Posts mit dem Label Kulturgeschichte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kulturgeschichte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 14. April 2019

Die schwedidsche Fotografin Mia Green

Mia Green wurde am 14. April 1870 als Maria Amalia Lundmark in Roslags-Bro im Uppland geboren, wuchs jedoch nicht mit ihren Eltern auf, sondern kam erst zu Pflegeeltern in Skellefteå, später nach Piteå, wo sie auch eine Ausbildung als Näherin machte. Gegen 1890 entschied sich Green dann jedoch nach Stockholm zu gehen um dort eine Ausbildung als Fotografin zu machen. Vier Jahre später entschied sich die junge Frau, mit abgeschlossener Ausbildung und einem Minimum an Erfahrung, in die Grenzstadt Haparanda zu ziehen und dort ein Atelier und einen Fotoladen zu öffnen.

In relativ kurzer Zeit gelang es Mia Green sich einen Ruf auf beiden Seiten der Grenze zu schaffen und selbst zwei Filialen zu öffnen. Niemand hat indes die Geschichte Haparandas zu Beginn des 20. Jahrhunderts so deutlich festgehalten wie Green, die bei ihrem Tod am 24. Juni 1949 ein immensen Fotoarchiv hinterließ. Green hatte zwischen 1895 und 1940 alles fotografiert, was man in Haparanda und im Tournedalen nur fotografieren konnte, angefangen von Politikern bis zu Kriegsgefangene, Zöllner und Schmuggler, aber auch Feste und das Alltagsleben. Einige ihrer bedeutendsten Bilder konnte die Fotografin auch an die Stockholmspressen verkaufen.

Mia Green begnügte sich jedoch nicht damit den Ersten und den Zweiten Weltkrieg auf ihren Fotos festzuhalten, sondern sie engagierte sich auch im gesellschaftlichen und politischen Leben. Der Fotografin ist daher auch das erste Altersheim in Haparanda zu verdanken, das sie, dank zahlreicher Spenden, gründen konnte, sie verhalf den Armen der Umgebung eine Arbeit zu finden und sie kümmerte sich um Kriegsinvaliden des Ersten Weltkriegs, was ihr auch die Medaille des Roten Kreuzes aus Deutschland und aus Österreich einbrachte. Auch wenn der Name Mia Green heute sehr vielen Schweden unbekannt ist, so hat Haparanda die Fotografin nicht vergessen, denn dort findet man einen Park, der ihren Namen trägt, und seit 1988 ist Green dort auch als Kupferbüste verewigt.


14. April 1552: Der schwedische Reformator Laurentius Andreae
14. April 1622: Der Tagebuchschreiber Petrus Magni Gyllenius
14. April 1891: Karl Gerhard, der König der schwedischen Revue
14. April 1924: Eine Straßenbahn, die mit Benzin fährt
14. April 1927: Der erste Volvo läuft vom Band
14. April 1943: Kristineberg-Boliden, die längste Seilbahn der Welt
14. April 1954: Tetra Pak, eine schwedische Marke und Erfindung
14. April 1970: Anna Kinberg Batra, Vorsitzende der Moderaterna
14. April 1984: Marianne Aminoff, der unbekannte Filmstar

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 6. April 2019

Der Sprachforscher Bengt Ivar Hesselman

Bengt Ivar Hesselman kam am 21. Dezember 1875 als Sohn eines Fabrikanten in Stockholm zur Welt und schrieb sich 1893, nach seiner Hochschulreife, an der Universität Uppsala ein um dort nordische Sprachen zu studieren. Bereits während seiner Studienzeit beschäftigte sich Hesselman mit den verschiedenen Dialekten Schwedens und der Herkunft von Ortsnamen. Seine späteren Veröffentlichungen zu diesen Themen sollen ein bedeutender Beitrag zur Sprachforschung werden und sind bis heute großteils gültig.

