Söhne der Familie eine bessere Bildung erhalten und Bergstrand-Paulsen sollte all das lernen was sie später als Ehefrau benötigen würde. Die junge Frau gab jedoch nicht auf, sondern malte weiterhin so viel wie möglich und las neben Belletristik auch mehrere philosophischen Werke, die ihre sehr christliche Einstellung noch stärkten und ihr eine gewisse Privatbildung vermittelten.

Mit 20 Jahren kam dann jedoch für Elisabeth Bergstrand-Poulsen die Wende, als ihre Freundin, die spätere Schriftstellerin Gertrud Lilja, nach Karlskrona ging um dort eine Ausbildung in der Schule für Kunsthandwerk zu beginnen. Erst jetzt erklärten sich die Eltern Bergstrand-Poulsens bereit auch ihrer Tochter die gewünschte Ausbildung zu finanzieren. In Karlskrona entdeckten die Lehrer schnell die Begabung der zukünftigen Künstlerin und rieten ihr zur Kunstakademie in Stockholm zu wechseln um dort eine anerkannte Ausbildung zu erhalten. Bergstrand-Poulsen ging daraufhin nach Stockholm und bewarb sich an der Akademie, wurde jedoch abgelehnt. Da die Künstlerin nun jedoch sicher über ihre Zukunft war, besuchte sie eine private Schule für Malerei die sie auf eine zweite Prüfung vorbereitete, die sie danach erfolgreich bestand.

Im Jahre 1913 erhielt Elisabeth Bergstrand-Poulsen ein Stipendium, das ihr eine ausgedehnte Studienreise nach Frankreich, Algerien und Italien ermöglichte, wobei sie in Italien mit dem dänischen Künstler Axel Poulsen auch ihre große Liebe fand. Als Bergstrand-Poulsen dann 1916 nach Schweden zurückkehrte, hatten die beiden bereits entschlossen ihr zukünftiges Leben gemeinsam zu verbringen. In ihrem Haus bei Kopenhagen entstanden dann auch die bedeutendsten Werke der Künstlerin, die stark vom expressionistischen französischen Stil der Zeit beeinflusst waren. Die Motive für ihre Werke, sowohl die Bilder als auch die von ihr geschriebenen und illustrierten Bücher, entstammen nahezu alle aus ihrem Heimatort Långasjö, wobei die Künstlerin hierbei allerdings, im Kontrast zum Malstil, jeden gefühlsmäßigen Ausdruck vermied, sondern dokumentierte, was ihr allerdings auch sehr viel Kritik einbrachte. Eines der wichtigsten Werke Bergstrand-Polsens findet man heute in Form einer Altartafel in der Kirche des Heimatorts.


12. November 1860: Ola Hansson, der schwedische Schriftsteller ohne Heimat
12. November 1866: Carl Wilhelm Wilhelmson, der Maler des Bohuslän
12. November 1869: Carl Georg Brunius, ein Priester als Architekt und Kunstkenner
12. November 1921: Lars Gyllensten, philosphische Gedanken zum Alltagsleben
12. November 1921: Lars Gyllensten, ein schwarzes Schaf der Svenska Akademien
12. November 1961: Ernst Thörnberg, der vergessene sozioökonomische Schriftsteller
12. November 1964: Der schwedische Ministerpräsident Rickard Sandler
12. November 1965: Filippa K wird zum Modeimperium in Schweden
12. November 1987: Cornelis Vreeswijk, eine musikalische schwedische Legende

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 11. November 2015

Das Weihnachtsmannmuseum im schonischen Sjöbo

Auch wenn der Weihnachtsmann von Deutschland aus nach Schweden kam, so spielt er heute in seiner neuen Heimat eine weitaus größere Rolle als in seiner ursprünglichen Heimat. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass man in Schweden mehrere größere Sammlungen zu diesem Thema findet und sich auch zwei Museen ganz auf den Weihnachtsmann spezialisiert haben. Eines dieser Museen ist das am 11. November 2006 eröffnete Sjöbo Tomtemuseum in Skåne (Schonen) in dem man heute etwa 75.000 Gegenstände zum Thema Weihnachten findet, die sich über die gesamte Zeit erstrecken seit der Weihnachtsmann im 19. Jahrhundert den schwedischen Weihnachtsbock bei der Übergabe der Geschenke zu ersetzen begann.

