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Samstag, 10. März 2018

Der Glaskünstler Simon Gate

Simon Gate wurde am 10. März 1883 als Sohn eines Landwirts in Södra Fågelås geboren und besuchte von 1902 bis 1905 die höhere kunstindustrielle Schule in Stockholm, um jedoch an anschließend noch ein vierjähriges Studium an der Kunsthochschule zu absolvieren. Nach Abschluss seines Studiums im Jahre 1909 arbeitete Gate insbesondere als Porträtmalerei und Buchillustrator. Erst als Gate 1916 von der Glashütte Orrefors angestellt wurde um künstlerisches Glas zu schaffen, sollte der Künstler dann tatsächlich seinen Weg finden.

Bei Orrefors hatte Simon Grate den Auftrag den Gläsern eine künstlerische Form zu geben, wobei Orrefors diesen Schritt auch gut vorbereitet hatte, denn bereits im kommenden Jahr sollte bei der Nordiska Kompaniet (NK) eine Ausstellung mit den neuen Produkten erfolgen, auch wenn Grate bis dahin nur eine kleine Kollektion seiner Gläser hatte und die meisten seiner Pläne nur als Skizzen vorlagen. Für diese erste Kollektion hatte Grate, gemeinsam mit dem Glasbläsermeister Knut Bergqvist, eine neue Technik entwickelt bei der verschiedenfarbige Glasschichten sich überlagerten und zudem verschiedene Figuren im geblasenen Glas integriert wurden. Diese Gläser wurden von Orrefors als Graalgläser vermarktet und werden heute von Sammlern geradezu zu Phantasiepreisen erworben.

In den 20er Jahren kam dann die Glanzzeit Simon Grates, als er, gemeinsam mit Edward Hald, die Glasgravur bei Orrefors einführte, was mit gewissen Problemen verbunden war, da man die Graveure erst ausbilden musste um künstlerische Werke zu schaffen, wobei die sehr dünnwandigen Gläser der Zeit nur durch eine hochqualitative Gravur ihren Wert erhielten. Bereits bei der Stockholmausstellung des Jahres 1930 sieht man dann die dritte Phase des Künstlers, der nun zu dickwandigem Glas greift, das auch die Glasskulptur ermöglicht, wobei Grate in diesem Jahrzehnt auch zahlreiche Monumentalwerke aus Glas herstellte, unter anderem für das Konzerthaus in Göteborg. Simon Grate, der am 11. Mai 1945 in Hälleberga starb, gilt als jener Glaskünstler, der die Glashütte Orrefors zu seiner  ersten Glanzperiode brachte.


10. März 1383: Der schwedische Erzbischof Birger Gregersson
10. März 1222: Johan Sverkersson, der letzte König eines Geschlechtes
10. März 1724: Urban Hjärne und die schwedischen Hexenprozesse
10. März 1776: Der schwedische Kaufmann Niclas Sahlgren
10. März 1880: Thekla Knös und der literarische Salon Knös in Uppsala
10. März 1911: Olof Lagercrantz, ein umstrittener Schriftsteller Schwedens
10. März 1911: Olof Lagercrantz, der umstrittenste Literaturkritiker Schwedens
10. März 1920: Hjalmar Branting verändert Schweden
10. März 1940: Agnes von Krusenstjerna als Kämpferin gegen den Adel
10. März 1976: Astrid Lindgren und der Widerstand gegen sie Steuern
10. März 1997: Lars Ahlin und das soziale Leben der schwedischen Kleinstadt
10. März 2002: Erik Lönnroth revolutioniert das geschichtliche Denken
10. März 2013: Die unsichtbare schwedische Prinzessin Lilian May 

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 26. Januar 2017

Die schwedische Künstlerin Agnes Börjesson

Auch wenn Agnes Börjesson innerhalb der schwedischen Kunstgeschichte eine wichtige Rolle spielt, so ist diese Künstlerin heute nahezu vergessen, obwohl einige ihrer Werke im Nationalmuseum, dem Kunstmuseum in Göteborg und im Museum in Malmö zu finden sind. Die Hauptursache des Vergessens ist vor allem dabei zu suchen dass noch bei ihrem Tod am 26. Januar 1900 im italienischen Alassio Frauen in Schweden kaum als ernsthafte Künstlerinnen betrachtet wurden und Börjesson zudem einen Großteil ihres Lebens im Ausland verbracht hatte, in einer Zeit, als die Nationalromantik in Schweden eine immer wichtigere Rolle spielte.