Mit der Erforschung zum Beginn einer schwedischen Reichssprache, konnte Bengt Ivar Hesselman nachweisen, dass es erst ab dem 17. Jahrhundert zur Entwicklung einer einheitlichen Schriftsprache kam und alle vorhergehenden Lexika von dialektalen Ausdrücken geprägt waren. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts legte Hesselman damit eine Grundlage für die Entwicklung eines modernen Schwedisch, was sich auch bei den folgenden Ausbildungsreformen deutlich zeigte. Hesselman ging damit den Weg der Svenska Akademien, die eine offizielle Hochsprache in Schweden anstrebt.

In den 30er Jahren begann sich Bengt Ivar Hesselman, der am 6. April 1952 starb, mit der Sprachentwicklung im nordischen Raum zu beschäftigen und versuchte Geschichte, Kulturgeschichte und Sprachgeschichte von der Zeit der Wikinger bis heute zu verbinden und zu erklären. Diese, von heutiger Warte, sehr konservative Sprachforschung führte auch dazu, dass Hesselman 1935 in die Svenska Akademien aufgenommen wurde, auch wenn seine Ergebnisse in diesem Rahmen mehr unter nationalistischer Sicht gesehen werden müssen als innerhalb einer modernen Sprachforschung.


6. April 1664: Arvid Horn, der heimliche Regent Schwedens
6. April 1827: Frithiof Grafström und das Dilemma zum Skalden gezwungen zu sein 
6. April 1847: Hans Järta, revolutionäre Schriften und die Wandlung
6. April 1864: Die Stadt Ronneby brennt ab und ändert den Stadtplan
6. April 1888: Dan Andersson, zwischen Arbeitergedichten und Wildmark
6. April 1944: Die Schriftstellerin Viveca Lärn
6. April 1950: Christer Sjögren, von der Tanzband zum schwedischen Schlager
6. April 1962: Eva Mobergs Buch Kvinnor och Människor
6. April 1974: Die schwedische Gruppe Abba erobert die Welt 
6. April 1977: Sara Svensson, die religiöse Mörderin Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 14. Januar 2019

Der Archäologe und Kulturhistoriker Bernhard Salin

Bernhard Salin kam am 14. Januar 1861 als Sohn eines Architekten in Örebro zur Welt und besuchte nach seiner Hochschulreife in Norrköping ab 1880 die Universität Uppsala. Da sich Salin vor allem auf Kunstgeschichte spezialisiert hatte und 1890 selbst Doktor in Ästhetik wurde, war es für ihn nur ein kleiner Schritt zu einer Anstellung im staatlichen, historischen Museum in Stockholm. Schon 1903 war Salin dann Intendant des Nordischen Museum, wobei er nur zwei Jahre später auch für das Skansen zuständig wurde, eine Aufgabe, die die Entwicklung des Freilichtmuseums bedeutend beeinflussen sollte.

Als Gunnar Hazelius im Jahr 1905 starb, übernahm Bernhard Salin die Aufgabe des Ausbaus und der Strukturierung des Skansen. Im Gegensatz zur Idee des Gründers der Einrichtung, Artur Hazelius, entschied er sich das Skansen in zwei Teile einzuteilen, nämlich einen wissenschaftlichen Teil, der nur der Forschung dienen sollte und einen Teil zu dem die Allgemeinheit Zugang hat. Auch wenn dies der Idee des Gründers widersprach, der die gesamte Einrichtung als Volksbildung sah, erneuerte Salin damit die Idee eines Museums. Bis zu jener Zeit war es undenkbar gewesen ein Museum auch der Forschung zu widmen.

Im Jahre 1913 wurde Bernhard Salin Direktor des Historischen Museums, machte Studienreisen und veröffentlichte mehrere Werke über Tierornamente und ihre Bedeutung in der Archäologie, was seinen ursprünglichen Interessen am nächsten kam. Salin gelang in diesen Jahren die gesamte Kunst- und Kulturgeschichte in diesem Punkt zu beeinflussen, da er eine völlig neue, und sehr logische, Betrachtungsweise vorlegte. Nach einem Schlaganfall war Salin jedoch ab 1923 nicht mehr in der Lage irgendwelche Arbeiten oder Tätigkeiten als Autor fortzusetzen. Bernhard Salin starb am 20. Oktober 1931 im Alter von 70 Jahren in Stockholm.