Die Geschichte des Sjöbo Tomtemuseum (Weihnachtsmannmuseum) geht auf Bertil Larsson zurück, der bereits sehr früh begann alle Gegenstände zu sammeln, die irgendwie mit Weihnachten zu tun hatten. Ein Großteil seines Einkommens, das er dabei verdiente Kirchen zu kalken und kleinere Schäden in ihnen zu reparieren, ging in den Kauf von Weihnachtsmännern und als Larsson 1948, im Alter von 25 Jahren, nach Malmö zog, war sein Interesse für Antiquitäten nicht mehr zu stoppen und viele der interessanten Ausstellungsstücke des Museums stammen noch aus dieser Zeit.

Als Bertil Larsson Ende des 20. Jahrhunderts erkrankte, begann er sich Sorgen über seine Sammlung zu machen und er versuchte eine Gemeinde zu finden, die daran interessiert war ein entsprechendes Museum mit seiner Sammlung einzurichten, aber vergebens. Als Larsson im Jahre 2005 starb, schien die Sache verloren und die Hinterlassenschaft des Sammlers wurde versteigert. Während einige der wertvollsten Gegenstände schnell von interessierten Sammlern gekauft wurden, gelang es Bertil Nilsson, einem Freund Larssons, dennoch den größten Teil der Sammlung zu erwerben, das Weihnachtsmannmuseum in Sjöbo zu eröffnen und durch das Land zu reisen um nach weiteren Gegenständen zu diesem Thema zu suchen.


11. November 1599: Königin Maria Eleonara, die schönste Königin Schwedens
11. November 1743: Carl Peter Thunberg, ein Leben für die Botanik und die Medizin
11. November 1882: Gustav VI. Adolf, der König mit Interesse für Archäologie
11. November 1887: Anton Nilson, ein Held als Verbrecher
11. November 1935: Die schwedische Schauspielerin Bibi Andersson
11. November 2008: Lasse Sandberg und die Welt seiner Kinder
11. November 2008: Der Tag der Schokolade (Chokladens Dag) in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Dienstag, 10. November 2015

Biotopia, das Biologische Museum in Uppsala

Der schwedische Großhändler Carl Fredrik Liljevalch, einer der bedeutendsten Donatoren Schwedens, wollte zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein biologisches Museum in Uppsala finanzieren und wandte sich dafür an die renommierte Universität Uppsala, die das Angebot jedoch ablehnte. Glücklicherweise akzeptierte anschließend die Stadt das Geld und die zwei jungen Architekten Justus Hellsten und Hjalmar Cederström erhielten den Auftrag das Gebäude zu errichten, der Konservator der zoologischen Abteilung der Universität Uppsala, Gustaf Kolthoff, erhielt den Auftrag das Museum zu gestalten.

Als das Biologiska Museet (Biologische Museum) am 10. November 1910 eingeweiht wurde, galt es mit seinen Diaporama und seiner Aufteilung als einmalig, denn die Besucher konnten dort die verschiedenen Naturmilieus Schwedens entdecken, wobei damals der Vasaparken in Uppsala als natürliche Verlängerung galt, da er um diese Zeit nach natürlichen biologischen Aspekten angeordnet war und in drei Zonen eingeteilt war, die vom Götaland über das Svealand zum Norrland führten. Leider ist heute von dieser Einteilung nichts mehr zu finden.

Auch das Biologische Museum erlebte zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine Verwandlung, da die Ausstellungen und Diaporama modernisiert wurden und ein Anbau entstand, der architektonisch allerdings nicht unbedingt glückte. Als das Museum im Oktober 2007 dann erneut geöffnet wurde, erhielt es den heutigen, weitaus moderneren Namen Biotopia. Die Räume sind heute vor allem der biologischen Entwicklung des Upplands gewidmet. In den Kellerräumen kann man in einer permanenten Ausstellung der Entwicklung dieses Landstrichs zwei Milliarden Jahre zurückverfolgen und man wird Schweden auf eine vollkommen neue Weise entdecken. Das Biotopia gehört zu den Museen Schwedens, die man kostenlos besuchen kann.