Agnes Börjesson war am 1. Mai 1827 mit dem Vornamen Agneta als Tochter eines Priesters und Dramatikers in Uppsala zur Welt gekommen und hatte daher eine für eine Frau sehr hohe Bildung. Wie sehr viele Frauen jener Epoche die sich aus ihrer Rolle befreien wollten, widmete sich Börjesson sehr früh der Kunst und hatte zudem das Glück, dass sie, neben Lea Ahlborn, Amalia Lindegren und Jeanette Möller, zu den ersten vier Frauen gehörte, die an der Kunstakademie in Stockholm aufgenommen wurden. Nach Abschluss ihrer Studien an der Kunstakademie studierte die Künstlerin nach in Kopenhagen, Paris und vor allem Düsseldorf, das Börjesson am meisten stimulierte und ihre gesamte Kunst beeinflussen sollte.

Agnes Börjesson verbrachte den größten Teil ihrs Lebens in Italien, kehrte jedoch regelmäßig nach Schweden zurück und stellte ihre Werke dort aus, unter anderem auch während der Stockholmausstellung des Jahres 1897. Die überwiegend pastellartigen Gemälde der Künstlerin lassen in sehr viele Kulturen blicken, da die Szenen aus Italien, Deutschland, Spanien, Marokko, aber auch aus Dalarna stammen und das Leben auf der Straße ebenso schildern wie Einrichtungen, ergänzt durch Portraits, die teilweise an die Kunstrichtung des 18. Jahrhunderts erinnern und sehr wenige zu jener Zeit moderne Einflüsse aufweisen.


26. Januar 1818: Karl XIV. Johan erhält die Krone Schwedens
26. Januar 1865: Axel Wallengren, ein Humorist als Schriftsteller
26. Januar 1912: Ein Kreuzer für Kriegszwecke aus privaten Mitteln
26. Januar 1924: Alice Nilsson, die schwedische Sängerin Alice Babs
26. Januar 1931: Carl Bildt, Diplomat, Schriftsteller und Kammerherr
26. Januar 1940: Die Zensur der schwedischen Presse ab 1940
26. Januar 1947: Prinz Gustaf Adolf, der Sportler der Bernadottes
26. Januar 1954: Der schwedische Künstler Carl Eldh
26. Januar 1979: Radon in schwedischen Häusern
26. Januar 2003: Gustaf von Platen, journalistische Romane ohne Skandale

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 14. März 2016

Die Textilkünstlerin und Innenausstatterin Elsa Gullberg

Elsa Gullberg kam am 14. März 1886 als Elsa Svensson in einer gut bürgerlichen Familie in Malmö zu Welt und hatte ursprünglich das Ziel Ärztin zu werden. Da jedoch die Firma des Vaters während ihrer Jugend in Konkurs ging und dieser dann plötzlich starb als Gullberg gerade einmal 17 Jahre alt war, zerschlug sich dieser Traum aus finanziellen Gründen und Gullberg musste nach einem neuen Beruf Ausschau halten, in einer Zeit, als die Berufswahl für Frauen in Schweden sehr beschränkt war.

Elsa Gullberg ging nach Stockholm um sich dort an der Tekniska Skolan, dem heutigen Konstfack einzuschreiben um Gebrauchskunst zu studieren. Nach dem Abschluss ihres Studiums hatte Gullberg das Glück von Lilli Zickerman im Verein für schwedisches Kunsthandwerk angestellt zu werden, die um diese Zeit ländliche Textilien aus ganz Schweden erfasste, was Gullberg tiefgreifende Kenntnisse in der Textilkunst brachte. Mit dieser Anstellung verdiente die Künstlerin mehr Geld als sie benötigte, was ihr Studienreisen nach Paris, London und Dresden ermöglichte. Bei diesen Reisen beschäftigte sich Gullberg nicht nur mit künstlerisch hergestellten Textilien, sondern auch mit ihrer industriellen Fertigung.