14. Januar 1794: Erik Sjöberg und der Kampf gegen die literarischen Schulen
14. Januar 1814: Der Kieler Frieden einigt Schweden und Norwegen
14. Januar 1818: Der finnlandschwedische Schriftsteller Zacharias Topelius
14. Januar 1843: Der schwedische Historiker Hans Forssell
14. Januar 1864: Waldemar Bülow, Verleger und Politiker
14. Januar 1912: Ein Kreuzer für Kriegszwecke aus privaten Mitteln
14. Januar 1925: Der Politiker und Bischof Gottfrid Billing
14. Januar 1928: Lars Forssell und die Nachkriegsliteratur Schwedens
14. Januar 1963: Ingmar Bergman wird Chef des Dramaten in Stockholm
14. Januar 1996: Der schwedische Künstler Axel Wallenberg
14. Januar 2006: Der Mord an einem Jungen bringt ein neues Gesetz
14. Januar 2011: Sun Axelsson, die Welt der Diktaturen und der Bekenntnisroman

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 14. April 2018

Der Tagebuchschreiber Petrus Magni Gyllenius

Petrus Magni Gyllenius kam am 14. April 1622 als Peder Månsson in Ölme im Värmland zur Welt, aber da der Vater bereits 1624 starb und die Mutter in ärmsten Verhältnissen lebte, wurde Månsson 1632 vom Priester der Gemeinde aufgenommen und von diesem auch erzogen und unterrichtet. Als Månsson 1636 in die Schule in Karlstad kam, nahm er den Namen Gyllenius an. Im Jahr 1658 schrieb sich Gyllenius an der Universität Åbo (Turku) ein, wo er acht Jahre später auch den Magister ablegte. Nach Abschluss des Studiums wurde Gyllenius als Lehrer an die Schule von Mariestad berufen.

Auf Grund seiner pädagogischen Fähigkeiten und seines Wissens kam Petrus Magni Gyllenius bereits 1660 als Lehrer nach Karlstad, wo er innerhalb von fünf Jahren bis zum Lektor in Mathematik aufstieg. Weitere zwei Jahre später wurde Gyllenius dann zum Priester in Bolstad ernannt, ein Amt, das er jedoch erst 1669 antreten konnte. Während seiner Zeit als Lehrer und Priester schrieb Gyllenius mehrere wissenschaftliche Abhandlungen, die allerdings bereits zu seiner Zeit wenig Beachtung fanden, da man diese Werke kaum als Forschung bezeichnen kann.

Dass Petrus Magni Gyllenius, der am 11. Januar 1675 in Bolstad bei Mellerud starb, dennoch in die Geschichte Schwedens und Finnlands einging, liegt daran, dass er sein Leben lang Tagebuch führte, das gerade wegen seiner Einfachheit als extrem glaubwürdig gilt. In diesem Tagebuch kann man nicht nur das Leben von Gyllenius  verfolgen, sondern es handelt sich um eine Kulturgeschichte Schwedens und Finnlands, da Gyllenius sehr deutlich schildert auf welche Probleme man zu seiner Zeit stieß, wenn man als einfacher Mann Karriere machen wollte, wie das einfache Volk zu jener Zeit lebte und welches Brauchtum von der Landbevölkerung aufrecht gehalten wurde.