10. November: Die Feier des Martinstags (Mårtensafton) in Schweden
10. November 1495: Dorothea von Brandenburg wird Königin in Schweden
10. November 1594: Katarina Vasa, der Übergang in ein neues Königsgeschlecht
10. November 1835: Anders Ljungstedt, ein Leben in der Fremde
10. November 1911: Christian Lundeberg wird Ministerpräsident Schwedens
10. November 1928: Beppe Wolgers, der Schriftsteller und Künstler mit dem Vollbart
10. November 1981: Der schwedische Musiker und Sänger Brolle
10. November 1991: Die schwedische Fußballlegende Gunnar Gren

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 9. November 2015

Die schwedische Sängerin Linnea Henriksson

Linnea Henriksson kam am 9. November 1986 in Halmstad zur Welt, in einer Familie, die nahezu jede Sekunde nutzte um Musik zu hören, was auch dazu führte, dass Linnea in sehr jungen Jahren begann auch bei Veranstaltungen im Kindergarten und der Schule ihre Lieblingslieder zu singen. Mit knapp neun Jahren nahm das Mädchen dann an der Fernsehsendung Småstjärnorna teil und der Traum von der Bühne nahm einen immer größeren Platz ein, bis Linnea entdeckte, dass sie in der Schule plötzlich ein Außenseiter war und keiner Gruppe angehörte. Linnea Henriksson legte also die Musik zur Zeite und entwickelte sich zur Musterschülerin mit den besten Noten, was ihr, zumindest teilweise, ermöglichte einen kleinen Freundeskreis aufzubauen und als „normale“ Schülerin betrachtet zu werden.

Nach einem Abitur mit ausschließlich Topnoten war Linnea Henriksson jedoch klar, dass ihr die Musik fehlte und so langsam fand sie dann den Weg zurück zu ihrem damaligen Lieblingshobby, dem Singen. Mit 21 begann Henriksson dann eine Musikausbildung an der Skurups Volkshochschule, gründete mit anderen Schülern die Band Prylf und veröffentlichte 2010, mit Prylf, ihr erstes  Album Kind of Green mit dem die Gruppe auch einen bescheidenen Erfolg hatte. Im gleichen Jahr nahm Henriksson dann am Talentwettbewerb Idol teil, gelangte jedoch nicht ins Finale, sondern musste sich mit dem 4. Platz zufrieden geben. Im Folgejahr kam dann jedoch ihr erste Single Väldigt kär/Obegripligt ensam auf den Markt, die in einer Zusammenarbeit mit Orup entstanden war.

Am 30. Mai 2012 erschien dann das erste Soloalbum von Linnea Henriksson, das ebenfalls in Zusammenarbeit mit Orup entstanden war und es folgten zwei Tourneen, die der Sängerin einen festen Platz in der schwedischen Musikszene garantierten, denn bei der Gala P3 Gold zu Beginn des Folgejahres wurde Henriksson zur Künstlerin des Jahres 2012 gewählt. Es folgte eine weitere Tournee und die Arbeit an einem zweiten Album Du söker bråk, jag kräver dans, das im Februar 2014 auf den Markt kam. In diesem Jahr arbeitete Henriksson mehrmals als Radiosprecherin, zog nach Stockholm und begann ein drittes Album vorzubereiten, das 2016, oder auch 2017, erscheinen soll. Die Sängerin geht ihre Karriere nun weitaus ruhiger an, was leider auch bedeutet, dass man sie vor Sommer 2016 kaum auf einer Bühne erleben kann.


9. November 1603: Karl IX. gründet einen Vorläufer von Göteborg
9. November 1876: Farbenblinder Lokführer veranlasst neues Gesetz
9. November 1934: Ingvar Carlsson wird dreimal schwedischer Ministerpräsident
9. November 1976: Der schwedische Multikünstler Öyvind Fahlström
9. November 2004: Stieg Larsson, der Erfolg kam nach seinem Tod

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Sonntag, 8. November 2015

Die Älvsborg-Brücke (Älvsborgsbron) in Göteborg

Die Idee für den Bau der Älvsborg-Brücke (Älvsborgsbron) geht auf den Anfang der 60er Jahre zurück, da um diese Zeit der Verkehr zwischen dem Festland Göteborg und der Insel Hisingen so zunahm, dass die Hauptstrecke über die Götaälvbron vollkommen überlastet war und sich die Fahrzeuge in beide Richtungen nahezu rund um die Uhr im Stau befanden, da auf Hisingen die Industrie zu finden war, die meisten Arbeiter jedoch auf dem Festland wohnten. Hinzu kam, dass dies auch der einzige Weg nach Oslo und ins Bohuslän war. Noch bevor die heutigen Zufahrtsstraßen zur Älvsborgsbron geschaffen wurden, errichtete man diese Brücke, die zu Beginn nur mit der Stadtautobahn verbunden war und als Nebenstraße zur E6 galt.