Im Jahre 1917 begann Elsa Gullberg dann in Schweden an der Herstellung von industriellen Textilien zu arbeiten die die gleiche Qualität hatten wie handwerklich oder künstlerisch hergestellte Textilien, wobei sie dabei gleichzeitig auch eine Arbeitsvermittlung gründete, die Textilkünstler an die Textilindustrie vermittelte um dort die Qualität und die künstlerische Entwicklung zu fördern. Der Durchbruch kam für Elsa Gullberg im Jahre 1924, als sie von Ivar Tengbom beauftragt wurde sämtliche Textilien für das Konzerthaus in Stockholm zu liefern. Nur wenige Jahre später gründete Elsa Gullberg, die am 1. März 1984 starb, das erste Einrichtungsunternehmen Schwedens, wobei die Künstlerin 1930 auch mit einem Gobelin an der Stockholmausstellung 1930 teilnahm und 1935 den künstlerischen Filmdruck auf Textilien nach Schweden brachte.

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Sonntag, 13. März 2016

Die schwedische Textilkünstlerin Maja Sjöström

Maja Sjöström kam am 13. März 1868 als Tochter eines regionalen Staatsbeamten in Bärslöv zur Welt und begann bereits sehr früh viel zu zeichnen und zu malen. Als Sjöström 18 Jahre alt war, zog sie nach Stockholm um dort die höhere kunstindustrielle Schule zu besuchen, das heutige Konstfack. In einem Milieu, das sonst für die höhere Bürgerschicht reserviert ist, studierte Sjöström vor allem das Musterzeichen.

Mit dieser Ausbildung in der Tasche begann Maja Sjöström ab Ende der 90er Jahre für die Handarbetets Vänner (Freunde der Handarbeit) zu arbeiten, was dazu führte, dass Sjöström ein größeres Textilwerk für die Stockholmausstellung lieferte, das Wilhelm Röntgen erwarb als er seinen Nobelpreis in Empfang nahm. Als Ragnar Östberg den Auftrag erhielt das Stadshuset in Stockholm zu bauen, beauftragte er Maja Sjöström mit der Innendekoration. Sjöström entwarf zwischen 1916 und 1923 sämtliche Textilien, die man noch heute im Stockholmer Rathaus (Stadshuset) sehen kann.

Maja Sjöström holte dabei auch viele Ideen aus Italien, das Sie in diesen Jahren mehrmals besuchte um Östberg wirklich internationale Kunst bieten zu können. Nach Abschluss des Auftrags ging Sjöström ganz nach Italien um sich dort ihreer Kunst zu widmen. Ihr Problem wurde jedoch, dass sie eine große Anhängerin von Mussolini wurde, was ihre Arbeiten während und nach dem Zweiten Weltkrieg in Schweden, und vielen anderen Ländern, unverkäuflich machte. Als Sjöström im Jahre 1961 in Rom starb, war sie nahezu vergessen und konnte lediglich auf eine einzige Ausstellung in der Nachkriegszeit zurückblicken, die das Röhsska Museum in Göteborg organisiert hatte.


13. März 1809: Revolution in Schweden
13. März 1822: Nils Lorens Sjöberg und die schwedische Lyrik Ende
13. März 1848: Der schwedische Künstler Johan Niclas Byström
13. März 1854: Der schwedische Sprachforscher Adolf Noreen
13. März 1885: Der Kinodirektor Anders Sandrew
13. März 1942: 17 schwedische Tageszeitungen werden beschlagnahmt
13. März 1974: Die schwedische Popsängerin Linda Bengtzing

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 21. Dezember 2015

Die schwedische Schauspielerin Karin Ekelund

Als Karin Ekelund am 21. Dezember 1976 im Alter von 63 Jahren in Stockholm starb, war ihre Karriere als Schauspielerin bereits Geschichte, denn ihr letzter Film Så tuktas kärleken, der bereits als Comeback-Film gilt, stammte aus dem Jahre 1955. Diese Abkehr aus der Film- und Theaterwelt hatte insbesondere mit  Ehe mit Ragnar Sachs, dem damaligen Geschäftsführer des renommierten schwedischen Kaufhauses NK zu tun den sie 1951 geheiratet hatte, denn es kostete viel Überredungskunst um die Schauspielerin 1955 für neue Dreharbeiten zu gewinnen.

Karin Ekelund war am 26. Mai 1913 als Tochter eines Studienrates in Ystad zur Welt gekommen und wollte nach ihrer Hochschulreife eigentlich Medizin studieren. Olof Molander konnte Ekelund jedoch davon überzeugen eine Rolle in Det stora bygget zu übernehmen, das 1930 während der Stockholmausstellung aufgeführt wurde. Die Folge davon war, dass Ekelund sich von der Medizin abwandte und noch im gleichen Jahr in der Schauspielschule im Dramaten aufgenommen wurde. Nach ihrer dreijährigen Ausbildung blieb Ekelund noch ein Jahr am Dramaten um jedoch bereits ein Jahr später von Gösta Ekman im Vasateatern engagiert zu werden. Es folgten das Oscarsteatern und 1944 schließlich das Stadttheater in Malmö.