14. April 1552: Der schwedische Reformator Laurentius Andreae
14. April 1891: Karl Gerhard, der König der schwedischen Revue
14. April 1924: Eine Straßenbahn, die mit Benzin fährt
14. April 1927: Der erste Volvo läuft vom Band
14. April 1943: Kristineberg-Boliden, die längste Seilbahn der Welt
14. April 1954: Tetra Pak, eine schwedische Marke und Erfindung
14. April 1970: Anna Kinberg Batra, Vorsitzende der Moderaterna
14. April 1984: Marianne Aminoff, der unbekannte Filmstar

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 20. April 2017

Der Künstler Ragnar Person

Ragnar Person kam am 11. Juli 1905 in Angelstad zur Welt und bildete sich zum Maurer aus, da ihm, mangels Geld, der Weg zum Künstler unmöglich war. Erst als ihn sein Beruf im Jahr 1929 nach Halmstad brachte, kam Person seinem Traum näher, da er dort die Künstler der kurz vorher gegründeten Halmstadgruppe getroffen hatte und ihm der Künstler Esaias Thorén Unterricht im Zeichnen und Malen gab. Dank des Kontaktnetzes und der Unterstützung der Gruppe konnte Person nur wenige Jahre später eine längere Reise nach Paris unternehmen, was seine künstlerische Arbeit stark beeinflussen sollte, zumal er auch dort im Malen unterrichtet wurde.

Als Ragnar Person dann zurück ins Småland kam, konnte der Kontrast, den er entdeckte, nicht größer sein, denn vom glänzenden Leben in Paris kam er in eine Region der Armut, die nur durch lokale Feste und Traditionen aufgelockert wurde. Diesen Umbruch sieht man auch sehr deutlich in seinen Werken, da Person sowohl in Paris, als auch im Småland das Leben der Menschen bildlich festhielt, wobei er sich im Småland zu einem wahren Volksschilderer entwickelte und damit ein Stück bildliche Kulturgeschichte schuf.

Die Gemälde des Künstlers Ragnar Person gehen mit der Zeit und drücken daher in den 40er Jahren die Armut, die steinige Landschaft und das harte Leben auch in düsteren Farben aus und verändern sich ab den 50er Jahren, um dann mehr Freude und Licht auszudrücken. Ragnar Person, der am 20. April 1993 in seinem Geburtsort starb, versuchte in jedem Gemälde die abgebildeten Personen mit ihren Gefühlen auszudrücken und lässt sie gewissermaßen mit der Natur verschmelzen. Wer heute die Werke Persons im Museum in Jönköping oder Kalmar betrachtet, macht einen Ausflug in die Vergangenheit des  Småland, mit einem kurzen Ausflug nach Paris.


20. April 1535: Ein Sonnenphänomen und eine politische Auseinandersetzung
20. April 1794: Johan Henric Kellgren, erster Vorsitzender der Svenska Akademien
20. April 1903: Dagmar Edqvist und die selbständige Frau des 20. Jahrhunderts
20. April 1907: Tradition der Majblomman (Maiblume) in Schweden
20. April 1940: Das Bio Roy, einst Bio Royal, in Göteborg
20. April 1947: Björn Skifs, mehr als nur ein schwedischer Sänger
20. April 1956: Beatrice Ask, Justizministerin Schwedens
20. April 1978: Neues Thronfolgegesetz in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 4. November 2016

Das Begräbnismuseum in Ljungby

Der Ort Ljungby im Småland zählt heute rund 15.000 Einwohner und niemand weiß genau wann sich dort die ersten Menschen niederließen, denn historisch gesehen weiß man nur dass hier im elften Jahrhundert ein Runenstein aufgestellt wurde und im 12. Jahrhundert die erste Steinkirche errichtet wurde. Und obwohl man weiß dass die Anwohner Ljungbys im 13. Jahrhundert um die Stadtrechte kämpften, zählte man selbst 1828 nur fünf Landgüter in Ljungby, was mit Sicherheit ein bedeutender Rückschritt in der Entwicklung des Ortes war, auch wenn uns die Gründe dafür heute unbekannt sind.