Der Auftrag für den Bau der Älvsborg-Brücke ging an den jungen Architekten Sven Olof Asplund, der in den USA den Brückenbau studiert hatte und sich dabei auf Hängebrücken spezialisiert hatte. Der Bau der Älvsborg-Brücke sollte vier Jahre dauern, wobei die insgesamt 933 Meter lange Brücke allerdings bereits am 8. November 1966, ein Jahr vor der endgültigen Fertigstellung, vom damaligen Verkehrsminister Olof Palme eingeweiht und für den Verkehr freigegeben wurde. Mit seiner Spannweite von 418 Metern war die Älvsborgsbron zu jener Zeit nahezu ein Wunderwerk und schlug mit dieser Spannweite alle anderen skandinavischen Brücken, was allerdings auch den Nachteil mit sich brachte dass die Brücke noch heute bei starkem Sturm aus Sicherheitsgründen gesperrt werden muss.

Zur Einweihung der Brücke durch Olof Palme, der am gleichen Tag bereits zwei andere Brücken eingeweiht hatte, hatten sich einige Studenten der Technischen Hochschule Chalmers einen besonderen Scherz ausgedacht, denn sie hatten eine Limousine gemietet, einen Studenten als Olof Palme verkleidet und wollten auf diese Weise als erstes auf die Rednerbühne gelangen und die Brücke für den Verkehr öffnen. Aber entweder kam Palme früher als geplant oder die Studenten hatten zu lange für ihre Vorbereitungen benötigt. In der Tat war jedoch der Minister dadurch zuerst auf der Rednerbühne und der Scherz missglückte.


8. November 1622: Karl X. Gustav, der deutsch-freundlichste König Schwedens
8. November 1777: Königin Desideria, die unschwedische Königin
8. November 1789: Anders Lindeberg kämpft für ein freies Theater
8. November 1890: Ester Lindin und der vergessene Bestseller
8. November 1903: Die Teilnehmer der Antarktisexpedition werden gerettet
8. November 1922: Carl Magnus von Seth, ein Schriftsteller, der nach Worten sucht
8. November 1923: Alfhild Agrell und die Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts
8. November 1942: Åke Göransson erkennt seine eigenen Gemälde nicht
8. November 2011: Die religiöse Künstlerin Eva Spångberg 

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 7. November 2015

Das Karlstads Theater, genannt Wermland Opera

Seit 1828 gab es in Karlstad ein einfacheres Theater das 400 Personen fasste und eine wichtige Rolle im kulturellen Leben der Stadt im Värmland spielte. Feldarzt Carl-Axel Haak und Tabakfabrikant Paul Olsén träumten jedoch von einem „richtigen“ Theater und gründeten daher 1876 ein Unternehmen, das Geld für ein neues Theater sammelte. Als Haak dann 1891 den Architekten Axel Anderberg mit dem Bau beauftragen konnte und einen idealen Platz am Wasser gefunden hatte, störte ihn die alte Mühle, die vor den Türen des neuen Theaters lag. Nach einigen Gesprächen mit dem Stadtrat wurde diese Mühle, an deren Stelle man heute die Statue von Selma Lagerlöf findet, abgerissen.

Auch dass Axel Anderberg, ein damals sehr junger Architekt, mit dem Bau des Theaters in Karlstad beauftragt wurde, war kein Zufall, denn auch wenn das Karlstads teater das erste Theater des Architekten werden sollte, so hatte er bereits als Student den zweiten Preis bei einer Ausschreibung der Stockholmer Oper gewonnen, mit dessen Bau er bereits 1881 beauftragt worden war. Es war daher sicher, dass Anderberg bald einer der renommiertesten Theaterbauer Schwedens werden sollte und in der Lage war einen Prachtbau in Karlstad zu bauen. Der Bau des Theaters sollte zwei Jahre in Anspruch nehmen, so dass das Gebäude am 7. November 1893 bereits eingeweiht werden konnten, fünf Jahre vor der Oper in Stockholm.