Karin Ekelund spielte in diesen Jahren sowohl auf der Theaterbühne als auch im Film, wobei sie im Film, als schlanke, große und blonde Frau, auch das Idealbild einer Schwedin war und sehr viel zum Ruf der blonden Schwedin beitrug. Ihre Rollen waren oft dem Aussehen entsprechend mit nordischen Charaktereigenschaften verbunden, da dies die Filme auch zum Exportschlager werden ließ, jedoch die Schauspielerin in eine Nische drängte. Besonders zu bemerken ist, dass Karin Ekelund 1961 als erste Frau Schwedens als Regisseurin und Produzentin für die Hörspielabteilung des Staatsfunks Sveriges Radio eingestellt wurde.


21. Dezember: Die Wintersonnenwende in Schweden
21. Dezember 1610: Katarina Vasa gewinnt Einfluss in Ostfriesland
21. Dezember 1624: Ein Holländer und eine neue schwedische Handelskompanie
21. Dezember 1875: Der schwedische Sprachforscher Bengt Ivar Hesselman
21. Dezember 1904: Johannes Edfelt, der zeitlose Dichter des 20. Jahrhunderts
21. Dezember 1937: Der schwedische Künstler Harald Lyth

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Montag, 19. Mai 2014

Der Silberschmied und Hofjuwelier Wiwen Nilsson

Wiwen Nilsson wurde am 19. Mai 1897 unter dem Namen Karl Edvin Nilsson in Kopenhagen geboren und nannte sich ab 1954 nur noch Wiwen Nilsson. Seine Grundausbildung erhielt der Künstler und Silberschmied bei seinem Vater, der bereits als Goldschmied und Hofjuwelier arbeitete. Um möglichst viel über die Herstellung und das Schmuckdesign zu erfahren, ging Wiwen Nilsson viermal für jeweils ein Jahr in die Zentren für Silberschmiede nach Deutschland, Dänemark und Frankreich bevor er dann 1927 die Werkstatt seines Vaters in Lund übernahm.

Während seiner Auslandsaufenthalte hatte Wiwer Nilsson sich allerdings sehr weit von den schwedischen Vorstellungen der Schmuckkunst entfernt und als er einige seiner Werke 1923 bei der Jubiläumsausstellung in Göteborg präsentierte, das erste Mal, dass der Künstler an einer bedeutenden Ausstellung teilnahm, war die Kritik verheerend und seine Arbeit wurde in jedem Punkt zerrissen, was so weit ging, dass man ihm selbst das Gespür für das angewandte Material absprach. In Wirklichkeit war der Künstler jedoch nur seiner Zeit vorausgeeilt und hatte zuviele Elemente des europäischen Jugendstils eingearbeitet, in einer Zeit, als der europäische Jugendstil in Schweden nahezu unbekannt war und als zu verspielt und zu detailliert galt.

Der Durchbruch kam für Wiwen Nilsson jedoch mit der Stockholmausstellung im Jahre 1930 als er den Kubismus in seinen Schmuckkreationen integrierte und damit die geometrische Abstraktion beim schwedischen Schmuckdesign einführte, also auch die Basis für den heutigen Modeschmuck legte. Im Jahre 1956 hatte Wiwer Nilsson dann den absoluten Höhepunkt seiner Karriere erreicht, denn bei der Jubiläumsausstellung der Gilde der Kunsthandwerker war Nillson der jüngste Künstler, dessen Werke in der Kunsthalle Liljevalch ausgestellt wurden. Seine Arbeiten findet man heute in zahlreichen Museen, mehreren Kirchen und sie wurden auf über 50 internationalen und nationalen Ausstellungen als Meisterwerke der schwedischen Kunst präsentiert.