Am 4. November 2004 sollte Ljungby dann jedoch erneut Geschichte machen, denn in einer kleinen Kirche im Waldfriedhof öffnete das erste Begräbnismuseum Schwedens, das einen Teil der Kulturgeschichte Schwedens erzählt, die nahezu unbekannt ist, da der Tod für viele kein Gesprächsthema ist. In der Tat geht es bei diesem Museum natürlich ebenfalls nicht um den Tod, sondern die Traditionen des 19. und 20. Jahrhunderts, die mit der Beerdigung verbunden sind. Jeder Besucher des Museums ist erstaunt welche Veränderungen dabei allein während der letzten 200 Jahre zu verzeichnen sind.

Das Begräbnismuseum in Ljungby führt den Besucher in Form von mehreren Räumen zu den verschiedenen Traditionen und erklärt nicht nur die Zusammenarbeit von Familie und Nachbarn bei der Vorbereitung einer Beerdigung, sondern zeigt auch frühere Särge, einen gedeckten Kaffeetisch und alle Gegenstände, die in dieser Epoche für kirchliche und private Zeremonien dienten. Beim Besuch des Museums, das im Sommer täglich geöffnet ist, versteht man auch, dass sich nicht nur die Art der Beerdigung innerhalb von 200 Jahren stark veränderte, sonder auch die Gesellschaft hat sich verändert und ging von einem gemeinsamen Handeln und Denken zum Individualismus über.


4. November 1520: Kristian II. wird in Schweden zum König gekrönt
4. November 1842: Olof Arborelius und die Landschaft Dalarnas
4. November 1925: Die schwedische Schauspielerin Kjerstin Dellert
4. November 1954: Stig Dagerman, ein zerrissenes Leben bis zum Tod
4. November 1954: Stig Dagerman, der depressive Schriftsteller Schwedens
4. November 1970: Die schwedische Opernsängerin Malena Ernman

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Mittwoch, 29. Juni 2016

Das kulturistorische Museum Näktergalen in Vimmerby

Das Museum Näktergalen, seit 2012 offiziell Stadsmuseet Näktergalen, nimmt in mehrerer Hinsicht eine Sonderstellung innerhalb der schwedischen Museumswelt ein. Zum einen hat das Museum, das am 29. Juni 1996 eingeweiht wurde, das Ziel die gesamte kulturhistorische Entwicklung Vimmerbys darzustellen, einer Kleinstadt mit knapp 8000 Einwohnern, und zum anderen findet man das Museum in einem der kulturhistorisch interessantesten Bauten Schwedens, das gegen 1740 gebaut wurde und damit selbst von architektonischer Warte noch extrem interessant ist.

Das Stadtmuseum Näktergalen in Vimmerby will in erster Linie das lokale Kulturerbe erhalten und kauft daher Gegenstände und Kunstwerke ein, die entweder eine Geschichte der Gemeinde zu erzählen haben oder aber zu offiziellen Kunstwerken gehören, unter der Voraussetzung, dass diese Gegenstände und Kunstwerke von Handwerkern oder Künstlern geschaffen wurden, die auch eine echte Verbindung zu Vimmerby haben oder hatten. Auf diese Weise soll die Geschichte der Kleinstadt auch für die Zukunft erhalten bleiben.

Das Gebäude, in dem dass Museum Näktergalen eingerichtet wurde, entstand gegen 1740, mit einem Aufbau Mitte des 19. Jahrhunderts, und wurde in der traditionellen Holzbauweise erstellt. An den Decken und Wänden der Räume kann man noch großteils die ursprünglichen Barockmalereien finden, die typisch für das Vimmerby des 18. Jahrhunderts waren. 1990 sollte das Haus im Rahmen einer Stadtsanierung abgerissen werden, was glücklicherweise in letzter Sekunde verhindert werden konnte, nicht zuletzt auch dank einer Schenkung von Astrid Lindgren und Gaben der gesamten Gemeinde, die es ermöglichten dass Vimmerby das historische Gebäude aufkaufen und in ein Museum verwandeln konnte.