Natürlich hatte Karlstad 1893 nicht die Möglichkeit eine eigene Theateraktivität zu betreiben und das Theater wurde daher an die reisenden Theatergesellschaften vermietet, was dazu führte dass die relativ kleine Stadt jener Zeit pro Jahr etwa 60 Vorstellungen bieten konnte. Mit dem dem Erfolg des Kinos begann 1917 eine neue Ära für das Karlstads teater, denn nun kamen zu den Theatervorstellungen auch noch regelmäßige Filmvorführungen, die meist sogar mehr besucht waren als die Theaterstücke. Die moderne Zeit für das Theater kam letztendlich 1975, mit der Gründung der Oper Karlstads, die selbstverständlich ebenfalls im Theater einzog, zumal das Kino nun über eigene Säle verfügte. Theater und Oper gemeinsam verhalfen Karlstad zum Ruf der Kulturhauptstadt des Värmland.


7. November 1852: Johan Ramstedt, eine Notlösung als Ministerpräsident
7. November 1905: Christian Lundeberg wird Ministerpräsident Schwedens
7. November 1929: Erik-Gunnar Eriksson und Hoppets Stjärna
7. November 1935: Johan Lindström Saxon, der Heimatautor Närkes
7. November 1938: Der Tag des Kladdkaka in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Freitag, 6. November 2015

Der schwedische Künstler Axel Fridell

Axel Fridell kam am 6. November 1894 als Sohn eines Möbelschreiners in Falun zur Welt und arbeitete nach seinem Volksschulabschluss erst als Laufbursche und später in der Grube seines Heimatorts. Gleichzeitig besuchte er die Abendschule in Falun und 1909 begann er, vor allem als Autodidakt, mit einer Kunstausbildung. Mit 19 Jahren entschied sich Fridell dann nach Stockholm zu ziehen, wobei er dort nur kurze Zeit die Malerschule Carl Wilhelmson besuchte bevor er in der Kunsthochschule der schwedischen Hauptstadt aufgenommen wurde und ernsthaft Kunst zu studieren begann.

Allerdings schloss Axel Fridell seine Ausbildung an der Kunsthochschule in Stockholm nie ab, da er 1916, gemeinsam mit seinem Freund Bertil Bull Hedlund, von der Schule verwiesen wurde da er zu häufig abwesend war und in den Augen seiner Lehrer sein Studium nicht ernst nahm. Aber dennoch war es Fridell in diesen Jahren bereits gelungen in Kunstkreisen bekannt zu werden und er hatte seine Technik gefunden, die sich mehr in der Graphik ansiedelte, denn Fridell war ein Meister des Kupferstichs geworden, mit einer Neigung zur Kaltnadelradierung. In diesen wenigen Jahren hatte der Künstler allerdings nicht nur die Technik des Kupferstichs gelernt, sondern auch einen etwas makabren humoristischen Zeichenstil entwickelt und dabei einige im ganzen Land bekannte Karikaturen geschaffen.

Axel Fridell, der eine sehr unruhige Natur war und am 26. Mai 1935 an Lungenkrebs in Stockholm starb, erhielt in sehr wenigen Jahren mehrere Stipendien, die ihm einige Auslandsreisen erlaubten und wurde auch mit Portraits einiger bedeutender schwedischer Persönlichkeiten beauftragt. Wirklich bedeutend sind jedoch seine Kupferstiche, die ein etwas mystisches Bild von Falun, Stockholm, London oder auch Paris zeigen, denn Fridell suchte überall das Verborgene, oder eine Stimmung die von der Wirklichkeit ablenkt. Heute gilt der Künstler als einer der bedeutendsten Graphiker Schwedens, wobei einige seiner bedeutendsten Werke im Museum in Falun zu entdecken sind.


6. November 1632: Gustav II. Adolf wird König von Schweden
6. November 1853: Der schwedische Philosoph Samuel Grubbe
6. November 1907: Gustav Jonsson und das Kinderdorf Skå
6. November 1926: Der schwedische Ministerpräsident Carl Swartz
6. November 1962: Örnulf Tigerstedt und die rechte schwedische Literatur Finnlands
6. November 1964: Hans von Euler-Chelpin erhält den Nobelpreis in Chemie
6. November 2011: Der schwedische Architekt Carl Nyrén

Copyright: Herbert Kårlin