19. Mai 1793: Jean Eric Rehn und der gustavianische Stil Schwedens
19. Mai 1890: Die Entwicklung der schwedischen Reederei Nordstjernan
19. Mai 1903: Carl Snoilsky und die kulturelle Revolution Schwedens
19. Mai 1951: Religionsfreiheit und Svenska Kyrkan in Schweden
19. Mai 1956: Der schwedische Regisseur Kristian Petri

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 29. Januar 2014

Stockholm erhält das erste dauerhafte Kino

Obwohl bereits während der Stockholmausstellung im Jahre 1897 ein vorübergehender Kinosaal eingerichtet worden war um die Filmkunst nach Schweden zu bringen, sollte es noch bis zum 29. Januar 1904 dauern bis tatsächlich das erste feste Kino nach Stockholm kam. An diesem Tag wurde das aus dem privaten Blancheteatern, das damals noch Vaudevilleteatern genannt wurde, dem auch ein Café angeschlossen war und das auch als alternativer Kunstsalon diente, ein Kinosaal.  Noch im gleichen Jahr wurde dann das Kino Apollo geöffnet und nur ein Jahr später das Kino Maxim.

Das Blancheteatern war im Jahre 1879 von Theodor Blanch als Anbau zum sogenannten Ateljébyggnanden am Kungsträdgården gebaut worden und war der Ort an dem sich der Kunstverein der Stadt und die Studenten der Kunstakademie regelmäßig trafen. Im Erdgeschoss des Hauptgebäudes hatte Blanch sein exklusives Blanchs Café eingerichtet, das als erstes Gebäude Stockholms mit Elektrizität versorgt wurde, und im Anbau des Jahres 1879 entwickelte sich eine gemischte Tätigkeit, denn neben Theatervorstellungen hatten hier die Künstler, die sich gegen die akademische Kunst wehrten, ihr Forum und einen hervorragenden Ausstellungsraum.

Durch die starke Konkurrenz moderner Kinos, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Stockholm auftauchten, änderte das Blancheteatern im Jahre 1915 erneut seine Ausrichtung und kehrte ganz zurück zum Theater. Erst in diesem Jahr erhielt das Theater dann auch seinen Namen Blancheteatern, wobei dieser Name nicht auf Theodor Blanch zurückgeht, der im Grunde ein kunstinteressierter Koch und Restaurantfachmann war, sondern an den bekannten Schauspieler und Schriftsteller August Blanche erinnern sollte, der bereits 1868 in Stockholm gestorben war.


29. Januar 1688: Emanuel Swedenborg, der große Mystiker Schwedens 
29. Januar 1850: Der Yrvädertisdagen in Schweden 
29. Januar 1919: Der schwedische Künstler Richard Bergh
29. Januar 1920: Der schwedische Architekt Peter Celsing
29. Januar 1990: Schwedische Banken schließen ihre Schalter 
29. Januar 1993: Die schwedische Schauspielerin Eva Britt Remaeus 
29. Januar 2008: Der schwedische Künstler Bengt Lindström

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 15. Mai 2011

Stockholmausstellung, fast eine Weltausstellung

Am 15. Mai 1897 öffnete die Stockholmausstellung im Stockholmer Stadtteil Djurgården seine Pforten. Bei dieser Industrieausstellung wurde die Ankunft des damaligen Königs Oscar II. gefilmt und dann in einer der Hallen der Öffentlichkeit gezeigt. Auch die Rede des Königs wurde von einem Schauspieler, der eine ähnliche Stimme wie der König hatte, auf eine Schallplatte aufgenommen.

Der Kinosaal war in der Miniaturstadt (Masstab 1:2) des alten Stockholm untergebracht. Diesen Saal kann man als das erste Kino Stockholms betrachten, auch wenn es nur vier Monate Bestand hatte. Da man hier auch aktuelle Ereignisse Stockholms in Form von kurzen Filmen geboten bekam, betrachtet man diese Sequenzen als die erste bildliche Nachrichtenreportage Schwedens.

Von den zahlreichen Gebäuden, die für die Stockholmausstellung gebaut wurden, sind heute nur noch wenige in Djurgården zu finden, da die meisten an reiche Stockholmer verkauft wurden, die sie dann als Stugor und Lusthäuser benutzten. In Djurgården selbst wurden die Skånska gruvan (restauriert), das Biologiska Museet, das Café Ekorren, die Jägarhyddan und die Villa Lusthusporten erhalten, sowie das Nordiska Museet, das 1897 jedoch noch nicht völlig fertig gestellt war.

15. Mai 1914: Die baltische Industrie- und Handwerksausstellung in Malmö
15. Mai 1971: Die erste Pride-Parade in Örebro

Copyright: Herbert Kårlin

Messetermine in Göteborg