29. Juni 1561: König Erik XIV (Erich XIV.), der Nachfolger von Gustav Vasa
29. Juni 1613: Seved Ribbing, Reichsschatzmeister und Reichsrat
29. Juni 1763: Hedvig Charlotta Nordenflycht, die erste Feministin Schwedens
29. Juni 1763: Hedvig Charlotta Nordenflycht, mit Lyrik in den Tod
29. Juni 1809: König Karl XIII. von Schweden
29. Juni 1861: Die schwedische Schriftstellerin Rosa Arbman
29. Juni 1865: Der schwedische Landschaftsmaler Nils Andersson
29. Juni 1900: Die Nobelstiftung und der Nobelpreis Alfred Nobels

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 23. August 2015

Der schwedische Künstler Elis Aidanpää

Elis Aidanpää starb am 23. August 2010 in Karhuniemi bei Kiruna, dem Ort in dem er nahezu sein ganzes Leben verbracht hatte. Bei seinem Tod galt er als einer der größten Künstler des hohen Nordens, der die Landschaften Lapplands nicht nur auf seinen Bildern festgehalten hatten, sondern auch die Bauten und das Leben in Lappland dokumentiert hatte. Noch heute wird Aidanpää oft als der „Häusermaler“ des Nordens bezeichnet, denn der Künstler reiste durch sehr viele der Orte und hielt dort die interessantesten Gebäude erst auf seinen Ölgemälden und später auf Aquarellbildern fest. Sehr viele dieser Gebäude sind heute verschwunden und die Bilder wurden dadurch geradezu zu einem kulturhistorischen Schatz.

Der Künstler Elis Aidanpää kam 1932 al viertes von elf Kindern in Kiruna zur Welt, wobei die Familie allerdings 1950 die Stadt verlassen musste und nach Karhuniemi zog, da es um diese Zeit immer schwieriger wurde in einer wachsenden Stadt Kühe, Pferde und Schweine zu halten. Aber bereits in Kiruna versuchte sich Aidanpää durch die verschiedensten Arbeiten über Wasser zu halten, wobei er sich dabei, ohne jede Ausbildung, als Händler versuchte, der seine Waren in Norwegen erwarb um sie dann in Schweden zu verkaufen. Über diese Handelstätigkeit kursieren noch heute die verschiedensten Geschichten und Gerüchte.

Die künstlerische Karriere von Elis Aidanpää begann kurz nach seiner Heirat Anfang der 60er Jahre, auch wenn der Durchbruch erst einige Jahre später kam, als Aidanpää von der Ölmalerei auf Aquarell überging. Trotz zahlreicher Ausstellungen in Schweden, teilweise auch in Norwegen und Finnland, gelang es Aidanpää zeit seines Lebens kaum in die Museen des Landes einzuziehen. Um so häufiger wurde der Künstler jedoch mit der Ausschmückung öffentlicher Werke beauftragt, unter anderem für das ABF-Gebäude in Stockholm und das Arbeitsamt in Kiruna. Die letzten Jahre seines Lebens nahm die Aktivität Aidanpääs als Maler ab und er begann ein Museum zur Geschichte des Kalixtals aufzubauen. Aidanpää wollte in dieser Zeit in Wort und Bild die Eigenheiten dieses Gebirgstals erhalten und nur sein plötzlicher Tod im Jahre 2010 setzte dieser Idee auf halbem Weg ein Ende.


23. August 1521: Kristian II, König Schwedens für ein Jahr
23. August 1834: Der ungewöhnliche Aufstieg von Anders Fredrik Brander
23. August 1834: Anders Fredrik Skjöldebrand, Feldherr und Künstler
23. August 1889: Nils Ahnlund und die schwedische Geschichte
23. August 1923: Bo Setterlind, das religiöse Erwachen in der Romantik
23. August 1931: Lars Görling, eine Kultfigur Schwedens
23. August 1973: Geiseldrama in der Kreditbanken in Stockholm
23. August 2010: Spårväg City, die neue Straßenbahn in Stockholm 

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!